Alle Jahre wieder von Ayu (Abgeschlossen)
Inhalt: Lily sucht das perfekte Geschenk für ihre Freundin und trifft dabei eine alte Bekannte.
Genres: Reale Welt, Weihnachten, F/F (Yuri)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine
Kapitel: 1
Veröffentlicht: 21/04/09
Aktualisiert: 27/05/15
Alle Jahre wieder
Anmerkungen zum Kapitel:Anmerkung: Für mein Darling xD Ich hoffe du verzeihst mir diese Tat^^

Anmerkung 2: Wieso werden alle meine Weihnachtsgeschichten so komisch oo
In einen dicken Mantel gehüllt und ihre Hände tief in ihren Taschen vergraben lief Lily mit schnellen Schritten durch die verschneiten Gassen. Die Weihnachtszeit hatte begonnen und das hieß mal wieder, dass Geschenke her mussten. Und wie jedes Jahr stand sie vor dem Problem, dass wohl ein jeder nur zu gut kannte: Was sollte man wem schenken? Letztes Jahr war es wahrlich einfacher gewesen. Gut, sie wusste auch dieses Jahr sofort, was sie Jeremy schenken konnte. Doch Jessica? Man sollte meinen, bei einer neuen Liebe würde es einem leicht fallen. Aber Lily konnte sich einfach nicht entscheiden, was am besten zu ihrer Freundin passte.
Genau aus diesem Grund wollte sie sich auch nun mit Jerry in der Stadt treffen. Wenn es einen gab, der ihr helfen konnte ein passendes Geschenk zu finden, dann er. Zwar konnte es auch so manches Mal eine Plage sein, von Jeremy in Geschäfte geschleift zu werden, aber was tat man nicht alles. Kopfschüttelnd packte sie ihren MP3-Player weg, ehe sie das Geschäft betrat und nach Jeremy Ausschau hielt. Bei der Anzahl von Menschen, die sich an diesem Tag hier jedoch eingefunden hatten, schien das eher schwierig zu werden.

Manchmal, ja manchmal fragte Lily sich wirklich ob das Schicksal sie vielleicht hasste. Kaum hatte sie den Laden betreten und sich auf die Suche nach Jerry gemacht musste sie natürlich ausgerechnet Kim über den Weg laufen. Jeder andere Mensch wäre ihr egal gewesen, aber nicht ihre Ex und wer sie beide kannte wusste, dass sie sich nicht im Guten getrennt hatten. Gelinde gesagt hatte Kim versucht ihr das Herz herauszureißen, damit ein wenig zu spielen und es dann zurück an seinen rechtmäßigen Platz zu befördern, als wäre nie etwas gewesen. Nur hatte die schwarzhaarige Frau nicht mit sich spielen lassen. Die Zeiten in denen sie alles für Kim getan hatten waren schon lange vorbei, als diese beschloss, dass sie nun wieder Interesse an ihr hatte. Schon damals hatte es für Lily nur noch Jessica gegeben, auch wenn sie noch nicht zusammen gewesen waren. Der Gedanke, dass es eigentlich Kim gewesen war, die sie beide – wenn auch ungewollt – zusammen gebracht hatte, ließ sie Grinsen. Was diese wohl dazu sagen würde? Vielleicht würde sie ja gleich in den Genuss kommen es ihr persönlich ins Gesicht zu sagen, da das blonde, mehr maskiert als geschminkte Wesen aus sie zukam und ihr ein – wie sie wohl dachte – verführerisches Lächeln zuwarf. Seit wann bekam sie eigentlich das dringende Bedürfnis sich zu übergeben, wann immer sie Kim sah?
„Lily, sweetheart, das ist ja ein Zufall, dass ich dich hier treffe.“ flötete Kim und schien versucht sie zu umarmen, weswegen Lily schon einmal aus reiner Vorsicht, einen Schritt zurück machte.
„Hallo Kim…“ Ja, ihr Ton war alles andere als freundlich, aber hey… Es war kein Geheimnis, dass sie an Kim nicht gerade die wunderbarsten Erinnerungen hatte.
„Hast du mich vermisst, Darlin’?“ flötete diese auch schon weiter. Scheinbar hatte sie es immer noch nicht verstanden.
„Nein, weißt du… eigentlich nicht. Jessica ist viel zu interessant, als das ich meine Zeit damit verschwenden würde an dich zu denken. Und wenn du mich jetzt bitte entschuldigen würdest, ich muss ein Geschenk für meine Freundin kaufen.“
Der Gesichtsausdruck war einfach zu wunderbar. Lily konnte es sich nicht verkneifen ihre Ex-Freundin amüsiert zu mustern, ehe sie sich umdrehte um weiter nach Jerry zu suchen. Jedoch war dies wohl nicht mehr notwenig, da dieser mit einem sehr zufriedenen Gesichtsausdruck hinter ihr stand.
„Hab ich dich also endlich gefunden, Lily. Dann lass uns mal nach einem passenden Geschenk für dein Herzblatt suchen. Ich hab da vielleicht auch schon genau das Richtige.“ plapperte er auch gleich drauf los, als er sie am Arm packte und hinter sich her zu einigen Regalen zog. Das konnte ein langer Tag werden.

Es war ein langer Tag gewesen und Lily wusste nicht mehr in wie viele Geschäfte Jeremy sie geschleift hatte, bis sie schließlich etwas gefunden hatten, was ihnen beiden zusagte. Aber nun war sie sich sicher, dass sie das perfekte Geschenk für Jessica gefunden hatte. Außerdem hatte sie beschlossen, dass es kaum etwas schöneres gab, als wenn man einmal nicht zur Schule zurückkehren musste und ein paar gemütliche, friedvolle Tage mit der Person verbringen konnte, die man liebte. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht verstaute sie das kleine Päckchen tief in ihrer Tasche, ehe sie die Tür aufschloss und Jessicas Wohnung betrat.
„Lily? Bist du das?“ rief die ihr so vertraute, liebliche Stimme aus der Küche.
„Ja, Darlin'.“
Einen Moment lang lehnte die schwarzhaarige Frau gegen den Türrahmen und sah ihrer Freundin zu, wie sie ein Blech voll mit Plätzchen aus dem Ofen nahm und ein neues hinein schob.

„Und? Hast du es gut überstanden? Oder war es doch so schrecklich, wie du es dir vorgestellt hast?“ fragte die braunhaarige Schönheit schließlich neckend, während sie Lily amüsiert betrachtete.
„Es war schrecklich. Du kannst es dir nicht vorstellen“ erwiderte Lily und versuchte dabei möglichst leidend auszusehen, was das Grinsen auf ihrem Gesicht jedoch unmöglich machte. „Ich glaube Jerry hat heute einen neuen Rekord aufgestellt. Ich war noch nie in so kurzer Zeit in so vielen Geschäften.“
Lachend schüttelte Jessica den Kopf, ging schließlich auf ihre Partnerin zu und schmiegte sich an sie.
„Aber du bist ja noch mal heil nach Hause gekommen“ murmelte sie leise.
Lily beobachtete sie für einen Moment aufmerksam und eine wohlige Wärme breitete sich in ihr aus. Vor ihrem inneren Auge sah sie Jessicas Lächeln, ihr strahlendes Gesicht, das sie einfach unwiderstehlich machte. Und selbst wenn sie ihrer Freundin mit ihrem Geschenk nur eine kleine Freude machen würde so wusste sie doch, dass es sich lohnte. Denn für ein Lächeln von Jessica würde sie fast alles tun. Es war ihr das größte Geschenk.
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