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Im Kindergarten ist Matti der größte und stärkste und am Vormittag spielt er am liebsten mit der roten Feuerwehr. Und der neue Junge kann echt gut Häuser mit den Bauklötzen bauen. Und irgendwie ist das schön, wenn der lächelt.

Genres: Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 1     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

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Veröffentlicht: 29/08/12 Aktualisiert: 29/08/12
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Anmerkungen zur Geschichte
Tja, die "Sandkastenliebe". Ist eine Geschichte darüber überhaupt das Richtige für dieses Archiv? Ich hoffe es...
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1. Mattis Plan

Matti sitzt auf der Bank – schon wieder. Sein bester Freund Tobias stellt sich vor ihn und fragt: Was ist denn jetzt schon wieder passiert?

Schon wieder, das sagt er deshalb, weil Matti gestern auch schon auf der Bank sitzen musste. Zweimal sogar. Ziemlich ungerecht, findet Matti. Dabei war es nicht seine Schuld, ehrlich. Der Turm vom Cem ist beinahe von alleine umgefallen, Matti ist fast gar nicht dran gekommen. Und am Nachmittag ist ihm die Nadja eben genau in den Weg gelaufen, den er lang rennen musste. Wenn die das nicht gemacht hätte, wäre er der Sieger gewesen und nicht Tobias. Matti ist nämlich viel schneller. Und stärker auch. Finster starrt er seinen Freund an. Der grinst: Ich weiß schon. War nicht deine Schuld.

Matti guckt böse zu Frau Hellmuth, seiner Erzieherin, und verschränkt die Arme vor der Brust und sagt: Genau. Und er denkt, ich kann ja nichts dafür, dass die Lisa immer gleich heult. Dabei habe ich nur ein ganz kleines bisschen gehauen, und auf den Kopf, weil der hart ist und man das da nicht so merken kann. Und sie weiß genau, dass ich immer mit der roten Feuerwehr spiele, wenn ich zuerst mit den Bausteinen ein Feuerwehrhaus gebaut habe.

Tobias grinst noch breiter und erzählt, Lisa war so laut, dass ich sie sogar von draußen gehört habe. Matti nickt und meint: So laut wie... wie eine Trompete. -- Oder wie eine Polizeisirene! Beide grinsen sich jetzt an. Wenn Matti wieder aufstehen darf, werden sie ihren Wettlauf noch einmal machen müssen, weil Matti ja zeigen muss, dass er der Schnellste ist. Und der Stärkste.

Am Nachmittag, auf dem Nachhauseweg, machen Matti und seine Mama einen Abstecher zum Fleischer. Eigentlich mag Matti die Besuche dort, weil ihm die Verkäuferinnen immer eine Scheibe Wurst schenken und sagen: Du bist aber schon groß und stark! Heute aber hat seine Mama eine Freundin getroffen und jetzt stehen sie zu dritt schon ewig vor dem Laden. Die beiden Frauen reden und reden und reden und Matti langweilt sich. Nicht mal zum Spielplatz auf der anderen Straßenseite kann er gehen, weil seine Mama ihn ganz fest an der Hand hält. Er guckt über die Straße zum Spielplatz, wünscht sich, dass er jetzt dort spielen könnte und hört ein bisschen zu.
Die Freundin sagt gerade: Aber deiner ist ja noch klein, der macht dir sicher noch nicht so viele Sorgen. Matti guckt die Frau böse an; er ist nicht klein, er ist der größte im ganzen Kindergarten! Inzwischen schüttelt seine Mama den Kopf und auch seine Hand ein bisschen mit: Von wegen, sagt sie zu der Frau, jeden Tag ist irgendwas andres, heute hat er ein Mädchen geschlagen, das jetzt eine Riesenbeule hat und gestern sogar zwei Kinder auf einmal verletzt, das eine musste genäht werden. Seine Mama seufzt und Matti überlegt, wie man Kinder nähen kann und ob das so geht wie bei Knöpfen und denkt, er muss sich Nadja dann mal genau anschauen, wenn sie wieder in den Kindergarten kommt.

Am nächsten Tag ist sie jedenfalls noch nicht wieder da, dafür sitzt im Morgenkreis auf einmal ein neuer Junge. Ganz schön klein ist der, obwohl er auch zu den Schulanfängern gehört, und er hat ganz große Augen und sagt kein Wort, auch nicht, als Frau Hellmuth ihn fragt, wie er heißt. Ganz kurz muss Matti daran denken, wie er an seinem ersten Tag im Kindergarten auch gar keinen kannte, nicht mal Tobias, der jetzt sein bester Freund ist. Aber dann guckt er den neuen Jungen lieber böse an, weil der immer noch nichts sagt. Der Junge sieht ihn auch an, aber nur ganz kurz und zieht dann die Schultern hoch. Na so was, denkt Matti und vergisst ganz, weiter böse zu gucken.

Nach dem Morgenkreis sieht Matti den Neuen eine ganze Weile nicht, weil er erst einmal die Mädchen aus dem Häuschen jagen muss, weil das ihr Piratenversteck ist und Mädchen keine Piraten sind. Erst als er danach sein Feuerwehrhaus bauen will, trifft er den Jungen wieder. Der sitzt in seiner, in Mattis Ecke und baut mit Mattis Steinen! Matti hebt schon einen Fuß und will das Gebaute kaputt treten, da guckt der Junge hoch, rutscht ein ganze Stück von Matti weg und macht wieder so große Augen. Die sind irgendwie ganz dunkelbraun, wie Schokolade. Da hält Matti seinen Fuß an und sieht zum ersten Mal richtig an, was der Junge da gebaut hat. Und macht mindestens genauso große Augen wie der Neue. So was hat Matti noch nie gesehen! Das Haus ist fast so hoch wie seine Knie und ist breiter als er einen Schritt machen kann und hat Säulen dabei und ein richtiges Dach! Plötzlich hat er keine Lust mehr, das kaputt zu machen. Statt dessen dreht er sich um, holt seine rote Feuerwehr und spielt mit dem Haus, das der Junge gebaut hat, Feuerwehr, während der zusieht.

