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Matti, Jonas und Tobias am Ende der 9. Klasse. Jonas liebt Matti, aber Matti scheint Jonas plötzlich gar nicht mehr zu mögen? Oder doch? Und was soll Jonas jetzt tun?

Genres: Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 1     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 2823     Klicks: 4533
Veröffentlicht: 15/04/16 Aktualisiert: 15/04/16
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Anmerkungen zur Geschichte
Diesmal POV Jonas; seltsamer Stil ist weiterhin verwendet.

Wer die anderen beiden Teile sucht, klickt bitte auf meinen Namen und dann für Teil 1 auf "Mattis Plan", für Teil 2 auf "Ein Bündel Zweige".

Titel geklaut von Gerhard Schöne.
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1. Wenn du fünfzehn bist

Jonas sitzt auf der Bank im Foyer der Turnhalle – wie jeden Donnerstag. Auf seinen Knien liegt aufgeschlagen eines seiner Lieblingsbücher: Sterne erzählen. Sterne steht hier natürlich im Nominativ, nicht im Akkusativ. Akkusativ wäre komisch. Jonas grinst kurz über seine eigenen Gedanken. Das Buch ist ja nicht besonders wissenschaftlich, eigentlich eher etwas für Zehnjährige. Aber wenn sie mit der Klasse in zwei Wochen am See übernachten, dann findet sich bestimmt eine Möglichkeit, dass er mit Matti allein sein und ihm die Sterne zeigen kann. Und dann würde er neben ihm sitzen – oder vielleicht sogar neben ihm liegen und ihm mit ausgestreckten Arm die Leier zeigen und Matti würde ganz nah heranrücken, damit er daran entlang sehen könnte und Jonas würde in der Nachtkühle Mattis Wärme spüren können...

Na, wartest du wieder? reißt ihn eine Stimme aus seinen Gedanken. Hannes! Jonas springt von der Bank auf und schlägt dem Jungen vor ihm enthusiastisch mit der flachen Hand auf die Schulter. Hannes, seit wann kommst du denn hier her? Hannes winkt ab: Muss meinen Vater direkt zu unsrer Tante nehmen, der hat doch grade nichts andres als das Turnier nächste Woche im Kopf. Und dein Matti? Der denkt doch bestimmt auch nur noch da dran?

Jonas nickt. Leider hast du recht, sagt er und denkt dabei: Leider nicht mein Matti. Hannes nickt ebenfalls und fragt dann: Und wo ist Sir Toby? Mit Sir Toby meint Hannes Tobias, der aus irgendeinem Grund seit letztem Silvester von allen so genannt wird. Matti fand das damals cool und hat versucht, sich Matt, wie der englische Name, nennen zu lassen. Aber er ist und bleibt eben doch einfach der Matti. Jonas ist auch Jonas, aber das ist auch gut so. Er will gar nicht anders heißen.

Jonas deutet vage in Richtung Schule: Er ist beim Direx, wegen der letzten Kaktus-Ausgabe.
Ah, wieder mal, sagt Hannes und fragt nach einigen Sekunden: Sag mal, Jonas, dann hast du doch jetzt Zeit, wenn der Matti jeden Tag trainiert? Kommst du mit in die Ausstellung über Herculaneum? und erklärt dann weiter: Jetzt, wo's nix wird mit der Lateinexkursion dahin, da kommt kein andrer mit mir mit.
Ich... fängt Jonas an, und denkt für sich, er wollte doch mit Matti gehen und sehen, was er für ein Gesicht macht, wenn er den Priap-Leuchter – Priapleuchter? Leuchter mit Priap? Jedenfalls der mit dem Riesenpimmel, mit dem übergroßen erigierten Penis – sieht. Aber es wäre schon schwierig, weil ja nächste Woche das Turnier ist und die Woche drauf die letzten Klassenarbeiten in diesem Jahr und am letzten Schultag der Ausflug und dann fährt Jonas ins MINT-Camp... Er seufzt. Na gut, sagt er also, wie wär's mit übermorgen?
Hannes strahlt ihn an, wirft ihm einen Arm um die Schultern und zieht ihn zu sich: Super! Jonas lächelt zurück und im nächsten Moment rauscht Matti vorbei und würdigt ihn keines Blickes.



