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Eine Hungersnot plagt das Land und nach dem Tod des Königs rückt Elias, sein Sohn, in sein Amt nach. Aber auch ihm will keine Lösung einfallen und selbst sein langjähriger Freund, Geliebter und Berater Dorian ist ratlos.
Schließlich kommt Elias eine Idee zu einem neuen Gesetz. Als er es mit Dorian bespricht, stößt er aber auf heftigen Widerstand und der Gegeneinfall seines Freundes ist einem Weltuntergang gleich.

Genres: Fantasy, Historisch, M/M (yaoi)
1. Warnung: Zucker, Depri/Emo
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine
Challenges: Märchen Challenge

Kapitel: 4     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 10574     Klicks: 42232
Veröffentlicht: 12/07/11 Aktualisiert: 07/11/11
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Anmerkungen zur Geschichte
Mein zweiter Versucht zur Märchenchallenge - ich hoffe, man kann es wenigstens diesmal erkennen ^^
Wenn nicht - ist trotzdem ne schnucklige Geschichte geworden und dümpelt seit über nem Jahr bei mir rum ^^
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1. Die Nacht

„Unsinn. Du musst das Problem an der Wurzel packen.“ Entgegnete er mir langsam und in ruhigem Ton, als wäre ich noch immer ein Kind.
„Das werde ich damit auch.“ War nun meine eigene Verteidigung. Ich wusste, dass es kein Argument gegen seinen Einwand war, aber wie sonst sollte ich die große Hungersnot, die schon seit Jahren das Land plagte und an der auch mein Vater gescheitert und schließlich zugrunde gegangen war, beenden. Der Druck, der auf seinen Schultern gelastet hatte, hatte ihn schlichtweg erdrückt. Immer häufiger war er krank geworden und schließlich hatte er nicht mehr die Kraft gehabt, gegen das Fieber anzukämpfen. Und so war ich, als sein Sohn, an seinen Platz gerückt.
Dorian seufzte schwer. „Also gut.“ Fing er an und ich wusste, dass er nun mit einer anderen Taktik versuchte mich von meinem Vorhaben abzulenken. Einer Taktik, die ich hasste, denn plötzlich drehte er den Spieß um und wollte Argumente haben, die FÜR mein neues Gesetz sprachen – ich war ein lausiger Argumentierer. In meinem jetzigen Leben – und wohl auch zukünftigen – hatte ich es noch nie gebraucht. Wozu hatte ich denn sonst Berater, die sich für mich den Kopf zerbrachen? Nur bei Dorian rauchte zur Abwechslung meiner und hätte ich das Mindestmaß auf das Niveau seiner Intelligenz gesetzt, hätte auch ich laut dem neuen Gesetzesentwurf das Land verlassen müssen.
„Wie willst du denn feststellen, wer klug und wer dumm ist?“ fragte er und stieß damit genau ins Schwarze. Dieser Teil meines neuen Gesetzes war noch in Planung und ich hatte keinen blassen Schimmer.
„Das werde ich mir noch überlegen.“ Sagte ich also trotzig und sah, wie sich seine Mundwinkel zu einem siegessicheren Lächeln verzogen.
„Und was ist mit den Leuten, die weder dumm noch klug sind?“ stocherte er weiter. Ein Argument, das sich gewaschen und auf das ich ebenso keine Antwort hatte.
„Es wird hoffentlich reichen, wenn wir die Dummen loswerden, die jeden Abend im Wirtshaus saufen.“ Sagte ich also schnippig.
„Und wer macht dann die Arbeit auf dem Felde, wenn du die ganzen ‚dummen’ Bauern, die als einzige Wissen, wie man Getreide anbaut, rauswirfst?“ fragte er nun triumphierend.
„Das können dann die anderen machen. Da ist doch gar nichts dabei. Ein bisschen Pflügen, was sowieso die Ochsen machen, aussähen und warten.“ Sagte ich nun schmunzelnd und war mir sicher, dass er darauf kein Argument bringen würde. Er überlegte tatsächlich einige Sekunden, aber das hieß nicht, dass Dorian nichts eingefallen war. Wahrscheinlich baute er sich gerade ein unheimlich handfestes Szenario zusammen, das mein Gesetz wie eine dumme Bemerkung darstellen würde.