Beim Mittagessen ist die Frau Hellmuth dann ganz doof. Da sagt sie nämlich: Wo sollen wir denn Jonas hinsetzen? Es ist ja nur noch bei Matti Platz. Und dann guckt sie Matti ganz komisch an. Matti guckt böse zurück. Ist doch nicht seine Schuld, dass er alleine an einem Tisch sitzt. Und diesmal wirklich nicht, weil Frau Hellmuth ihn erst letzte Woche dahin gesetzt hat, nachdem er das Fleisch vom Sascha runtergeworfen hat. Und das hat er nur gemacht, weil der Sascha ihn Dummkopf genannt hat.
Frau Hellmuth seufzt und sagt zu dem Jungen, der Jonas heißt, dass er jetzt erst einmal bei Matti sitzt, bis sie sich was überlegt hat, und dann zu Matti, dass er sich benehmen soll. Matti kann sich benehmen, und der Junge, der Jonas heißt, macht ja auch nichts, sondern setzt sich nur hin und guckt und isst seinen Reis und sein Gemüse, nur das Fleisch schiebt er an den Rand und deshalb nimmt sich Matti das Fleisch und isst es auf und findet, dass Jonas jeden Tag an seinem Tisch sitzen kann.

Weil am Nachmittag endlich wieder schönes Wetter ist, gehen alle Kinder in den Garten, und Matti und Tobias sind am allerschnellsten draußen, weil sie ja noch ihr Wettrennen machen müssen.
Du lahme Schnecke!, schreit Matti, der schon vor Tobias läuft, und dreht sich um und rennt genau gegen Jonas, so dass beide hinfallen und der Junge sich das Knie aufschrammt. Matti wartet darauf, dass Jonas losheult und Frau Hellmuth angerannt kommt und ihn wieder auf die Bank setzt, aber er hockt nur da und hält sich das Knie, beißt sich auf die Unterlippe und weint große dicke Kullertränen.
Tobias ist erst an den beiden vorbei gerannt, kommt jetzt aber zurück und sagt: Komm endlich, Matti! Aber Matti schüttelt den Kopf, bleibt sitzen und wundert sich, auch als Tobias aufhört zu quengeln und sich ein anderes Spiel sucht. Irgendwann steht Matti auf und geht zu Frau Hellmuth und sagt: Der Jonas ist hingefallen. Als Frau Hellmuth ihn wieder so komisch ansieht und fragt: Hast du ihn geschubst?, da zuckt er nur mit den Schultern, weil er den Jungen schon umgerannt hat, aber nicht mit Absicht. Sie seufzt nur, zeigt auf die Bank und geht zu Jonas. Matti setzt sich und sieht von seinem Platz aus zu, wie Frau Hellmuth Jonas' Tränen abwischt und sich das Knie ansieht und wie dann Lisa und Nadja dazukommen, mit Jonas reden, dabei auf Matti zeigen und dann Jonas zum Sandkasten ziehen, wo sie den ganzen Tag nichts anderes machen als Kuchen backen und Familie spielen.

Am nächsten Tag ärgert sich Matti. Diesmal ist es sogar ein bisschen seine Schuld, und deshalb ärgert er sich gleich noch ein bisschen mehr. Er hockt in seiner Ecke, das rote Feuerwehrauto steht schon neben ihm. Aber er ist noch gar nicht mit dem Haus fertig, weil ihm überhaupt nicht gefällt, was er baut, und Tobias kann ihm nicht helfen, weil er Feuerwehr spielen blöd findet, was Matti überhaupt nicht verstehen kann. So was Dummes, denkt sich Matti, als er aufsteht und zu Jonas stapft, der auf dem Lesesessel sitzt und sich irgendein Buch anschaut. Der soll sich das nicht angucken, sondern wieder ein Haus bauen, findet Matti und packt Jonas am Ärmel und zieht ihn zu seinem halbfertigen Feuerwehrhaus und zeigt drauf, während er Jonas finster anguckt. Der steht aber nur da und hält sein Buch in der Hand und fängt überhaupt nicht an zu bauen. Mach mal, ich will Feuerwehr spielen!, sagt Matti da und setzt sich auf den Boden und zieht Jonas ungeduldig mit sich. Und endlich kapiert der, was er machen soll, legt sein Buch auf die Seite und nimmt dafür einen Baustein.
Beim Mittagessen lächelt Frau Hellmuth Matti an und lässt Jonas wieder neben Matti sitzen. Manchmal ist sie gar nicht so doof, findet er.

Am nächsten Tag hat Matti sich im Morgenkreis neben Jonas gesetzt und gleich, als der zu Ende ist, schnappt er sich dessen Hand und zieht ihn wieder zur Bauecke. Diesmal fängt Jonas gleich an zu bauen. Wenn Matti groß ist, dann wird er mal Feuerwehrmann, deshalb muss er jetzt schon jeden Tag üben. Die Feuerwehr ist nämlich ganz wichtig, weil sonst Häuser abbrennen und kleine Kinder ertrinken, weil sie auf dem dünnen Eis gelaufen sind und die Zootiere ihr Futter nicht bekommen. Das weiß er ganz genau, weil das alles in der Geschichte steht, die Frau Hellmuth manchmal vorliest. Das sagt er alles zu Jonas, solange der baut, weil Jonas immer gar nichts sagt und es sonst echt langweilig ist. Aber als Matti bei der Geschichte angekommen ist, da hat Jonas zum ersten Mal hochgeguckt und ganz leise gefragt: Welche Geschichte?, so dass Matti erst mal eine Pause gemacht und sich gewundert hat. Und dann sagt er: Na, bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt, und erzählt vom Löschmeister Wasserhose und dem kleinen Schmidt, der immer Hunger hat und dem Kaffee, den die Feuerwehrmänner nie trinken, während Jonas aufmerksam zuhört und das Haus fertig baut.

