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13. Dezember 2014

"Weihnachtsstimmung" von alyssia



Der Weihnachtsabend war mal wieder viel schneller gekommen als Andreas und Aaron gedacht hatten. Es war wie letztes Jahr fast noch nichts vorbereitet, außer den Keksen, die Aaron schon vor ein paar Tagen an seinem freien Tag gebacken hatte. Sie hatten sich nicht mal Gedanken darüber gemacht was es zu essen geben sollte und keiner von beiden konnte sich wieder erklären wie das passieren konnte. Sie arbeiteten einfach zu viel. Doch heut gehörte der Tag ganz allein ihnen und es war noch mehr als genug Zeit das Haus festlich zu schmücken und sich gebührend auf den Heiligen Abend vorzubereiten. Zu essen würde es auch schon irgendwas geben, soweit Andreas wusste hatte auf dem letzten Einkaufzettel etwas von Karpfen gestanden.

Sie grinsten sich an, als sie gemeinsam beim Frühstück saßen. „Dann haben wir ja eine Menge zu tun heute.“ meinte Aaron verschmitzt. Andreas lachte ebenfalls „Ich glaube auch. Fangen wir gleich an?“ Er freute sich, denn letztes Jahr war das gemeinsame schmücken noch schöner gewesen als das eigentliche Fest, denn zwischendurch war auch der ein oder andere Kuss für ihn drin gewesen und noch ein bisschen mehr als ein Kuss. Aaron schien dasselbe zu denken, denn er hatte seine Unterlippe eingesogen und kaute darauf, sodass sie leicht gerötet war, als er von ihr abließ. Andreas musste schlucken so verführerisch erschien ihm dieser Moment. Er stand vom Tisch auf, ging um ihn herum und stellte sich neben seinen Mann, der drehte verwundert den Kopf und wurde von einem innigen Kuss überrascht, den er gern erwiderte. Auch für Zärtlichkeit hatten sie einfach normal zu wenig Zeit, weshalb der Kuss etwas länger ausfiel als normal. Aaron griff schließlich nach Andreas Hüfte, drehte ihn und zog ihn auf seinen Schoß. Das Geschirr auf dem Tisch klirrte als er dagegen stieß. Den Schmerz in der Hüfte ignorierend küsste er Aaron weiter. Vorsichtig schob er die Zungenspitze zwischen dessen Lippen und wurde genießerisch eingeladen hinein zu gleiten. Es schmecke nach Apfel und Zimt mit einer fruchtigen Marmeladennote. Lecker! Andreas löste sich kurz, um Aaron anzulächeln. „Du schmeckst nach Apfel-Zimt-Marmelade. Die solltest du öfter essen, dann küsse ich dich noch mindestens dreimal lieber als sowieso schon.“ Erklärte er grinsend sein Stocken, ehe er den Kuss fortsetze.

Schließlich jedoch mussten sie sich lösen, denn es war noch eine Menge zu tun bis zum Abend und es würde nicht der letzte Kuss gewesen sein für heute, das versprach ihm Aaron. Als er sich von seinem Stuhl erhob umschlang er Andreas von hinten mit dem Armen und griff ihm ganz ungeniert in den Schritt. Andreas drehte den Kopf und blickte in die vielsagenden Augen des Mannes den er vor einem Jahr geheiratet hatte. Diese Augen sagen immer mehr als Aaron eigentlich sagen wollte und das liebte Andreas sehr, denn so wusste er immer genau was sein Freund fühlte und wollte. Er konnte ihm die Wünsch wahrhaftig an den Augen ablesen und den Wunsch, der gerade in Aarons Augen leuchtete wollte er nur zu gerne erfüllen, aber noch nicht jetzt! Er drehte sich in den Armen die ihn hielten und küsste sich vom Mund über die Wange zum Ohr. Dort flüsterte er ein verheißungsvolles „Später, lass dich überraschen!“ Aaron wurde ein wenig rot und nickte. „Ich freue mich!“ flüsterte er zurück und ließ Andreas los.

