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Kaffee

von Siemis [Ab 14 ] [Reviews - 3] (Abgeschlossen)
Veröffentlicht: 26/04/09 Aktualisiert: 13/04/12
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1. Kapitel 1

David sah in den grauen, dunklen Himmel und zog seinen Schal dichter um seinen Hals. Es schneite schon wieder; dichte, weiße Flocken fielen vom Himmel, wurden vom stürmischen Wind hin und her gerissen.
Seufzend vergrub der Blonde seine klammen Hände tiefer in seinen Manteltaschen, sah sich ungeduldig um. Der Bus hätte schon längst kommen müssen! Er würde mal wieder zu spät kommen.
Kaum hatte er den Gedanken zu Ende gebracht, tauchte an der Kreuzung der Bus auf, hielt kurze Zeit später endlich. Erleichtert stieg David in den geheizten Bus, setzte sich wie jeden Morgen an denselben Platz. Er sah aus dem Fenster und erst, als der Bus zwei Stationen weiter wieder hielt, wanderte sein Blick, wie jeden Morgen, suchend durch den Bus, bis er einen dunklen Haarschopf entdeckte.
Seit er hierher gezogen war - knapp zwei Monate war das nun schon her - sah er ihn jeden Morgen im Bus. Er war groß gewachsen, hatte breite Schultern, langes, gewelltes, schwarzes Haar und tiefbraune Augen, die meist noch sehr verschlafen in die Welt blickten. Wie immer bemerkte der Schwarzhaarige, dass er beobachtet wurde und nickte David kurz zu, die braunen Augen schienen freundlich zu lächeln. Wie immer grüßte David ebenfalls mit einem Nicken und sah dann wieder aus dem Fenster. Oder tat eher so, denn in Wirklichkeit beobachtete er den Schwarzhaarigen weiter durch die Spiegelung im Fenster.
Die Busfahrt ging wie jedes Mal viel zu schnell zu Ende und David musste wieder aussteigen, noch knapp 10 Minuten durch den Schnee stapfen und war dann endlich bei seiner Arbeitsstelle angekommen.
Er begrüßte Anne freundlich, die erwartungsvoll aufsah. "Morgen David, du hast es doch nicht schon wieder vergessen?", fragte sie und kam auf ihn zu. "Nein diesmal nicht", lächelte dieser etwas verlegen und entledigte sich erst einmal seines Mantels.
Anne war genau wie er Mitte zwanzig und hatte hier schon die Ausbildung gemacht, kannte sich also bestens aus, weshalb David nun auch mit ihr ein Büro teilte. Sie verstanden sich schon seit dem ersten Tag ziemlich gut. Anne schaffte es sogar, den ziemlich introvertierten David dazu zu bringen, auszugehen.

Als sie ihn einmal abgeholt hatte und David noch nicht fertig gewesen war, hatte sie im Wohnzimmer gewartet, neugierig, wie sie nun einmal war, sein Bücherregal durchstöbert und dabei ein paar einschlägige Werke gefunden.
David war ziemlich rot geworden, als er Anne fünf Minuten später in einem seiner homoerotischen Romane vertieft vorgefunden hatte.
Doch entgegen seiner Befürchtung schien Anne es keineswegs zu stören, dass ihr neuer Arbeitskollege schwul war, schien eher noch Freude daran zu haben, denn in kürzester Zeit hatte sie seine halbe Sammlung durchgelesen.