Das geht ein paar Tage so, dass Jonas am Vormittag das Feuerwehrhaus für Matti baut, der irgendwann nicht nur das rote Feuerwehrauto holt, sondern auch den Krankenwagen, damit Jonas auch ein Auto zum Spielen hat. Außerdem ist es gut, wenn sich jemand zum Beispiel eine böse Verbrennung hat und dann der Krankenwagen gleich da ist. Und wenn sie zusammenspielen, dann ist Jonas' Auto mindestens genauso laut wie das vom Matti. Das findet Matti richtig toll, weil sonst nur noch Tobias eine so laute Sirene machen kann, oder Nadja, aber die macht das nie mit Absicht, sondern immer nur, wenn sie heult. Beim Mittagessen sitzt Jonas auch immer noch neben Matti und meistens bekommt Matti sein Fleisch, weil Jonas das nicht mag. Aber Frau Hellmuth hat deswegen noch gar nicht geschimpft. Geschimpft hat sie nur nachmittags, als Matti mit Tobias einmal Verfolgungsjagd gespielt hat und gleich zwei Kinder umgerannt hat und als er Tyler mit der Schaufel auf den Arm gehauen hat, weil der ihm die Burg platt gemacht hat.

Und dann ist Jonas beim Morgenkreis nicht da. Und danach kommt er auch nicht. Matti versucht, sein Feuerwehrhaus alleine zu bauen, aber irgendwann schubst er die Steine mit einem Fuß um und läuft in die Malecke, wo kein Jonas ist, aber eine Menge Langeweile. Dann läuft er in den Turnraum, wo auch kein Jonas ist, nur Tobias, der an einem Seil hin- und herschaukelt und das ist auch richtig langweilig. Und in den Garten, in den Raum von den Krabbelkindern und in die Küche und nirgendwo ist Jonas. Da setzt er sich in die Leseecke und guckt jeden böse an, der auch da hin will, so dass er den ganzen Vormittag ganz alleine dort sitzt. Beim Mittagessen ist Jonas immer noch nicht da und Matti guckt erst sein Essen und dann die Frau Hellmuth böse an. Hunger hat er überhaupt nicht und am Nachmittag hat er auch keine Lust zum Spielen und sitzt wieder die ganze Zeit im Lesesessel, bis seine Mama ihn abholt.

Am nächsten Tag ist Jonas immer noch nicht wieder da und dann ist Wochenende. Eigentlich mag Matti das Wochenende, weil er dann immer mit seinem Papa ganz viel unternimmt, aber heute freut er sich überhaupt nicht auf den Zoo. Er sitzt am Frühstückstisch und guckt sein Toastbrot böse an. Sein Papa fragt ihn, was denn los ist, und als Matti nichts sagt, antwortet seine Mama: Er ist schon gestern und vorgestern den ganzen Tag so gewesen, hat seine Erzieherin gesagt. Papa klopft Matti auf den Rücken und meint: Na, dann ist doch ein Besuch bei den Löwen genau das Richtige!
Aber Matti will sich die Löwen gar nicht angucken, als sie im Zoo ankommen, sondern bleibt mit seinem Eis, das ihm sein Papa gekauft hat, einfach auf einer Bank sitzen, guckt die Leute böse an und wartet, dass das Wochenende vorbei ist.
Da biegt auf einmal ein Junge um die Ecke vom Affenhaus, den Matti kennt. Jonas!, schreit Matti und wedelt mit dem Arm, in dem er kein Eis hält. Jonas dreht sich um und lächelt Matti an. Irgendwie mag Matti es, wenn Jonas ihn anlächelt. Jetzt redet der Junge mit einer Frau, die ein bisschen müde aussieht und dann kommen beide auf Matti und seinen Papa zu. Jonas hat was Weißes um seine linke Hand, das findet Matti erst komisch und dann sieht er, dass es ein Gips ist. Aber bevor er Jonas fragen kann, was da passiert ist, redet die Frau schon mit ihm, die die Mama von Jonas ist und sagt: Danke, dass Jonas dein Freund sein darf, er hat mir von dir erzählt, du musst ja ein ganz netter Junge sein. Und Jonas kriegt dabei ganz rote Ohren und dreht den Kopf und schaut zu den Elefanten. Matti zuckt aber nur mit den Schultern, weil der Jonas gar nicht richtig sein Freund ist, sondern nur das Feuerwehrhaus gebaut hat, und, na gut, er hat dann auch ein bisschen mitgespielt und irgendwie war es ohne Jonas auch blöd im Kindergarten. Matti sieht von der Frau weg und sieht, wie sein Papa den Jonas ganz komisch anguckt. Da wird es Matti zu dumm und er packt Jonas bei der Hand, die keinen Gips hat und zieht ihn zu den Elefanten rüber, die gerade gefüttert werden. Und von da an wird der Tag doch noch richtig schön, sie besuchen die Löwen und die Affen und die Spinnen und essen dann noch Pommes, die ihnen Mattis Papa kauft und dann gehen sie noch bei den Flamingos und den Nilpferden und den Eisbären vorbei und zum Schluss kauft Mattis Papa allen nochmal ein Eis und Matti vergisst ganz, dass Jonas einen Gips an einer Hand hat und dass er gar nicht weiß, wieso Jonas den hat.

