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12. Dezember 2010

"Titel: Weihnachtselfe"(Teil 5) von Risa


Altersfreigabe: 18
Genres: Reale Welt
Warnungen: ?
Inhalt: milian und Mika sind bereits seit drei Jahren ein Paar, doch mittlerweile kriselt es in ihrer Beziehung. Über die Adventszeit fliegt Mika für ein Projekt nach Neuseeland und lässt Emilian allein. Das endgültige Aus ihrer Beziehung?

Gleich am nächsten Morgen setzte Emilian sich an den Computer und suchte einen günstigen Flug nach Neuseeland. Sein Herz klopfte aufgeregt, als die Buchung abgeschlossen war.
In ihrem Streit hatte er vollkommen vergessen, was für schöne Zeiten sie gemeinsam erlebt hatten. Sie hatten zwar darüber gesprochen, dass sie beide an der Beziehung arbeiten würden, aber irgendwie hatten sie es beide nicht ernst genug genommen. Das sollte sich ändern. Emilian wollte alles daran setzen, ihre Beziehung dieses Mal wirklich zu retten. Es sollte alles besser werden.

Leider hatte er nur einen Flug nach Weihnachten bekommen. Gern wäre er noch vor Weihnachten zu Mika geflogen und hätte dort mit ihm zusammen gefeiert, doch aufgrund der vielen Urlauber war kein Platz mehr frei gewesen. Doch besser nach Weihnachten als gar nicht, munterte Emilian sich selbst auf und überlegte bereits, was er einpacken sollte.

Die folgenden Tage krochen nur so dahin. Er versuchte die Zeit mit viel Arbeit totzuschlagen, doch trotzdem ging der Tag nicht schnell genug herum. Er war immer froh, wenn Marvin und Janis da waren, dann war er zumindest nicht allein.

Seit Tagen redeten Marvin und Janis jetzt bereits über die bevorstehende Show. Sie sollte am vierten Advent am Abend live übertragen werden. Marvin war beinahe noch aufgeregter als Janis. Obwohl ein Sieg nur vom Glück abhing, glaubte Marvin, doch mit Janis üben zu können. Also musste er sich für eine Box nach der anderen entscheiden, in der Marvin vorher mehr oder minder wertvolle Dinge versteckt hatte. Janis hatte dabei noch nicht mal ein schlechtes Händchen.

Es war der Freitag vor dem vierten Advent, als die drei Männer vor Emilians Kleiderschrank standen und etwas für Janis heraussuchten. Er wollte etwas neues und schönes, also hatten sie Emilian auf Knien angefleht, Janis für die Show etwas auszuleihen. Da Emilian nicht nein sagen konnten, musste er schließlich seinen besten Anzug an Janis geben. Nur eine passende Krawatte wollten sie morgen noch kaufen.

Marvin fragte Emilian zig Male, ober sich die Show auch ansehen würde. Er würde am Adventssonntag im Publikum sitzen. Und jedes Mal versprach Emilian, dass er gespannt vor dem Fernseher sitzen würde.
Als er die beiden am Sonntagmorgen verabschiedete, war Marvin furchtbar nervös, aber er wollte sich zusammenreißen.

Nachdem die beiden gefahren waren, frühstückte Emilian erst einmal und nahm danach ein langes Bad, bevor die Glücksshow anfing. Er machte sich eine Tasse Tee, holte sich Schokolade aus dem Schrank und hockte sich mit einer Decke aufs Sofa.

Er kuschelte sich in die Decke und träumte sich in Mikas Arme. Er vermisste ihn so schrecklich, dass es richtig weh tat. Erst als er Janis tatsächlich im Fernsehen war, konnte er Mika für einen Moment vergessen. Janis sah wirklich gut aus. Er lächelte charmant, machte sogar ein paar Witze und winkte ins Publikum. Die Großaufnahme ging zu Marvin, der mit hochrotem Kopf nicht gerade sehr fotogen wirkte.

Aufgeregt kniete sich Emilian aufs Sofa, drückte wie immer ein Kissen vor seine Brust und versuchte nichts zu verpassen. Es war seltsam spannend, Leute im Fernsehen zu sehen, die man kannte.
„Nimm den rechten Koffer“, brüllte er, als es endlich ans Raten ging. „Den rechten!“

Er war so vertieft in die Show, dass er gar nicht mitbekam, wie die Haustür auf und wieder zu ging.
Erst ein leises „Emmy?“ riss ihn aus seiner Fernsehtrance.

Emilian kannte die Stimme nur zu gut. Er riss seinen Kopf rum und im Türrahmen stand doch tatsächlich sein Mika. Er sah müde und abgespannt aus, aber sein Lächeln war voller Liebe.
„Was machst du denn hier?“, flüsterte Emilian und rappelte sich vom Sofa hoch.