"Na dann gib her!", riss Anne den Blonden aus den Gedanken und sah ihn fordernd an. Theatralisch seufzend holte David die gewünschten Bücher hervor, "Jaja schon gut".
Zufrieden verzog sich Anne mit den Büchern zu ihrem Schreibtisch und blätterte schon im ersten herum. David grinste bei dem Anblick und setzte sich selbst hinter seinen Schreibtisch. Er war wirklich froh, Anne zu haben. Sie hatte ihm geholfen sich in der völlig neuen Stadt zurecht zu finden und war mittlerweile zu einer wichtigen Freundin geworden.
Nachdem David den Computer hochgefahren hatte, begann auch er endlich mit seiner Arbeit. Er war so vertieft, dass Anne ihn erst durch ein sanftes Anstupsen aus seiner Konzentration reißen konnte, um endlich Mittagessen zu gehen. Sie verbrachten ihre Pause wie so oft in dem kleinen China-Restaurant gegenüber. Der Nachmittag verging langsam, doch schließlich wurde es Fünf Uhr und die beiden konnten endlich Schluss machen. "Mich frustriert der Winter.", meinte David, als er bemerkte, dass es schon wieder dunkel geworden war. Anne sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. "Aber wieso? Ist doch total romantisch... ", noch ehe sie weitersprechen konnte, unterbrach David sie, der die Leier schon kannte. "Weihnachtsmarkt und Schnee, Sterne und Kitsch überall - schon verstanden." Anne lachte, zog sich den Mantel über und begleitete David noch bis zum Bus, ehe sie sich verabschiedete und nach Hause lief.
David musste nicht lange warten, ehe der Bus kam. Dennoch fror er schon wieder. Er konnte sich so warm anziehen, wie er wollte - kaum schneite es, war ihm kalt.
Er sah sich im Bus um, setzte sich ans Fenster und stellte enttäuscht fest, dass der hübsche Italiener nicht im Bus saß.
Zu Hause angekommen begrüßte David seine Katze, die ihm hungrig um die Beine strich, fütterte sie und machte sich dann selbst etwas zu essen, während im Hintergrund leise Musik lief.
Trotz Anne fühlte er sich noch immer einsam und fremd in der neuen Stadt. Auch früher, als er noch bei seinen Eltern gewohnt hatte, war er oft allein gewesen. Jedoch hatte er da seine Freunde gehabt, nicht viele, aber dafür Gute. Er vermisste die Gespräche zum Teil sehr, auch wenn Anne sich wirklich Mühe gab, ihn in ihrem Bekanntenkreis zu integrieren.
Seufzend setzte sich David mit einem Buch auf die Couch und sah durchs Fenster in die nun klare Nacht. Seine Gedanken wanderten unwillkürlich zu dem hübschen Italiener. Seufzend schloss David die Augen, sah ihn vor sich, die schönen braunen Augen, die gerade Nase und die fein geschwungenen Lippen. Seine Gedanken wanderten weiter, malten sich aus, wie der Schwarzhaarige unter der dicken Winterkleidung wohl aussah.
Immer weiter ging seine Fantasie, bis ihn ein Gewicht auf seinem Schoß aufschrecken ließ. Seine Katze war auf seine Beine gesprungen und machte ihn so auf ein kleines Problem aufmerksam. Fluchend sah David an sich herunter und wurde unwillkürlich etwas rot.
Das Problem war schon etwas zu groß, als dass David es hätte ignorieren können, weswegen er nun seufzend ins Bad tapste. "25... aus dem Alter sollte ich echt raus sein.", murmelte er, als er sich auszog und in die Dusche trat, um sich abzukühlen. Doch schon das lauwarme Wasser jagte einen Schauer durch seinen Körper, sodass David es doch wärmer drehte, sich resignierend gegen die Duschwand lehnte. Seine Hand griff blind nach dem Duschgel, um sich erst zu waschen.
Doch das warme Wasser, das sich wie streichelnde Hände auf seiner Haut anfühlte, half nicht gerade dabei, seine Erregung loszuwerden, steigerte sie eher noch. Braune Augen tauchten wieder in Davids Kopf auf, sahen ihn verlangend und dunkel an. Leise seufzend ergab sich David dem Drängen in sich und ließ seine Hand langsam weiter hinab in seinen Schoß sinken.