Aber am Montag, da fällt es ihm wieder ein. Aber erst nach dem Morgenkreis, in dem Matti allen erzählt hat, dass er im Zoo war und da Jonas getroffen hat, und die Frau Hellmuth komisch geguckt hat und mal Matti und mal Jonas angeguckt hat. Zu dem Gips erzählt er aber nichts, und Jonas auch nicht, und so fällt der ihm erst wieder ein, als er mit Jonas in der Bauecke sitzt und Jonas nur mit einer Hand bauen kann. Das geht langsam! Und Jonas schmeißt immer wieder die schon gebauten Wände um! Jonas, sagt Matti ungeduldig und Jonas guckt Matti mit seinen schokoladenbraunen Augen an, genau so wie die Lisa, wenn sie weiß, dass sie Matti wieder geärgert hat und dass er sie gleich haut. Aber Matti haut Jonas gar nicht, sondern nimmt nur einen Baustein und sagt: Du sagst mir jetzt, wo die Steine hin sollen und ich bau und dann wird es auch mal fertig. Und da lächelt Jonas wieder und Matti fühlt sich plötzlich richtig gut.
Beim Mittagessen fühlt er sich dann aber gar nicht mehr gut, weil die blöde Frau Hellmuth Jonas an einen anderen Tisch gesetzt hat, wo sonst der Cem sitzt, der aber heute nicht da ist, und dabei Matti komisch angeguckt hat. Wenigstens sieht Jonas an seinem neuen Platz auch nicht fröhlich aus, sondern isst noch weniger als sonst und sagt kein Wort.

Der ganze Tag ist verdorben, denkt sich Matti und kickt einen Ball weg, der ihm vor die Füße gerollt ist. Und als Tobias sagt, Komm, wir spielen Piraten!, da schubst Matti ihn nur und rennt zurück ins Haus, wo er sich auf den Lesesessel setzen will. Aber da sitzt schon Jonas, der sich wieder ein Buch anschaut. Matti bleibt vor dem Sessel stehen und wundert sich, dass Jonas noch da ist, weil er ihn noch nie nachmittags gesehen hat, dann quetscht er sich aber neben den Jungen in den Sessel, der auch so weit zur Seite rutscht., wie es geht und da bleiben die beiden sitzen und sehen sich stumm ein Buch nach dem anderen an, bis Matti abgeholt wird.

Am nächsten Tag ist Tobias richtig sauer auf Matti und redet kein Wort mit ihm. Das merkt Matti aber erst gar nicht, weil er ja am Vormittag erst mit Jonas Feuerwehr spielt und sich dann beim Mittagessen ärgern muss, dass Jonas immer noch nicht wieder neben ihm sitzt, sondern erst am Nachmittag, als er mit Tobias Fußball spielen will und der ihn anschreit: Geh doch zu deinem doofen Jonas! Da schreit Matti zurück: Der Jonas ist tausendmal toller als wie du!, und schießt Tobias den Fußball an den Kopf und rennt zurück ins Haus, zur Leseecke, wo schon Jonas mit einem Buch sitzt. Diesmal setzt Matti sich sofort neben Jonas und guckt neugierig in das Buch, das sich Jonas ausgesucht hat. Er zeigt auf ein Bild und sagt: Der Mann sieht aber komisch aus, da schüttelt Jonas den Kopf und sagt, das liegt am Raumanzug. Matti muss lachen: Anziehsachen für ein Zimmer? Nein, sagt Jonas da mit dem Lächeln, das Matti immer so froh macht, den muss man im Weltraum anziehen, weil es da keine Luft gibt. Matti wundert sich und fragt: Was gibt es denn dann? Und was will der da, wenn es keine Luft gibt? Jonas antwortet und fängt sogar richtig an zu erzählen, was er noch nie gemacht hat, denn sonst muss immer nur Matti reden. Und er zeigt Matti die Bilder von Raumschiffen und vom Mond und erzählt, was in dem Buch neben den Bildern geschrieben steht und plötzlich ist der Nachmittag schon fast rum und Mattis Mama steht da und will ihn abholen.

Tobias redet zwei Tage später immer noch nicht wieder mit Matti und hat eine große Beule am Kopf, wo ihn der Fußball getroffen hat. Aber Matti ist das egal, weil Jonas beim Mittagessen wieder neben ihm sitzen darf und weil sie den ganzen Tag zusammen spielen. Aber heute Nachmittag will Matti sich kein Buch anschauen, auch wenn das gar nicht langweilig ist, sondern er will endlich mal wieder draußen spielen. Es hat nämlich geregnet und da hat sich in der einen Ecke die Erde in richtig schönen Schlamm verwandelt und im Schlamm spielen, das ist das Größte! Matti zieht also Jonas am Ärmel zur Garderobe und rennt dann zu den Haken, wo die Matschhosen hängen und holt seine und die vom Jonas. Aber als er zurück kommt, da merkt er, dass Jonas noch nicht mal seine Hausschuhe ausgezogen hat und nur auf der Bank sitzt und komisch guckt. Was ist denn los?, will Matti wissen, aber Jonas sagt gar nichts. Jonas, sagt da Matti, komm, zieh deine Schuhe an. Und er kniet sich hin und holt Jonas' Schuhe vor, und da sieht er, dass die Schuhe Schnürsenkel haben. Aber Matti weiß genau, dass Jonas schon Schleifen binden kann, weil er das selber gesehen hat, also stellt er die Schuhe vor Jonas hin und legt die Hose daneben und zieht sich selber an. Aber als er fertig ist, da sitzt Jonas immer noch nur da. Jonas, sagt Matti und tritt ungeduldig von einem Bein aufs andere, mach schon. Da endlich guckt Jonas Matti richtig an und sagt ganz leise: Ich kann nicht mit dir im Matsch spielen. Wieso kannst du nicht?, fragt Matti, der das nicht versteht. Außerdem wird ihm langsam warm. Jonas hebt die Hand mit dem Gips und guckt wieder so, als würde Matti ihn gleich hauen. Oh, denkt Matti, denn den Gips hatte er schon wieder ganz vergessen und wenn Jonas damit im Matsch spielt, wird er bestimmt ausgeschimpft. So ein Mist, sagt er und guckt den Gips böse an.
So steht Matti eine Weile und Jonas sitzt, aber dann wird es Matti viel zu warm und er sagt zu Jonas: Komm zieh dich an, wir spielen eben was anderes. Und Jonas guckt erst ganz komisch, aber anders als vorher, und dann lächelt er wieder und Matti ist auf einmal noch viel wärmer.