„Zu dir zurück kommen.“
Mika ließ seinen Koffer einfach fallen und ging auf Emilian zu. Kurz vor ihm blieb er stehen. „Es tut mir leid, dass ich einfach so gegangen bin. Ich habe erst gemerkt, wie sehr ich dich vermisse, als ich wirklich weg war. Ich will nicht alles wegwerfen, was zwischen uns ist, Emmy. Dafür bist du mir viel zu wichtig.“

Emilian konnte nur wortlos nicken. Mika stand vor ihm, er war wirklich wieder da. Es war genau das, was Emilian sich genauso immer wieder gewünscht hatte. In dem Moment war es noch viel schöner, als er sich in den vielen einsamen Nächten ausgemalt hatte. „Ich habe dich so vermisst“, brachte er endlich über seine Lippen. „Es war so schrecklich.“

„Ich weiß, ging mir ganz genauso. Emmy, ich möchte, dass wir dieses Mal wirklich an unserer Beziehung arbeiten. Wir haben Probleme, aber als ich weg war, ist mir klar geworden, dass es gar nicht so schwer ist, sie zu lösen. Ich habe sie nur nie ernst genug genommen und das war ein Fehler. Ich glaube, dass wir beide zusammengehören und eine Chance haben, unsere Beziehung wieder hinzubiegen. Vorausgesetzt… du willst mich noch.“

Emilian nickte immer wieder. „Ich liebe dich“, antwortete er schlicht und blinzelte die Tränen weg, die vor lauter Freude in seine Augen geschossen waren. „Und ich werde mich bessern.“

„Ich wollte schon früher kommen, aber ich musste mich erst um die Wohnung dort kümmern und dann gab es keinen Flug mehr. Hast du die Päckchen bekommen?“

„Ja.“ Emilian schluckte schwer. Am liebsten wollte er Mika in den Arm nehmen, aber er wusste nicht, ob sein Freund nicht lieber reden wollte. „Ich habe auch schon einen Flug gebucht“, gestand er und wischte sich mit dem Handrücken die Tränen weg. „Ich wollte zu dir.“

„Versprichst du mir, dass du auch an unserer Beziehung arbeiten wirst?“, fragte Mika und auch seine Stimme zitterte ein klein wenig.

„Klar“, sagte Emilian, der nun endlich die Distanz zwischen ihnen überwinden wollte. „Ich weiß, dass ich in der letzten Zeit extrem nervig war.“

Daraufhin musste Mika lachen und zog Emilian endlich in seine Arme.
„Ich liebe dich, Emmy“, flüsterte er und drückte ihn an sich.

Emilian schlang die Arme um Mikas Nacken und krallte sich an ihm fest. „Ich habe die ganze Zeit an dich gedacht“, gestand er und schniefte leise. Erleichtert drückte er ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich konnte nachts gar nicht mehr schlafen.“

„Ging mir ähnlich“, flüsterte Mika und küsste ihn. Es war ein verzweifelter Kuss, voller Sehnsucht, Schmerz, aber auch Liebe. Es tat so gut, Emilian wieder in seinen Armen zu halten.

Der konnte sich nicht erinnern, jemals eine solche Erleichterung gespürt zu haben. Erst jetzt wurde ihm bewusst, wie sehr er sich nach Mika gesehnt hatte.
„Ich liebe dich“, flüsterte er immer wieder und verteilte dabei Küsse auf dem so bekannten Gesicht.

„Ich dich auch. Du hast mir so gefehlt. Ich würde gern den Job in Neuseeland annehmen, am liebsten hätte ich, wenn du mitkommen würdest. Oder zumindest einen Großteil dort mit mir zusammen verbringen könntest. Oder ich sage doch ab. Aber wir finden eine Lösung“, versprach Mika und strich durch Emilians Haar.

„Du meinst, wir gehen zusammen?“ Sie hatten vorher die ganze Zeit nur Streit gehabt, ohne überhaupt über so etwas naheliegendes zu reden. „Ist es denn wirklich so schön da? Wie im Fernsehen?“

„Nicht ganz wie im Fernsehen. Aber es wäre viel schöner dort, wenn du auch da wärst“, lächelte Mika und küsste ihn sanft.

„Ich werde mit den Verlegern sprechen“, sagte Emilian, während er über Mikas Wange strich. „Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit. Ich will nur nicht wieder von dir getrennt sein.“

„Ich auch nicht.“ Mika schaute in die Augen, die er so sehr liebte. „Ich habe es auch vermisst, mit dir zu schlafen“, sagte er leise.

„Und ich erst“, hauchte Emilian und legte beide Hände auf Mikas Hintern, um ihm zu zeigen, wie sehr er es auch wollte. „Lass uns ins Schlafzimmer gehen“, bat er leise und küsste ihn wieder.

Mika fragte nicht, ob er sich wirklich sicher war. Er wollte Emilian, er brauchte ihn.
Sanft hob er ihn auf seine Arme und trug ihn ins Schlafzimmer.

