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Nachdem Jörns Rechner drei Wochen nicht funktionierte, freute er sich, wieder etwas von seiner Online-Bekanntschaft Andreas zu hören. Euphorisch schlägt er ein erstes Treffen vor - und wird enttäuscht.

Genres: Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Zucker
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 4     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 12007     Klicks: 5183
Veröffentlicht: 01/04/12 Aktualisiert: 22/11/13
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Anmerkungen zur Geschichte
Eigentlich als Oneshot geplant, hat sich die Beziehung zwischen Andreas und Jörn weiterentwickelt. So sind 2 One-Shots und ein Dreiteiler entstanden, die ich hier aber in einer Geschichte mit 5 Kapiteln hochlade.
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1. Eine Verabredung

Endlich lief sein Rechner wieder! Drei lange Wochen musste er ohne das Gerät auskommen, denn ihm war der ganze Kasten beim Umräumen heruntergefallen, und sein momentaner Kontostand hatte so schnell keine Reparatur erlaubt.
 
 Jetzt aber lief die Kiste wieder, und Jörn startete seinen Browser und das eMail-Programm. Da in der Nähe seines Wohnortes kein Internetcafe zu finden war, hatte er auf den Zugang zu diesen Daten und auch auf jegliche virtuellen Freundschaften verzichten müssen. Und dieses verflixte Internet war leider so anonym, dass er sich noch nicht mal per Snail-Mail bei irgendjemanden abmelden konnte.
 
 Jetzt piepte aber sein Modem schon, und in wenigen Augenblicken konnte er seine Mails abrufen und im Chat die Leute wiedertreffen, die er schon irgendwie vermisst hatte. Besonders Andreas, der sich im Internet "NeoAnd" nannte, und mit dem er hin und wieder interessante Diskussionen und Mails schrieb. NeoAnd war ein halbes Jahr älter als Jörn, und sie hatten viele ähnliche Interessen.
 
 Und gleich die erste Mail, die er empfing, war auch von NeoAnd:
 
 "Hey!
 Wo bleibst Du? Wir wollten doch heute chatten!
 NeoAnd"
 
 Und zwischen den 137 eMails, die er nun nacheinander empfing und las, waren immer wieder Mails von NeoAnd, zunächst etwas säuerlich klingend, weil Jörn ihn versetzt hatte, dann langsam besorgt, warum er kein Lebenszeichen von sich gab. Die letzte Mail war heute Mittag abgeschickt worden:
 
 "Jörn, was ist los?
 Warum meldest Du dich nicht?
 Ich mach mir echt Sorgen um Dich...
 So ein Mist, dass ich außer Deinem Namen nichts weiß, sonst hätte ich
 vielleicht anders herausfinden können, was mit Dir passiert ist.
 Bist Du vielleicht krank? Hattest Du einen Unfall? Oder hast Du einfach keine
 Lust mehr, Dich mit mir zu unterhalten?
 Bitte, sag bescheid, was ist!
 Andreas"
 
 Wenn er schon mit seinem echten Namen unterschrieb, und Jörn ebenfalls nicht mit seinem Nick anredete, dann musste es ihm wirklich ernst sein. Aber drei Wochen gar nicht melden war auch sehr lange. Bei den letzten Mails hatte Andreas die Lesebestätigung aktiviert, damit er wusste, ob und wann Jörn sie erhielt.
 
 Sofort setzte sich Jörn an die Antwort auf die vielen Mails, die er erhalten hatte, und natürlich war Andreas der erste, dem er schrieb. Er erklärte, was passiert war, und warum er so lange nicht erreichbar war. Nach einigem Zögern schrieb er dann auch seine Handynummer mit auf, unter der der andere ihn in solchen Fällen zukünftig erreichen konnte.
 
 Dann las er die übrigen Mails, viele waren aus Mailinglisten, eine Menge Spam war auch dabei, aber auch einige persönliche Mails von Leuten, die er über das Internet kennengelernt hatte.
 
 Und schließlich antwortete er der persönlichen Mails und tippte einen Text für eine der Listen.
 
 Bis auf einmal sein Handy klingelte.
 
 "Schohnmann?" meldete er sich.
 
 "Jörn?" fragte eine fremde, freundliche Stimme am anderen Ende, "hier ist Andreas."
 
 Der Angesprochene musste schlucken. So hörte sich also Andreas an... Er hatte sich seine Stimme ganz anders vorgestellt, nicht so sanft. Vielleicht lag das daran, dass Andreas bei Ihren Unterhaltungen energischer schien. Aber...
 