Vom Lagerfeuer auf der anderen Seeseite dringen Liedfetzen an sein Ohr, aber Jonas kümmert es nicht, er liegt auf dem Rücken und starrt in den Himmel. Hier mitten im Wald sieht man die Sterne viel besser als in der Stadt. Schade, dass sein Fernrohr zu groß ist, um es mitzunehmen. Er stellt sich vor, dass Matti neben ihm liegt und zeigt ihm in Gedanken die Sternbilder. Siehst du, Matti, da ist der Große Wagen. Manche nennen ihn auch den großen Bären. Und in China heißt er Große Schöpfkelle. Heißt er wirklich so? Das muss ich noch mal nachschlagen, denkt Jonas, bevor ich es Matti... Er seufzt.

Matti hört ihm immer zu, wenn Jonas erzählt, auch wenn er nicht alles versteht. Matti ist immer da für Jonas, so wie Jonas für Matti da ist. Aber jetzt ist er alleine und Matti sitzt am Feuer bei den anderen. Und das nur wegen dieses dummen Streits, denkt Jonas ärgerlich. Verdammt! Toby hat ihn hinterher gefragt, worum es eigentlich ging, aber das wusste Jonas selbst nicht – weiß er immer noch nicht. Nur dass sie sich plötzlich angeschrien haben und dann Matti ihm ins Gesicht geschleudert hat: „Du blöde Schwuchtel!“ und hinausgestürmt ist. Seitdem haben sie kein Wort miteinander gewechselt. Nicht, als Matti beim Turnier nur Vierter geworden ist. Nicht, als sie mit fünf anderen Schülern beim Direx saßen und Kuchen essen mussten und eine Urkunde für besondere Bemühungen um den Ruf der Schule bekamen. Nicht einmal heute Vormittag bei der Zeugnisübergabe. Die Sterne verschwimmen vor seinen Augen und Jonas wischt sich mit einer heftigen Bewegung über das Gesicht. Dass Matti so etwas sagt! Ausgerechnet Matti! Der seinetwegen ein Jahr bei der komischen Psychologin hocken musste! Der sich seinetwegen mit Gregor geprügelt hat, mehr als einmal. Der einmal gesagt hatte, dass er Jonas heiraten würde. Der sein erster Freund ist.

Wobei Jonas genau weiß, dass Matti diese letzte Sache schon längst vergessen hat. Dass es eh egal ist, weil Matti bestimmt nicht schwul ist. Aber... Jonas seufzt und setzt sich auf. Wenigstens hat Toby ihm nicht die Freundschaft aufgekündigt. Nun hat er eben nur noch einen Freund auf der Welt. Jonas starrt zum Feuer hinüber. Aber Toby ist nicht Matti. Nicht der, in den sich Jonas verliebt hat.

Lautes Kreischen und Lachen reißt Jonas aus seinen Gedanken und er beobachtet, wie einige ins Wasser springen. Hoffentlich hat Herr Tonndorf ein Auge auf sie gehabt – wenn die betrunken schwimmen wollen, dann wird das nicht gut ausgehen. Toby ist wahrscheinlich mittendrin, er glaubt fest an persönliche Recherchen, wie er es nennt und meint, er muss als Chefredakteur des Kaktus Vorbild für die jüngeren Reporter sein. Jonas findet, dass sich Toby nur vor Miriam produzieren will. Natürliches Balzverhalten menschlicher Männer, besonders im Teenageralter. Jonas schüttelt den Kopf und lächelt dann kurz. Matti hat bestimmt nichts getrunken, nicht solange sein Trainer in der Nähe ist. Jonas muss kurz lächeln, dann seufzt er. Matti...
Sie hatten sich so auf diesen Klassenausflug gefreut, hatten zu dritt Pläne geschmiedet für eine geheime ungenehmigte Nachtwanderung, hatten sogar vorher eine Tour mit den Rädern hierher gemacht, um den besten Platz für ihr Zelt auszukundschaften. Die Wasserwaage liegt immer noch in seinem Zimmer, neben dem Stapel der Bücher, die Jonas gerade liest.

