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Das grüne Leuchten

von split [Ab 12] [Reviews - 42] (Abgeschlossen)
Lex ist 16, geht auf ein Internat und gehört dort mit seiner Band zu den beliebtesten Schülern. Eigentlich hat er alles, was er sich wünschen kann, doch irgendwie scheint nach den Sommerferien plötzlich alles anders. Nicht nur, dass er plötzlich mit Fabian, einem Außenseiter, das Zimmer teilen soll, er hat auch noch Stress mit seinen besten Freunden. Zu allem Überfluss geschieht auch noch ein Kunstraub, der unter den Teppich gekehrt werden soll und bei dem irgendwie nichts ist, wie es scheint...

Genres: Krimi, Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 24     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 66174     Klicks: 195162
Veröffentlicht: 04/05/10 Aktualisiert: 07/08/13
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Anmerkungen zur Geschichte
Hallo allerseits,
abgesehen von den RPGs hab ich ja ne ganze Weile nichts mehr von mir hören lassen. Sorry ^^°
Aber ich war sicher nicht untätig. Und jetzt ist es endlich soweit. Ich präsentiere euch voller Stolz 'Das grüne Leuchten'. Ein paar alte Hasen des Archivs und der ML werden sich vielleicht noch an den Titel erinnern und ja, es ist exakt die Geschichte, die ich vor beinahe 6 Jahren (weiß selber nimmer wann genau) begonnen habe zu posten und die dann unvollendet in Vergessenheit geraten ist. Aber nicht bei mir. Aller paar Monate kam die Erinnerung daran hoch und damit ein stättig wachsendes schlechtes Gewissen. Schließlich fasste ich den Entschluss diese Geschichte zu beenden und machte mich mit ein paar widerspenstigen Musen an die Arbeit. Nach vielen vielen Monaten des Überarbeitens, Umschreibens und Korrigierens ist die Geschichte nun beendet. *in freudentränen ausbrech*
Also bleibt mir an dieser Stelle lediglich, Euch viel Spaß beim Lesen zu wünschen und um reges Feedback zu bitten.
Euer erleichtertes split
Anmerkungen zum Kapitel
Ein riesengroßes Schokokeksdanke an Jule für die schnelle Beta. Sorry, dass ich dich damit so überrannt hab. Deine Kommentare und Argumente sind einfach klasse *flausch*
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1. Kapitel 01

Gelände des Internats Schloss Felsenstein
19:37 Uhr
Samstag

"Hey Tobi, schmeiß mal 'ne Coke rüber." Alexander winkte über den Lärm der Anwesenden und die Entfernung seinem Kumpel zu. Er war vollkommen verschwitzt, durstig und einfach fertig.
"Klar Lex!" Eine ungeöffnete Dose trat ihre kurze Reise über die Köpfe der Umstehenden an und landete sicher in den Händen des dunkelhaarigen Jungen.

Es war Ende August. Vor wenigen Tagen hatte der Schulalltag auf dem Internat Schloss Felsenstein wieder begonnen. Alexander, Lex genannt, und seine Freunde besuchten mittlerweile die elfte Klasse. Und obwohl sie erst seit knapp einer Woche wieder Unterricht hatten und das Leben hier keinesfalls langweilig wurde, war die Feier zur Eröffnung einer Kunstausstellung im alten Burgturm eine willkommene Abwechslung.
Bei dem Burgturm handelte es sich um einen Teil der ursprünglichen Burganlage, die im späten Mittelalter zu einer Sommerresidenz des hiesigen Landesherrn umgebaut worden war. Heute befand sich das Internat in den alten Mauern und nur die Unterrichtsräume waren in einen Neubau verlegt worden.
Im Laufe der Zeit hatte man den Turm für Besucher zugänglich gemacht. Der Schuldirektor Herr Waldorf überließ es dabei gerne den älteren Schülern gemeinsam mit dem Kulturbüro der nahegelegenen Stadt Ausstellungen und deren Eröffnungen zu organisieren.
Und wenn die Schüler ihre Finger im Spiel hatten, dann fiel so eine Eröffnung auch einmal etwas größer aus. Da Lex und seine Band bei solchen Anlässen öfter auftraten und auch sehr beliebt waren, konnte man mit viel Besucherandrang aus der Umgebung rechnen.

