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Vier Federn

von Lumen, Mako [Ab 14 ] [Reviews - 6] (Abgeschlossen)
Ruben Engel hasst Weihnachten und seine Mitmenschen gleichermaßen. Doch im stillen Kämmerlein gesteht er sich ein, das er einsam ist und das gern ändern würde.
Manchmal sollte man vorsichtig sein, mit dem was man sich wünscht.
Manchmal kann dieser Wunsch erhört werden.
Und manchmal gibt es jemanden, der diesen Wunsch erfüllen will.

Genres: Fantasy, Weihnachten, M/M (yaoi)
1. Warnung: Zucker
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 4     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 31041     Klicks: 27122
Veröffentlicht: 04/04/10 Aktualisiert: 25/08/11
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Anmerkungen zur Geschichte
Diese Geschichte entstand für den Adventskalender 2006 auf Makos Hompepage.
Ich habe die Teile nochmals gebetat, entschuldige aber die kleinen Logikfehler, die sich durchaus in der Story befinden.
Aber ich hoffe, das stört das Lesevergnügen nicht.
Ich persönlich mag diese Geschichte sehr, auch wenn ich heute, vier Jahre später, einiges anders machen würde. Zwinkernd
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1. Der Junge aus dem Mustopf

Der erste Dezember stand vor der Tür, aber davon das Winter war, war nur eines zu bemerken: Es war saukalt.
Schnee würde es wohl erst wieder im Januar geben, wenn das Weihnachtsfest vorbei war. So wie die anderen Jahre zuvor.
Aber es gab auch Menschen, denen das egal war. Für die waren die Weihnachtsfeiertage nur eine Erfindung der Marktwirtschaft und einfach nur überflüssig; zumindest was den Sinn anging. Dass es arbeitsfreie Tage waren, das war durchaus als positiv zu bewerten.

Ruben Engel war so ein Mensch.
Für ihn war die ganze Weihnachtszeit eine einzige Geldmacherei. Erfunden von findigen Händlern, und gehörte abgeschafft. Das einzige Positive waren wirklich die Freizeit, obwohl er daran auch etwas auszusetzen hatte.
In der Zeit saß er nämlich allein zu Hause, da seine Eltern die freien Tage stets nutzten, irgendwohin in den Urlaub zu verschwinden.
Im Moment war er unterwegs, um sich etwas zu Abendbrot zu kaufen.
Er hasste es - überall die Leute, die meinten, es gäbe in den nächsten sechs Wochen eine Lebensmittelknappheit und plärrende Kinder, die nach Schokonikoläusen und Adventskalendern gierten.
Immerhin war morgen der erste und wer jetzt noch keinen hatte, war angearscht. Ruben verzog bei dem Gedanken angewidert das Gesicht.
Wer zum Teufel wollte schon die billige Schokolade aus den Kalendern naschen. Die Hände in die Taschen gestopft, lief er missmutig eine Seitenstraße entlang. Zu allem Unglück hatte es auch noch angefangen zu nieseln und es war kalt.
Etwas, was nicht gerade dazu beitrug seine Laune zu bessern.

„Oh verdammt...“, fluchte es nicht unweit vor Rubens Nase.
Und noch bevor er reagieren konnte, stolperte er über den gebückten Körper, der aus einem Hauseingang plötzlich vor ihn trat und versuchte seine Apfelsinen wieder einzusammeln, deren Netz gerissen war und sich auf dem gesamten Gehweg verteilt hatten.

Ruben begann, mit den Armen zu rudern, verzweifelt bemüht, das Gleichgewicht zu halten. Als er meinte, es endlich geschafft zu haben, trat er auf eine herumkullernde Apfelsine und ging im wahrsten Sinne des Wortes auf die Knie. Etwas blöde schauend fand sich Ruben auf dem Asphalt wieder und reagierte erst, als sich zu dem dumpfen Pochen in seiner Kniescheibe ein ekelig nasses Gefühl gesellte. Leise fluchend bemerkte er, das er direkt in einer Pfütze kniete.

„Ach du...“, die zu der Stimme gehörende Person kam Ruben zu Hilfe. „Alles in Ordnung? Das tut mir leid.“ Sie griff an seinen Arm und versuchte ihm aufzuhelfen.
Es waren zarte Hände. Schlank. Und sie sahen ziemlich unterkühlt aus.
Sie gehörten zu einem jungen Mann mit scheuen grünen Augen und kurzen schwarzem Haar, das sich anscheinend kaum bändigen ließ.
Ein ebenso scheues, aber freundliches Lächeln lag auf den schmalen Lippen. Aufmerksam musterte der andere Ruben. „Haben sie sich verletzt?“

Ruben sah den Fremden unfreundlich an.
„Meine Hose ist im Arsch, mir ist kalt und ich bin mit beiden Knien auf das Pflaster aufgeschlagen. Was denken sie, wie es mir geht?“, fragte er und erhob sich, streifte die Hand des anderen ab.
„Können sie nicht aufpassen, wo sie hinstolpern?“
Angewidert wischte Ruben an seiner Hose herum. Allerdings saß der Dreck schon viel zu tief und da er eine helle Jeans angezogen hatte, sahen die Flecken auch besonders leuchtend aus.

Erschrocken schluckte sein Gegenüber und senkte beschämt den Blick.
„Tut mir leid“, meinte er nur wieder. „Es war ja nicht mit Absicht. Ich...“
Mit einem leisem Seufzen wandte er sich ab und sammelte die restlichen geflüchteten Apfelsinen ein.

„Das nützt mir nun auch nichts mehr.“
Ruben steckte die Hände wieder in die Jackentaschen und betrachtete den jungen Mann noch mal, bevor er sich in Bewegung setzte.
Sah ganz nett aus und wäre Ruben in besserer Laune, hätte er ihn vielleicht auf den Schreck auf einen Kaffee eingeladen.
So stapfte er allerdings einfach weiter, ohne sich noch mal um zudrehen.

Der Nieselregen würde über Nacht auf alle Fälle die Straßen mit einer Schicht Eis beziehen und wer nicht zwangsläufig vor die Tür musste, sollte lieber in seiner Wohnung bleiben. Im Supermarkt selbst war die Hölle los. Es war Freitag und der erste Advent stand vor der Tür.

Rubens Laune verschlechterte sich, sofern das überhaupt noch ging.
Die Leute gingen ihm auf die Nerven. Die Hektik der Leute ging ihm auf die Nerven - und die kleinen Kinder sowieso.
Er meckerte, als er angerempelt wurde und er beschwerte sich darüber, das nur zwei Kassen geöffnet waren.
Und das alles wegen ein bisschen Brot und Aufschnitt für sein Abendbrot. Missmutig stand er nach einer guten Stunde wieder auf der Straße, die Plastiktüte mit seinen Sachen in der Hand und in den Regen blinzelnd. Scheißwetter, Scheißfeiertage.
Mehr fiel ihm dazu gerade nicht ein, bevor er sich auf den Weg in nach Hause machte.

Kurz bevor er seinen Hauseingang erreichte, erklang von irgend woher eine ziemlich panische Stimme
„Vorsicht! Achtung!“
Es kreischte und auf Ruben raste ein größer werdender Schatten zu - von oben.

