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Heute wirklich!

von Snoopy279 [Ab 12] [Reviews - 2] (Abgeschlossen)
Sascha ist nicht nur mit den allerbesten Vorsätzen ins Jahr 2020 gestartet, sondern er hat sogar angefangen, diese umzusetzen - etwas, was sonst überhaupt nicht seine Stärke ist. Doch auf einmal ist da diese Virus, die ganze Welt steht Kopf und durch die resultierenden Einschränkungen ist er natürlich auch in der Umsetzung seiner Vorhaben beschränkt. Ob das Ganze wenigstens auch ein bisschen was positives für ihn bringen kann?

Genres: Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 1     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 4302     Klicks: 1213
Veröffentlicht: 31/03/20 Aktualisiert: 31/03/20
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Anmerkungen zur Geschichte
Hallo ihr Lieben,

es ist wieder Dienstag! Ich hab irgendwie schon seit einiger Zeit gedacht, dass Corona uns ja alle beschäftigt und hatte deshalb irgendwie den Anspruch an mich selbst, was zu dem Thema zu schreiben (also wer es bei der Kurzbeschreibung, in der ich das böse C-Wort trotz allem vermeiden wollte, nicht gecheckt hat und das Thema vermeiden will, sollte genau JETZT flüchten - ich kanns nachvollziehen und bin auch nicht böse deswegen!)

Die Verhandlungen mit meiner Muse gestalteten sich jedoch etwas zäh - falls jemand Interesse hat, ich hab es in einen Dialog verdichtet.

Ich: "Als Autorin sollte ich schon auch irgendwie was zu Corona schreiben, finde ich."
Muse: "Zu diesem deprimierend realen Virus? Nö, kein Bock..."
Ich: "Komm schon! Es soll ja nichts deprimierendes werden, sondern ganz im Gegenteil etwas, was die Leute aufmuntert und ihnen hilft, in dieser Scheißsituation trotz allem auch ein bisschen was positives zu finden."
Muse (eiskalt): "Joa, nett... dann mach doch mal..."

Wie ihr allein schon an der Tatsache sehen könnt, dass ich was poste, habe ich es dann letzte Woche Freitag doch noch geschafft, sie von meinem Vorhaben zu überzeugen (mit der richtigen Frage und dem richtigen Stichwort).

Ich wünsche euch allen viel Kraft, mit der aktuellen Situation umzugehen, viele kreative Wege, doch etwas Positives daran zu finden und wenn ihr nicht damit zurechtkommt oder euch das Zuhausebleiben in irgendeiner Art und Weise schadet - bitte sucht euch Hilfe! Es gibt viele Notrufnummern und teilweise auch neue Angebote, wo ihr zumindest telefonisch Hilfe erhalten könnt.

Jetzt trotz allem viel Spaß beim Lesen, gebt auf euch und die anderen acht und bleibt gesund!
lg, Snoopy
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1. ... aber dann kam Corona

Sascha war immer noch ein wenig fassungslos, obwohl er jetzt schon zwei Wochen mit verkürzten Arbeitszeiten hinter sich hatte. Er arbeitete als Koch im „Küchengarten“, einem eher kleinen Restaurant, das sich auf Speisen aus regionalen Bioprodukten spezialisiert hatte. In der ersten Märzwoche war alles noch einigermaßen normal abgelaufen, obwohl erste Veranstaltungen wegen Corona abgesagt wurden und es die ersten Einschränkungen gab – jedoch nichts in dem Ausmaß, dass es ihr Restaurant betraf.
Doch in der zweiten Märzwoche, in der die Bundeskanzlerin Mitte der Woche alle ganz deutlich dazu aufgefordert hatte, Zuhause zu bleiben und in der Öffentlichkeit Abstand zu halten, waren die Anzahl der Gäste drastisch gesunken.