 "Jörn? Bist du noch dran?"
 
 Ups, vielleicht hätte er Andreas inzwischen begrüßen sollen, anstatt über seine Stimme zu grübeln.
 
 "Ja, ich bin noch da. Hallo..." erwiderte er nervös. Hätte er doch bloß seine Handynummer nicht mitgeschickt.
 
 "Ich hab mir echt Sorgen um dich gemacht, dass du nicht geantwortet und die Mails nicht mal gelesen hast. Schön, dass du wieder da bist..." freute sich Andreas hörbar.
 
 Nach den ersten Minuten wurde das Gespräch lockerer, und so, wie sie sich schon im Chat und per Mail gut verstanden hatten, brachte sie auch dieses "richtige" Gespräch einander näher.
 
 Jörn war fest davon überzeugt, einen wirklich guten Freund gefunden zu haben, als er schließlich nach fast einer halben Stunde das Gespräch beendete, weil Andreas keine Zeit mehr hatte.
 
 Und anschließend setzte er sich gleich wieder an seinen Rechner, um Andreas eine Mail zu schicken. Und auf Andreas' Antwort zu warten.
 
 Später am Abend trafen sie sich dann auch noch im Chat. Sowohl Jörn als auch Andreas hatten in den vergangenen drei Wochen einiges erlebt und erledigt, wovon sie sich nun erzählten. Und irgendwann war es ein Uhr, und sie beide hatten sich schon mehrfach voneinander verabschiedet - ihnen war nur immer noch etwas Dringendes eingefallen, was sie dem anderen erzählen mussten
 
 Jetzt war aber endgültig Schluss, denn Jörn musste am nächsten Morgen früh aufstehen, um halb sieben, da war die Nacht nicht mehr allzu lang. Sie verabredeten dann aber fest, am nächsten Abend wieder zu chatten - oder, wenn das nicht ging, den anderen telefonisch zu benachrichtigen. Dafür hatte nun auch Jörn die Handynummer seines Freundes bekommen.
 
 Jörn lag noch lange wach im Bett. Nachdem er heute mit Andreas gesprochen hatte, geisterte er noch lange durch seinen Kopf. Seine Stimme war außerordentlich sympathisch, und Jörn merkte langsam, wie gerne er seinen Freund "richtig" kennenlernen, wie gerne er ihn treffen wollte.
 
 Mit diesem Gedanken, und dem festen Vorsatz, Andreas schon am nächsten Abend zu fragen, schlief Jörn schließlich ein.
 
 Wie verabredet trafen sich die beiden am nächsten Abend pünktlich um acht Uhr in ihrem Chat. Ständig dachte Jörn an seinen Vorsatz, Andreas um ein Treffen zu bitten. Doch, warum auch immer, er traute sich nicht, diesen Vorschlag zu machen.
 
 Erst, als sie sich wie am Vorabend schon mehrfach voneinander verabschiedet hatten, versuchte Jörn, seine Bitte zu äußern:
 
 Joksta: Andreas...
 NeoAnd: ja, was ist?
 Joksta: Ich wollte dich was fragen...
 NeoAnd: was gibt es denn? *augenreib*
 Joksta: Naja...
 Joksta: das hat gestern Spaß gemacht, mit dir zu telefonieren...
 Joksta: Und da wollte ich fragen...
 NeoAnd: was?
 Joksta: Naja, ob wir uns nicht mal treffen können.
 NeoAnd: treffen?
 Joksta: Ja, du wohnst doch auch nicht so weit von hier...
 Joksta: Morgen um sechs am Bahnhof? Hinterm McDonalds an der Säule?
 NeoAnd: ich weiß nicht...
 Joksta: Ich hab blonde Haare und eine dunkelgrüne Jacke an
 Joksta: Und einen roten Rucksack
 NeoAnd: meinst du wirklich?
 Joksta: Ja, klar! Ich würd dich gerne treffen!
 NeoAnd: *überleg*
 Joksta: bitte!
 NeoAnd: ich weiß nicht...
 Joksta: ...
 NeoAnd: na gut...
 Joksta: Schön! *freu*
 NeoAnd: ich hab braune Haare und eine leuchtend blaue Jacke an...
 NeoAnd: und ich...
 Server: ----------------------  Server: -- Transmission denied by foreign host
 Server: -- Retry
 Server: -- Connection unavailable
 Server: -- Shut down
 Server: ----------------------
 
 Mist! Irgendwas wollte NeoAnd doch noch sagen, überlegte Jörn, damit er ihn sicher erkennen konnte. Doch jetzt konnte er sich nicht mehr in den Chat einwählen, und Andreas fragen...
 