Jonas seufzt und steht auf. Er sollte sich schon hinlegen. Vielleicht kann er ja einschlafen, bevor Matti kommt.

Er macht einen weiten Bogen um die Feiernden, geht einen schmalen Pfad entlang. Ein Kichern? Jonas bleibt stehen und lauscht. Da! Da links raschelt es. Oh, Jochen, stöhnt es plötzlich und ein Martha! antwortet. Jonas fühlt seine Ohren glühen. Das sind Frau Holzhauer und Herr Tonndorf. So schnell und so leise wie möglich schleicht er sich weg. Er hat nichts gehört! Gar nichts gehört! Das beteuert er sich immer wieder, bis er in seinem Schlafsack liegt und zum Rauschen in den Bäumen und den Geräuschen seiner Klassenkameraden um ihn herum einschläft.

Jonas wird aus dem Schlaf gerissen, als ein schweres Etwas auf ihm landet und ihm die Luft aus den Lungen drückt. Jonas! schreit das Etwas und da wird Jonas klar, dass es Matti ist. Und er ist betrunken. Matti, geh runter, presst Jonas hervor und versucht den Anderen von sich zu schieben. Ich krieg keine Luft, will er noch sagen, da umfassen zwei breite Hände sein Gesicht und er hat eine fremde Zunge im Mund. Jonas reißt die Augen auf und schiebt noch stärker. Doch Mattis Arme drücken Jonas in seinem Schlafsack kräftig zu Boden und bewegen sich kein Stück. Matti hebt den Kopf und seine Augen glänzen im Fastdunkel des Zeltes seltsam. Jonas, sagt er, jetzt leiser und beißt leicht in ein Schlüsselbein unter ihm. Matti, was machst du? fragt Jonas, und die Lippen, die gerade seinen Hals hinaufwandern, fühlen sich viel zu gut an.

Jonas, Jonas, Jonas... flüstert Matti und küsst Jonas, diesmal langsam, streicht erst sacht über den Mund, knabbert kurz an der Unterlippe, streicht mit der Zunge darüber, bevor sie eindringt. Und bevor er weiter nachdenken kann, erwidert Jonas den Kuss, hebt sein Becken und drückt seinen Ständer gegen den von Matti.
Der hebt den Kopf, stöhnt, Jonas! Und rutscht zur Seite.
Matti? fragt Jonas, atemlos vor Erregung. Neben ihm bleibt es still und Jonas überläuft ein kalter Schauer. Er dreht er seinen Kopf und sucht Mattis Gesicht im Dunkel des Zelts: Matti? Was ist? Bist du- Aber es antwortet ihm nur ein dröhnendes Schnarchen.



Ich kann das, sagt sich Jonas zum zehnten Mal, streicht sich seine Haare aus der Stirn und nickt seinem Spiegelbild entschlossen zu. Dann aber lässt er die Schultern hängen. Was wird er sagen, wenn er nachher bei Matti ist? Ihn zum ersten Mal trifft, seitdem? Er wusste ja schon heute morgen nicht, was er sagen soll und hat sich einfach fortgeschlichen, nachdem er eine Notiz an Herrn Tonndorfs Zelt gepinnt hatte. Muss er überhaupt zu Matti? Ob er sich überhaupt erinnern kann? Jonas kann schlecht einschätzen, wieviel er getrunken hatte, war es genug für einen Filmriss? Oder nicht? Und wenn nicht, was würde Matti von dem Ganzen halten? Vom Kuss, denkt Jonas, etwas ärgerlich über sich selbst. Wenigstens das kann er in seinem eigenen Kopf beim Namen nennen, wenn schon nicht sein- seine Reaktion. Jonas seufzt. Er muss hingehen. Er muss.