Er holte auch tatsächlich gerade Luft, als es an der wuchtigen Türe klopfte. Ohne auf ein Wort des Eintretens zu warten, schob sich die Türe auf und ein alter, gebrechlich aussehender Mann trat herein. Er war in eine samtrote Robe gekleidet, die mit seltsamen Zeichen bestickt war und hielt in der rechten Hand einen wuchtigen, mannshohen Stock, der auf seiner Spitze einen blutroten Edelstein sitzen hatte. Das Gesicht des Greises war eingefallen und von langem weißen Haar und einem ebenso imposanten, weißen Bart eingerahmt. Jedes Mal, wenn ich meinen treuen Hofzauberer und ersten Berater sah, überkam mich ein eiskalter Schauer.
„Eure Hoheit ich hatte eine Vision …“ fing er ohne Umschweife an, erblickte dann meinen Freund und hielt in seiner Rede, die er gerade angefangen hätte, inne. Die Luft knisterte hörbar und ich sah, wie auch Dorian sich versteifte.
Ich wusste, dass sich die beiden nicht leiden konnten – mehr noch, sie hassten sich – aber da sie meine engsten Anvertrauten waren, deren Rat ich beiderseitig brauchte, musste ich dieses Zusammentreffen so kurz wie möglich halten.
„Sprich Marlan.“ Forderte ich und der Mann gab sich einen sichtlichen Ruck und blickte mich auch ein wenig verwirrt an. Natürlich es war meine Art zu reden, die sich eines Königs nicht ziemte und ich beschloss mich wieder besser darauf zu konzentrieren.
„Eure Hoheit, erlaubt mir euch meinen Traum zu erzählen.“ Sagte Marlan ehrfürchtig, trat noch zwei große Schritte näher an den Kamin heran und verbeugte sich, soweit es seine alten Knochen zuließen.
„Er möge erzählen.“ Befahl ich und kam mir wie immer sehr albern vor. Ich hasste es in der dritten Person zu reden, aber es wurde von mir erwartet.
Nur mit Dorian konnte ich reden, wie ich wollte – auch etwas, das ich bei seiner Anwesenheit genoss.
„Ich hatte einen Traum, indem das Volk hungerte. Die Menschen, eure Majestät, magerten ab, bis sie nur noch wandelnde Skelette waren und ihr Zorn wurde geschürt vom ewigen Hunger. Sie haben das Schloss gestürmt, die Säle verwüstet und Euch, Allmächtiger … ich wage es gar nicht zu sagen …“ Er brach mit zitternder Stimme ab und schlug sich die Hände verzweifelt vors Gesicht, als wolle er selbst seine Gedanken nicht sehen.
„Bitte sprich weiter.“ Flüsterte ich tonlos. Ich war nervös. So aufgebracht hatte ich Marlan noch nie gesehen. Er zitterte am ganzen Körper und schon beim Eintreten hatte ich bemerkt, wie bleich er gewesen war. Es war mir in diesem Moment auch egal, ob ich mal wieder nicht in der korrekten Form sprach. Schon alleine die Vorstellung lebender Skelette war ein dunkles Zeichen.
„… sie … sie …“ stotterte Marlan, legte eine weitere Pause ein, schluckte hart und sprach es dann endlich aus: „sie haben Euch zerfetzt und aufgegessen. Wie ein Rudel Wölfe sind sie über Euch hergefallen.“
Geschockt ließ ich mich in meinen Sessel zurücksinken, aus dem ich mich aufgeregt hervorgelehnt hatte.
„Habt Dank, Marlan.“ Presste ich an dem Kloß in meinem Hals vorbei und blickte dem Weisen nach, der dann erschöpft den Raum verließ.
„Das war ja wirklich eine Meisterleistung. Du solltest ihm die Leitung des Stadttheaters überlassen.“ Lachte Dorian und klatschte vergnügt in die Hände.
„Lass den Unsinn. Das war ein böses Omen.“ Sagte ich gepresst. „Ich muss handeln, bevor es zu spät ist.“
„Da hast du tatsächlich Recht, wo wir wieder beim Thema wären. Vielleicht fragst du einfach mal deinen ‚göttlichen Seher’, ob er nicht weiß, wie man erkennt, ob jemand klug oder dumm ist. Vielleicht kann er es ja auch erträumen.“ Grinste mein Freund und seine Worte – obwohl sie nur so vor Hohn trieften – klangen gar nicht mal so falsch.
„Vielleicht werde ich das auch tun.“ Flüsterte ich erschöpft. Dorian wollte auffahren, aber ich kam ihm zuvor. „Es ist genug, Dorian.“