Im Bad war dieser schnell fertig hatte sich bereits angezogen und war dabei sich zu rasieren, als Aaron in die Dusche stieg. Der Wasserdunst ließ die Duschkabine beschlagen, was Andreas etwas enttäuscht bemerkte, gerne hätte er seine Vorfreude etwas geschürt indem er Aaron im Spiegel beim Duschen beobachtete. So blieb ihm nichts anderes übrig, als sich fertig zu rasieren und dann schon mal die Kartons mit der Weihnachtsdekoration aus dem Keller hochzuholen.

Im Keller war es bitterkalt und Andreas, der mit nackten Füßen unterwegs war, machte, dass er schnell die richtigen Karton fand, und beeilte sich sie in die Wohnung zu tragen. Den Christbaumschmuck und den Baum stellte er im Wohnzimmer ab, zum Glück war sein Vater so nett gewesen und hatte für sie ebenfalls einen Baum besorgt, dafür hatten einfach sonst niemand Zeit gehabt. Die Dekoration für den Kamin brachte er ebenfalls mit und auch die Krippe, die sie sich im vorletzten Jahr auf dem Weihnachtsmarkt ausgesucht hatten. Alle Figuren waren aus Holz und Aaron hatte sie bemalt. Die Krippe gefiel Andreas immer noch gut und er betrachtete die Figuren liebevoll, als er alles in die Wohnung geschafft hatte.

Das Telefon klingelte und er wollte gerade hingehen, als er hörte, dass Aaron bereits abhob „Aaron Feldner am Telefon.“ Meldete er sich. Andreas ging trotzdem, neugierig wer anrief, in den Flur und lehnte sich in die Tür. Aaron drehte sich zu ihm um. Er war inzwischen auch angezogen. Er trug einen Jeans, ein weißes Hemd und darüber einen Roten Pullover. Das stand ihm ganz ausgezeichnet, da konnte Andreas Selbst mit Jeans und grauem Rollkragenpullover nicht mithalten, das konnte er aber sowieso nie mit Aaron. Dieser sah immer umwerfend aus, auch wenn er gerade aufstand und seine Locken wie wild abstanden. Aaron lenkte Andreas Aufmerksamkeit auf sich und formte mit dem Mund die Worte >Dein Vater< und >Weihnachtsessen<, dazu machte er Gesten mit der freien Hand, als würde er etwas essen. Andreas zog die Augenbrauen hoch. Aaron blicke wieder auf seine Hände und hörte zu. Gelegentlich sage er „Ja“ oder „Nein“ oder „Hm“. Schließlich blickte er auf und sprach in den Hörer „Gustav, ich frage mal Andreas, ob er was geplant hat. Von mir aus kommen wir gerne, aber ich will ihn da nicht übergehen.“ Grinsend drehte er sich zu Andreas um, drückte den Hörer an die Brust, sodass man am anderen Ende nicht hörte was sie sagten. „Dein Vater ist am Telefon“ begann er. Andreas nickte, denn das hatte er schon verstanden durch Aarons pantomimische Darstellung. „Deine Mutter hat wohl maßlos übertrieben beim Weihnachtsessen und er ist nun beauftragt uns zu fragen, ob wir nicht gemeinsam bei ihnen Essen möchten.“ Erklärte er weiter. Andreas nickte und schmunzelte. Das war typisch für seine Mutter, sie kochte noch immer für eine ganze Armee, obwohl er und sein Bruder Matthias schon lange nicht mehr zuhause wohnten. Zum Glück hatte er ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern, sie akzeptierten Aaron ohne weiteres, seine Mutter mochte ihn sogar richtig gern. Eigentlich sprach also nichts dagegen zum Essen rüber zu gehen, Aaron schien sich sogar zu freuen. „Klar wir kommen gerne!“ entschied er. Aaron lächelte ihn an, seine Augen leuchteten freudig. Er hielt das Telefon wieder ans Ohr „Gustav?“ fragte er hinein. Es brummte am anderen Ende. „Wir kommen gerne. Wann sollen wir denn da sein?“… „Okay, dann sind wir um sieben bei euch! Wir freuen uns. Tschüss!“ beendete er wenig später das Gespräch.