 Wenigstens hatte er dem Treffen zugestimmt, freute er sich. Und finden würden sie sich schon, so viele Leute trafen sich dort an der Säule nicht, und eine blaue Jacke würde er schon finden... besonders, wenn ihr Besitzer suchend in der Gegend herumguckte.
 
 Den ganzen Tag freute sich Jörn auf den Abend, auf ihr Treffen, und als es schließlich so weit war, traf er schon eine halbe Stunde vor ihrem ausgemachten Termin ein. Aufmerksam sah er sich um, hier auf dem Bahnhof gab es jede Menge interessanter Menschen. Würde man Soziologie oder so etwas studieren, wäre das hier der ideale Ort für Beobachtungen.
 
 Die verschiedensten Leute trafen sich hier an der Säule, es war doch voller, als Jörn erwartet hatte. Schließlich, wenige Minuten vor acht, sah er aus den Augenwinkeln etwas Blaues scheinen. Schnell drehte er sich um, jemand mit einer blauen Jacke stand mit dem Rücken zu ihm.
 
 Aber derjenige sah nicht so aus, wie er sich Andreas vorgestellt hatte. Er sah von hinten nur fettige, angegraute Haare an den Hinterkopf geklebt, und soo viele Haare waren das auch nicht mehr. Hatte Andreas ihn so in die Irre geleitet?
 
 Schnell stellte er sich schräg hinter die Säule, so dass der andere ihn nicht sehen konnte. Unter diesen Voraussetzungen würde er lieber wieder nach Hause fahren. Und Andreas lieber in Zukunft in Ruhe lassen.
 
 Enttäuscht drehte er sich um, um noch einen letzten Blick auf seinen "Freund" zu werfen, der ihm solche Lügen über sich erzählt hatte. Kein Wunder, dass er sich nicht mit Jörn hatte treffen wollen!
 
 Auch von vorne, der andere hatte sich gerade umgedreht, sah er erheblich älter als Jörn aus - er war mindestens fünfzig - und außerordentlich schlecht gepflegt. Wie konnte der Typ sich nur so viel jünger machen? Und was hatte er damit bezwecken wollen?
 
 Wie hatte er nur auf diesen Mann hereinfallen können? Er hätte doch irgendwann etwas merken müssen! Schon fast ein Jahr hatte der andere ihn so zum Narren gehalten!
 
 "Jörn?" hörte er eine Stimme hinter sich - Andreas' Stimme. War dieser eigenartige Typ ihm gegenüber gar nicht der Freund, den er heute treffen wollte?
 
 Schnell drehte er sich um - und blickte zunächst in leere Luft. Erst nach einem Moment sah er etwas unten in den Augenwinkeln. Direkt vor ihm stand... saß jemand, jemand in seinem Alter, mit braunen Haaren und einer blauen Jacke. In einem knallgrünen Rollstuhl.
 
 Jörn schluckte, damit hatte er gar nicht gerechnet. Aber das fröhliche Lachen des anderen steckte ihn schnell an, und mit einem breiten Grinsen auf den Lippen begrüßte er Andreas.
 
 "Wo wollen wir hingehen?" fragte er seinen Freund, "ich wollte eigentlich die "Obere Kneipe" vorschlagen, aber..." aber das war im dritten Stock, und in diesem Altbau gab es auch keinen Fahrstuhl. Konnte er das aber so deutlich sagen?
 
 "Ich glaub, das sollten wir lieber lassen," erklärte Andreas lachend, er war keineswegs peinlich berührt, "was hältst Du vom Café an der Bahnhofsstraße?"
 
 Das Café kannte Jörn und nickte. Schweigend machten sie sich auf den Weg zu besagtem Café, Jörn hatte keine Ahnung, wie er das Gespräch anfangen sollte. Wenn Andreas nicht im Roll... Nein, das sollte Jörn doch nichts ausmachen, immerhin "kannten" sie sich schon seit fast einem Jahr.
 
 Und daran, dass sie sich immer gut verstanden hatte, sollte auch der Rollstuhl nichts ändern können. Dennoch fühlte Jörn eine schreckliche Unsicherheit.
 
 Endlich kamen sie im Café an, und Andreas suchte ihnen einen Platz in einer der hinteren Ecken, zog einen der Stühle zur Seite und parkte seinen Rollstuhl Jörn gegenüber.
 