Herr im Himmel, nahm das denn heute kein Ende?
Wer zum Teufel legte es darauf an, ihn zu strafen?
Wenn sich die Leute angesichts Weihnachten von Hausdächern stürzen wollten, was Ruben im übrigen schon ganz gut nachvollziehen konnte, dann doch bitte nicht wenn er gerade vorbei lief.
Natürlich schaffte er es nicht mehr rechtzeitig und wurde getroffen.
Zum zweiten Mal an diesem Tag lag der großgewachsenen, dunkelhaarige Mann auf dem Asphalt.

Eigentlich war das Gewicht gar keine Rede wert, aber dennoch war definitiv etwas auf Ruben gelandet.
„So ein...“
Das Schimpfwort wurde durch ein Schnaufen ersetzt.
Vor Rubens Gesicht tauchte das eines ...Jungen auf. Blondes Haare rahmte das Gesicht ein, das selbst Michel Angelos David erblassen ließ. Er war eine zu Fleisch gewordene römische Statue, voller Perfektion und Schönheit. Blaue tiefdunkle Augen strahlten ihn an.
„Hast du dir weh getan?“, fragte er besorgt nach, machte allerdings keine Anstalten, sich vom Oberkörper des anderen herab zu begeben.

„Nein. Ich liege gern auf der Straße herum, wenn es kalt ist und regnet“, erwiderte Ruben sarkastisch, auch wenn ihm der Anblick des Typen erst einmal kurz hatte durch atmen lassen.
„Kannst du vielleicht von mir runter gehen?“, blaffte er dann. „Wenn du dich umbringen willst, hast du eindeutig kein Glück gehabt.“

Der junge Mann stand auf, putzte sich den imaginären Dreck von seinen weißen Sachen, die noch immer perlweiß schimmerten und lächelte fröhlich. Er half Ruben auf.
„Tut mir leid, es ist das erste Mal, das ich hier runter komme. Ich hatte Probleme mit der Landung“, entschuldigte er sich und bückte sich nach den Einkäufen von Ruben, um sie einzusammeln.

„Probleme mit der Landung?“
Ruben war zu verblüfft, um weiter rumzugiften.
Aus welchem Heim war der Typ denn entsprungen? Gefährlich sah er ja nicht aus, aber das waren meistens die schlimmsten.
„Wie dem auch sei, ich will nach Hause. Mir ist kalt und ich muss unter die heiße Dusche.“ Ruben nahm dem anderen seine Einkäufe ab, bedankte sich murmelnd und setzte sich dann wieder in Bewegung.

„Ich hatte nicht mit dem Seitenwind gerechnet“, erklärte der Andere weiter und folgte Ruben auf dem Fuße. Er war gut zwei Köpfe kleiner als der andere, sah sich aber auch neugierig um. „Wohnst du hier? Bin mal gespannt wie das aussieht. Wir haben so was ja nicht.“

Seitenwind. Ahja.
Ruben sah sich in seiner Vermutung bestärkt, das der Kleine abgehauen war und jeden Moment zwei weißgekleidete Herren mit einer Habmichliebjacke um die Ecke schießen würden.
„Wie, ihr habt sowas nicht? Gibt es bei euch im Heim keine Einzelzimmer?“, konnte er sich dann doch nicht verkneifen zu fragen. „Und wieso interessiert dich, ob ich hier wohne?“

Der blonde Junge blinzelte zu Ruben auf. „Du bist doch Ruben Engel nicht?“
Er kratzte sich verlegen am Kopf. „Oder, hab ich da was verwechselt.“
Er stemmte die Hände in die schmale Hüfte und musterte Ruben fürsorglich von oben bis unten.
„Nein. Klar bist dus.“ Plötzlich bekam er einen flehentlichen Gesichtsausdruck. „Ich habs doch nicht schon versaut, oder?“

Ruben schüttelte verwirrt den Kopf, um wieder klar zu werden. Hatte der Irre gerade eben seinen Namen genannt?
„Ich heiße Ruben Engel, aber was sollst du versaut haben? Und woher kennst du bitte schön überhaupt meinen Namen?“ Er trat einen Schritt zurück, man wusste ja nie.

Erleichtert lächelte der junge Mann.
„Meinen Auftrag. Die sind immer so nachtragend und fürchterlich penibel da oben, weißt du“, und deutete mit dem Zeigefinger Richtung Himmel.
So wie er vor Ruben stand, strahlte er nur reine Unschuld und Freundlichkeit aus. Zumindest blinkte nichts irres in seinen Augen.

Ruben folgte dem Fingerzeig mit den Augen.
„Da oben? Erzähl mir jetzt aber nicht, du bist vom CIA und willst mich überwachen.“ Nun war er wirklich davon überzeugt, dass der Junge, so harmlos er auch aussah, komplett übergeschnappt war. „Wie dem auch sei, ich friere. Also dann, machs gut“, und wandte sich wieder ab, um seinen Hauseingang anzusteuern.

Der andere folgte ihm wieder.
Ganz selbstverständlich und ohne sich Gedanken zu machen. Als Ruben nach dem Schlüssel kramte, strahlte der andere ihn an. „Nein, nicht von euch. Ich bin ein Engel, dein Engel“, lächelte er zu Ruben hoch, vollkommen überzeugt von dem was er sagte.

„Aha.“ Ruben war so verblüfft, das er innehielt. „Und ich bin der liebe Gott. Sag mal, aus welcher Klapse bist du ausgebrochen?“, fragte er dann interessiert. „Hör auf, mir nachzulaufen!“
Er nahm seinen Schlüssel heraus und öffnete die Haustür.

„Mein Chef sieht aber ganz anders aus, als du“, bemerkte der junge Mann und trat ganz ungerührt durch die geöffnete Haustür, wandte sich wartend nach Ruben um. „Soll ich dir helfen, deine Einkäufe nach oben zu tragen?“, erkundigte er sich freundlich.
Wenn er ihm nicht nachlaufen sollte, würde er eben vor ihm laufen, das war ihm gleich.

Ruben war völlig verblüfft und drückte ihm seinen Einkaufsbeutel in die Hand.
„Du willst mir doch nicht allen Ernstes erzählen, dass dein Chef der liebe Gott ist?“, brachte er dann heraus. „Und eigentlich hab ich dich ja nicht eingeladen, zu mir zu kommen.“
Anscheinend schien das den Jungen nicht zu stören, also beschloss Ruben, nett zu sein und ihn erst einmal mit nach oben zu nehmen. Vielleicht bekam er dann bessere Antworten.
„Wie heißt du eigentlich?“ fragte er, während er die Treppe nach oben lief.

Der blonde Junge lächelte zufrieden und stieg hinter Ruben die Treppen hoch, den Beutel hielt er mit beiden Armen fest und an seine Brust gedrückt.
„Doch sicher. Also, Gott sitzt halt ganz oben. So direkt hab ich keinen Kontakt zu ihm, aber mein Bereichsleiter hat mir dich zugewiesen.“ Er lächelte Ruben lieb an.
„Oh, ich heiße Calliel.“

Bereichsleiter.
Das wurde ja immer schöner.
Wurden im Himmel etwa Bezirke vergeben wie auf der Erde bei den Handelsvertretern? Und was sollten sie da wohl anbieten? Hilfe für jeden in allen Lebenslagen?
Ruben schalt sich einen Idioten, das er sich überhaupt über so einen hanebüchenen Blödsinn nachdachte.
„Calliel. Ich will dich ja nicht schockieren, aber ich glaube nicht an so einen Quatsch“, sagte er und öffnete seine Wohnungstür, streifte die Schuhe von den Füßen und zog seine Jacke aus.