Wie immer müde und noch reichlich verschlafen, stand Tiziano an der Bushaltestelle und wartete frierend auf den verspäteten Bus. "Mist", murmelte er morgenmuffelig, als es auch noch zu schneien begann. Seine Laune besserte sich erst, als er einen jungen Mann mit blonden Haaren entdeckte. Wie immer erwiderte er seinen Blick, nickte ihm kurz freundlich zu. Seit knapp zwei Monaten wiederholte sich dieses Ritual nun schon. Er stieg in den Bus, setzte sich und der Blonde sah ihn an, nickte kurz, wenn Tiziano es bemerkte. Anfangs hatte er es etwas seltsam gefunden, doch mittlerweile wartete er schon fast auf das leichte Nicken und den Blick in die wachen, blauen Augen.
Der Blonde schien immer zu frieren, obwohl er einen schwarzen, langen Wintermantel und einen warmen Wollschal trug, der sein halbes Gesicht verdeckte. Tiziano sah ihm nach, als der Typ einige Stationen weiter wieder ausstieg und versank in seinen Gedanken, verpasste es beinahe an der Uni auszusteigen.
Er hatte das Gefühl, die Zeit würde nie vergehen, als er in den Vorlesungen saß, gelangweilt auf seinem Block herumkritzelte. Damit war er jedoch nicht allein, so kurz vor den Weihnachtsferien hielt sich auch der Elan der anderen Studenten stark in Grenzen. Die Mittagspause verbrachte er mit seinem besten Kumpel Fabian in der Mensa.
Sie kannten sich schon seit dem Kindergarten und waren auch genau so lang befreundet.
Er war froh, als er um 16 Uhr endlich seine letzte Vorlesung hinter sich gebracht hatte und nach Hause fahren konnte.
Doch kaum war er zur Tür hinein, war ihm klar, dass seine Ruhe nur ein Wunschgedanke bleiben würde. Seine kleine Schwester Manuela erwartete ihn schon und Tiziano ahnte Übles. Und er behielt Recht, seine Mutter verdonnerte ihn, mit ihr Mathe zu üben.
Er liebte seine Familie wirklich und er wohnte eigentlich gerne bei ihnen, nur manchmal hätte er wirklich lieber seine Ruhe, wenn er heimkam. Auch Freundinnen nahm er nur selten mit nach Hause - Großfamilien waren halt nicht so angesagt...
Als er es endlich geschafft hatte, Manuela verständlich zu machen, wie sie zu rechnen hatte und auch noch ihre Hausaufgaben in Deutsch kontrolliert hatte, bereitete er mit seinen zwei älteren Schwestern das Abendessen vor.
Seine Eltern betrieben ein kleines Café gleich unter ihrer Wohnung, das mittlerweile so gut lief, dass sie noch eine Angestellte hatten und Tiziano oft helfen musste.
Auch in diesen Winterferien würde er wieder helfen, um seine Eltern zu unterstützen und ein wenig Geld zu verdienen. Seine Eltern verdienten gut an dem Café, sodass sie Tiziano das Studium bezahlen konnten. Um noch etwas nebenher zu verdienen, half er ihnen ab und zu. Das Essen verlief gewohnt laut und auch als sie schon zu Ende gegessen hatten, blieben sie noch lange am Tisch.

Den Abend verbrachte Tiziano dann wie so oft mit ein paar Freunden in einem Café in der Innenstadt. Morgen war der letzte Tag vor den Ferien, sodass sie länger blieben und die kommenden Ferien schon vor feierten.
Schnell vergaßen sie die Zeit, was wohl auch an den vielen, meist alkoholischen, Getränken lag.
Erst gegen 2 Uhr Nachts kam Tiziano wieder nach Hause, war froh, dass seine Eltern schon schliefen und nicht bemerkten, dass er erst jetzt zurückkam. Müde zog er sich aus und fiel in sein Bett, war, kaum dass er sich zugedeckt hatte, auch schon eingeschlafen.