Im gleichen Moment tat mir aber der raue Ton, den ich ihm gegenüber benutzt hatte leid.
„Verzeih.“ Flüsterte ich deswegen tonlos.
Dorian erhob sich aus seinem Sessel und kam hinter mich. Zärtlich schlang er von hinten die Arme um meinen Körper und schmiegte seine Wange an die meine. Seine Nähe tat mir gut. Er wusste einfach immer, was ich gerade brauchte.
„Lass uns in dein Gemach gehen.“ Flüsterte er zuckersüß in mein Ohr und platzierte dann auf meinem Hals einen zärtlichen Kuss, der mir Gänsehaut den Rücken hinunterjagte. Was wir dort taten und füreinander empfanden war nicht normal, aber ich hatte mich nun mal in ihm verliebt und kostete jede freie Minute mit ihm aus.
Ich kannte Dorian schon seit meiner Geburt. Er war der Sohn von Mutters Zofe, ein Jahr älter und ist so mit mir aufgewachsen. Er war mir immer ein treuer Freund und ein phantasiereicher Spielgefährte gewesen. Die tollsten Geschichten und Spiele hatte er sich ausgedacht und mir Dinge erklärt, die Marlan mir nicht beibringen konnte.
Ja, er war schon immer der Klügere von uns beiden gewesen und hatte nachts gerne noch in einem der alten Bücher aus der großen Bibliothek geblättert.
Als ich 13 Jahre alt war, war meine Mutter erneut schwanger geworden, hatte aber eine Todgeburt und war im Kindsbett gestorben. Da nun keine Verwendung mehr für Dorians Mutter war, sollte sie entlassen werden und auch Dorian hätte dann gehen müssen, doch durch mein hartnäckiges Quengeln, konnten ich meinen Vater schließlich doch überreden die Beiden hierzubehalten.
Etwa zur gleichen Zeit war durch Dorians Wissbegierigkeit schließlich der Zwist zwischen ihm und Marlan entstanden. Er hatte angefangen Fragen zu stellen, die der alte Zauberer selbst nicht wusste, hatte das Wissen, das er uns vermitteln sollte hinterfragt oder sogar angezweifelt und widerlegt und wurde schließlich vom Unterricht ausgeschlossen.
Natürlich hatte ihn das nicht daran gehindert, seinen Wissensdurst zu befriedigen und so hatte er Buch um Buch gelesen, während ich mir Marlans langweilige Vorträge angehört habe.
Eines Tages aber, bat er meinen Vater auf Reisen gehen zu dürfen – er wollte die Wunder und Techniken, von denen er gelesen hatte, mit eigenen Augen sehen und erforschen.
Oh weh, ich hatte mich mit Händen und Füßen gewehrt, wie ein kleines Kind, als er mir das in meinem Gemach gesagt hatte und ich war damals bereits 17 Jahre alt gewesen. Ich hatte ihn angefleht hierzubleiben, aber er hatte nur milde gelächelt und mich um 2 Jahre gebeten. Dann würde er wieder kommen. Immer wieder hatte er gefragt, warum ich ihn nicht gehen lassen wollte, bis ich ihm schließlich meine Liebe gestanden hatte. Seine Antwort war süßer als die feinste Schokolade gewesen und prickelt heute noch auf meinen Lippen, wenn ich an diesen unvorstellbaren Kuss denke.
Verträumt blickte ich auf den nackten Rücken, der neben mir lag. Nachdem Dorian nach 2 Jahren zurückgekehrt war, lebte unsere Liebe endlich auf. Obwohl nur heimlich, haben wir uns abgöttisch und wo wir nur konnten geliebt. Mein Vater hatte ihn schließlich in das Amt eines Beraters erhoben und die kleineren Reisen, die er seither unternahm, hatten uns nur noch enger zusammengeschmiedet.
Nach dem Tod meines Vaters war Dorian selbstverständlich in meinen Dienst getreten und war mir seither ein guter Berater.
Mein Blick schweifte langsam zu seinem Kopf. Einige Strähnen seiner langen, blonden Haare hingen ihm wirr ins Gesicht, während der Großteil seine schmalen, leicht muskulösen Schultern bedeckte. Dorian war weder mager noch dick, weder muskelbepackt noch ein Schwächling. Er war schlicht gesagt perfekt. Ich lächelte, als ich müde meine Knochen streckte und so einen flüchtigen Blick auf sein Antlitz werfen konnte.