Glucksend drehte er sich zu Andreas um. „Na dann haben wir das Essensproblem ja auch schon gelöst!“ sagte er fröhlich. „Wollen wir loslegen?“ fragte er und griff Andreas Hand. Der ließ sich mitziehen ins Wohnzimmer. Dort zog er Aaron erst einmal an sich, um ihn nochmal zu küssen.

Eine stattliche Nordmanntanne hatte sein Vater besorgt. Zum Glück waren die Decken in dem alten Haus in dem sie wohnten hoch gebaut, sonst hätten sie womöglich die Spitze Kürzen müssen. Aaron legte eine Weihnachts-CD ein und hockte sich auf ein Kissen neben die Kiste mit der Baumdekoration. Er reichte Andreas die Lichterkette an, der sie im Baum befestigte. Um die oberen Äste zu erreichen musste sogar er, der er eigentlich recht groß war, sich auf einen Hocker stellen. Aaron gab ihm, nachdem die Lichterkette so drapiert war wie Aaron sie haben wollte, die Kugeln an und dirigierte wo Andreas sie hinhängen sollte. Als der Baum geschmückt war saß Aaron dort im Schneidersitz und betrachtete selig den schönen Weihnachtsbaum, Andreas stand noch immer auf dem Hocker und betrachtete Aaron. Er sah sein Gesicht an, die Augen, die gerade Stupsnase, die Lippen, hinter den Ohren kräuselten sich die wunderschönen dunklen Locken in die er so gerne hineingriff. Er folgte dem Hals hinab zum Hemdskragen, der den schlanken Hals umschmeichelte. Vom Hals glitt er tiefer über die Schultern, die kräftig aber nicht so breit waren. Er konnte förmlich den nackten Rücken seines Mannes unter den Händen fühlen, zu lange hatte er sich dafür keine Zeit mehr genommen. Vor seinem inneren Auge entstand eine Szene. Sie beide auf dem dicken weichen Teppich vor dem Kamin und endlich Zeit für Zärtlichkeiten. Viel Zeit, die sie sonst so nicht hatten. Freudige Erwartung erfüllte Andreas Bauch am liebsten würde es jetzt das Schmücken und Essen überspringen und sich direkt dem gemütlichen Teil des Abends zuwenden. Er schüttelte den Gedanken ab, doch zu spät die Vorstellung erregte ihn. Aaron war durch Andreas unbeabsichtigtes Kopfschütteln aus seiner Träumerischen Betrachtung des Weihnachtsbaumes gerissen. Er sah von unten zu Andreas hinauf, der etwas verlegen zurück blickt. Aaron legte den Kopf schief und ein schelmisches Lächeln zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. „Wer macht sich denn hier heiße Gedanken, während ich unschuldig den Baum betrachte. Hast du wirklich geglaubt, dass ich deinen Blick nicht bemerke, als du mich studiert hast. Er hat sich beinahe in meine Haut gebrannt.“ Sprach Aaron neckisch, während er nach Andreas Hand griff und sich vom Boden erhob. Nah vor ihm stehend, die Fingerspitzen an die Wange seines Freundes gelegt flüsterte er in dessen Ohr. „Verrätst du mir den auch was du danach gedacht hast?“ hauchte er, bevor er einen sehnsüchtigen Kuss auf die verführerischen Lippen setzte. Andreas öffnete langsam den Mund, um Aaron in einen tieferen Kuss zu verwickeln. Er genoss den Moment sehr.