Einen Auftritt hatten die Jungen an diesem Nachmittag schon hinter sich gebracht, danach hatten sie das Festgelände unsicher gemacht. Da die Schüler die Gelegenheit genutzt hatten, an diesem Abend auch den Beginn des neuen Schuljahres zu feiern, war das Fest noch viel größer ausgefallen als sonst.
Weil es bereits Abend wurde, versammelten sich die fünf Jungs der Band langsam wieder in der Nähe der Bühne und machten sich startklar. Mike, der zweite Mann an der Gitarre neben Lex, kam lässig angeschlendert und kaute auf einem Lutscher rum.
"Leute, habt ihr schon das Neueste gehört?" Er sah erwartungsvoll in die Runde. "Fabian, diese Niete aus der Stadt, soll im Internat einziehen. Seine Alten ziehen wegen eines neuen Jobs oder so weg und er soll hier die Schule fertig machen." Er schob den Lutscher, den er beim Sprechen nicht aus dem Mund genommen hatte, mit der Zunge von einer Seite zur anderen.
"Die hätten diese Flasche ruhig mitnehmen können." Verächtlich verzog er das Gesicht. Die anderen stimmten ihm geschlossen zu.
"Hast recht. Hab mich schon die ganze Zeit gewundert, warum der nicht letztes Jahr raus ist. Der schafft die Elfte doch nie, geschweige denn den Abschluss in der Dreizehnten." Sebastian unterstützte Mike tatkräftig während sich Lex mit einer Äußerung zurück hielt. Er wusste noch nicht so recht, was er von der Sache halten sollte.

Als vor einigen Jahren aus verschiedenen Gründen die Jugendlichen der umliegenden Ortschaften auf das ehemals reine Jungeninternat gekommen waren, war das von Anfang an nicht reibungslos verlaufen. Während die Mädchen mit offenen Armen begrüßt worden waren, waren die Jungen als Rivalen betrachtet worden und das hatte nicht selten zu handfesten Auseinandersetzungen geführt. Mittlerweile war daraus ein ewig währender Wettstreit um den Titel des Besseren geworden. Die Mädchen ließen sich davon nicht stören. Sie feuerten lediglich ihre jeweiligen Favoriten an und genossen die größere Auswahl.

Es gab aber auch Schüler, Außenseiter, die nur ihre Ruhe haben wollten und sich aus diesem Wettstreit raus hielten. Diese Einzelgänger wurden dann entweder ignoriert oder aber als Ziel von Streichen, Mobbing oder auch mal einer Abreibung von beiden Seiten auserkoren.

Und Fabian war einer von ihnen. Er war ein Durchschnittstyp und hielt sich in der Schule gerade so über Wasser, was sein Ziel, das Abitur zu erreichen, sehr hochgesteckt erscheinen ließ. Die Mädchen sagten zwar hin und wieder, er wäre recht süß, doch sein Desinteresse an ihnen und sein Ruf als Schlaffi hielten sie davon ab, Partei für ihn zu ergreifen.
Fabian hatte schon mehr als einmal ein blaues Auge abbekommen.

Lex hielt sich bei der ganzen Diskussion zurück. Er mochte den Wettstreit, denn es forderte von ihm bessere Leistungen, aber aus allem anderen versuchte er sich heraus zu halten. Immerhin hatte er einen Ruf zu verlieren. Einmal hatte er versucht, Fabian zu helfen, doch der hatte ihn abgewiesen und Lex Freunde hatten auch gleich Stunk gemacht. Trotzdem tat ihm der Junge aus der Stadt jetzt schon leid. Wenn er erst einmal hier wohnen würde, war es sehr wahrscheinlich, dass das Schikanieren noch schlimmer wurde. Unbemerkt schüttelte er den Kopf, griff nach seiner Gitarre und ging zur Bühne. Was ging ihn das schon an? Er hatte mit Fabian nichts weiter zu tun und das würde sich auch nicht ändern.