Lars, der Besitzer des „Küchengartens“, hatte relativ schnell reagiert. In der Woche danach hatten sie zwar noch geöffnet gehabt, doch er hatte die Öffnungszeiten auf die Stoßzeiten beschränkt und auch die Speisekarte nach einem gemeinsamen Brainstorming mit Sascha abgeändert. Obwohl sie ohnehin eher weniger, dafür hochwertig zusammengesetzte Mahlzeiten enthielt, hatte er sie noch weiter reduziert auf Gerichte, die sich gut warmhalten ließen und nicht kurz vorher frisch zubereitet werden mussten. Zudem hatte er große Warmhalteboxen aus Styropor organisiert und die Behältnisse für die take-away-Ausgabe, die sie bereits hatten, aufgestockt.
Anschließend hatte er mit dem Servicepersonal abgeklärt, inwieweit diese statt im Laden als Kuriere arbeiten und das Essen ausliefern konnten, sodass sie einen Lieferservice anbieten konnten.
Bis auf Olaf waren alle wenigstens mit dem Fahrrad, Svea und Tim auch mit dem Auto mobil.
Entsprechend verblieb Olaf im Laden, da eine Person unter den aktuellen Umständen ausreichte, um die wenigen Personen im Laden zu bedienen und gleichzeitig das vorbestellte Essen an die Selbstabholer oder den Lieferdienst abzugeben. Unter normalen Umständen brauchten sie insbesondere zu Stoßzeiten eher zwei Leute, da der „Küchengarten“ dann komplett gefüllt war, vor allem wenn es wie jetzt wieder wärmer wurde und auch der kleine Außenbereich voll belegt war.

Da Sascha nicht motorisiert und auch ziemlich unsportlich war, fiel er als zusätzlicher Lieferant aus. Zur Arbeit kam er immer zu Fuß, das waren keine zehn Minuten Weg, selbst wenn er trödelte. Und dadurch, dass er nur noch drei Gerichte vorkochen musste, hatte er jetzt eben deutlich früher frei als sonst. Dadurch konnte er endlich mal die ganzen Überstunden abbauen, die sich angesammelt hatten. Bislang hatte Lars ihm ausgeholfen, wenn er den ganzen Bestellungen nicht hinterherkam.
Eigentlich hatte Lars auch eine Aushilfe einstellen wollen, doch jetzt waren alle froh, dass er diesen Plan noch nicht in die Tat umgesetzt hatte.
Lars selbst kümmerte sich wie üblich um die Einkäufe auf dem Großmarkt und bei den nahegelegenen Höfen und besetzte das Telefon.
Durch diese Umstellung traf es sie nicht so hart, als das Wochenende darauf dann alle Gaststätten und Restaurants schließen mussten, schließlich waren Lieferdienste und eine take-away-Ausgabe weiterhin erlaubt.

Natürlich freute Sascha sich ein Stück weit über die neugewonnene Freizeit, denn sein Privatleben war durch seinen Job oft genug auf der Strecke geblieben. Aber durch die ganzen Einschränkungen fühlte sich dieses mehr an Zeit relativ nutzlos an.
Dabei hatte das Jahr so gut angefangen! Im Gegensatz zu all den Jahren davor hatte er nämlich nicht nur gute Vorsätze gefasst, sondern auch damit begonnen, diese umzusetzen. Im gute-Vorsätze-fassen war Sascha nämlich ein absoluter Meister. Leider war er im die-Vorsätze-dauerhaft-auf-den-nächsten-Tag-verschieben ein König – oder wie Flo, sein bester Freund, es so uncharmant formulierte: „Du bist der König der Faulheit.“
Deshalb hatte Flo ihm auch schon vor Jahren ein Zitat aus dem Internet als wunderschönes, handgemaltes Poster geschenkt „Wer etwas will, findet Wege, wer etwas nicht will, findet Gründe.“ Dabei hatte er sogar den Namen des Urhebers, Götz Werner, so integriert, dass er gut lesbar darauf stand und einem trotzdem nicht sofort ins Auge fiel und von der Botschaft ablenkte.
Sascha hatte es sogar aufgehangen. Offiziell natürlich nur mit der Begründung, dass Flo sich so viel Mühe gegeben hätte und es zu schön geworden sei, um es in einer Ecke vergammeln zu lassen. Da war etwas Wahres dran, Sascha wollte gar nicht wissen, wie viele Stunden und Tage sein bester Freund daran gesessen. Trotzdem hatte er es auch deshalb aufgehangen, weil er insgeheim zugeben musste, dass der Spruch es definitiv auf den Punkt brachte. Natürlich war sein Job stressig und zeitraubend, aber wenn er es wirklich wollen würde, wäre trotzdem einiges machbar, was er immer wieder aufschob.

