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23. Dezember 2009

"Krippenspiel" von Schmusetuch


Altersfreigabe: Ohne Altersbeschränkung
Genres: M/M, Reale Welt
Warnungen: Zucker
Inhalt: Die Besetzung der Jungfrau Maria wird krank und so muss dringend Ersatz her.

„39,3“ berichtete Martin auf Susannes fragenden Blick. Ihre Augen waren mit dunklen Ringen unterlegt und die Wangen blass. Sie sah überhaupt nicht gut aus.
„Ich lass dich hier nicht alleine mit dem Fieber.“ Protestierte er. Doch seine Schwester schüttelte nur kraftlos den Kopf.
„Ich hab zwei Wärmflaschen, die Heizdecke und eine volle Kanne Tee hier. Du musst zur Probe.“ Krächzte die Frau.
„Vergiss es.“ Wiederholte er denselben Satz, den er ihr schon seit einer guten halben Stunde immer wieder sagte. Sie hatten das Fieber mittlerweile von 40,2 °C heruntergekühlt, Wadenwickel gemacht und Susanne einen Fiebersaft gegeben, aber der bloße Gedanke seine Schwester in diesem Zustand alleine zu lassen und einfach zur Probe des Krippenspiels zu gehen behagte ihm überhaupt nicht.
„Jetzt geh schon. Pfarrer Liebl braucht dich. Wir können nicht noch einen Mann entbehren und ihr müsst noch jemanden finden, der die Mutter Maria spielt.“ Beschwor sie ihren Bruder.
In diesem Moment ging die Haustüre der gemütlichen 4-Zimmerwohnung auf und ein schlanker Mann von etwa 25 Jahren und blondem, krausem Haaren betrat den Raum.
„Oh, du bist ja noch da“ stellte der Kerl verblüfft fest, zog Jacke und Stiefel aus und warf fröstelnd ein Stück Holz in den Kaminofen, ehe er sich davorstellte und seine Finger wärmte.
„Michael, sag ihm, er kann ruhig zur Probe gehen. Jetzt bist du ja da und passt auf mich auf.“ Beschwor Susanne den Fremden. Martin sah sie lange und abschätzend an. Nein, es gefiel ihm gar nicht sie hier alleine zu lassen, auch wenn jetzt sein Freund Michael auf sie aufpasste.
„Na, worauf wartest du noch, Sweet Heart. Hast du die Dame nicht gehört? Keine Sorge, ich werd mich gut um sie kümmern.“ Versicherte Michael, kam zu seinem Freund und gab ihm einen sanften Kuss.
„Na gut.“ Gab dieser schließlich nach, nahm ein kleines Büchlein vom Tisch und stapfte nach weiteren 10 Minuten, in seinen warmen Mantel eingepackt und die gefütterten Stiefel übergezogen, hinaus in den frisch gefallenen Schnee.

***

„Na endlich, wir dachten schon, du kommst gar nicht mehr.“ Begrüßte ihn Markus, als er ehrfürchtig die kleine Kirche ihres Stadtteils betrat, sich mit Weihwasser bekreuzigte und eine Verbeugung vor dem großen Altar machte.
„Susanne geht es schlechter. Michael ist bei ihr. Sie hat hohes Fieber.“ Berichtete Martin traurig.
„Der Herr segne sie und gebe ihr die Kraft bald wieder gesund zu werden, Amen.“ Betete Pfarrer Liebl und in sein Amen stimmten auch die anderen mit ein.
„Ich hab vorsorglich schon mal Flugblätter gedruckt und sie in einigen Läden ausgelegt. Nimm du auch welche und gib sie an deine Freunde weiter.“ Erklärte Philipp und wedelte mit einem Bündel Papiere vor Martins Gesicht herum. Er nahm ein paar davon, faltete sie und steckte sie in die letzte Seite seines Büchleins. Dann begann ohne große umschweife die Probe.

***

Zuhause angekommen, erwartete Michael ihn bereits.
„Wie geht es Susanne?“ fragte er ohne Umschweife nach dem kleinen Begrüßungskuss.
„Sie ist vor 2 Stunde noch mal aufgefiebert, aber ich hab ihr Medizin gegeben. Sie schläft gerade.“ Berichtete Michael.
„Gut.“ Sagte Martin traurig, spähte durch den Türspalt, den Michael vorsorglich offen gelassen hatte in ihr Zimmer und atmete schwer durch.
„Komm, Sweet Heart, es ist Zeit fürs Bett.“ Flüsterte Michael, zog Martin an der Hand in ihr eigenes Zimmer und machte sich daran dem Mann den Pullover über den Kopf zu ziehen. Gefolgt vom T-Shirt, der Hose und den Socken. Als er seinem Freund dann auch noch den engen Tanga klauen wollte, hielt Martin ihn zurück.
„Tut mir leid, aber mir ist gerade nicht danach. Bitte versteh mich.“ Flüsterte er.
„Verdammt, dir ist nie danach. Seit 3 Tagen hältst du mich schon hin.“ Fluchte Michael, zog Martin mit einem Ruck zu sich ins Bett und legte sich auf ihn.
„Michael, bitte. Ich mach mir große Sorgen um Susanne.“ Flehte Martin und küsste seinen Freund entschuldigend auf die Lippen.
„Morgen leg ich dich flach, ob dir danach ist oder nicht,“ lachte Michael, rollte von ihm herunter, zog seinen Freund enger zu sich und kuschelte sich an.
Es dauerte sehr lange, bis Martin an diesem Abend eingeschlafen war.

***

„Guten Morgen, Sweet Heart. Frühstück fertig.“ Flüsterte einen sanfte Stimme an Martins Ohr. Verschlafen blinzelte er seinen Freund an, ließ sich sanft wach küssen und gähnte herzhaft.
„Wie geht es ihr?“ fragte Martin.
„Sie schläft noch.“
„Gut.“ Er stand auf und folgte Michael ins Esszimmer, das gleichzeitig eine Art Rumpelkammer war, in der die vier Bewohner ihre Habseligkeiten in zwei großen Schränken verstauten, wenn sie sie gerade nicht brauchten.
Sie waren gerade mitten unterm Essen, als eine verschlafene Gestalt zur Tür hereintrottete und sich schwerfällig auf einem Stuhl niederließ.
„Guten Morgen, Susanne. Wie geht es dir? Möchtest du was essen?“ fragte Martin besorgt. Sie zitterte am ganzen Körper, ihre Hände, die sie vor sich auf die Tischplatte gelegt hatte, fuhren unruhig in abgehackten Bewegungen vor und zurück und der Ausdruck, der auf ihrem Gesicht lag, entsetzte ihren Bruder zutiefst.
„Tee.“ Quälte sie über ihre spröden Lippen, die unentwegt zitterten und das kleine Wort eher einem Krächzen gleich. Martin sprang auf, hob sie von ihrem Stuhl und trug sie so schnell er nur konnte aus dem Zimmer und in ihr eigenes. Sie war heiß, entsetzlich heiß und selbst unter der Decke wurde ihr ganzer Körper vom Schüttelfrost geschüttelt. Dann stürmte er in die Küche, holte den Waschlappen und das Handtuch vom Vortag und füllte in eine große Schüssel kaltes Wasser.
„Mir ist so kalt.“ Wimmerte sie, als Martin wiederkam und nun auch noch Fieberthermometer und Medizin dabei hatte.
Michael hatte unterdessen den gewünschten Tee gekocht und half schließlich bei den Wadenwickeln.