"Los Jungs. Den Weiberklatsch könnt ihr auch nachher noch austauschen, jetzt wird gerockt." Die Jungen grölten zustimmend und folgten ihrem Bandleader lachend die wenigen Stufen auf die Bühnenplattform.
Tobi setzte sich ans Schlagzeug, Sebastian ging hinters Keyboard und stellte an ein paar Reglern herum. Max schnappte sich seine E-Geige, ein ungewöhnliches Instrument für eine Band ihrer Art. Aber sie hatten schnell herausgefunden, wie gut sich der Klang mit den anderen ergänzte und ihre Wirkung noch verstärkte. Das Publikum liebte die Geige. Und auch Max, den schlanken, schüchtern wirkenden Jungen mit den blaugrauen Augen und der unerschütterlichen Energie.
Mike nahm seine Gitarre auf, er spielte den Rhythmus während Lex die Leadgitarre übernahm. Lex war mit seiner starken Stimme auch ihr Sänger, während die anderen ihn im Hintergrund begleiteten oder nur einfachere Stellen übernahmen.
Ein letztes Mal überprüfte jeder sein Instrument, dann nahm Lex das Mikro in die Hand. "Tja Leute, nach einer großen Pause und einem hoffentlich für euch alle angenehmen Nachmittag, kommt nun unser zweiter Auftritt. Viel Spaß."
Lex war kein Mensch großer Worte. Er gab das Zeichen und dann spielten sie wie immer mit voller Kraft. Sie hatten zwar auch ein paar eigene Songs komponiert und getextet, aber überwiegend spielten sie bekannte Lieder, deren einstudieren genauso harte Arbeit gewesen war.

Alle waren begeistert und nach einer Stunde wurde auch lautstark nach einer Zugabe gerufen. Schließlich kamen die Jungs vollkommen kaputt aber von dem Adrenalin, das durch das Spielen freigesetzt wurde, total überdreht von der Bühne. Eine kleine Gruppe von Mädchen kam ihnen bereits entgegen und reichte ihnen kühle Getränke.
"Ihr ward einfach super, Jungs." Maria, die Anführerin der Mädchenclique, die auch inoffiziell so etwas wie ihren Fanklub bildete, setzte ihr Verführerlächeln auf. Mike begann auch sofort mit ihr zu flirten. Zusammen suchten die Jugendlichen sich einen ruhigeren Platz zum Quatschen.
Lex setzte sich unauffällig ab und ging in Richtung See, der hinter einem Waldstück östlich des alten Hauptgebäudes lag.

Er hatte festgestellt, dass er sich nach so einem aufreibenden Auftritt besser nicht in der Nähe von zu vielen Menschen aufhielt. Die Musik, das Singen, das Publikum. Das alles verursachte in ihm eine innere Unruhe, die ihn aggressiv und ungeduldig werden ließ, obwohl das sonst nicht seine Art war. Wenn er für sich spielte oder wenn sie übten, dann entspannte er sich und wurde ruhig.
Einmal war er nach einem Auftritt so aufgewühlt gewesen, dass er wegen einer Kleinigkeit mit jemandem eine Prügelei begonnen hatte. Doch damals war zum Glück nichts weiter passiert und mit ein paar fadenscheinigen Ausreden war das alles schnell vergessen gewesen. Seit dem hatte er sich immer ganz gut unter Kontrolle behalten, weshalb auch niemand dumme Fragen stellte oder überhaupt etwas bemerkte.

Auf dem Weg durch die Menschenmengen, die sich nur langsam zerstreuten, traf Lex auf Herrn Bluminger, der von den Schülern liebevoll Blümchen genannt wurde. Er war Mathe-, Sport- und Ethiklehrer und hatte außerdem noch die Position des Schülerberaters und Erziehers im Internat. Bei den Schülern war er sehr beliebt, wahrscheinlich auch, weil er noch recht jung war.