Deshalb hatte Sascha beschlossen, dass 2020 sein Jahr werden würde und hatte direkt in der ersten Woche angefangen, das auch umzusetzen, indem er endlich mal den Kontrolltermin beim Zahnarzt vereinbart hatte, den er schon seit Ewigkeiten vor sich herschob. Dann hatte er sein völlig eingestaubtes Fahrrad geputzt und zur Reparatur in den Fahrradladen gebracht, sodass er es endlich wieder benutzen konnte. Er war sogar schon ein paar Mal damit gefahren, allerdings nicht in einem Ausmaß, dass er als Fahrradkurier zu gebrauchen war. Zudem bekamen die anderen die Bestellungen bislang gut abgearbeitet, weil die Kundenzahl trotz allem abgenommen hatte.
Mit den Fortschritten war er bislang auch einigermaßen zufrieden gewesen, weil es deutlich mehr war, als er all die Jahre zuvor umgesetzt hatte.
Für den März hatte er sich vorgenommen, sich endlich mal wieder mehr mit Freunden zu treffen, vielleicht sogar gemeinsam eine kleine Fahrradtour zu machen. Allen voran natürlich Flo, aber gerade auch die Leute, mit denen er schon länger nicht mehr so viel Kontakt hatte. Er hatte sogar schon einen Termin mit Jens, einem ehemaligen Kollegen, vereinbart gehabt. Des weiteren hatte er sich endlich mal nach Schnupperstunden für verschiedene Sportarten erkundigt und geplant, sich da mal durchzutesten. Vielleicht hätte er dann auch endlich mal einen Kerl kennen gelernt, denn so viele Vorteile ein Singledasein auch haben mochte, er hatte keinen Bock mehr darauf.
Und dann war Corona gekommen und hatte ihm einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht! So ein Scheiß Virus!

Auch wenn er anfangs noch skeptisch gewesen war, hielt Sascha die Maßnahmen mittlerweile für sinnvoll und hatte schon vor dem Kontaktverbot darauf geachtet, sich wirklich zu überlegen, ob das, was er vorhatte, notwendig war, wenn es irgendwelche Kontakte mit anderen Menschen beinhaltete.
Sowohl seine Großmutter, die eine seiner wichtigsten Bezugspersonen war, als auch seine Schwester gehörten nämlich zur Risikogruppe. Seine Großmutter natürlich aufgrund ihres Alters, aber auch aufgrund eines angeschlagenen Immunsystems, seine Schwester, weil sie von Geburt an eine geschwächte Lunge und einen Herzfehler hatte.
Und wenn er sich vorstellte, dass einer der beiden etwas passierte, das jemand sie mit Corona infizierte, dann schnürte sich sein Hals zu und sein Herz raste. Die beiden wohnten nicht in der gleichen Stadt wie er selbst, sondern ungefähr eineinhalb Stunden Bahnfahrt entfernt, sodass er ihnen im Alltag nicht über den Weg laufen würde. Doch es gab ja auch in seinem Umfeld genügend Menschen, die der Risikogruppe angehörten und auch diese hatten ja Angehörige, die sich um sie sorgten. Deshalb war Sascha wild entschlossen, seinen Teil zu tun, um niemanden zu gefährden.
Tatsächlich war auch das Etwas, was ihn sehr belastete. Denn er hatte zu Ostern wie üblich geplant, zu seiner Familie zu fahren. Unter den aktuellen Umständen war das allerdings ein Ding der Unmöglichkeit und sorgte dafür, dass er diese jetzt schon unglaublich vermisste.