***

„Ich geh zur Probe, passt du auf Susanne auf?“ fragte Martin, nachdem er sich noch einmal vergewissert hatte, dass sie schlief.
„Hmm? Jo von mir aus, Sweet Heart und wenn du mir heute deinen Arsch versprichst.“ Grinste Michael, schnappte sich das Büchlein mit Martins Texten vom Theater und blätterte es auf, als würde ihn interessieren, was darin stand.
„Von mir aus und jetzt gib her.“ Schimpfte Martin, zog eine Grimasse, die mehr als deutlich ausdrückte, was er davon hielt und wollte nach den Notizen angeln, die ihm Michael gerade noch vor der Nase wegzog. Dabei fiel der kleine Stapel Papiere aus der letzten Seite und zog sofort die Aufmerksamkeit des Blonden auf sich.
„Was ist denn das?“ fragte er, während er es vom Boden aufhob.
„Wir brauchen einen Ersatz, die Jungs haben Flyers gedruckt und verteilt. Weißt was, du kennst sowieso mehr Leute, könntest du da nicht welche verteilen?“ und mit diesen Worten und einem geträllerten Danke, entriss Martin seinem Freund sein Büchlein und war noch ehe Michael etwas sagen konnte zur Haustüre hinaus. Kopfschüttelnd sah dieser seinem Freund nach, knipste den Fernseher an und legte sich auf die Couch zurück.

***

Als Martin wieder nach Hause kam, war es dunkel in der Wohnung. Auf sammet Pfoten schlich er in sein Zimmer, ging in die Hocke, wartete kurz und sprang dann mit einem riesigen Satz auf das bequeme Futon.
Verwirrt krabbelte er wieder heraus. Michael war nicht hier. Dann schaltete er doch das Licht an und durchsuchte Wohnzimmer, Esszimmer und Küche – ohne Erfolg. Die letzte Möglichkeit war Susannes Zimmer. Vielleicht hatte Michael sie wieder versorgen müssen und war dort eingeschlafen oder hatte sich vorsichtshalber in ihre Nähe gelegt um sie zu überwachen.
Vorsichtig schob er die Tür nach innen auf und versuchte seinen Inhalt durch das spärliche Licht des Flures zu erkennen. Dann hörte er Susannes erschöpftes Wimmern und Keuchen, überlegte einen Herzschlag und schaltete dann das Licht ein. Susanne lag zusammengerollt und schweißgebadet im Bett, geschüttelt vom Fieber und hochrotem Gesicht. Von Michael war immer noch keine Spur. Entsetzt wickelte er das Mädchen so gut er konnte in ihre Decke ein, hob sie auf die Arme, trug sie aus der Wohnung, den ersten Stock hinunter und zu seinem Auto. Dort legte er sie behutsam auf die Rücksitzbank und fuhr dann so schnell er konnte ins Krankenhaus.

***

„Wo bist du gewesen?“ fragte eine dunkle Stimme, als der Mann die Türe öffnete. Erschrocken knipste Michael das Licht an und gewahrte seinen Freund gegen Susannes Zimmertüre gelehnt, die Arme vor der Brust verschränkt und einem seltsamen Blitzen in den Augen.
„Ich war kurz bei einem Freund, was machst du denn schon hier? Ich dachte ihr probt bis 19 Uhr?“ fragte Michael vorsichtig.
„Kurz? Du warst 3 Stunden weg – so lange bin ich zumindest schon zuhause und ich will nicht wissen, wie lange es wirklich war.“ Erklärte Martin in sachlichem Ton – dem Ton, den er anschlug, wenn er sauer war. Michael wusste darum und umso mulmiger wurde ihm.
„Nagut, du hast ja recht, es tut mir auch leid. Wird nicht wieder vorkommen.“ Stotterte Michael.
„Da bin ich mir sicher. Ich bin kein Schwein, also, du hast 3 Monate Zeit dir eine neue Bude zu suchen. Da ist die Couch.“ Erklärte Martin, stieß sich von der Türe ab und ging in sein Zimmer.
„Sweet Heart, was soll das? Komm schon. Ich wollte nur ganz kurz weg und hab einfach die Zeit übersehen ... Wer soll denn nun auf Susanne aufpassen oder willst du die Proben schmeißen?“ versuchte Michael seinen Freund wieder zur Vernunft zu bringen und eilte ihm nach.
„Nenn mich nie wieder Sweet Heart und um Susanne brauchst du dir keine Sorgen mehr machen, sie ist in guten Händen – bessere als deine. Sie hat pfeiffrisches Drüsenfieber und ich hab sie ins Krankenhaus gebracht. 3 Monate, wenn du dann noch keine Bleibe hast, schmeiß ich dich samt deinen Sachen auf die Straße.“ Und mit diesen Worten zog Martin langsam die Türe zu.

***

Alex öffnete die Türe zu seiner Wohnung und sofort zog ihm ein leckerer Geruch in die Nase. Hmmmm, es gibt Braten, schwärmte er und ließ sich von dem köstlichen Duft führen. Als er die Küche erreichte, bot sich ihm noch ein viel leckerer Anblick. Er blieb im Sims stehen und ließ seine Blicke langsam von den blonden Engelslocken, die seinem Liebsten bis über den Nacken reichten, über den schlanken Rücken, hinunter zur hautengen Jeans wandern. Er blieb an den wohlgeformten Pobacken hängen und wunderte sich aufs neue, wie Gott ein solch absolut vollkommenes Wesen schaffen hat können und wie er in seinen Besitz gekommen war. Langsam schlich er näher und schloss seinen Liebsten von hinten in die Arme.
„Du bist ja schon zuhause, Gabriel.“ Wisperte er dem Jüngeren ins Ohr und drückte ihn an sich.
„Nenn mich nicht immer Gabriel, ist schon schlimm genug, wenn meine Eltern sich diesen bekloppten Namen aussuchen mussten.“ Knurrte dieser und schnitt weiter mit flinken Fingern die Gurke für den Salat klein.
„Er ist wunderschön und passt zu einem Engel.“ Schmeichelte Alex, kämmte Gabriels Haare mit den Fingern zur Seite und begann sanft dessen Nacken zu küssen, der empfindlichsten Stelle des Jungen, wie er wusste.
„Alex, ich muss kochen, mir brennt sonst noch was an.“ Schimpfte dieser und stieß seinen Freund mit einem eleganten Hüftschwung auf Abstand.
„Dann schalt einfach ab, wir machen ein wenig Liebe und dann kannst du weiterkochen.“ Raunte Alex und fuhr Gabriel zwischen die Beine.
„Im Gegensatz zu dir, habe ich heute noch überhaupt nichts gegessen. Such dir endlich Arbeit.“ Knurrte der jüngere.
„Na komm schon, ich bin ganz schnell fertig, Gab (gesprochen Gäb).“
„Boah, Alex, ich hab Hunger, außerdem hast du heute morgen schon bekommen. Kannst du nicht mal bis aufd Nacht warten?“ entgegnete Gab, legte nun das Messer endgültig aus der Hand und drehte sich zu seinem Freund um, um ihm die Leviten zu lesen und ihn aus der Küche zu werfen. Genau diesen Moment hatte Alex abgepasst, schulterte den Jüngeren, der so leicht, wie eine Feder war, trug ihn zum Esstisch und setzten ihn prompt drauf.
„Alex, verdammt. Wir können vielleicht später ficken.“ Schimpfte Gab und versuchte Alexs Hände, die sich an seiner Hose zu schaffen machten unter Kontrolle zu bringen. Er schaffte es schließlich auch, sprang vom Tisch und konnte zwei Schritte Abstand zwischen sie beide bringen.
„Alex, es reicht.“
„Meine Fresse, bist du prüde. Na schön, dann eben heute Abend.“ Und mit diesen Worten verschwand er aus der Küche. Erleichtert atmete Gab auf. Er liebte Alex, mehr als irgendetwas anderes, aber der Mann war eine einzige Sexbestie. Manchmal, dachte er, bestünde ihre ganze Beziehung nur noch aus Sex und Annäherungen, die dann wiederum auf Sex hinausliefen. Sogar bei ihren Ausflügen legte Alex gerne mal eine kleinen Pause ein, zog den Jungen mit sich hinter eine Hecke und ... Gab schreckte aus seinen Gedanken hoch. War er doch tatsächlich von den Erinnerungen erregt geworden. Er überlegte kurz, ob er Alex nachgehen sollte, verwarf den Gedanken dann aber wieder. Alex hatte einen Dämpfer verdient.
Dann erblickte er einen Stapel gelber Din A5 großer Blätter, der im Papierkorb lag. Neugierig angelte er sich ein Blatt und las aufmerksam die Zeilen.