David wurde von dem schrillen Klingeln seines Weckers aus dem Schlaf gerissen, rieb sich müde über die Augen und streckte sich ausgiebig. Er blieb noch einen Moment liegen, erinnerte sich wieder daran, was er geträumt hatte. Augenblicklich wurde er rot und verscheuchte die Gedanken. Er sah den Schwarzhaarigen meist nur einmal am Tag, wie konnte er sich nur so in seinen Gedanken festsetzen, dass er nun schon von ihm träumte... Ganz abgesehen von der Sache unter der Dusche. Seufzend wusch sich David das Gesicht, als er es endlich aus dem warmen Bett ins kalte Bad geschafft hatte. Er sah sich im Spiegel an, zupfte unzufrieden an seinem blonden Haar, das ihm halblang ins Gesicht hing. Er brauchte definitiv wieder einen Freund. Nachdem er sich auch die Zähne geputzt hatte, zog sich David an, dachte an seine letzte Beziehung, die nun schon ein Jahr zurück lag. Er war kein Freund von kurzweiligen Abenteuern und von One Night Stands hielt er noch weniger.
Immer mehr sehnte er sich wieder nach einem Partner, eine ernste Beziehung, die die Einsamkeit in ihm vertrieb.
Wie jeden Morgen frühstückte David nicht, trank nur einen Kaffee und zog sich dann den dicken Wintermantel über, zog die warmen Winterschuhe an und machte sich auf den Weg zum Bus.
Dieser war sogar einmal pünktlich, so dass David nicht lange frierend im Schnee stehen musste. Zwei Stationen weiter wartete David vergeblich auf den Anblick zweier brauner Augen, verwirrt sah er aus dem Fenster und sah eine hochgewachsene Gestalt durch den Schneesturm hetzen. Schnell drückte er auf den 'Halt'-Knopf, sodass sich die Türen wieder öffneten und die Gestalt gerade noch rechtzeitig in den Bus springen konnte.
David lächelte leicht zu dem Schwarzhaarigen auf, der sich außer Atem auf einen Sitz hinter ihm fallen ließ. "Danke... das war knapp", murmelte er heiser, was David einen Schauer über den Rücken jagte. "Kein Problem...", meinte er und wollte noch etwas anfügen, wurde jedoch von einer jungen Studentin unterbrochen, die den Italiener lautstark begrüßte.
Dieser warf David nur noch einen entschuldigenden Blick zu und wurde dann ganz von der Rothaarigen in Beschlag genommen.
David hatte nicht viel Zeit sich darüber zu ärgern, musste ja schon bald wieder aussteigen.
Im Büro angekommen begrüßte er Anne und seufzte überzogen. "Da spricht er mich mal an und dann..", fing er an, wurde aber gleich darauf wieder unterbrochen. "Wie - der Italiener?", fragte Anne amüsiert. In der letzten Mittagspause hatte David von ihm erzählt, oder eher geschwärmt, dass er ihn jeden Morgen im Bus sah. "Er hat dich angesprochen? Was hat er denn gesagt?", fragte sie neugierig wie eh und je. David lehnte sich gegen ihren Schreibtisch und erzählte kurz, was am Morgen geschehen war. "Er sah noch verschlafener aus als sonst.", schloss er grinsend ab und stieß sich wieder ab, um sich an seinen eigenen Schreibtisch zu setzen.
Fast unendlich schien sich dieser Tag in die Länge zu ziehen - so empfand es jedenfalls David. Er hatte sich Annes Rat noch einmal durch den Kopf gehen lassen und beschlossen, ihm zu folgen. Er wollte herausfinden, woher der hübsche Italiener jeden Morgen kam. Es war Freitag und da fuhr der Schwarzhaarige normalerweise um die gleiche Zeit nach Hause wie er.
Als der Feierabend endlich herangerückt war und er mit Anne zur Bushaltestelle lief, musste er ihr versprechen anzurufen, falls es ihm gelang herauszufinden, wo der Italiener wohnte. David schüttelte über sich selbst den Kopf; einem völlig fremden Typen nachzulaufen, sah ihm nun wirklich nicht ähnlich...
Er stieg extra ganz hinten in den Bus, damit ihn der Schwarzhaarige nicht entdeckte, doch diese Mühe hätte er sich aber auch sparen können.
Zu Davids Erleichterung saß das Objekt seiner Träume zwar im Bus, achtete aber auf nichts, sah nur aus dem Fenster. Er sah fast noch müder aus als am Morgen. Trotz des festen Vorsatzes herauszufinden, wo der Italiener wohnte, hätte David beinahe gekniffen, sprang im letzten Moment dann doch noch aus dem Bus und sah sich suchend um.
Er sah die groß gewachsene Gestalt des Schwarzhaarigen gerade noch um eine Ecke biegen, folgte ihm mit schnellem Schritt. David brauchte sich keine Mühe zu geben, unentdeckt zu bleiben, denn der vor ihm Gehende sah nur geradeaus und lange musste er ihm auch nicht folgen.
David sah, wie er in ein kleines Café ging, runzelte kurz die Stirn. Er hatte wirklich müde gewirkt und dann ging er noch in ein Café?
Er trat näher, spähte vorsichtig durch das Schaufenster und sah, wie der Schwarzhaarige die Frau hinter dem Tresen begrüßte und dann in den hinteren Teil des Cafés verschwand.
Nachdenklich ging David den Weg zurück zum Bus. Vielleicht arbeitete er ja in dem kleinen Café...
Als er in seiner warmen Wohnung ankam, löste er das Versprechen ein und rief als Erstes Anne an, musste ihr alles genau erzählen, was ihn grinsend die Augen verdrehen ließ.
Schließlich verabredete er sich mit Anne noch für das Wochenende und legte dann auf, sah sich in der noch leeren Wohnung um. Das bekannte Gefühl der Einsamkeit ergriff ihn, gegen das auch das sanfte Schnurren seiner Katze nichts half, die sich auf seinem Schoss eingerollt hatte.
Er schaute noch eine Weile fern, ehe er sich eine Kleinigkeit zu essen machte und noch etwas las, bevor er ins Bett ging.
Den Samstag verbrachte er wie immer mit Einkaufen, Aufräumen, etwas Putzen. Abends traf er sich mit Anne in einem kleinen Lokal und kam erst spät nachts wieder zurück, sodass er den halben Sonntag einfach verschlief.