Nach der anfänglichen Überforderung hatte Sascha mittlerweile schon ein paar Dinge gefunden, für die er die Zeit Zuhause nutzen konnte. Um genau zu sein, hatte Flo im Videochat sein Leid geklagt, was dieser mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem erbarmungslosen: „Dein Ernst? Es steht nichts auf der Liste deiner Vorhaben, was sich in deiner Wohnung umsetzen lassen würde?“ kommentiert hatte.
Natürlich hatte Flo damit wie immer Recht gehabt und Sascha hatte nochmal genauer überlegt, was er alles vorhatte, um diese umzusetzen.
Seine Wohnung war jetzt wieder vernünftig aufgeräumt und geputzt (bis auf die Fenster, so verzweifelt war er bislang noch nicht). Er hatte die Emails von Freunden beantwortet, die teilweise schon vor Monaten geschrieben hatten. Selbstverständlich hatte er mit seiner Großmutter, seiner Schwester und auch dem Rest seiner Familie sowie seinen Freunden telefoniert, geschrieben und Videochats geführt. Und wenn er einkaufen ging, brachte er Frau Gutekunst, seiner etwa achtzigjährigen Etagennachbarin, das mit, was sie benötigte. Die gute Dame war zwar noch recht rüstig für ihr Alter, aber sicher war sicher.
Insgesamt war er damit auch zufrieden und sogar ein bisschen froh und dankbar für die erzwungene Zeit Zuhause. Natürlich war der Anlass nicht schön, doch viele der Projekte, die er jetzt umgesetzt hatte, hätte er sonst vermutlich noch einige Wochen bis Monate vor sich hingeschoben.
Dennoch wurde Sascha das Gefühl nicht gänzlich los, auf einmal in einem Alptraum gefangen zu sein und vergeblich darauf zu warten, dass er endlich aufwachte. Wie konnte es nur passieren, dass die Welt von einem Tag auf den anderen so auf den Kopf gestellt wurde?

Besonders stark war das Gefühl häufig dann, wenn er es vor allem Abends nicht schaffte, sich mit irgendetwas Sinnvollem zu beschäftigen, sondern stattdessen ohne Ziel im Internet rumsurfte, wie gerade auf Facebook. Dabei hatte Sascha durchaus noch einige Sachen auf der to-do-Liste stehen, beispielsweise hatte er sich einen Stapel Servietten aus dem Restaurant mit nach Hause genommen. Schließlich hatte er schon seit Ewigkeiten die Idee, mal zu gucken, welche besonderen Falttechniken mit ihren Servietten umsetzbar waren. Origami gefiel ihm, auch wenn er das ebenfalls schon lange nicht mehr gemacht hatte. Aber jetzt gerade fehlte ihm die notwendige Konzentration und Muße dafür.
Seufzend beschloss Sascha, aus der Not eine Tugend zu machen und mal seine Freundesliste auf Facebook zu durchforsten und auszumisten. Da waren einige Leute drunter, mit denen er seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte und die er auch nicht wirklich vermisste.
Während er Namen für Namen las und aussortierte, fragte er sich, nach welchem Kriterium Facebook sortierte, denn für ihn sah es nach purer Willkür aus.

Plötzlich hielt er inne. Von Thomas hatte er auch schon Ewigkeiten nichts mehr gehört, doch das lag nicht wirklich an Thomas, sondern an ihm selbst.
Sie hatten zusammen die Kochausbildung absolviert und sich damals gelegentlich auch privat getroffen. Meistens mit einigen anderen, aber ein oder zwei Mal auch nur zu zweit. Von Anfang an hatte Sascha für ihn geschwärmt. Neugierig klickte er auf die Seite und sah sich das aktuelle Profilbild an. Zu seiner Freude war es ein recht aktuelles Bild von Thomas selbst.
Sascha musste schlucken. Die dunklen Locken und die dunkelbraunen Augen hatten ihm schon immer gut gefallen. Das kantigere Gesicht und der Dreitagebart machten jedoch deutlich, dass Thomas jetzt endgültig zu einem unglaublich attraktiven Mann geworden war.
Noch besser als dessen Aussehen hatte Sascha jedoch damals schon dessen Charakter gefallen, denn Thomas war eine Seele von Mensch. Unglaublich warmherzig, hilfsbereit, aufmerksam und sehr engagiert, beispielsweise hatte er sich neben der Ausbildung für Obdachlose engagiert. Drei Jahre lang hatte Sascha Thomas heimlich angehimmelt und deshalb im Unterricht manchmal Schwierigkeiten gehabt, aufzupassen. Allerdings hatte er sich nie Chancen ausgerechnet bis zu ihrer Abschlussfeier. Da hatte er den Eindruck gehabt, dass Thomas mit ihm flirtete und möglicherweise seine Gefühle nicht so einseitig waren wie gedacht.