***

„Was ist denn das?“ fragte er Alex, nachdem er mit Kochen fertig war und sie beide am Esstisch saßen.
„Hm? Flugblätter. Die suchen Leute fürs Theater.“ Murmelte sein Freund schmatzend.
„Meinst du, ich könnte da mitmachen? Ich wollte schon immer mal beim Theater mitmachen oder bei irgendeinen Aufführung. Ich hab ja jetzt Urlaub.“ Grübelte Gab in Gedanken versunken. Er war sich nicht so sicher, ob sein Freund damit einverstanden wäre, wenn er den Urlaub mit Theater statt mit ihm verbringen würde.
„Ruf an und frag nach.“ Pflichtete Alex plötzlich begeistert bei, sprang auf und holte das schnurlose Telefon. Irgendetwas störte Gab an seinem Verhalten, aber er konnte nicht sagen, woran es lag. Trotzdem wählte er die Nummer, sprach kurz mit dem Mann am anderen Ende der Leitung und legte dann grinsend auf.
„Ich soll in ner halben Stunde in der Kirche sein, dann werden wirs schon sehen.“ Lachte er, schlang sein Essen hinunter und machte sich auch gleich auf den Weg.

***

„Hallo Martin, gut, dass du kommen konntest , gerade hat sich einer gemeldet. Endlich. Er müsste jeden Moment da sein.“ Begrüßte Daniel ihn, als er die Kirche betreten und alle Ritualien vollzogen hatte.
„Eine Frau?“ fragte er nach. Er war nicht sicher, ob er das ‚er’ richtig verstanden hatte.
„Nein, ein Kerl. Besser als nichts. Vielleicht können wir ihm ja eine Perücke überziehen und vorne ein wenig ausstopfen.“ Lachte Philipp. In diesem Moment ging die schwere Kirchentüre erneut auf. Alle Augen richteten sich gespannt auf den Ankömmling.
Mittellange, gelockte Haare, feminine Züge, ca. 25 Jahre alt und ein nervöses Lächeln auf den Lippen. Der Mann kam zögernd auf die kleine Gruppe zu.
„Hallo, ich bin Gab und wegen dem Krippenspiel hier.“ Stotterte er. Alle starrten ihn verwundert an, keiner sagte auch nur ein Wort und langsam wurde es Gab unangenehm. Er zweifelte, dass es eine gute Idee gewesen war, doch dann erwachte Martin aus seiner Starre und schüttelte begeistert seine Hand.
„Willkommen im Team, das sind Markus, Daniel und Philipp. Pfarrer Liebl und ich bin Martin.“ Begrüßte er ihn.
„Ähm, wollt ihn nicht erst testen, ob ich überhaupt Schauspielern kann?“ fragte Gab verwirrt.
„Du kannst reden. Das muss uns reichen. Weißt du, unsere Jungfrau Maria ist schwer krank geworden und seit wir vor einer Woche die Zettel verteilt hatten, hat sich noch keiner gemeldet. Aber du bist ein perfekter Ersatz.“ Erklärte Martin die Lage.
„Soll das etwa heißen, ich sehe aus wie eine Tunte?“ empörte sich Gab.
„Nein, aber du bist schmal und hast lange Haare. Ein bisschen weiblich. Sorry, das war überhaupt nicht böse gemeint. Wir sind nur echt verzweifelt und ein Krippenspiel ohne eine Jungfrau Maria, gibts leider nicht.“
Gab überlegte kurz. Er hätte dem Kerl am liebsten den Kopf von den Schultern gerissen oder ihm eine geknallt für diese Aussage. Er hasste es auf seine weiblichen Züge angesprochen zu werden, aber er hatte das komische Gefühl, dass Martin es sehr ernst meinte.
„Nagut.“ Sagte er schließlich noch immer etwas übellaunig.
„Super, dann noch mal herzlich willkommen. Wir treffen uns täglich von 16 Uhr – 19 Uhr und am Wochenende von 10 Uhr bis 19 Uhr. Weiß nicht, obs mit deiner Arbeit klappt, sonst müssen wir das noch irgendwie verschieben. Für Essen ist dann auch gesorgt.“ Erklärte Martin.
„Kein Problem, ich hab ab Montag Urlaub und mein Freund hat auch nichts dagegen.“ Entsetzt biss er sich auf die Lippen. Er wollte eigentlich nicht sagen, dass er schwul war, hatte er doch schon genug Schwierigkeiten deswegen bekommen.
„Na dann hast du ja freie Bahn.“ Lachte Martin und klopfte ihm auf die Schulter.
„Ihr habt nichts gegen Schwule?“ fragte Gab verblüfft und biss sich erneut auf die Lippen. Verdammt, vielleicht hatten sie das ‚Freund’ einfach nur überhört und er musste sie direkt mit der Nase darauf stoßen.
„Im Gegenteil, sonst müssten wir Martin auch rauswerfen.“ Rief Philipp und alle lachten.