 Die Stille zwischen ihnen wurde allmählich wirklich unangenehm, aber Jörn wusste beim besten Willen nicht, wie er sie durchbrechen könnte. Als die Bedienung die Karten brachte, war er wieder der Meinung, dass das Treffen eine schlechte Idee gewesen war. Sie bestellten ihre Getränke, dann schwiegen sie sich weiter an.
 
 "Sorry," fing Andreas auf einmal an, "dass ich dir nie etwas von meinem Rollstuhl erzählt habe." Irgendwie unsicher blickte er Jörn an. "Ich fand es nicht so wichtig, ich meine, wir haben uns gut verstanden, ohne uns zu sehen. Und ohne zu wissen, wie der andere aussieht.
   Gestern Abend wollte ich dir als..." vorsichtig versuchte Andreas zu lächeln, "als Erkennungszeichen meinen Rollstuhl nennen, aber da warst du schon rausgeflogen. Und per Mail wollte ich es dir dann auch nicht erzählen."
 
 Jörn nickte, das konnte er verstehen. Und eigentlich änderte der Rollstuhl ja auch nichts daran, dass sie sich seit fast einem Jahr immer besser verstanden. Was hieß hier "eigentlich"? Wieso sollte der Rollstuhl etwas daran ändern?
 
 Und nachdem Jörn sich fest vorgenommen hatte, sich von Andreas' Fortbewegungsmittel nicht beeinflussen zu lassen, genossen sie beide die Zeit gemeinsam im Café Eigentlich bemerkte er den Rollstuhl auch gar nicht, immerhin saßen sie jetzt beide - allerdings saß Andreas vermutlich bequemer, denn Jörn tat sein Hintern nach einiger Zeit sitzen auf dem Holzstuhl schon ziemlich weh.
 
 Doch aufstehen und das Gespräch abbrechen wollte er nicht, dafür war es zu schön, mit Andreas hier zusammen zu sitzen und sich zu unterhalten. Es war doch etwas anderes, ihm gegenüber zu sein und in die Augen zu gucken, als nur mit Buchstaben- und Zeichenkombinationen zu kommunizieren.
 
 Nach einer Weile merkte er, dass sie sich noch besser verstanden, als er es nach den langen Chatabenden erwartet hatte. In so vielen Punkten waren sie einer Meinung oder hatten den selben Geschmack - Musik, Filme, es war so, als hätten sie sich schon ewig gekannt.
 
 Irgendwann später am Abend beschlossen sie, das Café zu verlassen, inzwischen machten auch die Kneipen auf, und dort, so vermuteten sie, würde es gemütlicher sein als in diesen Räumen mit viel Chrom und Glas.
 
 Wie Jörn beim Chatten erwartet hatte, hatten sie viel Spaß bei ihrer Kneipentour, und Andreas' Rollstuhl hinderte sie nicht daran, einen lustigen Abend zu erleben.
 
 Erst nach Mitternacht sah Jörn wieder auf seine Armbanduhr. Erschrocken holte er seinen Fahrplan aus dem Rucksack - richtig, der letzte Zug fuhr um 23:47, und war somit schon längst abgefahren.
 
 "Was ist los?" fragte Andreas, der ihm wieder einmal gegenüber saß. "Du guckst so erschrocken."
 
 "Der Zug ist schon weg, und der nächste fährt..." Jörn blätterte schnell in dem kleinen Heft zurück, "um 4:56. Jetzt muss ich gucken, wie weit ich mit dem Nachtbus komme, und den Rest laufen - oder mir ein Taxi nehmen."
 
 "Oder du steigst einfach in mein Auto, und ich fahre dich," bot Andreas lächelnd an. Auf Jörns fragenden Blick erklärte er, "Mit Bus und Bahn ist das oft etwas schwierig, deswegen fahr ich lieber mit dem Auto. Auch zum Bahnhof."
 
 Jörn nickte, gerade die langen Treppen zu den Bahnsteigen schienen ihm unüberwindbar. Andreas hatte anscheinend seine Gedanken erraten: "Auf die Bahnsteige kommt man durch den alten Posttunnel, mit Begleitperson von der Bahn. In die Züge wird man mit einem mobilen Lift gehoben. Und viele Busse haben eine Rampe. Also - es klappt schon. Aber trotzdem ist es mit einem eigenen Auto einfacher."
 
 Nickend griff Jörn nach seinem Glas und trank den letzten Schluck. "Ich würde dann jetzt gerne langsam fahren," sagte er leise und etwas unsicher.
 