Calliel tat es Ruben nach und tapste wie selbstverständlich in die Küche, setzte die Einkäufe ab. „Oh, ich weiß. Das war in deiner Akte vermerkt“, informierte er Ruben und sah sich dann neugierig in der Wohnung um.
Er trat vor das große Aquarium und betrachtete die Fische darin, die plötzlich alle auf einen Fleck schwammen und Calliel förmlich anstarrten.
„Warum sperrt ihr eigentlich diese Fische in einen Glasbehälter?“, fragte er nach.

„Ich kann sie schlecht an der Leine Gassi führen“, sagte Ruben und seufzte leise.
Calliel hatte eindeutig einen an der Waffel.
„Möchtest du noch was trinken, bevor du gehst? Ich kann dir Kaffee, Tee oder Mineralwasser anbieten.“
Auf die Akte ging er gar nicht weiter ein, je mehr er fragte, desto schlimmer schien es zu werden.

Calliel sah Ruben fragend an. In seinem Wortschatz kamen ‚Sarkasmus’ oder ‚Zynismus’ nicht vor.
„Hm, eigentlich trinke ich nichts, aber, wenn ich schon mal hier bin. Alles dreis?“ fragte er nach und folgte Ruben in die Küche. „Was ist das überhaupt?“

„Zwei Heißgetränke und ein Kaltgetränk.“ Ruben zuckte die Schulter und begann, Kaffee aufzusetzen. „Fangen wir mal mit Kaffee an und dann sehen wir, ob du danach noch etwas willst. Wo wohnst du eigentlich?“

Calliel blinzelte und schnüffelte dann interessiert an dem Kaffeepulver. Es roch gut, aber kribbelte auch in der Nase und mit einem lautem ‚Hatschi!’ verteilte sich etwa ein Drittel über der Küchenkommode.
Er rieb sich verlegen die Nase. „Tut mir leid“, murmelte er geknickt und seufzte leise, dann setzte er wieder sein strahlendes Lächeln auf. „Im 2ten Himmel. Ist nicht ganz so zugig da oben, aber es steppt auch nicht gerade der Bär. Ganz harmonisch, ruhiges Fleckchen.“

Ruben betrachtete sein Shirt, das ehemals weiß gewesen war und nun, wie auch seine Kommode, braune Pünktchen hatte.
Ganz kurz überlegte er, ob er wohl eine Straße kannte, die im zweiten Himmel hieß, aber er musste in Gedanken verneinen.
Vielleicht hieß die Irrenanstalt so?
Aber das war ein etwas zu blumiger Name für solch eine Institution.
„Macht nichts.“
Ruben nahm einen Lappen, entfernte und entsorgte das Kaffeepulver.
„Und wann gehst du zurück?“

„Uhm, wenn mein Auftrag erfüllt ist. Allerdings hab ich Zapfenstreich, bis zum 24sten muß ich es geschafft haben. Da ist große Party oben, weißt du. Der Chef hat einen ziemlichen Narren an seinem Sohn gefressen. Seit der Märtyrersache damals, hat er beim Boss nen noch größeren Stein im Brett und er lässt jedes Jahr ne Riesenfete steigen. Aber, unter uns.“ Calliel beugte sich verschwörerisch zu Ruben und flüsterte ihm hinter vorgehaltener Hand zu: „Wenn der wüsste, was zwischen Jesus und Johannes so alles gelaufen ist und immer noch läuft, würde der das nicht mehr so toll finden.“

Ruben fiel nach diesem Statement die Kinnlade runter und die Kaffeedose aus der Hand.
Gott, er hatte einen komplett Irren in seiner Wohnung.
Was jetzt? Polizei? Oder lieber gleich den Notarzt?
„Jesus und Johannes?“ Das widersprach so allem, was er bisher gehört hatte. Nicht das er viel über Gott wusste, aber das Jesus homosexuell sein sollte, schien ihm doch etwas gewagt.
„Calliel, du bist durchgeknallt“, stellte Ruben fest. „Du glaubst doch nicht, das ich dir die Engelgeschichte abkaufe?“

Calliel blies die Backen auf. „Hey, seit über 4000 Jahren baut ihr einen Mist nach dem andern, den wir ausbaden und wieder kitten müssen. Aber wenn es darum geht einfach mal zu glauben, ist das ja wieder viel zu viel verlangt.“
Er verschränkte trotzig die Arme, doch nur wenige Sekunden später brach sich das spärliche, eher trübe Tageslicht in der Röhre des Fernsehers.
Interessiert ging der Engel darauf zu und stupste die dunkle dennoch spiegelnde Scheibe an. „Was ist das? Wozu brauchst du das?“, fragte er neugierig nach, bereits wieder vergessen, das er annähernd sauer gewesen war.

Ruben seufzte und nahm sich vor, alle spitzen Gegenstände vor Calliel zu verstecken. Man wusste ja nie.
„Ich kann nicht glauben, das es Engel gibt“, bemerkte er und sah dem anderen nach. „Das ist mein Fernseher. Der dient zu meiner Unterhaltung, wenn ich mal wieder abends allein in der Wohnung sitze.“
Ruben folgte Calliel, griff nach der Fernbedienung, die daneben lag und schaltete das Gerät an.

Calliel plumpste erschrocken auf den Hintern als es plötzlich laut wurde, und die ganzen kleinen Menschen in dem Kasten sprechen konnten und sich bewegten. Er klopfte mit der Fingerspitze gegen die Scheibe, krabbelte um den Fernseher herum und versuchte in das innere Gehäuse zu äugen.
Fragend sah er Ruben an. „Wie machst du das? Wie hast du all diese kleinen Menschen da rein bekommen?“ Erneut klopfte er dagegen. „Hallo? Hört ihr mich?“, lauschend legte er das Ohr an die Röhre.

Der Junge war wohl aus einem Mustopf gefallen oder hatte Jahre im Dschungel verbracht, ohne Aussicht auf Zivilisation. Nur so war sein Verhalten zu erklären.
Ruben griff sich an die Schläfe, Kopfschmerzen machten sich bemerkbar. Vielleicht sollte er eine Therapie erwägen? Jeder Psychiater würde ihn mit Freuden nehmen, dessen war er sich sicher.
„Die sind nicht echt, Calliel“, versuchte Ruben es mit Vernunft. „Das sind nur bewegte Bilder, nichts weiter.“

Calliel betrachtete das staunend.
Er blinzelte und sah Ruben wieder an.
„Und warum ziehst du dann nicht einen anderen Menschen, dem hier vor, wenn du allein bist?“, fragte er nach, stand auf und strich sich ein paar der blonden Strähnen hinters Ohr.

„Erst mal einen finden. Ich bin kein großer Menschenfreund“, murmelte Ruben. Calliel hatte ihn an einem wunden Punkt getroffen. „Ich schließe nicht schnell Freundschaften und Liebe, das ist eine noch kompliziertere Sache.“
Musste ja nicht gleich jedem auf die Nase binden, das er schwul war, das ging diesen Irren ja auch nichts an.