Man sagt, dass Menschen wunderschön aussehen, wenn sie schliefen – bei Dorian traf das nicht wirklich zu. Mir fehlte sein Lächeln oder sein niedliches Lippenbeißen, wenn er mal wieder etwas sehr interessantes las. Jetzt, wo er schlief, wirkte er so ernst.
Vorsichtig streckte ich die Hand nach der nackten Haut aus und zuckte innerlich zusammen, als ihre wohlige Wärme meine Fingerspitzen wärmte. Sie war leicht gebräunt und schweißnass, von unserem wilden Akt und glitzerte in Licht der zuckenden Flammen, die im Kamin loderten.
Ich fror, obwohl ich die dicke Decke bis zum Kinn hochgezogen hatte. Der Traum meines Hofzauberers, auch wenn Dorian behauptete, er sein ein Scharlatan, bereitete mir Unbehagen. Ich spürte den Druck des Volkes bei jeder Audienz die ich gewährte. Vor allem jetzt, wo der Winter sich dem Ende zuneigte, die Kornkammern nahezu leer waren und die Preise noch einmal angehoben werden mussten. Dass der Traum sich genau so ereignen würde – mich meine Untertanen aufessen – war wirklich Unsinn. Wir lebten in einer zivilisierten Welt, auch wenn man immer wieder Gerüchte über Familien, die ihre eigenen Kinder verspeisten, hörte - Hirngespinste.
So schlimm war unsere Hungersnot noch nicht. Die Menschen waren unterernährt und schwach und daher anfällig für Krankheiten, die einige von ihnen nicht überlebten, aber am Hunger selbst war noch niemand gestorben. Die Betonung lag auf noch.
Von Jahr zu Jahr wurde der Ertrag der Ernte weniger und die Überfälle auf unsere Handelsrouten, über die wir aus den Nachbarreichen Nahrung zukauften, häuften sich.
Ich musste also wirklich handeln.
Zitternd schlug ich die Decke zurück, stand auf und schwang die Füße über die Bettkante. Als sie den kalten Boden berührten, bereute ich meinen Einfall bereits, aber nun war es zu spät. Ich griff nach meinem Morgenmantel, schlüpfte hinein und ging dann zum Kamin. Zwei Scheite legte ich nach und stocherte ein wenig unbeholfen in der Glut herum, bis die Flammen endlich nach der neuen Nahrung leckten und es fühlbar wärmer wurde. Eigentlich wäre das die Arbeit der Diener gewesen, aber als erste Amtshandlung hatte ich die königlichen Gemächer, zu denen ich auch Dorians zählen ließ, als absolute Privatsphäre erklärt, damit wir ganz ungestört waren.
Am liebsten hätte ich ja den ganzen Tag mit ihm hier drinnen verbracht, aber natürlich hatte er mich schmerzlich an meine königlichen Pflichten erinnert. Auch das Argument jede freie Minute zusammen darin zu verbringen hatte er meinetwegen abgelehnt.
Neben uns beiden wussten nur eine Hand voll Menschen von unserer Liebe und selbst das war mir entschieden eine Hand zuviel. Ich hatte das entsetze Gesicht noch immer in Erinnerung, als mein Schatzmeister uns in einer der zahlreichen Putzkammern erwischt hatte. Er hatte eigentlich gedacht einen der Diener zu überführen, der es gerade mit einer der Mägde trieb und ich hatte Glück, dass er es nicht meinem Vater damals berichtet hatte. Wohlmöglich hätte dieser dann Dorian hinausjagen lassen.
Langsam wurde mir selbst wieder warm. Das Feuer vertrieb die Kälte aus meinen müden Knochen und ließ eine bleierne Müdigkeit von mir Besitz ergreifen. Eine Illusion, die sich schon bei der ersten Berührung der kalten Decke wieder in Luft auflösen würde. Ich seufzte schwer. Die halbe Nacht war bereits um. Dorian schlief seelenruhig. Obwohl ich ihn schon seit jeher kannte, war er mir noch immer ein Rätsel. Er schien immer gut gelaunt zu sein und egal wie wenig Zeit er hatte, er arbeitete nie unter Druck. ‚Wenn es fertig ist, ist es fertig.’ Sagte er stets. Und noch etwas war an ihm anders. Im Gegensatz zu mir, war er mit unserer Liebe wie selbstverständlich umgegangen, wenn wir mal wieder inflagranti erwischt worden waren und versuchte mich seither davon zu überzeugen es in aller Öffentlichkeit kund zu tun. Ich hingegen war ein jämmerlicher Feigling und fragte mich oft, wie dieser Mann es überhaupt mit mir aushalten konnte und in WAS er sich überhaupt verliebt hatte. In meine Sturheit? In meine Zerstreutheit? In meine üble Laune, die ich seit ich König war Tag für Tag ausbaute?