***

„Na, wie wars?“ fragte Alex, als er seinen Freund durch die Türe kommen hörte.
„Schön. Haben nicht mal was gegen Schwule. Martin ist selbst schwul.“ Berichtete Gab begeistert und setzten sich zu seinem Liebsten auf die Couch. Sie hatten ihm das Stück erklärt und eine kleine Probe mit Skript gespielt. Alles war sehr locker über die Bühne gegangen und die Tatsache, dass er eine Frau spielen sollte, störte ihn schon gar nicht mehr.
„Na, dann können wir ja gleich loslegen.“ Lachte Alex, angelte nach Gabs Fuß und zog ihn mit einem festen Ruck zu sich. Dann krabbelte er über ihn und fuhr ihm mit den Händen unter den Pullover.
„Alex, nicht. ... Ich muss noch den Text lernen, wir üben morgen früh.“ Stotterte Gab überrumpelt und rappelte sich wieder auf.
„Soll das heißen, ich krieg jetzt keinen Sex?“ empörte sich Alex.
„Später, wenn wir ins Bett gehen, OK?“ lachte Gab und trollte sich dann ins Schlafzimmer.

***

Sanft streichelten zwei zärtliche Hände über seinen Bauch und holten ihn zärtlich aus dem wirren Traum. Genießend lies Gab die Finger tiefer rutschen. Er liebte diese morgendlichen Spielchen. Dann merkte er, wie Alex sich über ihn beugte, in auf den Rücken drehte und in einen zärtlichen Kuss zog. Seine Finger waren überall zugleich und so geschickt. Langsam regte sich in Gab die Lust. Er seufzte hörbar gegen Alex Lippen, als dieser seine Männlichkeit in die Hand nahm und gab sich ihm ganz hin.

***

„Ich geh dann, bis heute Abend.“ Rief Gab.
„Wie Abend? Und was ist mit Essen?“ fragte Alex überrascht. „Und mit dem Mittagssex?“ fügte er hinzu.
„Du wirst auch ohne mich zurechtkommen.“ Und mit diesen Worten war Gab zur Haustüre hinaus.

***

So ging das weitere 5 Tage lang. Das Team hatte beschlossen auch an den Wochentagen den ganzen Tag zu proben und bereits übermorgen war es soweit. Der 24te stand vor der Türe.
Sie hatten neben den Proben auch einiges an Deko gebastelt, denn leider zählte Pfarrer Liebls Kirche zu den ärmeren. Not machte eben erfinderisch und es stellte sich heraus, dass Gab mit nur wenigen Handgriffen Wunder vollbringen konnte.
„Machen wir für heute Schluß. Den Rest schaffen wir morgen schon noch.“ Sagte Martin und ließ sich erschöpft auf einer Bank wieder. Sie hatten gerade den großen Christbaum aufgestellt und waren alle außer Puste. Keiner hatte also etwas dagegen.

***

Als Gab nach Hause kam, hörte er schon auf dem Flur vor ihrer Wohnung seltsame Geräusche. Er steckte den Schlüssel schnell ins Schloss und stürmte alarmiert in die Wohnung. Irgendetwas war mit Alex geschehen – es waren eindeutig Schreie. Er rannte in ihr Schlafzimmer und blieb entsetzt stehen.
Vor ihm, etwa 3 Schritte entfernt, auf dem Bett kniete ein wildfremder Kerl auf allen vieren und hinter ihm stand sein Freund Alex. Nackt und mittendrin.
Alex hielt sofort inne, als er den Jungen erblickte.
„Gab, scheiße, was machst du schon hier?“ flüsterte er.
„Was ICH hier mache? Verdammt, was machst DU hier!?“ schrie Gab wütend, drehte sich um und rannte ins Wohnzimmer. Alex folgte ihm und streite sich noch auf dem Weg seine Boxershorts über.
„Gab, bitte, beruhige dich. Es ist echt nicht so, wie du glaubst.“ Redete er auf den Jungen ein.
„So, ich hab also nicht gerade gesehen, wie du diesen Kerl da in den Arsch fickst? Wie lang geht das schon so dahin?“ fuhr Gab ihn an.
„Komm schon, Gab, wir setzen uns erstmal hin und reden in aller Ruhe …“ fing Alex erneut an.
„Wie lange … wie lange, Alex.“ Knurrte Gab.
„Knapp 2 Monate.“
„2 Monate … Großer Gott und ich hab nichts davon mitgekriegt.“ Flüsterte Gab ungläubig. Er hatte aufgehört den Wohnzimmerschrank zu durchsuchen und starrte seinen Freund an.
„Es tut mir leid. Ich wollte es eigentlich gar nicht, aber wir hatten immer weniger Sex. Du weißt, ich brauch meinen Sex.“ Erklärte Alex.
„Wenig Sex??? Wir ficken täglich 2 Mal und am Wochenende sogar 3 oder 4 Mal. Ich habs dir das letzte Mal gesagt. Erwische ich dich noch einmal mit einem anderen, ist es aus.“ Und mit diesen Worten zog Gab aus der Schublade des großen Wohnzimmerschranks endlich seine Sporttasche, die er gesucht hatte und stapfte wutschnaubend wieder zurück ins Schlafzimmer.
Der andere Kerl hatte sich mittlerweile fast angezogen und knöpfte gerade seine Jeans zu, als der Junge durch die Türe kam.
„Was tust du da?“ fragte Alex seinen Freund, als dieser nun den Schlafzimmerschrank aufriss und begann seine Klamotten in die Tasche zu stopfen.
„Ich hau ab. Keinen Bock mehr länger deine Fresse zu sehen.“
Als der Junge an Alex vorbeistürmen wollte, packte er diesen und drückte ihn unsanft gegen die Wand. Die Arme fixierte er rechts und links gegen die Wand, stellte den Fuß zwischen dessen Beine und drückte ihm einen intensiven Kuss auf die Lippen.
Gab wehrte sich nach Leibeskräften und versuchte sich loszureißen, aber er hatte gegen Alex noch nie eine Chance gehabt. Er beruhigte sich und ließ die zärtliche Zunge gewähren. Ja, er küsste sogar mit. Schwer atmend trennten sie sich wieder.
„Ich versprech dir, es wird nie wieder vorkommen.“ Flüsterte ihm Alex ins Ohr und es geschah etwas Unfassbares. Gab entspannte sich vollkommen in seinen Armen und küsste ihn nun seinerseits zärtlich auf die Lippen. Auch Alex entspannte sich.
„Da bin ich mir absolut sicher.“ Flüsterte Gab und zog mit einem schneller Ruck das Knie zwischen Alex Beinen hoch. Dieser schrie vor lauter Schmerzen auf, krümmte sich und sackte langsam zu Boden. Gab packte seinen Tasche, verabschiedete sich mit einem ‚Rühr mich nie wieder an.’ von seinem Freund und verschwand dann durch die Türe.