Calliel nickte und lächelte dann zuversichtlich.
„Naja, dafür bin ich ja da. Ich werd ihn schon finden.“
Er wandte sich um, da Kaffeegeruch die Wohnung durchzog und ging zurück in die Küche. Er betrachtete die letzten Tropfen dabei, wie sie aus dem Filter in die Kanne fielen. „Und das kann man trinken?“

„Wie? Warum willst du ihn finden? Und wieso ihn?“
Ruben folgte Calliel völlig konsterniert in die Küche. So langsam zerrte das Ganze an seinem Nervenkostüm. Er holte zwei Tassen aus dem Schrank, goß Kaffee ein und reichte Calliel Milch, Zucker und einen Löffel.
„Vorsicht, ist verdammt heiß“, mahnte er.

„Na, weil das doch mein Auftrag ist.“
Calliel wandte sich um, schnüffelte erneut an dem dunklen Gesöff.
„Und jetzt?“, fragte er nach, beobachtete Ruben und tat es ihm nach.
„Ich bin dafür da, dir den Mann zu suchen, der zu dir passt“, führte er dann weiter aus.

„Und wenn ich das gar nicht will?“ Ruben sah Calliel an. „Woher in drei Teufels Namen willst du denn wissen, das ich einen Mann suche? Vielleicht bin ich glücklich mit der jetzigen Situation und will einfach nur meine Ruhe haben?“
Er gab sich Milch in seinen Kaffee und rührte heftig um.
„Du fällst mir quasi auf den Kopf, faselst etwas von Engel und einem Auftrag. Du bist doch verrückt!“

„Dann haben die in der Verwaltung Mist gebaut, aber das ist nur einmal bisher vorgekommen. Damals, die Sache mit der Sinflut. Ganz übles Ding, hatten Glück das Noah so nen großes Schiff hatte. Der Boss war ganz schön angefressen wegen der Sache. Ich meine, gibt sich so viel Mühe und dann überschwemmen die seinen Garten, wär ich auch nicht gerade glücklich gewesen.“
Calliel schüttelte den Kopf und seufzte leise. „Naja, jedenfalls ist laut deiner Akte bereits schon mehrmals der Wunsch von deiner Seite eingegangen, jemanden an deiner Seite zu haben. Hier bin ich. Also, was hast du morgen vor?“

Ruben schlug die Hand vor die Augen.
Womit hatte er das verdient?
Er wollte doch einfach nur in Ruhe gelassen werden, die fürchterlichen Feiertage rum bringen und dann auf ins nächste Jahr.
Der Junge war eindeutig verrückt, aber auf so eine überzeugende Art und Weise, dass er schon selbst anfing, an diesen Blödsinn zu glauben. Denn so naiv und verrückt konnte doch niemand sein, oder?
„Beweis mir, das du ein Engel bist“, forderte Ruben, ohne auf Calliels Frage einzugehen. „Irgendwie. Mach irgendwas, was mich überzeugt.“

Calliel sah Ruben nachdenklich an.
„Naja, das ist nicht so einfach, weißt du.“ Er begann mit seinen Fingern zu spielen und sah beschämt auf die Tischplatte. Er wurde doch tatsächlich rot, was durch seine blasse Hautfarbe und die hellen Haare noch deutlicher zu sehen war.

„Aha. Also war das Gerede nur heiße Luft und du bist doch nur ein kleiner Irrer, der einen Unterschlupf gesucht hat.“ Ruben sah den mittlerweile tomatenroten Calliel an und seufzte leise. „Hab ich es mir doch gedacht. Einen Moment lang war ich versucht, an das ganze Zeug zu glauben.“

Calliel sah auf.
„Nein, das - es ist nur.“
Er seufzte leise.
„Ich hab Mist gebaut, und um meine Flügel wieder zu bekommen, muss ich dich an den Mann bringen.“ Vorsichtig sah er zu Ruben auf. „Wirklich.“ Er setzte eine so überzeugende Miene auf, er konnte gar nicht lügen. „Außerdem können Engel nur die Wahrheit sagen...“, fügte er noch als Argument seiner Glaubwürdigkeit an.

„Um dir das zu glauben, müsste ich erstmal glauben, das du einer bist.“
Ruben trank einen Schluck von seinem Kaffee. Durch das viele Rühren war der mittlerweile merklich abgekühlt.
„Wir drehen uns hier im Kreis, Calliel. Und wenn ich mich nun nicht an den Mann bringen lasse? Ich bin kein besonders witziger Unterhalter, ich bin ein Einzelgänger. Dürfte schwierig werden.“

„Dann... kann ich nicht mehr zurück.“
Calliel betrachtete die unberührte Tasse Kaffee vor sich und wirkte traurig.
Doch er sah wieder auf, lächelte breit: „Aber keiner ist verdammt zum Allein sein, und auch bei dir werden wir das ändern.“ Der Engel sah sich um. „Steht doch noch gar kein Weihnachtsbaum!“, bemerkte er tadelnd.

„Ich brauch so einen Kram nicht. Der nadelt bloß und außerdem ist morgen auch erst der erste Dezember.“
Ruben überspielte seine Verlegenheit, denn Calliels Traurigkeit hatte ihn berührt. Sollte der andere halt noch ein bisschen bleiben, seine Wohnung war ja groß genug.
„Ausgerechnet zu Weihnachten willst du mich an den Mann bringen? Da sind doch alle mit sich beschäftigt, und mit der Familie.“

„Aber gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Nächstenliebe wird gerade jetzt groß geschrieben, der perfekte Zeitpunkt“, fand Calliel. Außerdem hatte er es sich ja auch nicht ausgesucht.
„Lass uns morgen einkaufen gehen. Hier fehlt eindeutig ein bisschen Atmosphäre und Charme von dir selbst, was dich ausmacht.“

„Charme. Von mir selbst.“ Ruben zog die Augenbraue nach oben. Er fand seine Wohnung charmant genug. Alles zweckmäßig eingerichtet, ohne überflüssigen Schnickschnack. „Und wie soll das deiner Meinung nach aussehen?“

„Na auf Fälle ein paar Fensterbilder und überhaupt weihnachtlicher Schmuck. Ach, wir werden sehen.“ Calliels Augen leuchteten, der Kaffee war noch immer unberührt und mittlerweile kalt.

„Fensterbilder.“
Ruben sprach es aus wie etwas ekliges. „Ich häng mir doch keine Fensterbilder rein. Ich kann Weihnachten nicht ab, den ganzen Kommerz und die Schenkerei und das Kaufen“, stellte er energisch fest. „Ich hab noch nie einen Baum gehabt, und ich brauch das auch nicht.“

Calliel war unbeeindruckt.
Er war bereits in anderen Sphären. „Oh, das wird toll. Wir backen Plätzchen und bauen dir einen Adventskalender. Das wollt ich schon immer mal machen, und ich werde dir was kochen.“
Das er das nicht konnte, war wohl klar, aber er wollte es unbedingt probieren. Seit jeher war er fasziniert gewesen, von den Menschen und jetzt wollte er das alles ausprobieren, solange er die Möglichkeit hatte.