„Kannst du nicht schlafen, Elias?“ flüsterte eine sanfte Stimme plötzlich neben meinem Ohr. Sanfte Arme umfingen mich und zogen meinen Körper an eine warme Brust. Dann spürte ich Dorians Lippen, die sanft meinen Hals liebkosten. Ich liebte diese Geste von ihm. Sie gab mir Halt und Trost und er wusste immer genau, wann ich sie brauchte.
Halt suchend legte ich meine Hände auf seine Arme und ließ mich erschöpft gegen ihn sinken.
„Ach Dorian, das Ganze wird mir einfach zu viel.“ Seufzte ich. „Jedes Mal kommen mehr Leute zur Audienz und selbst du bist ratlos. Wie soll das noch weitergehen? Ich muss eine Entscheidung treffen.“
„Mir wird schon noch was einfallen. … Ich habe gestern von einem Reisenden in der Spielunke von der Dreifelderwirtschaft gehört, die einen höheren Ertrag bringen soll. Darüber wollte ich eigentlich mit dir reden, doch dann bist du mit deiner dämlichen Idee gekommen.“ Sagte Dorian.
„Heißt das, du hast eine Lösung?“ fragte ich überrascht, drehte mich um und sah ihm erwartungsvoll in die graublauen Augen.
„Vielleicht.“ Sagte er ausweichend, zog mich enger an sich und schmiegte seinen Kopf an meinen. „Das Land, indem sie diese Dreifelderwirtschaft betreiben ist Sherdian.“
Mein Herz blieb für einen kurzen Augenblick stehen und setzte dann mit einem erneuten, heftigen Schlag wieder fort. Sherdian … das lag am anderen Ende der Karte – im Osten. Es würde annähernd 6 Monate dauern dorthin zu kommen und weitere 6 Monate zurück.
„Wir könnten einen Boten hinsenden.“ Sagte ich schnell, aber Dorian schüttelte nur traurig den Kopf.
„Ich muss selbst dorthin. Ich muss es mit eigenen Augen sehen und meine Fragen stellen.“ Sagte er traurig. „Bitte.“
Ein Jahr …, dachte ich, ein Jahr, indem er mir nicht zur Seite stehen würde, in dem ich nichts von ihm hören würde. Das war grausam, aber vielleicht unsere einzige Chance. Ich zitterte am ganzen Körper und fühlte, wie Dorian seinen Griff noch etwas fester zog, mich näher an sich randrückte.
„Es wird wirklich nur für ein Jahr sein und dann werde ich das Reisen aufgeben und bei dir bleiben.“ Redete er auf mich ein.
Das war es also, was Dorian heute beschäftigt hatte. Äußerlich hatte man ihm nichts angemerkt, aber instinktiv hatte ich gespürt, dass etwas nicht stimmte. Seit seiner großen Reise war er nur noch Tage oder Wochen unterwegs gewesen und selbst diese kurze Zeit hatte ich jede Sekunde Sehnsucht nach ihm gehabt. Mein Schloss war mir dann viel zu groß und leer vorgekommen.
„Ein Jahr …“ seufzte ich und er fügte zustimmend hinzu „… nicht länger.“
„In einem Jahr werde ich spätestens wieder hier sein.“
Es dauerte lange, bis ich mich von meinem Schock erholt hatte, stimmte schließlich zu und konnte nun meine Tränen nicht mehr zurückhalten.
Mit sanfter Gewalt drückte Dorian mich ein wenig auf Abstand und lächelte mich dann bedrückt an. Dann fühlte ich seine Hand, die er auf meine Schultern gelegt hatte, sanft meinen Hals hinauf wandern und eine meiner vorwitzigen braunen Locken aus dem Gesicht streichen.
„Versprichst du mir bei meiner Abreise zu lächeln? Ich möchte dein hübsches Gesicht fröhlich in Erinnerung behalten.“ Fragte er, wie vor jeder seiner Reisen und wie immer versprach ich es ihm auch.
Aktualisiert: 12/07/11
Veröffentlicht: 12/07/11
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Witch23 am 13/07/11 19:22
Also ein Schönes erstes Kapitel, aber welches Märchen es seien soll weiß ich nicht. Aber ich kenne auch einige Märchen nicht Zwinkernd