***

„25 Euro pro Nacht Halbpension.“ Sagte die Servicekraft. Gab stutzte. Er hatte natürlich soviel Geld dabei – weitaus mehr – aber wenn er daran dachte, dass er auch noch sich selbst nach dem Krippenspiel versorgen musste und es noch über eine Woche bis zum 1. waren, musste er sich morgen etwas anderes einfallen lassen.
„Ich bleibe eine Nacht.“ Sagte er und erhielt darauf die Schlüssel.
Im Zimmer angekommen, viel endlich alle Fassade von ihm ab. Heiße Tränen rannen über seine Wangen. 8 Jahre. 8 lange Jahre für die Katz. Alex war ihm in dieser Zeit bereits 2 Mal Fremd gegangen und immer wieder hatte er ihm verziehen.
Jetzt wusste er auch, warum Alex nichts dagegen gehabt hatte und sogar noch dazu begeistert von der Idee mit dem Theater war.
2 Monate. Er ließ sich erschöpft auf das Bett sinken. Er fühlte einen stechenden Schmerz in seinem Herzen, als hätte irgendwer – Alex – ihm ein Messer hineingerammt und drehte es unaufhaltsam immer weiter. Alles war so offensichtlich gewesen. Die Besuche bei ‚Freunden’, die Gleichgültigkeit – oder sogar Fröhlichkeit – wenn er mal länger arbeiten hatte müssen, … Verdammt, er war einfach zu naiv.
Ein weiterer Heulkrampf schüttelte seinen Körper. Er wollte nicht mehr leben, er hatte alles so satt, aber diese Genugtuung würde er dem Schicksal nicht geben. Nach endlosen Tränen schlief er schließlich erschöpft ein.

***

Als er aufwachte, war es bereits hell. Entsetzt schreckte er hoch. Er hatte verschlafen. Natürlich hatte er das. Normalerweise hätte ihn auch Alex … er unterbrach seine Gedanken. Er hatte jetzt keine Zeit über DAS nachzudenken. Entsetzt stellte er fest, dass es bereits kurz vor Mittag war.
Er sprang schnell aus dem Bett, die Klamotten hatte er gestern gar nicht ausgezogen, packte seine Sachen und ging hinunter zur Rezeption. Er zahlte das Zimmer und machte sich dann auf den Weg zur Kirche.

***

„Bist ja ganz schön spät dran!“ rief Philipp dem Zuspätkommer zu, als dieser die Kirche betrat.
„Tut mir leid, ich hab verschlafen.“ Stotterte Gab. Er war immer noch schlaftrunken. Er ging zur Toilette und wusch sich das Gesicht mit kaltem Wasser. Dann konnte die Generalprobe starten.

***

„Wir treffen uns morgen.“ Sagte Martin knapp, als sie am Abend alle Vorkehrungen abgeschlossen hatten. „Schlaft euch gut aus und wir treffen uns um 16 Uhr hier.“

***

Gab ließ sich erschöpft auf die Matratze sinken, die ihm Bruder Thomas zugewiesen hatte. Er war den Rest des Tages durch die Straßen geirrt und hatte versucht eine billige Unterkunft zu ergattern – ohne Erfolg. Seine letzte Zuflucht war ein Haus für Bettler, das von einem nahen Kloster geleitet wurde. Er legte sich auf die muffige Matratze und schloss die Augen. Natürlich hätte er jederzeit zu Alex in die Wohnung gekonnt – zahlte er doch die halbe Miete, aber schon alleine die Vorstellung ihn wiederzusehen, drehte ihm den Magen um. Nein, entschloss er. Irgendwie würde es schon gehen.
Titel: Krippenspiel
Teil: 2
Autor: Schmusetuch
Email: [email protected]
Genre: Weihnachten, M/M (yaoi), Reale Welt
Bewertung: Ohne Altersbeschränkung
Warnung: Zucker
Inhalt: Die Besetzung der Jungfrau Maria wird krank und so muss dringend Ersatz her.

Pfarrer Liebl: "Es begab sich zu jener Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Unser erster Schauplatz ist Nazareth, der Heimat von Josef und Maria, vor über 2000 Jahren."
Markus, Gab und Daniel betraten, als Bürger verkleidet, die Bühne, gefolgt von Martin als Josef. Gleichzeitig kam Philipp als römischer Herold von der anderen Seite.
Herold (Philipp, laut und gebietend): "Im Namen des Kaisers! Hört den Befehl eures Herrschers: Kaiser Augustus braucht für die Verteidigung unseres Landes viel Geld, doch es ist nicht ganz gewiss, ob auch jeder Bürger brav seine Steuern entrichtet. Daher soll nun jeder gezählt werden. Ob Mann, ob Frau oder Kind. Ein Jeder soll in die Stadt seiner Urahnen gehen und sich zählen lassen. Und wer sich weigert dem Kaiser seine Märker zu geben ‚Murks’“, Philipp zog seine Hand wie ein Messer an seinem Hals vorbei, “ Nun geht und zieht in die Stadt eurer Urahnen.“
Bürger 2 (Gab): „Die spinnen, die Römer!“
Herold (Philipp, böse): "Was war das???!!!"
Bürger 2 (Gab): "Nichts, nichts. Dann gehe ich jetzt in die Stadt meiner Urahnen."
Gab trat langsam von der Bühne und zog sich dann um.
Bürger 3 (Daniel, schimpft): "Der will doch nur unsere Märker!"
Herold (Philipp, droht): "Hey, du willst wohl die Konsequenzen spüren."
Philipp machte die ‚Murks’-Bewegung erneut.
Bürger 3 (Daniel, mürrisch): "Nein, nein. Ich geh ja schon in die Stadt meiner Urahnen.“
Daniel ging ab und auch Philipp verließ auf der anderen Seite die Bühne. Sie machten sich bereit für den Umbau der Bühne.
Bürger 1 (Markus): "Hey Josef, hast du das gehört?"
Josef (Martin): „Ja, schlimm, aber uns wird nichts anderes übrig bleiben. Du hast es ja selbst gehört. ‚Murks’.“ Martin machte die Bewegung.
Bürger 1 (Markus): "Wo müsst ihr denn hin?"
Josef (Martin): "Nach Bethlehem. Ich bin Abstamme vom große König David. Und der kam aus Bethlehem. Zuerst muss ich aber zu Maria."
Bürger 1 (Markus):   "Na dann – Friede sei mit dir."
Josef (Martin): "Friede sei auch mit dir, mein Freund."
Nur verließ auch Markus die Bühne und half den anderen bei den Vorbereitungen.
Josef (Martin): "Ohje, was soll ich nur machen. Meine Frau ist schwanger und nun sollen wir eine solch lange und entbehrliche Reise machen?" Und mit diesem Satz ging schließlich auch Martin ab.

***

Pfarrer Liebl: „Josef geht nach Hause und grübelt vor sich hin. Auf dem Hof von Marias Familie ist seine Frau und putzt.“
Josef (Matrin, traurig): "Maria, hör auf zu putzen, wir müssen reden."
Maria (Gab): „Warum? Was ist denn los, Josef?“
Josef (Martin):„Kaiser August befiehlt allen Bürgen sich zählen zu lassen. Wir alle müssen uns in die Steuerlisten eintragen. Leider liegt unsere nicht in Nazareth und so müssen wir in die Stadt meiner Urahnen reisen.“
Gab warf den Putzlumpen wütend auf den Boden.
Maria (Gab): „Oh, diese Römer! Alles nehmen sie uns weg. Hab und Gut und Haus und Hof. (sanfter) Doch meinem Baby „ er streichelte über das kleine Kissen, das er sich unter das Kleid gesteckt hatte“ soll nichts geschehen. Josef, es bleibt uns nichts anderes übrig, wir müssen gehen. Aber wohin?“
Josef (Martin): "Nach Bethlehem."
Maria (Gab): "Durch die Wüste?"
Josef (Martin): "Sonst machen sie ... " Martin machte die ‚Murks’-Bewegung.
Maria (Gab, seufzt): "So lass uns geh'n."
Josef (Martin, seufzt): "So lass uns denn geh'n."
Martin und Gab gingen von der Bühne ab und die Umbauten für die nächste Szene begannen. Als Überleitung stimmten Pfarrer Liebl und der Kirchchor das Lied ‚Maria durch ein Dornwald’ ging an.
 