Ruben trat einen Schritt zurück, soviel Euphorie erschlug ihn.
Calliel plapperte in einer Tour und seine versuchten Proteste verhallten ungehört. Er hatte im Leben noch keine Plätzchen gebacken, geschweige denn einen Adventskalender gehabt. Zu was auch?
„Für einen Adventskalender ist es aber schon beinahe zu spät. Wir haben morgen bereits den ersten“, warf er dann doch ein. „Und ich brauch das auch nicht.“

„Wir wollen ja auch keinen kaufen“, meinte Calliel altklug, der die Gegenargumente einfach überhörte. Lächelnd wandte er sich an Ruben: „Was machen wir heute noch?“

Ruben gab es schlicht und einfach auf. Calliel war vernünftigen Argumenten nicht zugänglich, was ja auch kein Wunder war, war er doch so oder so durchgeknallt. Warum plagte er sich eigentlich mit dem Jungen ab?
Diese Frage konnte er auch nicht beantworten. Vielleicht, weil Calliel in seiner Unschuld so niedlich war? Wer wusste das schon.
„Ich geh jetzt auf jeden Fall zuerst einmal duschen“, sagte Ruben entschlossen. „Und mehr hatte ich nicht vor, außer, mir was zu essen zu machen.“

„Kann ich mitgehen?“, fragte er, hatte sich bereits erhoben und lächelte Ruben unschuldig an. Er war noch nie ‚duschen’, was auch immer das war, aber es klang lustig.

Ruben sah Calliel beinahe entsetzt an.
„Nein. Du kannst nicht mitgehen“, sagte er. „Du willst allen Ernstes mitgehen, zusehen, wie ich mich nackt ausziehe und unter die Dusche steige? Und womöglich noch mitkommen? Ich bin schwul, Calliel und ich weiß wirklich nicht, ob das eine gute Idee wäre.“

Calliel blinzelte. „Ich weiß, sonst würde ich dir ja keinen Mann suchen“, meinte der Engel und sah Ruben an. „Man muß sich da nackt ausziehen?“
Er sah an sich herunter und dann wieder zu Ruben. „Ist aber ein komisches Spiel“, lächelte er fröhlich, unbeeindruckt von dessen Einwurf, das er nicht mitgehen durfte. „Aber es klingt lustig.“

„Wenn man sich waschen will, sollte man sich nackt ausziehen, ja.“
Ruben schüttelte den Kopf. Es half ja nichts, der Junge kapierte es einfach nicht. Er ging voraus, ohne ein weiteres Wort. Calliel würde schon sehen, was er davon hatte. Wenn er auf den Jungen reagierte, dann reagierte er eben.
Er betrat das Badezimmer und begann, sich auszuziehen.
Er musste endlich aus der nassen Hose raus.

Der Engel folgte Ruben ungeniert und betrachtete ihn auch so.
Ah, waschen tat man sich also bei dem Spiel. Er wusste zwar immer noch nicht was das war, aber das würde er gleich sehen.
Neugierig betrachtete er Rubens menschlichen Körper eingehend, ging in die Knie und deutete auf seinen Schritt. „Was ist das?“

„Was soll das wohl sein. Mein Schwanz natürlich“, fauchte Ruben mit etwas roten Wangen. So unschuldig konnte man doch gar nicht sein. Oder war der Junge zu seiner Verrücktheit auch noch grenzdebil?
„Männer haben einen. Und du willst mir doch jetzt nicht weismachen, das du keinen hast!?“

Calliel sah auf und sein Gesichtsausdruck verriet das er keinen hatte, zumindest wusste er darüber nichts. Er kratzte sich am Kinn.
„Ich weiß nicht. Ist das erste Mal das ich einen menschlichen Körper habe“, gab er beschämt zu.
Er erhob sich und zog seine Kleider aus; Tunika und Hose, mehr trug er nicht am Leib. Neugierig betrachtete er seinen eigenen Körper.
Es war die perfekte Erscheinung eines Jünglings. Ein feiner goldener Flaum überzog seine Haut an Armen und Beinen, sowie in seiner Körpermitte.
Er sah wieder auf. Und tippte Ruben an dessen Brustwarze und danach an seine. „Die sehen gleich aus. Die aber nicht, na ja, nicht ganz.“ Deutete er dann schließlich eine Region tiefer.

Du lieber Himmel.
Ruben fasste es nicht.
Vor ihm stand ein nackter Junge und hatte so gar keinen Plan. Als er berührt wurde, zuckte er zusammen und etwas zurück.
„Lass das“, murmelte Ruben. Er war auch nur ein Mann und schon der Anblick Calliels rief ungewollte Reaktionen hervor.
„Ist klar, Menschen sehen nicht gleich aus, also sind auch ihre Körpermerkmale unterschiedlich. Ich hab zum Beispiel auch viel dunklere Haut als du“, versuchte er es einigermaßen neutral und klinisch zu erklären. Dann öffnete er die Duschkabine und stieg kurzerhand hinein. Es war besser für sein Seelenheil.

„Achso.“
Calliel folgte ihm und zwängte sich mit in die Duschkabine. „Ganz schön eng“, fand er und schmiegte sich dadurch automatisch weich an die nackte Kehrseite des anderen.
„Und jetzt?“ fragte er neugierig und sah abwartend nach oben.
„Du riechst ganz gut“, bemerkte er noch und schnüffelte hörbar. „Riechen dann andere Menschen auch anders?“, und hob seinen Arm um da nachzuprüfen.

Ruben zog scharf die Luft ein.
„Sag mal, bist du so blöd oder tust du nur so?“, fragte er mit gepresster Stimme und verrenkte sich den Hals, um Calliel ansehen zu können.
Nur nicht umdrehen, das wäre bei der Enge der Duschkabine fatal gewesen.
Stattdessen drehte er die Regler auf und warmes Wasser prasselte auf sie hernieder.
„Menschen riechen auch unterschiedlich.“ Ruben seufzte. „Du hast keine Ahnung, was du mit mir anstellst, wenn du dich so an mich drückst, hm?“

Calliel quietschte vergnügt auf, als das warme Wasser seinen Körper streifte, dann sah er jedoch verwundert auf. Seine blauen Augen strahlte reine Unschuld aus. Er schüttelte den Kopf.
„Was meinst du denn? Ich tu gar nichts weiter.“ Für einen Moment war er ängstlich, das er vielleicht doch etwas tat und Ruben damit verletzte.

„Vergiß es einfach.“
Ruben war schon regelrecht verzweifelt und bereit zu glauben, das Calliel tatsächlich ein Engel war. Denn so unschuldig konnte keiner sein, außer, er war direkt aus einem Vakuum gekommen.
Mit einer Handbewegung griff er nach dem Duschgel, gab sich etwas auf die Handfläche und begann, sich abzuseifen.
„Magst du auch?“ fragte er den Jungen und reichte ihm die Flasche.

Calliel wirkte verschreckt. „Tut mir leid“, meinte er und nickte schließlich. Mit beiden Hände bildetet er eine Kuhle und beobachtete Ruben was er tat. Er schnüffelte an dem Duschgel, das sich in Schaum verwandelte, wie durch Zauberhand. Es roch fruchtig, also kostete er es.
„Ieh...“ Er verzog das Gesicht und spuckte aus, ihm traten Tränen in die Augen.

„Nicht essen. Waschen.“
Ruben konnte nicht anders, er musste lachen. Calliel sah aus wie ein Kind, das versehentlich Sand gefressen hatte.
„So wie ich, siehst du?“
Er drehte sich etwas und rubbelte sich über die Brust, so dass der andere sehen konnte, wie es schäumte.