Ich glaube das es mit dem Namen Elias was zu tun hat, aber wirklich wissen ... ne Zwinkernd



Antwort der Autors Schmusetuch (13.07.2011 19:41):
Hallo Witch,

schön, daß es dir gefällt ^^
Was das Märchen angeht: Wird vielleicht noch ein paar Kapitel dauern, bis es eindeutig ist, aber es hat nichts mit den Namen zutun.

Ihr könnt aber gerne weiterraten ^^.

Nächstes Kapitel wird aber erst in ein paar Tagen kommen - brauche noch ein bisschen Zeit, die letzten 2-3 Kapitel zu schreiben und will euch nicht bombardieren und dann auf die Folter spannen. So 1-2 pro Woche werdens aber schon werden.

LG, Schmuse.
Die Nacht
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Witch23
20/08/22 10:06
Hallo zusammen

gerdhh171
23/07/22 21:10
hallo jungs

Witch23
29/06/22 06:27
Hallo auch

split
23/06/22 14:41
Hallo, welcome back

minori
22/06/22 18:02
Wenn man nach 13 Jahren mal wieder vorbei schaut :) Heyho

Witch23
10/06/22 09:30
Tja, solange bxb existiert sollte das auch ^^

carrabas
09/06/22 21:23
Dieser alte Login funktioniert noch :O

Witch23
18/04/22 12:17
Danke dir, sonst wünsche einfach schöne Feiertage, die sollten fast alle ab Freitag haben ^^

split
15/04/22 09:43
Keine Ahnung, ob man das schon am Karfreitag tut, aber ich wünsche Euch allen schon einmal Frohe Ostern und ein paar entspannte Tage.

Witch23
25/01/22 13:28
Freuen uns über jeden der hier ist

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