***

Das Team hatte während ihren Proben 3 Häuserattrappen (je eine große Holzplatte mit 2 Stützen) und einen provisorischen Stall gebaut und diese stellten sie nun der Reihe nach auf.
Pfarrer Liebl: „Wir befinden uns nun in Bethlehem. Josef und Maria waren weit gegangen und furchtbar erschöpft. Außerdem konnte das Baby jeden Augenblick kommen. Sie gingen also von Gasthaus zu Gasthaus und baten um Herberge.“
Maria (Gab): "Da vorne ist ein Gasthaus. Auf dem Schild steht ‚Zum goldenen Esel.“
Martin klopfte gegen das Holz und Philpp trat heraus.
Wirt 1 (Philipp): "Wer seid ihr?"
Josef (Martin): "Wir sind zwei Wandersleute. Wir kommen vom fernen Nazareth. Können wir bei euch übernachten?"
Wirt 1 (Philipp): "Nein, nein, nein, nein! Alle meine Betten sind voll. Alle kommen sie wegen der Zählung. Verschwindet!"
Philipp verschwand wieder im Haus und Martin und Gab gingen zum nächsten.
Maria (Gab): “Josef, sieh ‚Herberge zum gütigen Herrn’. Dort werden wir sicher unterkommen.“
Martin klopfte gegen das Haus und Markus trat heraus.
Wirt 2 (Markus): "Was wollt ihr hier? Es ist schon spät!"
Josef (Martin): "Meine Frau ist schwanger. Bitte lasst uns ein. Wir brauchen nur ein Bett."
Wirt 2 (Markus): "Nein, nein, nein, nein! Ein Kind ist laut und weckt mir die Gäste auf. Verschwindet!"
Markus verschwand wieder im Haus und Martin und Gab gingen zum letzten.
Josef (Martin): "Maria, das ist das letzte Gasthaus. Wenn sie uns nicht helfen, bin ich ratlos. ‚Gasthof zum geteilten Brot’ das hört sich gut an."
Martin klopfte gegen das Holz und Daniel trat heraus.
Wirt 3 (Daniel): „Wer seid ihr und was wollt ihr?“
Maria (Gab): „Herr Wirt, bitte helft uns. Wir sind weit gereist und brauchen ein Bett. Vielleicht noch Wasser und ein Stück trockenes Brot. Und wenn kein Bett mehr frei ist, so schlafen wir auch im Stall.“
Josef (Martin): "Bitte, Herr Wirt, meine Frau ist schwanger."
Wirt 3 (Daniel, gütig): "Ich habe leider kein Bett mehr frei, doch wenn euch mein Stall genügt, so will ich ihn euch gerne zum schlafen lassen.“
Daniel führte die beiden durch die Türe des dritten Häuschens zum Stall. Dort standen Brot, ein Krug Wasser und ein Laken, in dem bereits das Jesuskindlein lag.
Pfarrer Liebl: "Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge."
Dann stimmte er das Lied ‚Es ist ein Ros entsprungen’ an, während die anderen die 3 Häuschen von der Bühne trugen.

***

Der Stall war immer noch rechts aufgebaut und nun mit einem dunklen Vorhang verhangen worden. Gab hatte sich von seinen Kollegen zu einer weiteren Rolle überreden lassen und war nun in sein Kostüm geschlüpft. Außerdem hatten sie die Frauen vom Chor auf die Bühne geholt und ihnen ebenfalls Kostüme gegeben. Dann, als das Lied fast zu ende war, traten Philipp, Daniel und Markus hinaus. Das Licht wurde gedimmt.
Pfarrer Liebl: „Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden. Die hüteten des Nachts ihre Herde.“
Hirte 1 (Philipp): "Oh, ist mir kalt."
Hirte 2 (Markus): "Pass lieber auf, dass uns die Schafe nicht weglaufen, sonst müssen wir noch für ihren Verlust aufkommen. Es reicht sowieso schon kaum zum leben."
Die Chorleiterin, die oben auf der Chorebene geblieben war, richtete einen Lichtkegel vor die drei Hirten.
Hirte 3 (Daniel): "Was ist denn das?“
Gab trat in den Lichtkegel, gehüllt in ein seidenes Kleid und zwei großen Flügel auf dem Rücken.
Erzengel  (Gab, beruhigend): „Fürchtet euch nicht!“
Dann sangen die Chormitglieder die ersten 3 Strophen des Liedes ‚Vom Himmel hoch, da komm ich her’, in dem die Frohe Botschaft verkündet wurde. Danach trat Gab wieder aus dem Licht, der Chor verließ die Bühne und sang laut ‚Kommet ihr Hirten’.
Hirte 1 (Philipp): "Habt ihr gehört? Gottes Sohn ist geboren worden."
Hirte 2 (Markus): "Ja, in Bethlehems Stall!"
Hirte 3 (Daniel): "Lasst uns zu ihm gehen, auf liebe Freunde, auf liebe Schäfchen, nach Bethlehem!"
Sie zogen zum Stall, während der Chor ein Schlaflied für das Jesukindlein sang. In der Zwischenzeit hatte Markus ein weiteres Häuschen am rechten Rand bereitgestellt und den Vorhang vom Stall genommen.
Philipp, Markus und Daniel knieten vor der Krippe nieder und beteten das Kind an, bis der Chor das Lied zu Ende gesungen hatte. Auch Gab war wieder als Maria zur Krippe gekommen. Die drei standen schließlich auf und wandten sich zum Publikum.
Hirte 1 (Philipp): "Der Engel hat es uns aufgetragen."        
Hirte 2 (Markus): "Und wir haben es mit eigenen Augen gesehen."
Hirte 3 (Daniel): "Kommt, lasst es uns allen weitersagen."
Dann zogen sie von der Bühne ab, während der Chor ‚Herbei, o ihr Gläubigen’ sang.