Calliel blinzelte, schüttelte sich noch einmal und verteilte dann seinen Schaum auf der breiten Brust von Ruben.
„So?“, fragte er nach und beobachtete fasziniert, den weißen Schaum. „Warum ist dieser Schaum weiß, wenn das Duschgel rot ist?“
Er sah auf und in Rubens Gesicht. Die blonden Strähnen klebten ihm nass im Gesicht, und die blauen Augen funkelten wissbegierig.

Ruben stellte für sich fest, dass er dringend aus der Dusche heraus musste.
Noch ein Blick in diese blauen, unschuldigen Augen und er würde überschnappen. Und sich an einem Engel vergreifen, das ging doch nicht.
„Ich weiß es nicht, Calliel. Wahrscheinlich, weil es Seife ist. Und der Seifenschaum ist immer weiß, auch wenn das Gel eine andere Farbe hat.“
Er hielt das Gesicht unter den Wasserstrahl, seine dunkelbraunen Haaren kleben an seinem Kopf und in der Stirn, er wischte sie mit einer Handbewegung nach hinten.
„Spül dich noch ab, ich gehe schon mal raus.“
Ruben öffnete die Duschkabine und griff sich ein Handtuch, um sich abzutrocknen.

Calliel tat was Ruben wollte, spülte sich die Hände ab und den Körper noch einmal kurz. Danach trat er ebenfalls aus der Kabine, ließ das Wasser aber laufen.
Allerdings musste er sich nicht abtrocknen, so wie er aus der Dusche trat waren sein Haar und seine Haut trocken. Also zog er sich wieder an.
„Das war toll. Und was machen wir jetzt?“ Neugierig beobachtete er Ruben.

Ruben blieb der Mund offen stehen, als er das Schauspiel beobachtete.
„Du bist gar nicht durchgeknallt“, stellte er leise fest. „Du bist wohl wirklich ein Engel.“
Er griff in die Kabine hinein und drehte das Wasser ab, zog sich dann Unterwäsche an. „Ich hol mir nur frische Klamotten und dann sagst du mir, was du gerne machen möchtest“, erklärte Ruben und machte sich auf den Weg in sein Schlafzimmer. Vielleicht sollte er mal überprüfen, ob er nicht am überschnappen war.

Calliel schmunzelte, aber folgte Ruben wie ein braver Hund.
„Du wolltest was essen“, meinte er und beobachtete ihn wieder. So leicht war der Engel nicht abzuschütteln.

„Ja, und du wolltest was kochen.“
Ruben schlüpfte in eine schwarze, enge Jeans und einen taubenblauen Pullover, schön flauschig und angenehm warm.
„Aber ich glaube, das lassen wir lieber und ich koche selbst. Ansonsten werde ich wohl hinterher renovieren können“, stellte er mit einem Lächeln fest.

Calliel runzelte die Stirn. Das war zumindest kein Kompliment gewesen.
Er trat auf Ruben zu, als dieser angezogen war und umarmte ihn.
„Danke.“

„Schon gut.“
Ruben murmelte verlegen in seinen Bart und löste sich dann wieder von Calliel. Der Junge brachte ihn ins Schwitzen. Er war trotz seiner Unschuld sehr anziehend und er selbst schließlich schon eine ganze Weile ohne Mann und ohne Sex.
„Magst du auch was essen? Oder isst du prinzipiell nichts?“, fragte er dann, als er sich auf den weg in die Küche machte.

Calliel wirkte kurz enttäuscht, das der andere ihn so von sich schob, aber folgte ihm gleich wieder.
„Eigentlich nicht, aber ich probiere gerne.“
In der Küche schwang er sich auf die Arbeitsplatte und beobachtete was Ruben tat.

Ruben kramte einen Topf heraus, füllte ihn mit Wasser und stellte ihn auf den Herd.
„Na dann, lass ich dich natürlich probieren.“
Zum ersten Mal, seit ihm Calliel auf den Kopf gefallen war, lächelte er freundlich. „Ich mach Spaghetti und Tomatensauce, das schmeckt dir bestimmt.“

Calliel nickte. „Warum bist du eigentlich allein?“, fragte er nach und beobachtete Rubens Handgriffe als wären sie lebenswichtig.

Ruben überlegte einen Moment, während er Tomatenmark und Wasser zu einer Mixtur vermischte und einen anderen Topf herausholte, in dem er Fett schmolz.
„Ich weiß es nicht“, gab er zu. „Mangel an Gelegenheit vielleicht. Zudem sind schwule Männer nicht unbedingt alle Beziehungstypen. Die meisten wollen eben nur Sex von einem.“

Calliel hob nun seinen Blick auf Rubens Gesicht.
„Aber du hattest doch schon mal jemanden“, stellte er fest. „Außerdem, wenn du dauernd hier hockst und ganz griesgrämig guckst, kann ja nicht viel passieren.“

Ruben warf Calliel einen bösen Blick zu.
Er hasste es, wenn ihn jemand so komplett durchschaute und auf den Kopf zusagte, was er falsch machte.
„Ich hab viel Arbeit und bin nicht in der Stimmung, jeden Tag wegzugehen. Und in Clubs, wo sich Männer wie ich treffen, da geht es meistens nur um Sex. Ich bin nicht unzufrieden, so wie es ist. Nur Weihnachten geht mir eben gewaltig auf den Keks und deswegen feiere ich es nicht. Ist doch so oder so alles Mumpitz.“
Er rührte Mehl in das geschmolzene Fett und gab die Mixtur dazu.
„Ich hatte mal einen Freund, aber das ist schon lange her. Und so ist es doch viel besser. Ich muss auf keinen Rücksicht nehmen. Und warum erzähle ich dir das alles eigentlich?“, schimpfte er dann.

„Naja, weil ich nicht umsonst hier bin. Und Weihnachten ist nie schön, wenn man es allein verbringen muß. So eine Zeit teilt man mit jemandem den man liebt.“ Calliel verstummte für einen Moment und sah Ruben dann wieder an.
„Fühlst du dich denn nicht manchmal einsam? Nicht nur nachts, sondern auch so, wenn etwas tolles passiert und niemand ist da, mit dem du es teilen kannst. Ich finde das grausam.“ Er war wirklich traurig über diese Tatsache.

„Ich habe meine Arbeit, die mich den ganzen Tag beschäftigt. Ich lese und sehe fern. Und Weihnachten verdränge ich, so gut es geht. Es ist doch nur noch ein einziger Rummel und Kommerz“, sagte Ruben.
Er ging gar nicht weiter auf die Einsamkeit ein. Das er sich manchmal wirklich mehr als allein fühlte, ging ja keinen was an.

„Du redest dir deine Sicht schön“, stellte Calliel unnachgiebig fest.
„Warum ist deine letzte Beziehung gescheitert?“, hakte er nach, betrachtete Ruben noch immer aufmerksam.

Ruben runzelte die Stirn.
Hatte er gegenüber Calliel eigentlich schon mal erwähnt, dass er es hasste, wenn man ihm Dinge auf den Kopf zusagte, die er selbst wusste, aber nicht wahrhaben wollte?
Das Wasser kochte und Ruben gab Salz und Nudeln hinein.
„Zuviel Arbeit, nehme ich an. Oder aber, ich habe ihm nicht genügt, da er sich immer wieder andere Kerle ins Bett geholt hat“, meinte er dann gleichgültig.