 "Klar, kein Problem," winkte der andere die Bedienung heran, und sie zahlten. Anschließend führte Andreas Jörn zu seinem Auto, das im Parkhaus auf einem besonders breiten Parkplatz ziemlich nah am Fahrstuhl stand. Erst auf dem zweiten Blick sah er das Rollstuhlsymbol vor dem Einstellplatz und ebenfalls an der Heckscheibe des Autos.
 
 Andreas öffnete die Fahrertür, auf dieser Seite hatte er beim Einparken genug Platz zum Rangieren gelassen, und schob sich auf den Fahrersitz. Anschließend zog er seinen Rollstuhl hinter den Sitz in den Fußraum der Rückbank.
 
 "Du kannst jetzt auch einsteigen," grinste Andreas ihn an. Jörn hatte jede seiner Bewegungen genau beobachtet, und jetzt im Nachhinein war er froh, dass der andere es ihm nicht übelnahm.
 
 Noch immer in angeregte Gespräche vertieft wies Jörn seinem Freund den Weg zu sich nach Hause. Auf den letzten Kilometern dorthin überlegte er, wie gerne er Andreas wiedersehen wollte. Er könnte morgen Abend eine leckere Lasagne machen und Andreas dazu einladen. Vielleicht noch ein Glas Rotwein dazu, er hatte noch italienischen vom letzten Urlaub da...
 
 Aber konnte er seinen neuen Freund einfach so zu sich einladen? Sah das nicht ein wenig komisch aus? Schon beim zweiten Treffen?
 
 Und für wann sollte er ihn einladen? Wenn es nach Jörn gehen würde, dann wäre der passende Termin gleich morgen - was natürlich viel zu früh und viel zu aufdringlich gewesen wäre.
 
 Wie sah das denn aus, wenn er diesen Mann zu sich nach Hause einladen würde? Das konnte er doch nicht machen! Aber andererseits hatten sie sich den ganzen Abend über so gut verstanden, dass er Andreas unbedingt wiedersehen wollte.
 
 Und dann gab es noch ein anderes Problem:
 
 Ob und wie konnte Andreas in seine Wohnung gelangen? Aber auch bei längerer Überlegung fiel ihm kein Hindernis ein - vor dem Haus war eine kleine Rampe, die die drei Stufen umging, innen war ein Fahrstuhl, mit der er zur Wohnung gelangen könnte, und die Türen in seinen Heim waren sicherlich breit genug, dass Andreas hindurchkam.
 
 Als sie vor ihrem Ziel standen, konnte er deswegen lächelnd die geplante Einladung aussprechen: "Kommst du morgen hier vorbei? Gegen Acht? Ich koch uns etwas Schönes!"
 
 Und das fröhliche Lächeln, das er damit hervorrief, zeigte ihm, dass diese Einladung richtig gewesen war.
 
Aktualisiert: 01/04/12
Veröffentlicht: 01/04/12
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TamSang
25/09/17 10:40
@split, kannst Du NG 1 bitte noch abschließen? Ich hab gerade noch mal das Häckchen bei abgeschlossen gesetzt... Ich dank Dir... Tami

TamSang
22/09/17 17:31
so, dann hab ich jetzt mal den Status in abgeschlossen geändert... danke für die schnelle antwort

split
22/09/17 17:11
nope, du kannst änderungen jederzeit machen, vorm freischalten des kaps fließt es automatisch mit ein, nach dem freischalten müssen änderungen extra freigegeben werden

TamSang
22/09/17 07:13
hab ich entdeckt, danke... kann ich gleich den Status abgeschlossen vergeben oder muss ich warten, bis die kapitel freigegeben sind?

split
21/09/17 20:55
ja, unter header bearbeiten und oben neben oder unter dem titel kannst du es ändern... im zweifelsfall nem mod sagen, dann kann das auch beim freischalten geändert werden.

Witch23
21/09/17 18:35
Irgendwo beim ändern war das glaube ich ?

TamSang
21/09/17 08:58
Hey ihr, wie bekommt man denn bei ner Story den Status abgeschlossen hin?

jabba
12/09/17 18:56
Doch, die Panik ist groß... nur das Geschrei ist klein :P

Schmetterling
07/09/17 20:40
Unsere Firma hat schon Weihanchtswerbung bekommen

Witch23
06/09/17 17:56
ich hole gar keine mag Lebkuchen so eher nicht.
Nur selber gemachten mit viel Honig ^^°


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