Eine halbe Stunde später hält er sein Rad vor Mattis Haus an. Und starrt auf die Fahrräder neben dem Eingang. Das hat er ganz vergessen. Die A-Jugend aus dem Ringerverein trifft sich jedes Jahr am Abend des ersten Ferientags und zieht von Haus zu Haus. In dem Moment öffnet sich die Tür und eine Meute junger Burschen stürzt heraus. Jonas späht hinter dem Laternenpfahl hervor, wohin er sich mit einem Sprung gerettet hat. Matti ist mittendrin, sieht kurz in Jonas' Richtung. Jonas drückt sich weiter hinter den Mast und hält die Luft an. Hat Matti ihn gesehen? Der Lärm der jungen Ringer wird leiser und Jonas wagt sich vor, nur um ihre Fahrräder um die nächste Straßenecke verschwinden zu sehen.



Beim traditionellen Sommergrillen des Kaktus, da wird er es tun, beschließt Jonas und steht also am nächsten Tag schon frühmorgens in der Küche und schneidet Tomaten und Gurken für seinen Sommersalat. Als seine Mutter herein kommt, stellt er ihr eine Schüssel Müsli und einen Becher Kaffee auf den kleinen Küchentisch. Sie hat immer das Talent, genau dort zu stehen, wo er gerade arbeiten will, wenn sie beide in der Küche sind, deshalb haben sie sich geeinigt, dass sie in der Küche nur noch am Tisch sitzt und sonst nichts.

Der Salat kommt gut an, der Grillkäse schmeckt hervorragend, das Wetter ist herrlich, aber Matti ist nicht zu sehen. Toby kommt angeschlendert und lässt sich neben Jonas auf die Bank fallen. Wo isser denn, fragt Toby und es ist klar, dass er Matti meint. Normalerweise wäre es auch so, dass Jonas genau wüsste, wo sich Matti aufhält. Jonas zuckt mit den Achseln und wendet den Kopf ab. Toby brummt leise und stupst Jonas an. Was ist mit euch nur los, Mann? Euch könnt man sonst für siamesische Zwillinge halten! Jonas schüttelt stumm den Kopf. Andererseits, vielleicht könnte Toby für ihn mit Matti sprechen? Er holt tief Luft: Weißt du, Matti hat- Beim Klassenausflug, da hat er-
Nein, er kann das nicht erzählen, nicht mal Toby. Tut mir leid, sagt er zu Toby und der nickt. Ihr kriegt das schon hin, ihr zwei. Ihr gehört einfach zusammen, das weiß ich.
Damit klopft Toby Jonas auf die Schulter und geht zurück zu den anderen Kaktusmitgliedern. Jonas sieht ihm nach. Wenn es doch nur so einfach wäre!



Nur noch heute. Mann! Wenn er sich doch am nächsten Morgen nicht einfach davon gestohlen hätte! Dann wären die Fronten jetzt klarer, vielleicht gut, vielleicht nicht so gut, aber klarer. Jonas seufzt und schiebt sich weiter durch die belebte Fußgängerzone in der Stadt.

Matti! Da! Plötzlich steht Jonas nicht mehr auf der Straße, sondern in einem kleinen Laden, geduckt hinter einem Kleiderständer. Hat Matti ihn gesehen? Er wischt sich seine kalten, schweißfeuchten Hände am Hosenboden ab. Feigling. Vielleicht kann sich Matti ja wirklich nicht mehr erinnern. Vielleicht weiß er es aber auch noch genau. Vielleicht ekelt er sich. Vielleicht will er es wiederholen? Jonas schüttelt heftig den Kopf und geht entschlossenen Schrittes aus dem Geschäft. Und läuft direkt in eine Wand. Nein, in Hannes, der ihn an den Oberarmen festhält, damit sie nicht beide umfallen.

Jonas! ruft er, wo hast du dich denn versteckt? Dich sieht man ja gar nicht mehr!
Jonas dreht den Kopf und sieht noch Matti um eine Ecke verschwinden. Er seufzt und sieht Hannes an.
Ich hatte zu tun, sagt er, und auch wenn das nicht so richtig stimmt, fühlt es sich irgendwie an wie die Wahrheit.