Tiziano hatte das Gefühl, die Vorlesungen würden nie vorbeigehen. Sein Kopf dröhnte und ihm war schlecht. Fabian schien es auch nicht gerade besser zu gehen - genau wie dem Rest, der mit ihnen gestern gefeiert hatte. Als er es endlich überstanden hatte, atmete er erleichtert durch. Er wartete frierend auf den Bus, der natürlich zu spät kam, und setzte sich ans Fenster. Kein einziges Mal hob er den Blick, bis er aussteigen musste. Er bemerkte nicht, dass jemand hinter ihm lief, wollte nur schnell nach Hause und vor allem ins Bett.
Er trat in das warme Café, begrüßte seine Mutter und ging gleich nach oben in die Wohnung. Selten wünschte er sich so sehr eine eigene Wohnung wie jetzt, denn wie immer war es nicht gerade still in dieser. Patzig wimmelte er seine kleineren Geschwister ab, verschwand kurz im Bad und viel dann ins Bett, schlief bis Samstagmittag durch.
Tizianos Mutter zog ihn immer auf, dass er, wenn man ihn im Herbst nicht wecken würde, bis in den Frühling durchschlafen würde. Auch an diesem Samstag musste er sich den Spruch anhören, ehe er ins Café ging, um zu helfen.

"Montage... wie ich sie doch hasse!", murrte David, als er in sein Büro kam anstatt einer Begrüßung, erntete dafür einen erstaunten Blick von Anne. "Er war nicht da…", fügte er als Erklärung hinzu, "Außerdem schneit es immer noch...". David ließ sich auf seinen Schreibtischstuhl sinken, war schon wieder in Gedanken bei dem Schwarzhaarigen. Vielleicht war er ja krank. Am Freitag hatte er wirklich nicht gut ausgesehen. Er hatte heute vergeblich auf den hübschen Südländer gewartet, doch er war nicht eingestiegen.
Anne sah ihn mitleidig an und versuchte ihn etwas aufzumuntern, doch es half nicht viel. Obwohl der Tag ereignislos verging, war David trotzdem müde als er abends in sein Bett fiel. Seufzend schloss er die Augen, sah das müde Gesicht des Schwarzhaarigen vor sich, schlief mit dem Gedanken an dunkle braune Augen ein.
Auch an diesem Morgen wartete David vergebens auf das Auftauchen des Schwarzhaarigen. Ähnlich schlecht gelaunt wie auch am Vortag kam er im Büro an und war nicht wirklich bei der Sache.
Als sich auch am Donnerstag die Türen des Busses schlossen, ohne dass der Schwarzhaarige eingestiegen war, lehnte David seufzend den Kopf an die kalte Fensterscheibe. "Wo bist du nur?", fragte er leise - sein warmer Atem beschlug die Scheibe. Er seufzte resigniert. Wie konnte ihm ein Mann, den er nicht einmal kannte bloß so den Kopf verdrehen? Er vermisste es wirklich, in die warmen, braunen Augen des anderen zu sehen, das leichte Lächeln und das freundliche Kopfnicken zu empfangen, welches ihm so bereitwillig geschenkt wurde.
Aktualisiert: 13/04/12
Veröffentlicht: 26/04/09
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jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

alyssia
14/12/20 07:20
Wir gehen in die zweite Runde meiner Weihnachtsgeschichte 'Kein Weihnachtszauber' einer Geschichte ohne Glitzer und Magie, denn was bleibt, wenn der Weihnachtszauber fehlt? Der Boden der Tatsachen

Witch23
19/11/20 14:34
damit wären er drei die etwas beigetragen haben bisher ^^

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