„Ich habe an dich gedacht.“ Sagte er als sie beide Luft holen mussten „Sehr schön. Und weiter?“ wollte Aaron wissen, während er Andreas umarmte. „Ich habe mir vorgestellt wie schön der Abend noch werden konnte.“ Sprach Andreas „Wir beide mit vielen Kissen und Decken direkt waren vor dem Kamin.“ Hauchte er. „ Nur wir beide allein!“ „Das gefällt mir.“ Meinte Aaron ruhig. „hast du das heute Nacht noch mit mir vor?“ fragte er unschuldig und küsste Andreas erneut. Der nickte „Oh ja das habe ich!“ Aaron lächelte ihn Liebevoll an. „Da freue ich mich schon drauf!“ sagte er und küsste seinen Mann erneut innig.

„Komm, wir haben noch viel vor!“ forderte Aaron motiviert und klatsche in die Hände, während er sich einer weiteren Kiste zuwandte. Andreas folgte ihm, zusammen räumten sie zuerst den restlichen Baumschmuck weg, bevor sie aus der anderen Kiste Dekorationsgegenstände holten. Unter anderem eine Weihnachtspyramide, die vor Jahren ein Geschenk von Andreas Mutter gewesen war. Diese war immer zu Tode beleidigt, wenn sie das Ding nicht aufstellte. Darunter kam ein hübsches Deckchen ebenfalls von Andreas Mutter. Sonst dekorierten sie noch den Wohnzimmertisch und zu guter Letzt kam eine Girlande. Am rechten und linken Ende hatte sie einen Kunstvollen Stern, dazwischen künstliches Tannengrün, was zum Glück nicht künstlich aussah. Diese Girlande war vom gleichen Weihnachtsmarkt, wie die Krippe nur ein Jahr später gekauft. Zusammen hängten sie sie über den Kamin. Als Andreas den weichen Teppich unter den nackten Füßen fühlte konnte er nicht umhin Aaron einen vielsagenden Blick zuzuwerfen. Dieser erwiderte den Blick und biss sich wieder einmal unterbewusst auf die Lippe. Jedoch ließ er sich keine weitere Zeit für Träumereien, schließlich wollte die Wohnung endlich weihnachtlich werden.
Andreas musste wieder auf den Hocker steigen um den Stern aufhängen zu können, während Aaron das andere Ende hielt, bis er rüber gekommen war und auch dieses aufhängen konnte.

Zufrieden mit seiner Arbeit stieg er von dem Hocker und betrachtete das Gesamtbild. Von dem Anblick einigermaßen befriedigt legte er den Arm um Aaron. „Und jetzt?“ fragte der „Wir haben gerade 15 Uhr, also noch Zeit bis zum Essen. Wobei ich schon ein wenig Hunger hätte.“ Andreas grinste und stupste Aaron in die Seite. „Jetzt“ sagte er und seufzte „Jetzt genießen wir den Anblick. Ich würde sagen ich bringe die Kisten wieder in den Keller und du machst den Kamin an, dann holen wir uns ein Paar von deinen köstlichen Kokos- und Schokoladenmakronen, ein Glas Rotwein für dich und Rose für mich und dann genießen wir den Anblick, der sich uns bietet. Wenn wir dann dick und rund gefuttert sind mache ich noch ein kleines Nickerchen, du hast mich ganz schön beansprucht bisher. Und du schläfst mit mir oder im Fernseher laufen sicher ein paar nostalgisch kitschige Filme.“ Begeister von Andreas Master-Plan befreite sich Aaron von seinem Arm und holte sich Kaminanzünder und Streichhölzer.

Andreas brachte die Kartons in den Keller, als er nach dem letzten wiederkam hatte Aaron bereits das Licht im Wohnzimmer gedimmt und die Lichterkette des Baumes eingesteckt. Im Wohnzimmer funkelte und glitzerte es festlich. Auf der Anrichte in der Küche standen bereits zwei Gläser mit Wein bereit. Andreas ergriff je eines mit einer Hand und trug sie ins Wohnzimmer, dort saß bereits Aaron auf dem Sofa und hielt die Keksdose in Händen. Andreas ging zu ihm herüber und ließ sich neben ihm auf dem Sofa nieder, stellte die Gläser auf den Tisch und lehnte sich zurück. Ein Paar Schlucke Wein und einige Makronen später machte sich eine angenehme Schläfrigkeit in ihm breit. Seufzend drehte er sich zur Seite und ließ sich auf der gesamten Sofalänge nieder mit dem Kopf in Aarons Schoß, nur die Beine hingen trotzdem über den Rand. Aarons Hände glitten seinen Rücken auf und ab. Andreas genoss es sehr und schlief darüber ein. Es war kein sehr tiefer, aber ein erholsamer Schlaf.