Jonas schafft es irgendwie Hannes abzuwimmeln und schleppt sich nach Hause. Wenigstens hat er jetzt was zu tun, denkt er und öffnet den Schrank. Morgen fährt er für eine Woche ins MINT-Camp, das in jedem Sommer von der Uni seiner Stadt und verschiedenen Firmen organisiert wird. Nachwuchsrekrutierung.

Und danach sind noch fünf Wochen Sommerferien übrig, die Matti erst mit seiner Familie auf dem ewiggleichen Campingurlaub und dann im Trainingslager verbringen wird. Und dann? Dann kommen sie in die zehnte Klasse.



Und so steht Jonas am ersten Tag des neuen Schuljahres im neuen Klassenraum als einer der ersten da und weiß nicht, wohin er sich setzen soll. Er ist zumindest froh, dass er vor Matti da ist, so muss er zumindest nicht entscheiden, ob sie ab jetzt nebeneinander sitzen werden oder nicht.
Er blinzelt und schiebt sich in die dritte Reihe, direkt ans Fenster, so dass er sich später im Unterricht drehen kann und die ganze Klasse im Blick hat und gleichzeitig nicht ganz hinten oder ganz vorne sitzen muss.

Nachdem er sich gesetzt hat, seine Sachen auf dem Tisch angeordnet hat, zieht er ein Buch aus der Tasche, irgendeines, das er heute morgen aus dem Regal gezogen hat. Er will gar nichts lesen, er könnte sich nie konzentrieren, er braucht jetzt nur einen Schild, etwas, das zwischen ihm und dem Rest der Klasse steht. Nein, Jonas, sei ehrlich, etwas, das zwischen dir und Matti steht, ermahnt er sich selbst.

Hey, Jonas, ruft Toby und lässt sich geräuschvoll auf den übernächsten Platz von Jonas aus fallen. Jonas sieht nicht auf, er weiß aber, dass das Toby nicht stören wird. Nicht zu reagieren, wenn er liest, ist irgendwie normal für Jonas. Und normal ist, was er der Klasse zeigen will.

Hey, Jonas, ruft es nun hinter ihm. Und als Jonas nicht reagiert, noch einmal: Hey, Jonas, wie waren deine Ferien? Und jemand legt seine Hand auf meine Schulter und schüttelt leicht. Jetzt muss Jonas sich umdrehen, und er sieht Hannes an.
Hannes lacht ihn an: Wie war dein Camp? Haste'n paar coole Leute getroffen?
Jonas zuckt nur mit den Schultern: War okay.
Er hat keine Lust mit Hannes über sein Camp zu reden, oder überhaupt über irgendwas. Nur Hannes scheint das nicht zu merken und redet weiter, über seine Ferien, über irgendwas, Jonas hört nicht zu. Jonas wartet auf Matti, wartet und will wissen, was er tun wird, will es nicht wissen. Will sich wieder hinter seinem Buch verstecken.
Er sagt nichts, dreht sich halb von Hannes weg, so dass er vielleicht so aussieht, als würde er zuhören, dreht sich halb zur Tür hin, wartet.

Und dann kommt Matti herein, er ist gewachsen die Ferien über, schon wieder, füllt den Türrahmen aus, während er da steht und den Blick kurz durch den Raum schweifen lässt.

Jonas hat vielleicht den Atem angehalten, vielleicht hyperventiliert er auch. Was soll er jetzt tun? Was tut Matti?

Matti geht durch die Bankreihen, erste Reihe, zweite Reihe, dritte Reihe. Er hält an, dreht sich Richtung Fenster, quetscht sich an Toby vorbei und setzt sich neben Jonas.

Hey, Jonas, sagt er, sonst nichts, aber er lächelt Jonas an. Und Jonas weiß, es ist alles gut, Matti ist da und er wird da bleiben. Vielleicht müssen sie nochmal reden, über die Tage vor den Sommerferien, vielleicht auch nicht. Aber Matti bleibt Jonas bester Freund.
Aktualisiert: 15/04/16
Veröffentlicht: 15/04/16
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Schlußanmerkungen zum Kapitel
Lieber Herr Tonndorf, ich weiß, Sie waren Ihren Frau immer treu, aber ich liebe Ihren Namen! Liebe Grüße, J.S.