Sie liebten sich lang und leidenschaftlich wie schon lange nicht mehr. Danach lag Emilian nackt in Mikas Armen und genoss das Gefühl von Geborgenheit, das er immer danach hatte. In den Momenten war es so, als könnte Mika sogar seine Gedanken lesen.
„Ich will mich nie mehr von dir trennen“, sagte er leise und hob seinen Kopf, um Mika sachte auf die Lippen zu küssen.

„Dann sind wir uns ja seit langem endlich wieder einig“, lächelte Mika und strich sanft Emilians Rücken hinunter bis zum Steiß. „Warum haben wir das hier eigentlich so lange nicht mehr gemacht? Und wie konnte ich so lange darauf verzichten?“

„Keine Ahnung. Ich glaube, wir waren einfach nur gestresst und haben vergessen, was wir aneinander haben“, meinte Emilian, der sich wie ein Kätzchen an seinen Mika schmiegte. „Aber Weihnachten hat uns irgendwie wieder zusammengebracht.“

„Ja, das hat es.“ Mika küsste ihn auf den Kopf. „Wo ist eigentlich Marvin?“

„Oh.“ Schon schwang Emilian seine Füße aus dem Bett und rannte zum Fernseher. Aber die Show war natürlich schon längst vorbei.
„Scheiße“, murmelte er und klickte in den Videotext. Aber natürlich stand da nichts von der Show. „Janis war bei dieser Weihnachtsshow und wollte gerade den linken Koffer nehmen“, erzählte Emilian Mika, der ihm ins Wohnzimmer gefolgt war. „Sie brauchen das Geld, damit Janis endlich ausziehen kann.“

„Und deshalb versuchen sie es bei einer Glücksshow?“ Mika lachte. „Hört sich nach einer Idee von Marvin an. Aber jetzt hast du meinetwegen die Show verpasst. Meinst du, sie werden sehr böse sein?“

„Wir werden es ihnen gar nicht erzählen“, meinte Emilian und lehnte sich mit seinem Rücken gegen Mikas Brust. „Jetzt müssen wir nur noch raus finden, wie es ausgegangen ist. Meinst du, wir finden eine Wiederholung im Internet?“

„Noch nicht so schnell“, antwortete Mika. „Wir müssen es ihnen wohl oder übel sagen.“

In diesem Moment ging die Haustür auf und Marvins fröhliche Stimme ertönte.
Mika handelte schnell und hob die Wolldecke von der Couch, um sie um sie beide zu schlingen, damit sie nicht splitternackt im Wohnzimmer standen.

„Wir haben gewonnen, Emmy!“, rief Marvin und platzte ins Wohnzimmer. Er blieb überrascht stehen, als er Mika sah und lächelte dann breit. „Ich wusste, dass ihr zusammen gehört.“

Mika lächelte darauf. „Ich musste einfach wieder herkommen. Wie viel habt ihr gewonnen?“

„Zwanzigtausend.“ Janis war es vollkommen egal, dass beide ganz offensichtlich nackt unter ihrer Decke waren und schloss sie nacheinander in die Arme. „Wir gehen morgen direkt nach einer Wohnung gucken!“

„Freut mich für euch. Herzlichen Glückwunsch“, wünschte Mika. „Am Zauber von Weihnachten ist irgendetwas dran, findet ihr nicht auch?“

„Und ob“, antwortete Janis strahlend. „Jetzt werde ich ihn verlassen und nie mehr zurückgehen.“

„Ich lasse dich auch nicht mehr gehen.“ Marvin schlang beide Arme um seinen kleinen Freund und zog ihn an sich. „Ich wusste die ganze Zeit, dass wir gewinnen.“

„Wisst ihr was?“, sagte Mika und schlang ebenfalls die Arme um Emilian, um ihn an seinen nackten Körper zu ziehen. „Ich freue mich jetzt richtig auf Weihnachten.“

Faszinierend, was die Weihnachtszeit doch immer wieder für Frieden brachte. Jeder von ihnen schaute seinen Partner an und dachte, dass es das schönste Weihnachten war, das er bisher erlebt hatte.
Denn nach jeder harten Zeit kommt auch wieder eine gute. Manchmal muss man sich eben nur Mühe geben und ein bisschen Geduld haben.


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Witch23
05/11/19 17:45
XD

jabba
05/11/19 08:12
hehe, getötet durch Missachtung:P

Witch23
02/11/19 16:27
jupp einfach ignoriert ^^

jabba
01/11/19 22:49
Na? Alle die Geister und Vampire und co. gut überlebt?

Witch23
29/10/19 16:11
moin

Xtreme-storys
29/10/19 02:01
Hi

jabba
10/10/19 17:15
Ich hab totales Input overflow! 3tage umgucken und normen lesen, jetzt schon die ganze Woche auf Schulung... *mimimi* Aber schon toll irgendwie:)

Witch23
02/10/19 19:52
gratuliere jabba

Niemue
01/10/19 19:17
Und wie war's, Jabba? ^^

jabba
30/09/19 22:34
*nervös herumhibbel* Morgen gehts los! Morgen 1.Tag im neuen Job! :)

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