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Menschen verändern sich. Gefühle verändern sich. Und manchmal passiert halt alles gleichzeitig...

Genres: Reale Welt, M/M (yaoi), F/F (Yuri)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 1     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 878     Klicks: 11676
Veröffentlicht: 12/10/15 Aktualisiert: 12/10/15
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Anmerkungen zur Geschichte
Das ist meine erste Geschichte hier, also nehmt es mir nicht übel, wenn sie nicht so gut ist... ^^ Ich werde mein Bestes geben, aber nichts versprechen.
Für (konstruktive) Kritik bin ich natürlich immer offen! Smiley
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1. Von Masken

Wenn ich auf meine Handy schaue und deine Nachrichten lese fühle ich nichts. Ich weiß, das war mal anders, aber seit einer Weile sehe ich in deinen Worten nicht mehr als ein paar Buchstaben. Und ich versuche deine Fragen zu lesen und zu verstehen, aber ich bin nicht wirklich da. Kann mich nicht wirklich konzentrieren. Wenn meine Finger eine Antwort tippen, bin nicht ich die Person, die schreibt. Du hast es einmal ganz treffend mit den Worten "Ich habe das Gefühl, dass du in einer anderen Welt bist" beschrieben. Damit hattest du Recht. Ich bin woanders. An meine Stelle ist eine andere Person getreten.
Mein Handy vibriert. Du schon wieder. "Hab dich lieb!", steht da. Ich fühle nichts. Leere. "Ich dich auch!", schreibe ich. Leere. Manchmal frage ich mich, ob es dir genauso geht. Ob wir uns beide nur etwas vormachen und zu feige sind, um uns die Wahrheit zu sagen. Möglich wäre es jedenfalls. Aber eigentlich ist es mir egal.