Nach dem Wochenende redet Tobias wieder mit Matti und die beiden spielen die ganze Woche über nachmittags zusammen. Aber am Vormittag, da spielt Matti immer nur mit Jonas. Jetzt bauen sie aber manchmal eine Weltraumstation, und das rote Feuerwehrauto ist die Rakete, die zwischen Mond und Erde hin und her fliegt. Und manchmal, da zeigt Jonas in seinem Buch, wie die Erde vom Mond aus aussieht und in einem anderen Buch, wieso der Mond mal rund ist und mal ein Sichelmond.

Dann kommt Jonas mit einem Umschlag in den Kindergarten, in dem eine Karte ist, und den er Matti gibt. Matti guckt sich die Karte an, auf der ein Foto von einem gedeckten Kaffeetisch ist und fragt: Was ist das? Da kriegt Jonas rote Ohren und guckt ganz komisch, aber nicht so, als ob Matti ihn gleich haut, und sagt ganz leise: Ich hab in zwei Wochen Geburtstag und ich- Aber dann sagt er nichts mehr und guckt auf den Boden, wo man aber gar nichts sehen kann, nur eben den Fußboden. Matti überlegt und guckt auf die Wörter, die in der Karte stehen und sagt: Wer kommt denn noch zu deiner Geburtstagsfeier? Jonas schüttelt da aber den Kopf und sagt: Nur du, wenn du kommst. Willst du? Er guckt hoch und jetzt sieht er doch so aus, als würde Matti ihn gleich hauen. Aber Matti freut sich und grinst über das ganze Gesicht. Klar komm ich, sagt er, wenn meine Mama mich lässt. Jonas lächelt und Matti denkt wieder, dass er es wirklich mag, wenn Jonas ihn anlächelt.

Am Abend telefoniert Mattis Mama lange mit der von Jonas. Matti versteht gar nicht, wieso das so kompliziert sein soll, er war doch auch schon bei Tobias zu Besuch. Aber als er zu seiner Mama geht und das fragen will, da scheucht sie ihn mit wedelnden Händen wieder aus der Küche und telefoniert weiter: Ach, dann hat mein Matti Ihrem Jonas gar nicht die Hand- Mehr hört Matti nicht, weil da die Küchentür zufällt. Wenn die mich nicht hinlässt, denkt er und tritt fest gegen den Wäschekorb, der im Flur steht, so dass der umkippt und die ganze Wäsche auf dem Boden verstreut.

Aber Mattis Mama lässt ihn dann doch zum Geburtstag zu Jonas gehen, und vorher nimmt sie ihn sogar in die Stadt mit, damit er ein Geschenk aussuchen kann. Die Geschenke für Tobias hat sie immer ausgesucht, aber jetzt ist Matti schon sieben, und gar nicht mehr klein. Im Bus fragt sie: Was willst du Jonas denn schenken?, und da muss Matti erst mal überlegen. Ein Feuerwehrauto? Nein, damit spielt Jonas bestimmt nicht. Eine Raumschiff? Gibt es sowas überhaupt? Bausteine? Aber die hat er schon, das weiß Matti genau. Und er überlegt und überlegt und schon sind sie in der Stadt und laufen an den Geschäften vorbei. Da rein!, ruft Matti plötzlich und zieht an Mamas Hand. Genau, denkt er, ich finde bestimmt ein Buch! Im Buchladen geht Matti an den Regalen entlang und guckt sich die Bücher an. Die Kinderbücher sind da hinten, sagt seine Mama, aber Matti schüttelt nur den Kopf. Er sucht doch ein richtiges Buch! Da kommt eine Verkäuferin, die sich zu ihm beugt und ihn fragt: Na, mein Großer, was suchst du denn? Ein Buch, sagt er da, über den Weltraum und die Planeten und so! Aha, sagt sie und nickt. Komm mal mit. Und dann laufen sie durch den Laden, die Frau vorneweg, er hinter ihr und seine Mama als letztes. Matti tut so, als würde er nicht sehen, dass seine Mama komisch guckt, als sie vor einem Regal mit Erwachsenenbüchern stehen bleiben. Hier, sagt die Verkäuferin, suchst du so was? Und sie holt ein dickes Buch herunter, in dem ganz viele Bilder sind von Planeten und Sternen und so weiter. Matti überlegt. Er weiß es nicht. Da holt die Frau noch zwei andere Bücher aus dem Regal und sagt, dass er sie sich in Ruhe angucken kann und geht. Matti legt alle drei Bücher vor sich hin und blättert. In dem einen sind viele Fotos von Astronauten und Raketen, in dem anderen sind nur gemalte Bilder von Planeten und Außerirdischen, das legt er ganz schnell zur Seite. Er guckt sich die beiden anderen Bücher lange an und überlegt. Seine Mama zieht inzwischen ihre Jacke aus und seufzt.
Das mit den Astronautenfotos nimmt er dann doch, auch wenn er die langweilig findet. Aber so ein Buch mit Fotos von Sternen und Planeten und so weiter hat Jonas schon einmal im Kindergarten mitgehabt. Seine Mama guckt zwar beim Bezahlen immer noch komisch, sagt aber nichts. Und Jonas freut sich, Matti weiß das, weil er ihn wieder so anlächelt hat, dass Matti das komische Ziehen in der Brust kriegt.