Natürlich hatten sie damals vereinbar, in Kontakt zu bleiben und Sascha hatte das auch ernsthaft vorgehabt. Thomas hatte ihn einige Male angeschrieben und nach einem Treffen gefragt. Sascha hatte ihm ein paar Mal zurückgeschrieben, aber das Treffen immer wieder auf später verschoben.
Irgendwann hatte Thomas dann verständlicherweise aufgegeben. Natürlich war es wirklich nicht leicht gewesen, einen passenden Zeitpunkt zu finden, weil Thomas nach der Ausbildung eine Stelle in einem Altenheim angenommen hatte und schon viel früher anfangen musste, damit die Bewohner pünktlich Mittags um zwölf Uhr essen konnten, aber spätestens um achtzehn Uhr Feierabend hatte.
Sascha hingegen hatte damals in einem Restaurant gearbeitet, das unter der Woche ausschließlich Abends geöffnet hatte und nur am Wochenende auch einen Mittagstisch anbot. Dementsprechend war er oft erst um dreiundzwanzig Uhr, teilweise sogar erst um Mitternacht Zuhause gewesen und war ungefähr zu der Zeit aufgestanden, zu der Thomas auf die Arbeit gemusst hatte.
Doch da sie beide ja auch ihre freien Tage hatten, wäre ein Treffen sicherlich nicht unmöglich gewesen.

Seufzend bewegte Sascha den Cursor, um auch Thomas von seiner Freundesliste zu entfernen – doch er brachte es nicht übers Herz. Stattdessen schielte er auf dessen Beziehungsstatus und freute sich, dass dort keine Beziehung stand. Ihm war bewusst, dass das nichts heißen musste, weil da auch nicht ausdrücklich Single stand, doch den Gedanken schob Sascha sofort weg.
Auf einmal war das Chatfenster offen. Bestürzt stellte er fest, dass er Thomas die letzten zwei Male, als dieser ihn angeschrieben hatte, nicht einmal geantwortet hatte! Es war gut sieben Jahre her, dass sie das letzte Mal miteinander geschrieben hatten. Im ersten Moment kam Sascha das unerwartet lang vor, doch als er nachrechnete, stellte er fest, dass es stimmte – er war im Sommer vor acht Jahren mit seiner Ausbildung fertig gewesen.

Energisch schüttelte er seinen Kopf, um sich aus seinen Schwärmereien loszureißen und schalt sich einen sentimentalen Trottel. In dem Moment, wo er wieder zu seiner Freundesliste zurückkehren wollte, sagte auf einmal eine innere Stimme, die sich verdächtig nach Flo anhörte: „Echt jetzt? Du heulst ein bisschen rum, wie leid es dir tut, dass du es verbockt hast und machst dann einfach so weiter?“
„Was soll ich denn bitte sonst machen?“, hielt Sascha ihr entgegen.
„Na was wohl, schreib ihm!“
„Ich kann ihm doch nicht einfach so schreiben. Und selbst wenn, er will bestimmt nichts mehr mit mir zu tun haben, nachdem ich mich damals nicht mehr gemeldet habe.“
„Verdient hättest du es“, konterte die innere Stimme gnadenlos, um dann in etwas milderem Tonfall fortzufahren, „aber was hast du zu verlieren. Willst du eines Tages als alter Kerl mit zehn Katzen enden und denen das Bild von Thomas zeigen, so nach dem Motto 'mit dem hätte ich beinahe eine Beziehung gehabt'?“
Das blöde Ding weckte den Wunsch in Sascha, nicht Thomas, sondern Flo aus seiner Freundesliste zu kicken – es klang nämlich wirklich verdächtig nach dem, was sein bester Freund ihm in der Situation sagen würde.
„Siehst du, gar nichts. Im schlimmsten Fall hattest du recht, dass er mit dir nichts mehr zu tun haben will. Aber es ist Thomas. Wahrscheinlich wird er sich freuen, dass du dich meldest. Und Freunde sein ist besser als nichts, oder?“, trat die Stimme direkt nach. Sascha hatte beinahe den Eindruck, dass sie schadenfroh klang, weil sie Zweifel in ihm geweckt hatte, ob er nicht vielleicht tatsächlich nochmal versuchen sollte, Kontakt aufzunehmen.