Die Türen öffnen sich geräuschvoll. Ich gehe vorsichtig die Stufen herunter und betrete den Bahnsteig. Suchend schaue ich mich um. Überall sind Menschen! Dich zu finden erweist sich schier unmöglich, nicht zuletzt weil ich so klein bin (etwas, womit du mich immer aufziehst). Hinter mir strömen mehr Menschen aus dem Zug und ich gehe schnell weiter, um nicht umgerannt zu werden. Im Gehen versuche ich mein Handy aus meiner Hosentasche zu fischen und dir eine Nachricht zu schreiben, aber noch ehe ich es in meiner Hand halte, spüre ich deine Finger auf meiner Schulter. Ruckartig drehe ich mich um- wohl etwas zu schnell, denn ich verliere das Gleichgewicht und brauche einen kurzen Moment um mich wieder zu fangen. Du lächelst. Ich werde rot. "Das ist mal wieder typisch für dich!", sagst du belustigt. "Stimmt", erwidere ich nur leise und lächle verlegen. "Lass uns gehen!", sagst du plötzlich und machst dich ohne auf eine Antwort zu warten auf den Weg zum Ausgang.
Ich wünschte, du hättest deinen Blick noch etwas länger auf mir ruhen lassen. Ich wünschte, du hättest meine Hand genommen. Ich wünschte, du hättest mich geküsst.
Aber so bist du nicht. Du bist anders als ich. Stille magst du nicht, du redest lieber viel. Du bist gerne in Bewegung. Und du zeigst nicht gerne in der Öffentlichkeit, was du für mich empfindest. Letzteres tut am meisten weh. Für deine Freunde existiere ich praktisch nicht. Vor deiner Familie tust du so, als wären wir nur zwei Bekannte. Dass ich die nächsten zwei Wochen bei dir bin, habe ich nur der Tatsache zu verdanken, dass deine Eltern vereist sind. Natürlich wissen sie nichts von meinem vorübergehenden Einzug bei dir.
Während wir mit dem Bus fahren, erzählst du mir von dieser einen Band, die du jetzt total gerne magst. Ich höre zu, nicke zwischendurch, stelle kurze Fragen. Während du weiter von neuen Alben, Konzerten und viel zu teuren Karten erzählst, fällt mein Blick plötzlich auf einen Marienkäfer, der sich in deinen wirren Haaren verfangen hat. Ich beuge mich vor und strecke meinen Arm aus, um ihn zu retten. Als ich dich berühre, hältst du inne. Siehst mich an. Überraschung. Scheu. Wut? Schnell ziehe ich meine Hand zurück. "Marienkäfer", murmele ich. Kurz ist es still, aber es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Dann verändert sich dein Blick wieder und du fährst fort, als wäre nichts gewesen.
Vorsichtig schließt du die Tür hinter dir. Wir sind endlich bei dir Zuhause! Ich lasse meinen Rucksack fallen und umarme dich. Und zum ersten Mal gehst du auf mich ein. Ich spüre deine Hände auf meinem Rücken. Höre, wie sich dein Atem beschleunigt. Du suchst meine Lippen. Gierig. Mit einem Mal hältst du inne. "Wieso weinst du?" "Tue ich gar nicht." Meine Stimme ist rau. Dein Blick ist voller Sorge, voller Mitgefühl. "Ich bin einfach nur so glücklich", sage ich und wische mir die Tränen weg. Dann vergrabe ich mein Gesicht in deiner Schulter und schlinge meine Arme um deinen Oberkörper. Minutenlang stehen wir einfach nur so ineinander verschlungen da.
Ich wünschte, es gäbe nur uns und diese Wohnung. Hier drin verlierst du deine Hemmungen, deine Scham. Draußen bist du ein anderer Mensch. Oberflächlich und als würdest du hinter einer Maske stecken.
Hinter dieser Tür gibt es keine Masken. Wir sind hier sicher. Die Maske, die du draußen zu deinem Schutz trägst ist hier überflüssig.
Langsam löse ich mich von dir und schaue aus dem Fenster. Es ist bereits dunkel geworden. Wie zur Bestätigung fängst du an zu gähnen und steckst mich damit an. "Ich glaube wir sollten schlafen gehen", sagst du. Ich nicke. Erst jetzt merke ich, wie müde ich bin.
Wie liegen beide eng aneinander gekuschelt in deinem schmalen Bett. Ehe du einschläfst, verknotest du deine Finger mit meinen und küsst mich auf die Stirn.
"Ich liebe dich", flüstere ich, während du neben mir schon gleichmäßig atmest.
Aktualisiert: 12/10/15
Veröffentlicht: 12/10/15
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Schlußanmerkungen zum Kapitel
Danke, dass du das erste Kapitel gelesen hast! Ist noch nicht so viel, aber ich werde mich bemühen mehr zu schreiben... Lächelnd
Ich hoffe, meine Rechtschreibung ist auszuhalten und meine Geschichte ist inhaltlich ganz okay. ^w^
Lass gerne einen Kommentar da und hab noch einen schönen Tag/Abend (oder was auch immer)! ^u^
Chiyuki am 12/10/15 11:50
Hallo ^^
Das erste Kapitelchen gefällt mir ganz gut. Ich hab einen Rechtschreibfehler gefunden, es muss verreist statt vereist heißen (außer, jemand hat die Eltern mit der Frostkanone eingefroren). Sonst sind mir keine Fehler aufgefallen.
Inhaltlich gefällt mir die Hin- und Hergerissenheit der Hauptperson, und hoffe, dass ihr Gegenüber sich irgendwann einmal trauen wird, ihre Beziehung öffentlich zu zeigen.
glg, chi
Von Masken
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Witch23
20/08/22 10:06
Hallo zusammen

gerdhh171
23/07/22 21:10
hallo jungs

Witch23
29/06/22 06:27
Hallo auch

split
23/06/22 14:41
Hallo, welcome back

minori
22/06/22 18:02
Wenn man nach 13 Jahren mal wieder vorbei schaut :) Heyho

Witch23
10/06/22 09:30
Tja, solange bxb existiert sollte das auch ^^

carrabas
09/06/22 21:23
Dieser alte Login funktioniert noch :O

Witch23
18/04/22 12:17
Danke dir, sonst wünsche einfach schöne Feiertage, die sollten fast alle ab Freitag haben ^^

split
15/04/22 09:43
Keine Ahnung, ob man das schon am Karfreitag tut, aber ich wünsche Euch allen schon einmal Frohe Ostern und ein paar entspannte Tage.

Witch23
25/01/22 13:28
Freuen uns über jeden der hier ist

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