***

Philipp, Markus und Daniel kamen schließlich als ‚Heilige Könige’ verkleidet auf die Bühne.
Pfarrer Liebl: „Ein Stern führte drei Weise aus dem Osten. Sie hatten von dem neuen König gehört und wollten ihn reich beschenken.“
Kaspar (Philipp): „Ich glaube, es geht hier entlang.“
Melchior (Markus): "Glaubt ihr wirklich?"
Balthasar (Daniel): "Aber sicher Melchior. So steht es in unseren Schriften:
’Der große Königsstern erschien am Himmel, hoch, im Westen
Der Stern, so leuchtend wie noch nie, verspricht von den Königen den Besten.’"
Sie gingen weiter.
Melchior (Markus): "Vielleicht haben sich die Schriften geirrt? Oder wir haben sie falsch gedeutet?"
Balthasar (Daniel): "Das ist möglich. Wir werden es wohl erst wissen, wenn wir angekommen sind. Lasst uns hoffen, dass wir uns nicht geirrt haben."
Sie gingen weiter.
Melchior (Markus): "Wir sind bereits in Israel und bald am Mittelmeer. Wollt ihr dann immer noch weiter nach Westen ziehen?"
Balthasar (Daniel): "Keine Sorge, ich bin mir sicher, dass wir den König bald finden. Erinnere dich an die Schrift: ‚Der Stern der so leuchtend am Himmel stand, gehörte zum König, der Heiland genannt. Der rettet die Welt, die am Abgrund stand.’"
Sie gingen weiter.
Kaspar (Philipp): "Seht, dort steht ein Palast. In solch einem prächtigen Haus muss er wohnen."
Sie klopften an das Holz und Gab trat als Römer verkleidet heraus.
Römer (Gab): "Wer da?"
Die drei Weisen:
"Wir sind drei Weise vom Morgenland
und haben am leuchtenden Stern erkannt,
dass der König geboren ist; Christus genannt."
Gab drehte sich zum Haus um und rief hinein.
Römer (Gab): "Herodes! Da draußen stehen drei ‚Weise aus dem Morgenland’ und bitten um eine Audienz bei euch!"
Martin trat als König verkleidet heraus.
Herodes (Martin): "Da bin ich!!!"
Philipp, Markus und Daniel sahen sich verwirrt an.
Herodes (Martin): "Sprecht! Was wollt ihr?"
Kaspar (Philipp): "Wir suchen den König!"
Herodes (Martin): "Der bin ich!"
Kaspar (Philipp): "Das ist unmöglich.“
Melchior (Markus): "Der König ist ein Baby, gerade erst geboren."
Herodes (Martin): "Was?! Ein neuer König ist gerade erst geboren? Das ist unmöglich, ICH bin der König. (leiser, zu sich selbst) Wer König werden will, der muss es erst mit mir aufnehmen. Ich habe ja schließlich schon andere erledigt! (betont freundlich und hinterlistig) Liebe Freunde aus dem Morgenland. Leider weiß ich nicht, wo der König geboren ist, sonst wäre ich ja schon lääängst da gewesen und hätte ihn verehrt. Aber wenn ihr ihn gefunden habt, sagt mir doch bitte, wo er ist, (leise, zu sich selbst) damit ich ihn töten kann. (laut, zu den anderen) damit ich ihn verehren kann.“
Melchior (Markus): "Vielen Dank."
Gab und Martin gingen wieder in den Palast zurück und Philipp, Daniel und Markus zogen weiter. Die Chorleiterin schaltete wieder den Scheinwerfer an, richtete ihn aber diesmal nicht auf die Bühne sondern das große Jesuskreuz hinter dem Altar.
Balthasar (Daniel): "Seht, der Stern!"
Sie gingen weiter zum Stall und der Chor sang die ersten drei Strophen von ‚Stern über Bethlehem’, während Martin und Gab sich umzogen.

***

Pfarrer Liebl: „Schließlich kamen die drei Weisen am Stall an.“
Markus, Philipp und Daniel traten vor Gab und Martin.
Kaspar (Philipp): "Wir sind drei Weise vom Morgenland..."
Melchior (Markus): "... und haben am leuchtenden Stern erkannt, ..."
Balthasar (Daniel): "... dass der König geboren ist, Christus genannt."
Sie knieten vor der Krippe nieder und legten ihre Geschenke davor.
Kaspar (Philipp): "Gold als Zeichen für Macht auf dem Thron, der allein dir gebührt, dem Gottes-Sohn."
Melchior (Markus): "Weihrauch als Zeichen für Gotteshuld. Wir bitten dich: Hab mit den Sündern Geduld."
Balthasar (Daniel): "Aus Myrrhe wird Balsam. Sie riecht auch sehr gut. Doch Myrrhe hat Dornen. Du brauchst sehr viel Mut."
Alle drei: „Doch vor allem schenken wir dir unsre Herzen; die glühen vor Freude wie ein Baum voller Kerzen.“
Pfarrer Liebl: "Und Gott befahl ihnen im Traum, dass sie nicht wieder zu Herodes zurückkehren sollten. Und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land." Mit diesen Worten setzte der Chor zur 4. Strophe von ‚Stern über Bethlehem’ an, die Schauspieler versammelten sich auf ihrer provisorischen Bühne und verbeugten sich.

***

„Der Segen des allmächtigen und barmherzigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. Amen.“ Beendete Pfarrer Liebl schließlich den Gottesdienst.
„Ich möchte mich noch einmal bei unserem Theaterteam bedanken, das es geschafft hat, das Krippenspiel mit nur 5 Personen aufzuführen und das, die Kirche so wundervoll geschmückt hat. Außerdem möchte ich mich bei unserem Kirchenchor für seine wunderschöne Untermalung bedanken. Ohne euch alle wäre dieses Weihnachten nicht so wunderschön geworden.“ Fügte er hinzu und klatschte laut Beifall. Es dauerte keine Sekunde, da war das ganze Gotteshaus, das sonst so ruhig und ehrfürchtig war, voll vom Applaus der vielen Zuschauer.