Calliel beobachtete ihn einen Moment lang, bevor er etwas sagte.
„Wenn eine Beziehung scheitert, gehören immer zwei dazu.“ Er versuchte Rubens Blick einzufangen. „Was ist passiert?“, wollte er wissen.

„Du redest daher, als wüsstest ausgerechnet du Bescheid.“ Ruben klang patzig, eingeschnappt, er mochte es nicht, so analysiert zu werden. „Ich hab ihn mit einem anderen erwischt. Das hätte ich vielleicht noch verzeihen können, aber es war ja nicht der einzige. Und auf sowas habe ich keine Lust. Ich mag mich nicht hinten anstellen.“

„Und deshalb verkriechst du dich hinter deiner Arbeit und redest dir ein, allein zu sein, ist besser? Angst zu haben ist doch normal. Aber du darfst sie nicht dein Leben bestimmen lassen“, meinte Calliel ruhig, ignorierte den Vorwurf.

„Es ist besser, als nach Hause zu kommen und den Menschen, den man liebt, mit einem anderen zu sehen“, sagte Ruben leise. „In der gemeinsamen Wohnung, im gemeinsamen Bett. Ich bin misstrauisch, was neue Freundschaften angeht. Punkt.“ Er wollte nicht mehr drüber reden. Es war zwei Jahre her und war abgehakt.
Stattdessen goß er die Nudeln ab und machte die Soße fertig.
„So. Magst du probieren?“, fragte er und hielt Calliel den Löffel vor die Nase, mit dem er abgeschmeckt hatte.

„Aber willst du jetzt für immer allein bleiben? Das ist doch Blödsinn. Es gibt mindestens einen Menschen da draußen, der für dich bestimmt ist und der dich ebenso lieben wird, wie du ihn. Doch dafür musst du ihn auch lassen.“

„Dafür müsste ich ihn erstmal finden.“ Ruben hielt Calliel immer noch den Löffel unter die Nase. „Magst du jetzt probieren oder nicht? Außerdem, ich glaube nicht an Schicksal oder solche Dinge. Wer sagt dir, dass da draußen jemand ist, der für mich bestimmt ist? Es könnte doch genauso gut sein, das ich dazu bestimmt bin, allein zu bleiben.“

„Dann wär ich aber nicht hier“, Lächelte Calliel. „Manchmal braucht ihr Menschen einfach einen kleinen Schubs in die richtige Richtung, wenn ihr die Orientierung verloren habt, um euren vorgegebenen Weg zu gehen. Sonst würdet ihr ja alles durcheinander bringen, und das gesamte Gefüge in Chaos ausarten.“

„Und du bist mein Schubser“, stellte Ruben nüchtern fest. „Ich frage mich, wer sich solche Sachen ausdenkt. Und vor allem frage ich mich, warum ich dabei bin, das alles zu glauben.“
Er zog den Löffel wieder weg und begann, den Tisch zu decken. Mittlerweile hatte er wirklich Hunger. Genug erlebt für einen Tag hatte er ja. Und witziger weise fiel ihm in dem Moment wieder der süße Typ mit den Apfelsinen ein.

„Sozusagen.“ Calliel rutschte von der Arbeitsfläche und setzte sich an den Tisch.
Der Engel ließ Ruben den restlichen Abend in Frieden, zumindest was die Untergrundarbeiten in dessen emotionalen Labyrinth anging.
Stattdessen quetschte er ihn weiter über die Abgründe menschlichen Verhaltens aus und stellte sich als Fernseheule heraus.

Ruben war erstaunt, wie schnell sich Calliel an das Fernsehen gewöhnt hatte. Und er sah sich auch wirklich jeden Mist an, hing an den Lippen des Nachrichtensprechers und schaltete von einem Kanal zum anderen.
„Ich werd schlafen gehen“, sagte Ruben nach einem Blick auf die Uhr. Es war spät geworden und am nächsten Tag musste er ja wieder zur Arbeit. „Mach den Fernseher nachher einfach aus. Ich leg dir Bettzeug raus, dann kannst du auf der Couch schlafen.“ Er erhob sich und streckte sich durch, sah Calliel dann abwartend an.

Calliel nickte nur. Er hatte gar nicht zugehört, viel zu fasziniert war er von der Technik die dieses Ding dazu brachte, Menschen in Kleinformat in den viereckigen Kasten zu bannen.

Ruben wandte sich ab, suchte Bettdecke und Kissen heraus, ein Laken und legte alles zu Calliel auf die Couch. Dann wünschte er ihm eine gute Nacht und verschwand im Schlafzimmer, wo er sich auszog und ins Bett verkrümelte.
Kurz nur dachte er über seinen Besucher nach, aber wirklich nur kurz. Wahrscheinlich war morgen früh, wenn der Wecker klingelte, wieder alles beim alten und er stellte fest, das er nur geträumt hatte.

Calliel dagegen brauchte so etwas wie Schlaf nicht, doch das hatte er Ruben nicht mitgeteilt. Aber im Moment faszinierte ihn die Flimmerkiste sowieso viel zu sehr, als das er sich Gedanken darüber machte.

Der Wecker klingelte Punkt sechs Uhr.
Knurrend und murrend drückte er ihn aus. Nur noch 5 Minuten, dann würde er aufstehen.
Ruben räkelte sich und seufzte leise, sein Traum war sehr anregend gewesen und wie von selbst wanderte seine Hand nach unten, legte sich um seine Erektion.
Er begann sich zu streicheln, wie so oft morgens wollte er sich etwas gutes tun, bevor ihn der Alltag da draußen wieder einholte.

Calliel spitzte die Ohren.
Er drückte die Flimmerkiste stumm und lauschte. Verdächtige Geräusche drangen aus dem Schlafzimmer und erweckten seine Besorgnis. Ruben schien es schlecht zu gehen, sich regelrecht zu quälen.
Die Fernbedienung wie den Heiligen Gral in der Hand muße er dem nachgehen, schließlich war dessen Engel, also auch sein Schutzengel.
Besorgt betrat er das Schlafzimmer.
„Alles in Ordnung?“, fragte er leise, nachdem er an das Bett getreten war und Rubens angespanntes Gesicht betrachtete.

Ruben stand nur weniger Augenblicke vor seiner Erlösung und er fuhr regelrecht zusammen, als Calliel so plötzlich vor seinem Bett stand.
Den hatte er komplett vergessen und wie es aussah, war es auch kein Traum gewesen.
Er riß die Augen auf und sah Calliel entsetzt an,und in diesem Moment war es auch schon zu spät. Esließ sich nicht mehr aufhalten.
Sich auf die Unterlippe beißend, um nicht laut zu stöhnen, brachte Ruben nach ein paar Augenblicken: „Alles okay“, heraus.