Also, denkt daran, wir sind da nur zu Besuch, also benehmt euch! Frau Hellmuth sieht alle Schulanfänger der Reihe nach streng an und ganz besonders Matti. Der nickt in Antwort auf die Ermahnung ganz heftig. Er will doch in die Schule kommen, ganz klar! Alle Kinder ordnen sich in Zweierreihen. Es gibt eine kleine Diskussion, als Tobias und Matti nebeneinander gehen wollen. Ihr macht doch nur Unsinn, sagt Frau Hellmuth und stellt Tobias neben die Heulboje Nadja. Matti guckt Frau Hellmuths Hinterkopf böse an, bis auf einmal Jonas neben ihm steht und ihm schüchtern die Hand entgegenhält. Da ist Matti plötzlich gar nicht mehr böse und freut sich wieder auf den Schulbesuch.

Nicht so fest, sagt Matti zu Jonas, der seine Hand so festhält, dass es schon wieder weh tut, als sie alle in der Schule zuhören, wie die erste Klasse ein Lied singt. Jonas schüttelt aber nur seinen Kopf und sagt gar nichts. Matti schüttelt seine Hand ein bisschen, aber Jonas greift eher fester zu. Jetzt wundert sich Matti aber schon ein bisschen und guckt Jonas an. Der guckt aber gar nicht zurück, sondern in eine ganz andere Richtung. Matti dreht den Kopf wieder, weil er wissen muss, was Jonas da anguckt. Es ist ein Junge aus der ersten Klasse, der ein Stückchen größer ist als Matti und viel größer und stärker als Jonas. Kennst du den, fragt Matti und Jonas nickt und öffnet den Mund, aber da stupst Frau Hellmuth die beiden von hinten an und flüstert, dass sie leise sein sollen. Jonas dreht sich herum und nickt, und Matti guckt nur seine Schuhe böse an. Das ist doch wichtig, denkt er sich, ich muss doch wissen, wer das ist!

Auf dem Weg zum Klassenzimmer fragt er ihn nochmal: Jonas? Wer ist das? Aber Jonas schüttelt nur den Kopf. Da stupst Matti ihn an und fragt nochmal und Jonas bleibt stehen, guckt nach hinten und nach vorn und zieht Matti in die Mädchentoilette, die da gerade neben ihnen ist. Und dort guckt Jonas auf seine Schuhe und flüstert: Das ist mein Nachbar. Das versteht Matti gar nicht, was ist denn so schlimm an einem Nachbarn? Da sagt Jonas erst nichts und dann zeigt er auf seinen Gips und sagt, Das war Gregor. Aber nicht mit Absicht? ruft Matti. Und Jonas sagt ganz leise: Doch. Er schlägt mich immer, wenn es keiner sieht. WAS? schreit Matti jetzt und plötzlich geht die Tür auf und Frau Hellmuth zieht die beiden aus der Toilette und ins Klassenzimmer. Matti ist so böse wie noch nie. Aber nicht weil er die ganze restliche Zeit und auf dem Rückweg nicht mehr neben Jonas gehen darf, sondern wegen dem doofen Gregor, der Jonas weh tut.

Da muss ich was machen, denkt Matti drei Tage später, als er merkt, dass er immer noch böse auf Gregor ist. Wie kann der sowas machen, einfach jemanden hauen? Das ist doch Jonas, der so toll ist und so schöne braune Augen hat wie Schokolade und so ein schönes Lächeln, dass es fast weh tut, wenn Matti das sieht. Matti braucht einen Plan.

Das hat ja geklappt. Und jetzt? fragt sich Matti, als er in Jonas' Kinderzimmer sitzt. Das war gar nicht so einfach, weil die Mama von Jonas nachmittags bis spät abends arbeitet. Aber Matti hat versprochen, sich ganz doll zu benehmen und er hat gesagt, dass Jonas es bestimmt toll findet, wenn er nicht immer so alleine ist. Matti geht zum Fenster und sieht hinaus, wo ein Spielplatz ist. Und da ist auch Gregor. Weißt du was, Jonas? sagt Matti, ich finde, wir sollten draußen auf dem Klettergerüst Astronauten spielen. Jonas guckt erst so, als ob er nicht gehen will, aber dann nickt er. Als sie dann unten um die Ecke biegen und Jonas den Gregor sieht, da bleibt er stehen und hält Matti am Arm fest. Aber Matti sagt: Nein. Wir gehen jetzt da hin. Und das macht er.

He, da kommt ja die Schwuchtel, schreit Gregor, als sie auf den Spielplatz kommen. Matti hat keine Ahnung, was eine Schwuchtel sein soll, aber er merkt schon, dass es nichts Nettes ist. Also macht er sich so groß wie es geht und dann kommt Phase drei von seinem Plan.

Aua! protestiert Matti, aber die Mama von Jonas tupft weiter neben seinem Auge herum, wo Gregor ihn so doll getroffen hat, dass es blutet. Wieso hast du das nur gemacht, fragt Jonas Mama. Weil er Jonas weh getan hat, antwortet Matti und guckt auf den Fußboden. Sie seufzt nur und sagt nichts mehr. Dann kommt Mattis Mama und die beiden sitzen lange in der Küche und reden. Als Matti mit seiner Mama zu Hause ankommt, sagt sie nur: Sowas machst du nie wieder, hörst du? Und jetzt gehst du sofort ins Bett, ohne Abendessen und ohne Gutenachtgeschichte. Aber Matti sieht genau, dass sie gar nicht böse guckt, sondern lächelt.