Ich muss zugeben, ich war kein guter (d.h. emotional-labiler) Teenager, sondern ziemlich langweilig. Daher -- falls jemand 15jährige hier falsch dargestellt findet -- bitte ich um Verzeihung. Der vierte und wahrscheinlich letzte Teil, den ich sicherlich irgendwann vor meiner Rente mal fertig kriege, wird hoffentlich wieder besser.
Witch23 am 15/04/16 20:32
Also zuallererst einmal, fand ich diesen teil deiner Geschichte besser als den zweiten.
Was aber nur daran liegt das diese Probleme hier mehr auf Teenager Nöten basieren als die in der letzten und somit gefühlt eine andere Qualität hatten.

Ansonsten mag ich die Entwicklung der Jungs, wobei ich es als schade empfinde das Mattis so sehr der Kräftige große Macho zu sein scheint und Jonas sich als der kleine schwache Schwule Junge herausstellt. In der Hinsicht mochte ich und mag ich Mattis Plan immer noch am liebsten ^_^ sorry da bin ich einfach etwas eigen und hätte es irgendwie auch interessant gefunden wenn Jonas eben nicht auf Jungs gestanden hätte und es evtl Mattis gewesen wäre der mit seinen Freunden diese Gefühle in sich entdeckt hätte. Nunja ich bin gespannt wie sich das ganze entwickelt und ob und wie die letzte Geschichte der Junges klärt ob Mattis nur ein Freund oder evtl der Freund wird.

Ach ja den Titel fand ich dann doch etwas irritierend, aucxh



Antwort der Autors Sonnrain (15.04.2016 21:01):
Argh, du hast Recht! Die beiden scheinen wirklich recht stereotyp geworden zu sein. Gar nicht gut. Okay, ich schau mal, ob sich da noch was "retten" lässt. Noch sind die beiden ja nicht erwachsen und da kann sich in ihrer Entwicklung noch ganz schön was tun. Und, nicht zu vergessen, wir sehen alles nur durch Jonas' Augen, also wer weiß schon, was da eigenlich gerade los ist?

Allerdings, zumindest Jonas wird immer ziemlich nerdy bleiben. Ich mag Nerds, wenn sie richtige Nerds sind und nicht so Möchtegern-Hipster-Typen.

Wegen des Titels... Das kommt davon, wenn man kurzentschlossen Sachen online stellt, ohne sie nochmal vom Beta bestätigen lassen. Ich werde noch mal Rücksprache mit meinem Beta halten; so sehr hängt mein Herz daran nicht. Denn wenn ich das richtig gesehen habe, gibt es die technische Möglichkeit, den Titel noch mal zu ändern, also warum nicht?
Wenn du fünfzehn bist
Chiyuki am 25/04/16 13:49
Ich finde die Geschichte nicht schlecht, aber ich muss witch durchaus zustimmen - die Stereotypen sind ein bisschen sehr deutlich. Dein Schreibstil passt auch nicht mehr so ganz, er wirkt etwas kindlicher als die Protagonisten mit 15 eigentlich sind. In der Zelt-Szene mit Matti hättest du vielleicht die jugendliche Verwirrung von Jonas noch etwas herausstreichen können.
Den Titel finde ich persönlich zwar sehr eigen, aber durchaus passend. Ich könnte mir keinen besseren für die Geschichte vorstellen. Er nennt bereits die Altersstufe, auf der die beiden sich gerade befinden und verspricht Teenagersorgen, Veränderungen im Leben und alles, was zum Erwachsenwerden dazugehört.

glg chi
Wenn du fünfzehn bist
martin1962 am 30/11/16 00:19
Super süss
Wenn du fünfzehn bist
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21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

alyssia
14/12/20 07:20
Wir gehen in die zweite Runde meiner Weihnachtsgeschichte 'Kein Weihnachtszauber' einer Geschichte ohne Glitzer und Magie, denn was bleibt, wenn der Weihnachtszauber fehlt? Der Boden der Tatsachen

Witch23
19/11/20 14:34
damit wären er drei die etwas beigetragen haben bisher ^^

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