Mit einem freundlichen Grinsen blieb er vor Lex stehen. Er hatte mitbekommen, dass mit Lex etwas nicht stimmte, doch deshalb wollt er im Moment nicht mit ihm reden. "Lex. Kann ich eben etwas mit dir besprechen?"
Er bekam ein knappes Nicken als Antwort. "Aber nur kurz."
Der Lehrer machte eine Geste in Richtung Park. "Da wolltest du bestimmt so wie so gerade hin. Ich lauf ein Stück mit." Schweigend gingen sie weiter und als sie die letzten herumstehenden Besuchergrüppchen hinter sich gelassen hatten, begann der Lehrer auch schon zu reden. "Ich weiß nicht, ob du's schon gehört hast, aber Fabian zieht ins Internat." Herr Bluminger machte eine kurze Pause, doch Lex nickte nur wieder schweigend.
"Du teilst dir zwar im Moment mit Tobias ein Zimmer wie es auch schon die letzten Jahre war, aber leider steht es so nicht in den Akten. Das war wohl ein Versehen der neuen Sekretärin. Laut Unterlagen hast du zurzeit jedenfalls ein Zimmer für dich allein und nach Abstimmung mit anderen Lehrern erachten wir es als das Beste, wenn wir Fabian mit zu dir aufs Zimmer legen. Um es kurz zu sagen, Fabian zieht morgen bereits hier ein und dies wird die letzte Nacht sein, in der du den Raum mit Tobias teilst. Du kannst es ihm heute Abend schon einmal sagen, weil ich nicht weiß, ob ich ihn noch abpassen kann. Es ist leider alles etwas kurzfristig, aber die Umstände haben es nicht anders zugelassen. Spätestens morgen werde ich es dann offiziell machen und mit Fabian bei euch vorbei kommen." Als er geendet hatte, wartete Herr Bluminger auf eine Reaktion seines Schülers.
Doch Lex wusste selbst nicht, was er dazu sagen sollte. "Warum ausgerechnet ich?", fragte er schließlich ruhig.
"Wie gesagt", begann der Lehrer etwas unbehaglich. "Ich habe mich mit anderen Lehrern unterhalten und wir wissen alle, dass Fabian ein Außenseiter ist und sich mit seinen Zensuren gerade so hält, während dir das Ganze recht leicht fällt. Außerdem sind mir die Sticheleien und Sonstiges nicht entgangen, es liegt aber nicht in meiner Macht immer einzuschreiten. Das würde es wahrscheinlich noch verschlimmern, nicht? Mir ist auch aufgefallen, dass du dich da eher zurück hältst. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass du ihm sowohl schulisch als auch privat ein wenig unter die Arme greifst."
Herr Bluminger sah nun nicht mehr so fröhlich aus wie sonst, doch Lex zuckte nur mit den Schultern. "Vielleicht kann ich ihm helfen, vielleicht nicht…", sagte er dann gleichgültig und ging einfach weiter. Sein Ziel war der kleine See, der ruhig zwischen den Bäumen lag.
Herr Bluminger fand diese Antwort zwar nicht sonderlich zufriedenstellend, aber sie war besser als eine direkte Ablehnung. Er konnte Lex nicht zwingen. "Lex, du weißt, dass du so nicht ewig weiter machen kannst. Also, wenn du reden willst… ich finde immer Zeit oder kann dir Leute nennen, die dir helfen können."
Lex ignorierte die Worte und lief schweigend weiter. Herr Bluminger hatte ihn schon öfter gebeten, mit ihm zu reden. Nur brachte das nichts, wenn es nichts zu reden gab.
Der Lehrer spürte deutlich, dass Lex immer abweisender wurde und es brauchte nicht viel Phantasie, um zu wissen, dass das Gespräch beendet war. "Ich danke dir jedenfalls dafür, dass du mir zugehört hast. Wir sehen uns dann morgen Früh. Gute Nacht." Er wartete noch, bis Lex ebenfalls ein leises ‚Gute Nacht’ gemurmelt hatte, dann ging er zurück zu den Feiernden.

Einige Minuten später erreichte Lex das Ufer des kleinen Sees. Früher hatte er den Burggraben gespeist und heute bildete er eine der Grenzen des Internatsgeländes.
Die Sonne war schon vor einiger Zeit untergegangen, weshalb es mittlerweile dunkel war. Trotzdem fand Lex seinen Weg ohne Probleme, denn in den sechs Jahren, die er nun schon auf diesem Internat war, hatte er genug Zeit gehabt, um sich das Gelände einzuprägen. Hier unten war es ruhig. Kaum ein Laut drang vom Schlosshof bis hier her.
Vor einer uralten Trauerweide machte Lex schließlich halt. Zögernd strich er über die raue Oberfläche der Rinde, dann schlug er ein paar Mal hart mit der Faust dagegen. Der Schmerz, der sich daraufhin in seiner Hand breit machte, überdeckte eine Weile das Chaos in ihm und ließ ihn langsam wieder ruhiger werden. Erschöpft ließ er sich zwischen die dicken Wurzeln des alten Baumes sinken, lehnte sich gegen den Stamm und schloss die Augen.