Mama? fragt Matti am nächsten Morgen, was ist das eigentlich, eine Schwuchtel? Da guckt seine Mama erst ganz komisch und dann sagt sie: Das ist ein böses Wort, das manche Menschen sagen. Ja, aber was ist das? fragt Matti wieder. Mattis Mama guckt wieder komisch: Weißt du, Matti, es gibt Männer, die wollen nicht eine Frau heiraten und küssen, sondern einen anderen Mann. Eigentlich sagt man dann, der Mann ist schwul. Aber manche Leute, die wollen, dass sie immer nur ein Mann und eine Frau lieb haben und die sagen dann Schwuchtel. Matti nickt und denkt: so ist das also.

Im Morgenkreis denkt Matti immer noch über das Heiraten und über das Küssen nach. Warum heiraten die Erwachsenen? fragt er mit einem Mal. Frau Hellmuth guckt fast genauso wie die Mama am Morgen geguckt hat und dann sagt sie, wenn sich zwei Leute ganz doll lieb haben und sich beschützen wollen und immer zusammen sein wollen, dann heiraten sie. Aha! sagt Matti da, dann muss ich ja den Jonas heiraten, ganz klar!

Was? schreit da Lisa, zwei Jungs können gar nicht heiraten! Und da fangen alle an zu lachen. Klar können zwei Jungs heiraten! Wenn sie erwachsen sind, können die das!, schreit Matti zurück und guckt alle böse an. Frau Hellmuth lacht gar nicht, sondern guckt auch böse, aber diesmal die Lisa an. Und Jonas hat ganz rote Ohren und hat die Schultern hochgezogen und starrt nur auf seine Schuhe. Matti springt auf: Und jetzt hört auf zu lachen! Hört auf! Er ballt die Fäuste und guckt jetzt Tobias böse an. Aber der lacht auch nicht, sondern stellt sich neben Matti und sagt ganz laut: Der Matti darf heiraten, wen er will! Und jetzt hört auf! Und dann haut er Lisa mit der Faust genau oben auf den Kopf.

Tobias ist Mattis bester Freund, klar. Aber Jonas, den wird Matti mal heiraten.
Aktualisiert: 29/08/12
Veröffentlicht: 29/08/12
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Schlußanmerkungen zum Kapitel
Falls jemand darüber nachdenken sollte, einen Kommentar zu hinterlassen -- mich würde interessieren, wie der Stil (Präsens, "fehlende" Anführungszeichen in der wörtlichen Rede) wirkt, das hab ich nämlich hier zum ersten Mal ausprobiert.
In jedem Fall danke ich fürs Lesen.
Witch23 am 29/08/12 15:54
Also eine eher ungewöhnliche Geschichte, wo das Thema Homosexualität auf eine total unbefleckte Art ganz am ende aufgegriffen wird.

Ein Typisches Kind, das etwas stark und zum teil grob ist, aber im Grunde lieb. Die Geschichte ist so was von süß und in der Art wie sie geschrieben ist unbedarft und frei von Vorurteilen. Ok mal davon abgesehen das hier Mädchen keine Piraten sind. Zwinkernd

Aber im großen und ganzen ist es eine Geschichte die zeigt wie Kinder die ja weniger auf Geschlecht, aussehen, Größe, Hautfarbe achten auf etwas was ihnen erzählt wird reagieren können. Und vor allem das sie oft das nachplappern und aufnehmen, was ihnen erzählt wird oder vor gelebt.

Ein im grunde ernstes Thema erfrischend und unterhaltsam zu papier gebracht. Danke dafür. Grinsend
Mattis Plan
Witch23 am 29/08/12 16:00
P.S.: habe die Schlussanmerkung übergangen ::)

Die fehlenden Ausführungszeichen habe nur ab und an etwas gestört, aber ich habe mich da recht bald rein lesen können, das sie nicht gesetzt wurden.

Nach einem Blick ins wiki weiß ich auch was Präsens ist Lächelnd und kann nur sagen es passt zu einem Kind. Und aus der Sicht eines Vorschulkindes wurde die Geschichte ja erzählt.

Ob du dabei Zeitfehler gemacht hast, habe ich nun nicht bemerkt. Aber das war mir auch nicht so wichtig. Zwinkernd Die Geschichte war einfach schön. Und wie Tobias am ende neben Mattis stand und der Schlusssatz waren bombig und zum lachen.



Antwort der Autors Sonnrain (01.02.2015 11:56):
Danke; den Schlusssatz mag ich auch sehr.
Mattis Plan
Ran del Imero am 29/08/12 17:30
Ich finds toll. Süß. Und es klingt wirklich nach einer Geschichte von einem Siebenjährigen. Sehr schön hineinversetzt. Ich persönlich finde das Kindernähen ist das Highlight XD



Antwort der Autors Sonnrain (09.02.2015 16:23):
Danke schön.

Ich fand es auch toll, als mir das Kindernähen eingefallen ist. Smiley
Mattis Plan
rihaij am 30/08/12 14:17
Eine schöne kleine Geschichte. Ich finde es recht gelungen, wie du die Welt aus Mattis Sicht beschreibst und man sich dadurch einiges zusammenreimen muss.
Ich finde das Präsens hier sehr gelungen, allerdings weiß ich nciht, warum die die wörtliche Rede nciht also solche gekennzeichnet hast.
Eine gelungene Story und was ich toll finden würde, wenn sie dich ggf dazu inspirieren würde, Mattis und ggf Jonas weiteren Lebensweg vielleicht in weiteren kleinen Kurzgeschichten zu skizzieren ;-9




Antwort der Autors Sonnrain (01.02.2015 11:58):
wenn sie dich ggf dazu inspirieren würde, Mattis und ggf Jonas weiteren Lebensweg vielleicht in weiteren kleinen Kurzgeschichten zu skizzieren ;-9