Eine leichte Berührung an der Schulter ließ ihn wieder aufwachen. Andreas hätte unmöglich sagen können, wie viel Zeit vergangen war. „Liebling, also wenn du dein Geschenk noch vor dem Essen öffnen möchtest, dann solltest du langsam aufwachen! Es sei denn du möchtest die Bescherung nach dem Essen machen, da hattest du aber soweit ich mich erinnere anderes vor!“ flüsterte Aaron ihm leise ins Ohr. Etwas verwirrt und benebelt öffnete Andreas die Augen und richtete sich auf. Gähnend rieb er sich die Augen und wartete bis sich die Schläfrigkeit verzogen hatte. „Also ich denke wir machen die Bescherung jetzt, dann bleibt später mehr Zeit!“ stellte er dann fest. „Okay!“ stimmte Aaron zu und zog ein Päckchen hinter dem Rücken hervor. „Dann ist hier mein Geschenk für dich!“. Andreas setzte sich richtig auf und nahm das Päckchen in die Hände. Es war weich und beweglich. Voller Vorfreude löste er die Schleife und öffnete die Klebestreifen. Er streifte das Papier ab und zum Vorschein kam ein Schal. Dunkelrot mit blauem Muster und natürlich selbstgestrickt und kuschelig weich. Freudig blickte er auf und umarmte Aaron herzlich „Jetzt muss ich auch dem Weihnachtsmarkt nie mehr so erbärmlich frieren, der wird auch ganz bestimmt nicht kratzig sein!“ Er drückte Aaron noch einen liebevollen Kuss auf, ehe er aufstand, um sein Geschenk zu holen.

Die Schmuckschatulle lag gut versteckt in seinem Nachtschränkchen. Andreas beeilte sich die Schatulle zu holen. Darin war kein Schmuck, sondern eine selbstgeschriebene Einladung für ein Musikdinner. Das hatten sie schon einmal gemacht und waren beide begeistert gewesen, als er in der Zeitung gelesen hatte, dass es wieder stattfinden sollte hatte er sofort Karten bestellt und dann die Zeitung still schweigend verschwinden lassen, sowie alle anderen Zeitungen in denen die Anzeige abgedruckt war. Geheimnisvoll hielt er die Schatulle in der Hand und ging zurück ins Wohnzimmer. Dort setzte er sich erst wieder auf das Sofa und holte dann das Geschenk hinter dem Rücken hervor. Aaron zog eine Augenbraue hoch und seine Augen zeigten einen leisen Zweifel und ein klitzekleines bisschen Enttäuschung. Andreas wusste ganz genau wieso, Aaron hasste das Verschenken von Gutscheinen, Schmuck, Socken, Unterhosen und Büchern und da die Karten und die Einladung in einer Schmuckschatulle versteckt waren, war Andreas Plan ihn zu verwirren natürlich aufgegangen. Sie kannten sich eben zu gut. Noch immer zweifelnd öffnete Aaron den goldenen Verschluss der Schatulle und warf vorsichtig einen Blick hinein, als er den roten Papierbogen sah und die darunter hervor lugenden Karten erhellte sich sein Blick. Mutiger öffnete er die Schatulle ganz und holte erst den Zettel heraus. „Das Musikdinner?“ Andreas nickte. „Ich wusste gar nicht, dass das wieder stattfindet?!“ sagte Aaron erstaunt. Andreas lachte. „Ja das war auch mein Verdienst. Mein gutes Geschenk wäre ja dahin gewesen, wenn du selbst schon Karten gekauft hättest. Es war gar nicht so einfach die Zeitungen von einer Woche unauffällig wegzuschmeißen, ohne dass du es merkst. Naja oder zumindest do unschuldig zu tun wie es geht, wenn du dich ärgerst, dass ich die Tageszeitung schon wieder weggeworfen habe.“ Andreas erinnerte sich grinsend an Aarons verärgertes Gesicht und seine betonte Unschuldsmiene. „Danke!“ flüsterte Aaron und lehnte sich nah zu Andreas hervor. Der überbrückte die letzten Millimeter und küsste ihn innig. „Ich liebe dich!“ sagte er dann. „Ich dich auch!“