Wie er dieses Spiel satt hatte. Wer war der Beste, der Klügste, der Beliebteste bei den Mädchen. Er mochte den Wettstreit an sich, aber dieses Gehabe, das immer schlimmer wurde, je älter sie wurden, kotzte ihn mittlerweile an. Vor Jahren waren sie einfach nur beste Freunde gewesen, hatten Blödsinn gemacht, waren durch dick und dünn gegangen. Und jetzt?
Ständig hatte er das Gefühl, als würde er sich mehr und mehr von den anderen entfremden. Er konnte nicht mehr offen mit ihnen reden. Jedes Wort könnte schließlich das Falsche sein und er wollte seine Freunde nicht verlieren.
Wie die Sache mit der inneren Unruhe. Er verstand es selbst schon nicht, wie sollten es da Tobi und die Anderen verstehen. Würden die es überhaupt ernst nehmen? Lex schüttelte den Kopf. Darüber sollte er sich keine Gedanken machen. Früher oder später würde das hoffentlich von allein verschwinden.
Ein viel größeres Problem würde die Sache mit Fabian werden. Ihm gefiel es nicht, was die Anderen taten, aber ändern konnte er es auch nicht. Tobi würde bestimmt einen riesigen Aufstand machen, wenn er erfuhr, dass er umziehen musste.
Mit zitternden Händen rieb sich Lex über seine Augen, die zu jucken begonnen hatten. Er hasste das nach den Auftritten. Erst diese Aggressionen und dann kam die Sentimentalität. Als wäre er so ein dämliches Weichei. Aber egal wie sehr es ihn durcheinander brachte. Die Musik würde er auf keinen Fall aufgeben, dafür liebte er sie zu sehr.

Nach einer Ewigkeit, wie es ihm schien, stand Lex schließlich auf und lief zu den Gebäuden zurück. Ohne noch einmal bei den Anderen vorbeizusehen, verschwand er im Schlaftrakt und ging auf sein Zimmer. Jetzt erst fielen ihm die Schürfwunden an seinen Handrücken auf. Nichts Schlimmes, das hatte er schon öfter gehabt. War es verrückt, dass er über seine Gedanken den Schmerz vergessen hatte?
Nachdem Lex sich sein Waschzeug geholt hatte, ging er in die Waschräume um zu duschen, Zähne zu putzen und seine Hände zu versorgen. Auf dem Weg zurück zum Zimmer begegnete er niemandem, denn fast alle waren noch draußen auf dem Schlosshof bei der Feier. Erschöpft löschte er das Licht als er wieder in seinem Zimmer war, ging zu seinem Bett und verkroch sich unter der Bettdecke.

Halbdösend nahm er nach einer Weile wahr, wie sich jemand über ihn beugte. Lex blinzelte kurz und erkannte Tobi im Licht der Nachttischlampe.
"Alles klar Alter? Du bist einfach verschwunden."
Lex ging darauf nicht ein, drehte sich nur zur Wand und schloss die Augen wieder. "Du musst morgen hier ausziehen, ab morgen ist Fabian mein Mitbewohner...", meinte er ruhig, bevor er sich umdrehte, um weiter zu schlafen. Tobias ungläubige Fragen ignorierte er solange, bis er aufgab.
Aktualisiert: 05/05/10
Veröffentlicht: 04/05/10
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Angel am 04/05/10 20:07
Hi
ich finde die geschichte super. die gefühle und die stimmung kommt richtig gut raus. was ich mich aller dings gefragt hab wie man einen Kunstraum unter den Teppich kehrt . das steht nämlich in deiner Kurzzusammenfassung Zwinkernd Musst mir bei glegenheit mal zeigen Smiley)