Unsicher schwebten Saschas Finger über der Tastatur. Was sollte er schreiben? Was schrieb man, wenn man sich so viele Jahre nicht mehr bei jemandem gemeldet hatte, damit derjenige einem verzieh?
Er fing an und löschte das Geschriebene wieder, nur um das Spiel von vorne zu beginnen. Im gefühlten hundertsten Versuch schaffte er es, tatsächlich einige fertige Sätze zu produzieren: „Lieber Thomas, wie geht es dir? Es tut mir schrecklich leid, dass ich mich Ewigkeiten nicht mehr bei dir gemeldet habe. Das sollte echt keine billige Ausrede sein damals, sondern ich wollte mich wirklich bei dir melden, sobald ich mehr Zeit habe. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir verzeihen kannst und dich trotzdem bei mir meldest. Liebe Grüße, Sascha (aus der Ausbildung, falls du in der Zwischenzeit verdrängt hast, wer ich bin Zwinkernd )“
Nachdem er sich das nochmal durchgelesen hatte, wollte er wieder alles löschen.
„Und wie oft willst du das Spiel jetzt noch spielen? Glaubst du echt, du kriegst es besser hin? Das es Worte gibt, die das Ganze weniger peinlich und erbärmlich machen?“, hielt sein innerer Flo ihn spöttisch davon ab.
Seufzend musste Sascha sich eingestehen, dass da etwas Wahres dran war. Eher er sich versah oder bewusst die Entscheidung getroffen hatte, hatte sein Finger sich selbstständig gemacht und den Text abgeschickt. Im ersten Moment wollte er panisch auf entfernen klicken, dann wurde ihm jedoch bewusst, dass die Anzeige einer entfernten Nachricht auf jeden Fall noch peinlicher wäre.

Um den Chat nicht so lange anzustarren, bis eine Antwort kam, kehrte er zum Aussortieren der Freundesliste zurück. Thomas war im Moment nicht einmal online, es konnte als dauern, bis er sich meldete.
Saschas Gedanken blieben natürlich trotzdem im Chat kleben. Er musste die Namen oft mehrmals lesen, bis sie einen Sinn ergaben. Entsprechend war er nur sechs Namen weitergekommen, als die Anzeige ihm keine zehn Minuten später verriet, dass ihm jemand geschrieben hatte.
Mit einem tiefen Luftholen, begleitet vom Mantra „Es ist bestimmt jemand anderes“, versuchte er, sich vor der möglichen Enttäuschung, wenn es nicht Thomas war, zu wappnen.
Doch zu seiner Überraschung war es tatsächlich Thomas, der ihm geantwortet hatte. „Hey Sascha! Schön, dass du dein Versprechen gehalten hast, auch wenn ich darauf gehofft hatte, dass du das etwas früher tust Zwinkernd Aber irgendwie ist es in der Situation, wo sich die komplette Welt in so kurzer Zeit so geändert hat auch tröstlich, dass manche Sachen wie dein chronisches Aufschieben bestehen bleiben. Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Der Sport fehlt mir halt und ich mache mir Sorgen, weil die meisten Hilfen für Obdachlose jetzt auch zugemacht haben. Bist du jetzt komplett Zuhause?“
Sofort schrieb Sascha zurück: „Du bist offensichtlich auch noch so engagiert und hilfsbereit wie eh und je, das ist gut zu hören. Nein, wir haben die Gerichte reduziert, sodass ich jetzt Überstunden abbaue. Bei dir ist wahrscheinlich alles wie immer, oder?“
„Genau, wir können die Bewohner ja nicht verhungern lassen“, erwiderte Thomas.
„Stimmt.“ Sascha überlegte. Er war so glücklich, dass Thomas ihn so schnell geantwortet hatte und nicht sauer oder zumindest nicht nachtragend war. Am liebsten wollte er tausend Fragen auf einmal stellen, aber er wollte Thomas ja auch nicht direkt nerven oder verschrecken.