Andreas lehnte sich zurück „Bekomme ich noch einen Kuss?“ fragte er dann. Aaron kam ihm nach und kam halb auf ihm zu liegen. Er musste sich an der Sofalehne abstützen, um nicht ganzem Gewicht auf Andreas zu liegen. Vielversprechend setzte Aaron mehrere kleine Küsse auf Andreas Lippen. Der legte im Gegenzug die Arme um Aarons Nacken, strich über das weiche Cashmere des Pullovers und genoss die süßen Küsse. „Wir haben nicht so viel Zeit mein Schatz.“ Meinte Aaron pflichtbewusst. „In fünfzehn Minuten sollen wir zum Essen bei deinen Eltern sein.“ Er küsste ein letztes Mal die Lippen vor sich und drückte sich dann hoch. Andreas streckte die Hand aus und ließ sich von Aaron vom Sofa hochziehen. Auf dem Wohnzimmertisch lag der geschenkte Schal. Er nahm ihm und folge seinem Freund in den Flur. „Ich muss mir noch Socken anziehen!“ stellte er fest, als es kalt an seinen Füßen wurde. Aaron gluckste. Nächstes Jahr würde er wohl selbstgestrickte Socken an seinen Sockenmuffel verschenken müssen, obwohl er sowas eigentlich nicht leiden konnte. Aber die Idee mit dem extra super weichen Schal für seinen Schalmuffel hatte funktioniert, da würden in Paar kuschelige Haussocken sicher ebenfalls den ständigen Eisfüßen Abhilfe schaffen. Er wartete im Flur bereits mit einem dunklen Mantel bekleidet auf Andreas. Der hatte sich den Schal um den Hals gewickelt und schlüpfte schnell in Schuhe und Daunenjacke. Hand in Hand verließen sie die Wohnung.

Draußen war es ganz schön kalt, doch von Schnee keine Spur, lediglich Bodenfrost ließ die Straße glitzern. Aaron fand es trotzdem sehr romantisch und kuschelte sich noch ein wenig enger an Andreas Seite, außerdem machte es ihn sehr glücklich, dass er den selbstgestrickten Schal trug. So schlenderten sie gemeinsam die Straße herunter.


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Witch23
21/07/19 23:06
ne bin im Urlaub irgendwie

jabba
20/07/19 14:55
Hi ihr Sommermäuse, alle urlaubsreif?

Graf Roderick
18/05/19 23:45
Yeah! ESC!!! Tolle Show nebenher.

Esther
18/05/19 21:04
Nicht vergessen: Jetzt gerade läuft der ESC! ;-)

jabba
15/05/19 23:38
da ich bis eben nichts davon gehört habe... nein ^^

Witch23
12/05/19 17:52

Aber ich bin auch nicht gerade der starke Schriftsteller ^^


HeisseZitrone
10/05/19 15:48
Macht von euch auch jemand beim Wettbewerb Kindlestoryteller2019 mit? :)

jabba
24/04/19 20:12
jo, wenn der schreiberling der auffassung ist dass die gelöscht zu sein hat, dann ist die welt machtlos

little-kara
24/04/19 14:45
schade die story the show must go on gibt's nicht mehr :(

split
29/03/19 18:19
Ich bin komatös, was schreiben betrifft, also nö ^^°

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