Angel



Antwort der Autors split (04-05-2010 20:13):
Oh verdammt, ich meinte natürlich Kunstraub *ändern geh*
Dank dir *keks zuschieb*
Wenn dir die paar Zeilen schon gefallen, dann wirst du von den kommenden Kapiteln begeistert sein... hoffe ich *drops*
*winke*
Kapitel 01
rihaij am 04/05/10 20:33
Ah, das angekündigte Werk! Bin ja soo gespannt und der Anfang liest sich schön flüßig und angenehm. Du führst die Charaktere interessant ein und der Titel klingt so, als ob da noch ein paar Geheimnisse auf uns lauern würden.
Wie die Sache mit dem Zimmer entstanden ist, ist mir nicht ganz logisch... sorry, aber da würde doch jeder sagen, okay, dann kriegt der Neue eben ein anderes Zimmer. Warum sollte jemand ausziehen, nur damit ein Anderer einziehen kann? Darüber bin ich ein wenig gestolpert. Aber gut, ich nehme es mal einfach so hin.
Jaja, und den Kunstraum fand ich auch spannend ;-) zumal ich die ganze Zeit gerätselt habe, was du wohl eigentlich damit sagen wolltest... auf Kunstraub, wäre ich nicht gekommen!
Ich bin gespannt, wies weitergeht.



Antwort der Autors split (04-05-2010 21:01):
Hey, cool, dass du mitliest. Dass du über die Sache mit der Zimmeraufteilung gestolpert bist, find ich interessant, aber entweder hab ich den Grund schon erklärt und du hast ihn übersehen oder es kommt noch... mal sehen, ob es noch jemanden stört *g*
Danke jedenfalls
LG
dat split
Kapitel 01
floeckchen am 04/05/10 23:14
Hey du!
Also der Anfang liest sich schon einmal sehr gut und macht Lust auf mehr.
Lex soll sich also ein bisschen um Fabian kümmern. Was ist eigentlich mit Lex los? Selbst wenn er nach den Auftritten immer aufgewühlt ist, wie er sich seinem Zimmergenossen Tobi gegenüber verhalten hat war schon sehr kühl. Irgendwie wirkt er selbst im Moment ein bisschen so, als ob er nicht dazu gehören will.

lg flöckchen
Kapitel 01
dinokaefer66 am 26/03/14 23:49
Huhu, split! Habe gerade Dein erstes Kapitel gelesen und es liest sich wirklich toll! Ich mag das Setting mit Internat sowieso ganz gerne, ist jetzt ein blödes Beispiel: Aber als recht junges Mädchen habe ich die 'Hanni und Nanni'Bücher verschlungen, vielleicht rührt daher auch meine Affinität zu Internatsgeschichten. Aber nicht nur das ist es was mich an Deiner Geschichte fasziniert, nein, sondern auch wie Du Deine Charaktere in die Geschichte einführst , finde ich sehr gelungen.Bin auf jeden Fall schon sehr gespannt wie die Geschichte weitergeht und werde doch gleich mal über das nächste Kapitel herfallen......
Vor allem bin ich ja auch auf die miteingesponnene Detektivgeschichte mit einbasteln wirst....cool, schon ganz hibbelig bin....
Also, erstmal herzlichen Dank für das vergnügliche erste Kapitel, werde jetzt mal weiterlesen, bis denne und liebe Grüsse, das Dinokaeferle
Kapitel 01
dinokaefer66 am 27/03/14 08:07
......habe gerade festgestellt, daß ich kurz vor Mitternacht keine Reviews verfassen sollte...wie peinlich...natürlich wollte ich zum Ausdruck bringen, dass ich sehr gespannt bin, wie Du die Detektivgeschichte mit einbasteln wirst...so jetzt ist der Satzbau richtig....genussvoll von meinem Kaffee schlürf..... Smiley...lass Dir noch liebe Grüße da....das Dinokaeferle
Kapitel 01
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Yavia
29/08/21 12:27
An alle, die eine Nachricht an die Admins über die Mailadresse schicken: Bitte gebt euren Usernamen in der Nachricht mit an, damit wir wissen, wer um Hilfe fragt. Vielen Dank!

Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

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