Calliel krabbelte zu Ruben aufs Bett, beugte sich besorgt über ihn und legte seine Hand auf dessen Stirn.
„Du fühlst dich heiß an“, murmelte er fachmännisch und betrachtete ihn mit großen Augen. „Wirklich alles okay? Das klang wirklich gar nichts so, eben. Hab mir Sorgen gemacht. Wenn du was hast, sag’s mir.“

„Ich bin gerade aufgewacht. Es geht mir gut und es ist nichts.“
Ruben war noch etwas atemlos, traute sich aber nicht, seine Hand unter der Bettdecke hervorzuziehen, weil sie klebrig war und das bestimmt weitere Fragen nach sich ziehen würde.
„Calliel, ich muss aufstehen und zur Arbeit. Geh zurück zu deinem Fernseher und mach dir keine Sorgen. Mir geht es wunderbar.“

„Dann hast du schlecht geträumt?“, ließ sich der Engel nicht so einfach abschütteln. „Ich mach mir doch nur Sorgen“, jammerte er, da Ruben bestimmt gleich sauer werden würde, wenn er dessen Gesichtsausdruck richtig interpretierte.
„Ich bin doch für dich da, für deine Wünsche und das es dir gut geht. Du musst es mir nur sagen. Ich weiß zwar viel über dich, aber Gedanken lesen kann ich nicht.“

„Mein größter Wunsch im Moment ist, das du mich aufstehen lässt.“
Ruben war der Verzweiflung nahe. War er dazu auserkoren, einen Engel aufzuklären? Er bezweifelte, dass er dabei eine gute Figur machen würde.
„Ich habe wunderbar geschlafen, nicht schlecht geträumt und es geht mir gut. Ich bin spät dran, muss noch duschen und brauche ganz dringend einen Kaffee. Und deswegen, lass mich bitte aufstehen, Calliel.“

Wie ein geprügelter Hund kroch der Engel von Bett und zog sich mit hängenden Schultern ins Wohnzimmer zurück. „Okay“, murmelte er noch.
Auf der Couch rollte er sich zusammen und setzte seinen unabsehbaren Marathon im Fernsehschauen fort.

Ruben erhob sich und trollte sich ins Bad. Er hatte ein schlechtes Gewissen, weil Calliel so geknickt ausgesehen hatte. Aber wenn der Engel nicht mal wusste, das Männer anders aussahen als Frauen, wie sollte er ihm da erklären, das er sich gerade eben einen runter geholt hatte?
Nach der Dusche zog er sich an und ging in die Küche, um Kaffee aufzusetzen. Ruben erschien im Wohnzimmer, blieb in der Tür stehen.
„Magst du auch was frühstücken?“, fragte er dann.

Von den Untiefen der Couch erklang ein mitleidiges ‚Nein’ und ein noch abgrundtieferes Seufzen.

Ruben sah auf die Uhr und setzte sich dann neben Calliel.
„Was ist denn los?“, fragte er und sah auf den Bildschirm, auf dem irgendwelche Idioten sich gegenseitig hässliche Dinge an den Kopf warfen. Wohl eine Talkshow oder sowas in der Art.

Calliel sah ihn aus dem Augenwinkel an, krabbelte zu ihm und bettete den Kopf auf seinem Schoß.
„Bist du böse?“, fragte er vorsichtig nach.

„Nein, bin ich nicht.“ Ruben seufzte leise, Calliel war wie ein kleiner Hund, und genauso niedlich. „Ich sollte nur nicht zur spät zur Arbeit kommen.“

Der Engel richtete sich auf und kam ganz nah an Ruben heran, bis nur noch wenige Millimeter ihre Gesichter voneinander trennte.
„Und es ist wirklich ALLES okay?“ fragte er misstrauisch nach, aber vor allem noch immer besorgt.

Ruben war ein wenig durcheinander von der Nähe und räusperte sich verlegen. „Ja. Ich hab mir vorhin nur einen runter geholt. Und es war gut und bitte frag mich jetzt nicht, wie das in einzelnen von statten geht. Dazu habe ich erstens keine Zeit und zweitens im Moment auch nicht den Kopf.“

Calliel blinzelte. „Runtergeholt?“, fragte er nicht sehr intelligent.
„Von wo? Und warum? Und wo ist der jetzt?“, hakte er unerbittlich nach.

„Calliel, nicht jetzt.“
Ruben überlegte einen kleinen Moment, er hatte bestimmt noch irgendwelche Magazine in seinem Nachttisch, die dem Engel auf die Sprünge helfen könnten.
„Er ist immer noch da, wo er hingehört. Ich geb dir nachher, wenn ich gehe, was zum Lesen. Dann verstehst du das bestimmt besser.“

Der Engel war nun noch verwirrter als vorher. „Aber, du bist doch Single...“, ein wenig benommen sank er zurück auf die Couch. „Okay“, murmelte er ergeben.

Ruben musste schmunzeln, er konnte nicht anders.
„Du bist niedlich“, stellte er fest und erhob sich dann. „Wenn du die Zeitschrift gelesen hast, wirst du kapieren, was ich meine und dass das nicht zwangsläufig mit einem anderen Kerl zu tun haben muss.“ Er drückte kurz Calliels Schulter und erhob sich dann, um wieder in der Küche zu verschwinden. Er brauchte Kaffee und er war im Zeitdruck.

Calliel sah Ruben nach. Niedlich? Er hatte gedacht, das würde den anderen ansprechen oder weniger misstrauisch machen, aber das er ihn niedlich fand...
„Was bedeutete niedlich?“, fragte er dann nach.

„Das du einfach lieb und süß und unschuldig bist“, tönte es aus der Küche, wo Ruben gerade an seinem Kaffee nippte und dabei eine Schale mit Müsli aß. „So wie ein kleiner Hundewelpe zum Beispiel.“

Hundewelpe?
Calliel blies die Backen auf, doch ließ sie dann ungehört wieder entweichen. Er entschied sich dafür, das er lesen würde, was Ruben ihm gab.
Wer wusste schon, was das überhaupt war.

Keine Reaktion? Gut.
Ruben stellte seine Müslischale in die Spüle und trank seinen Kaffee aus. Dann ging er zurück ins sein Schlafzimmer und kramte in seinem Nachttisch, kam mit einigen Zeitschriften zurück zu Calliel ins Wohnzimmer. Er legte sie auf den Couchtisch. „Ich geh zur Abeit. Um fünf bin ich wieder da. Mach keinen Blödsinn, ich mache auch keinen“, lächelte er dann und richtete sich wieder auf. „Tschüss dann.“

Neugierig streckte Calliel seine Finger nach den Zeitschriften aus.
„Tschau“, murmelte er, fasziniert vom Titelbild.
Keine Frage, dem Engel würde mit Sicherheit nicht langweilig werden, bis Ruben wieder nach Hause kam.
Aktualisiert: 04/04/10
Veröffentlicht: 04/04/10
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tamir am 06/04/10 12:17
Hallo Lumen.

Da hast Du eine sehr schöne Story geschrieben. Es ist zwar Ostern vorbei, aber trotzdem. Ich glaube dass man solche Geschichten zu jeder Zeit lesen kann. Einfach gut und ich bin auf den nächsten Teil sehr gespannt.

Liebe grüße,
tamir



Antwort der Autors Lumen (06/04/10 14:17):
Hallo tamir,

danke für dein Feedback.
Zu allererst muß ich sagen: Es geht um Weihnachten Grinsend

Und ich habe sie ncht allein geschrieben. Mako ist ebenso daran beteiligt, allerdings wurde wohl die Änderung noch nicht übernommen, da es beim hochladen Probleme mit der Co-Autor-Funktion gab.
Aber ich werde das Lob weiterleiten Zwinkernd

Der nächste Teil kommt bald. Sobald ich ihn fertig gebetat habe.

lg
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Yavia
29/08/21 12:27
An alle, die eine Nachricht an die Admins über die Mailadresse schicken: Bitte gebt euren Usernamen in der Nachricht mit an, damit wir wissen, wer um Hilfe fragt. Vielen Dank!

Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

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