***

„Ihr wart spitze!“ rief eine begeisterte Frauenstimme in das kleine Zimmer neben dem Altar. Das Team verstaute gerade noch die letzten Requisiten des Stücks.
„Danke Susanne.“ Sagten Daniel, Markus und Philipp, dann verabschiedeten sie sich von den beiden und gingen an ihrem Freund, der an der Türe des Zimmers stehengeblieben war, hinaus. Gab hatte sich seit ihrer Aufführung im Hintergrund gehalten und so, wie alle mit ihrer Festtagslaune und die Freunde auf das bevorstehende Festtagsessen beschäftigt waren, hatte ihn auch niemand wirklich beachtet. Natürlich hatten sich alle ‚Fröhliche Weihnachten’ gewünscht, aber das war ja auch nur eine Floskel.
Er packte seine Tasche und ging zur Türe hinaus in den großen Kirchensaal.
„Hey Gab, können wir dich mitnehmen?“ fragte plötzlich eine sehr vertraute Stimme. Er drehte sich zu ihr herum und erblickte die drei hinter sich.
„Nein, danke.“ Sagte er schnell und ging dann weiter.
„Ach komm schon. Ist verdammt weit bis zu dir und es fahren kaum Busse.“ Sagte Martin, legte den Arm über die Schultern des Jungen und zog ihn mit sich zur Kirchentüre hinaus.
„Das ist echt nicht nötig.“ Widersprach Gab. Er hatte niemandem von seinem Streit und seiner derzeitigen Bleibe erzählt und er wollte es auch jetzt nicht tun.
„Ach komm, es ist Weihnachten.“ Sagte Susanne und schubste ihn dann in die offenstehende Beifahrertüre. Martin warf die Tasche in den Kofferraum und dann stiegen alle ein. Verdammt, was sollte er jetzt machen. Tja, sich einfach bis zur Haustüre fahren lassen und dann warten bis sie um die nächste Ecke gebogen waren. Leider musste er dann wieder durch die halbe Stadt laufen, bis er an dem Bettlerhaus ankommen würde.
„So, wir sind da. Frohe Weihnachten und feiert schön.“ Lachte Martin und hielt direkt vor dem Wohnblock.
„Ja, fröhliche Weihnachten“ sagte auch Gab, holte seine Tasche und stelle sich dann vor die Treppe.
„Willst du nicht rein gehen?“ fragte Martin plötzlich. Gab zuckte nervös zusammen. Verdammt, sein Plan drohte zu scheitern. Er brauchte eine gute Ausrede.
„Ähm, ich wollte euch noch hinterher winken.“ Sagte er und schollt sich selbst einen Idioten. Das war sie also, seine gute Ausrede.
Martin stieg aus und kam auf den Jungen zu. Er sah ihn mit einer Mischung aus Tadel und Sorge an – so wie man ein Kind ansah, wenn man genau wusste, dass es gelogen hatte.
„Was ist los?“ fragte Martin schließlich.
„Nichts, alles bestens.“ Sagte Gab. Es würde nicht mehr lange dauern, bis seine Fassade komplett zusammenbrechen würde.
„Warum schleppst du dann seit zwei Tagen eine Sporttasche mit einem Haufen Klamotten mit dir herum? Hat dich dein Freund rausgeworfen?“ fragte Martin und wieder zuckte Gab wie unter einem Peitschenhieb zusammen.
„Nein, ich … ach was soll’s, hat jetzt eh keinen Sinn mehr zu lügen. … Ich hab ihn mit einem anderen Kerl im Bett erwischt und bin abgehauen.“ Erklärte Gab schließlich.
„Und wo schläfst du jetzt?“ bohrte Martin weiter.
„Bei einem Freund.“ Log Gab und Martin zog die Augenbraue hoch. „Schon gut, ich schlaf in so einem Pennerhaus.“ Gab der Junge schließlich zu.
„Wenn du möchtest, kannst du bei uns bleiben, bis du eine andere Wohnung hast.“ Mischte sich Susanne ein.
„Aber …“ er brach ab. Tränen rollten ihm über die Wangen und seine Beine drohten einzuknicken. Noch nie in seinem Leben hatte er so viel Nächstenliebe erfahren.

***

„Lieber Herr, bitte segne diese Gaben und speise die, denen es nicht so gut, wie uns geht. Amen.“ Betete Susanne, dann wurde der Braten angeschnitten. Gab bekam gleich das erste Stück.
„Für wen ist eigentlich der übrige Teller? Ich dachte, dein Freund wäre gestern ausgezogen.“ Fragte Gab leise.
„Der ist für einen unerwarteten Gast. Was Michael angeht, ja, der ist scheinbar bei einem Freund untergekommen. Bin froh, dass ich ihn nicht mehr jeden Tag sehen muss.“ Erklärte Martin.

***

„Gute Nacht ihr beiden.“ Rief Susanne von ihrer Zimmertüre aus.
„Gute Nacht und treibt es nicht zu bunt. Ich hab keine Lust jetzt schon Onkel zu werden.“ Lachte Martin und ließ sich mit seiner heißen Schokolade auf die Couch gegenüber Gab nieder.
„Warum hast du dich eigentlich mit Michael gestritten?“ fragte Gab zögernd, nur um überhaupt etwas zu sagen.
„Susanne hatte hohes Fieber und ich habe ihn gebeten auf sie aufzupassen, während ich bei den Proben war. Als ich dann überraschenderweise früher nach Hause gekommen bin, war er weg und Susanne mit hohem Fieber im Bett.“ Erzählte Martin.
„Warum hat denn nicht ihr Freund auf sie aufgepasst?“ stellte Gab grübelnd fest.
„Es war auf Geschäftsreise und ist erst vorgestern wieder zurückgekommen.“
„Achso. Aber vielleicht war dein Freund auch nur schnell was besorgen.“ Beharrte Gab. Es war echt schade, dass auch Martin seinen Freund verloren hatte.
„Ich hab 3 Stunden gewartet, bis er dann mal endlich angetanzt kam.“
„Ohje.“
„Wie lange wart ihr denn zusammen?“ wollte Martin nach einer längeren Pause des Schweigens wissen.
„8 Jahre. … 8 verdammt lange Jahre. … Eigentlich hätte ich es wissen müssen. Es war nicht das erste Mal, dass er fremd gegangen ist. Er hatte es mir jedes Mal hoch und heilig versprochen.“ Schimpfte Gab und fühlte die heißen Tränen über seine Wangen rollen. Entsetzt über diesen Gefühlsausbruch, sprang Martin von seiner Couch hoch und setzte sich vor Gab. Zögernd streckte er die Hand nach ihm aus und schloss ihn einen Herzschlag später in die Arme.
„8 Jahre. Zeitverschwendung.“ Schluchzte Gab.
„Sht. Beruhige dich.“ Flüsterte Martin sanft und irgendwas geschah plötzlich in ihm. Er konnte es sich nicht erklären, aber es geschah. Er hatte nie irgendwelche Absichten gehabt etwas mit Gab anzufangen. Dazu waren seine eigenen Wunden noch viel zu frisch. Doch genau in diesem Moment, in dem er ihn in den Armen hielt, entschied er sich anders.
Zärtlich nahm er Gabs Gesicht in die Hände und gab ihm einen zärtlichen Kuss. Langsam beruhigte sich der Junge wieder und schließlich setzte Martin wieder ab.
„Ich …“ stotterte Gab. Dann schloss er die Augen und gab Martin die Antwort, auf die ungestellte Frage, die sich in seinem Kuss verborgen hatte.

***

Als Gab aufwachte, lag er in einem großen Futon. Martins Arm ruhte auf seiner Hüfte und irgendwie konnte er es immer noch nicht glauben, dass er einen neuen Freund hatte. Träge blickte er sich im Zimmer um und blieb an einem Bild an der Wand hängen. Entsetzt rüttelte er Martin wach und deutete aufgeregt auf das Bild.
„Wer ist der Kerl.“ Fragte er.
„Mein Ex Michael. Sorry, ich hatte es einfach noch nicht übers Herz gebracht das abzuhängen.“ Erklärte Martin schlaftrunken und wollte sich gerade wieder hinlegen.
„Das ist der Kerl, mit dem ich Alex erwischt hatte und mit dem er seit über 2 Monaten rumfickt.“ Rief Gab entsetzt und nun war auch Martin hellwach.
„Dieser …“ er verkniff sich den Fluch, der auf seiner Zunge lag. Michael und ihn betrogen? Das war für ihn unvorstellbar. 2 ganze Monate. Er atmete tief durch und rief sich zur inneren Ruhe.
„Scheiß drauf.“ Sagte er schließlich, angelte nach Gabs Hüfte und zog den Jungen zu sich. Von so einem Idioten würde er sich doch nicht sein Weihnachten ruinieren lassen und so packte er sein Weihnachtsgeschenk zum wiederholten Mal aus.


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Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

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