Jop. Zwinkernd
Mattis Plan
HeisseZitrone am 31/08/12 16:57
Oh Gott, wie süß ist das denn! *__* Ich glaube, das ist meine neue Lieblingsgeschichte!
Toll geschrieben, und du hast dich echt gut in Matti hineinversetzt. Es ist echt mal was anderes, die Welt wieder durch die Augen eines Kindergartenkindes zu sehen! Zwinkernd Richtig niedlich!
"Fehlende" Anführungszeichen finde ich jetzt nicht so toll, ich mag es lieber, wenn die wörtliche Rede auch als solche erkennbar ist. Finde ich jetzt hier aber auch nicht so schlimm, weil ja keine langen Gespräche vorkommen. Bei längeren Dialogen finde ich das immer ein bisschen verwirrend.
Präsens mögen zwar manche nicht lesen (genauso, wie manche die Ich-Perspektive nicht mögen), aber ich finde es genauso gut wie Präteritum. Und in dieser Geschichte passt Präsens vielleicht sogar besser, weil es eben irgendwie "direkter" ist und das Ganze ja aus der Sicht eines Kindes geschrieben ist, also eben schlicht und einfach.
Ich würde zu gerne wissen, wie es mit Matti, Jonas und Tobias weitergeht - wobei es bestimmt ziemlich unrealistisch ist, dass Matti und Jonas später wirklich heiraten. Lächelnd



Antwort der Autors Sonnrain (01.02.2015 11:59):
Danke für die ausführliche Rückmeldung.

wobei es bestimmt ziemlich unrealistisch ist, dass Matti und Jonas später wirklich heiraten
Wir werden sehen. Smiley
Mattis Plan
Kalla am 01/09/12 17:01
Sweet, das war doch mal ein unschuldiges Zwischenspiel, ich mag es sehr. Smiley
In Bezug auf Präsens etc., gerade die Nähe der Protagonisten zum Leser, die du durch die Nutzung des Präsens und des Schreibens in der Ich-Perspektive macht den Charme der Geschichte aus und schafft diese unbedarfte, süße Atmosphäre. Das Fehlen der Zeichen bei der wörtlichen Rede ist als Stilmittel nicht ganz so weit verbreitet und wird deswegen einigen Lesern Schwierigkeiten bereiten oder auch einfach das Lesen etwas anstrengender machen. Meiner Meinung nach führt einen der fehlende Formalismus aber nur noch besser in die Welt der Kinder, da diese von so etwas ja noch nichts wissen. Ist ein Mittel, das neben Satzbau und Wortwahl einen indirekteren Weg in die Atmosphäre der Geschichte bietet. Find ich gut, vor allem, weil du ja quasi vorgewarnt hast und ich mich vorher darauf einstellen konnte Zwinkernd
OK, ich hoffe das war jetzt nicht zu viel drüber ausgelasse Zunge
Gruß



Antwort der Autors Sonnrain (09.02.2015 16:25):
Danke, das war sicher nicht zu ausführlich.

Ich will nun ausprobieren, wie es ist, diesen Stil (Präsens, Anführungszeichen) auch zu benutzen, wenn es um Ältere geht. Smiley
Mattis Plan
Eodum am 02/09/12 11:38
Danke an Witch23 für die Empfehlung.
Diese Geschichte ist süß, frisch und unheimlich lesenswert!
Ganz herzlichen Dank dafür.

Auf eine Fortsetzung im Teenager-Alter würde ich mich irgendwie freuen... Zwinkernd
Mattis Plan
zwackl am 03/09/12 19:22
total süß die Geschichte Zwinkernd
Aber mit 7 ist man doch in der Schule oder? Einschulung ist mit 6 oder für die Kids die nach August geboren sind dann mit knapp 7 Zwinkernd
Trozdem würde ich gerne lesen ob Mattis Plan aufgegangen ist Zwinkernd
lg Zwackl



Antwort der Autors Sonnrain (01.02.2015 11:36):
Zum Einschulungszeitpunkt:
Die Stichtage, wer wann eingeschult wird, sind je nach Bundesland sehr unterschiedlich, da hat sich auch in den letzten sechs bis acht Jahren einiges verändert.
Es gab Zeiten, da war es fast schon normal, Kinder "zurückzustellen", also ein Jahr später einzuschulen. Das gibt es auch heute noch, aber selten.
In der DDR gab es den Stichtag 1. Juni. Wer davor geboren wurde, wurde mit 6 eingeschult, die Kinder, die zwischen 1.6. und 31.8. Geburtstag hatten, mit 7 Jahren.
Mattis Plan
dilis am 03/12/13 19:05
Eine tolle Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Matti und Jonas mag ich sehr. Lächelnd
Mattis Plan
martin1112 am 05/03/14 18:51
Also für mich ist die geschichte schlüssig und erfrischend.

Ok ich finde sie mega süss. da würd man gerne wissen ob das eine liebe fürs leben wird
Danke
Mattis Plan
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Witch23
20/11/22 01:51
jo ist nur etwas wenierg los hier als früher ^^°

split
04/11/22 19:22
Also wenn die Seite offline gewesen wäre, hättest du die Frage nicht schreiben können, glaub ich. Jetzt funktioniert jedenfalls alles, soweit ich sehen kann *lebenszeichen geb*

beerman
03/11/22 22:08
Seite off`?

Witch23
20/08/22 10:06
Hallo zusammen

gerdhh171
23/07/22 21:10
hallo jungs

Witch23
29/06/22 06:27
Hallo auch

split
23/06/22 14:41
Hallo, welcome back

minori
22/06/22 18:02
Wenn man nach 13 Jahren mal wieder vorbei schaut :) Heyho

Witch23
10/06/22 09:30
Tja, solange bxb existiert sollte das auch ^^

carrabas
09/06/22 21:23
Dieser alte Login funktioniert noch :O

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