Weil er so in Gedanken versunken war, bekam er gar nicht mit, dass Thomas ihm in der Zwischenzeit schon längst wieder geschrieben hatte.
„Hast du Lust, auf Videochat zu wechseln? Gerne auch bei WhatsApp, wenn du bei Facebook nicht willst.“ Und einige Minuten später hatte er hinzugefügt: „Wenn du beschäftigt bist, ist das auch okay, war nur so ne Idee, weil Quatschen ja oft leichter geht – finde ich zumindest.“
Beinahe panisch antwortete Sascha ihm: „Nein, nein, ich hab die ganze Zeit überlegt, was ich dir schreiben kann, ohne dich direkt wieder zu verscheuchen! Von daher bin ich definitiv dafür, dann seh ich dein Gesicht und kann schnell das Ruder wieder rumreißen, wenn ich dich irgendwann doch nerve Zwinkernd Hast du meine Handynummer noch?“
„Ja, wenn du immer noch die alte hast. Meine hat sich auch nicht verändert.“
Als Antwort wechselte Sascha direkt zu seinem Handy und WhatsApp. „Ja, ist immer noch die alte Nummer“, tippte er.
Sekunden später rief Thomas ihn an.
„Hey, schön dich zu sehen“, sagte Sascha. Insgeheim war er froh, dass er vorhin Thomas' aktuelles Profilbild schon angehimmelt hatte, sonst wäre ihm jetzt wahrscheinlich erst einmal der Mund aufgeklappt.
„Schön dich zu sehen“, entgegnete Thomas, wobei er das „dich“ ganz klar betonte. Sofort schwand Saschas mühsam zusammengeraffte Selbstsicherheit und wurde durch einen leichten Rotschimmer auf seinen Wangen ersetzt. Bezog sich das jetzt darauf, dass er sich so ewig nicht gemeldet hatte oder flirtete Thomas mit ihm?

„Hab ich dich jetzt schon wieder sprachlos gemacht?“, erkundigte Thomas sich belustigt, als von Sascha einfach nichts mehr kam.
Ehe er sich selbst daran hindern konnte, hatte Sascha schon genickt – und errötete noch mehr. Vielleicht sollte er doch einfach auflegen und die Sache abhaken, denn Thomas wollte bestimmt niemanden, der sich wie ein frisch verknallter Teenie benahm.
„Ähm, also, ich meine …“ Verzweifelt versuchte Sascha irgendeine Erklärung zu finden, irgendeine Ausrede, doch ihm wollte in dem Moment partout nichts einfallen.
„Ja?“, fragten Thomas und der innere Flo gleichzeitig, wobei Thomas freundlich und interessiert, Saschas innere Stimme dagegen mal wieder spöttisch und dabei königlich amüsiert klang. „Probier's doch einfach mal mit der Wahrheit? Wenn er danach den Kontakt abbricht, bist du beim selben Status wie vorher und ansonsten sind die Fronten geklärt. Und wenn er tatsächlich mit dir geflirtet hat, sparst du dir das ewige Rumgeeier und Austesten – außerdem erhöht das unter Garantie deine Motivation, den Kontakt diesmal wirklich aufrecht zu erhalten!“
Sascha überlegte kurz, fand aber kein Gegenargument. Merkwürdig und peinlich war die Situation gerade eh schon, es konnte also eigentlich nur besser werden. Er holte noch einmal tief Luft, bevor er den Plan in die Tat umsetzte: „Naja, um ehrlich zu sein, war ich verunsichert, ob das jetzt ein versteckter Vorwurf oder Flirten war?“ Kaum war der Satz draußen, überwogen wieder die Zweifel und Sascha war kurz davor, einfach aufzulegen. Doch Kneifen ging gegen seinen Stolz.

„Welche der beiden Möglichkeiten wäre dir denn lieber?“, riss Thomas ihn aus seiner Unsicherheit – denn diesmal war es ein ganz eindeutig flirtender Unterton. Außerdem, was war das für eine Frage! Wer bekam schon gerne Vorwürfe, egal ob offen oder versteckt?
„Hmm, das ist jetzt eine schwierige Frage“, tat Sascha so, als ob er tatsächlich überlegen müsste. „Ich glaube, der versteckte Vorwurf … das macht mich immer so heiß, wenn jemand mich runter macht.“
Thomas brach in schallendes Gelächter aus. Für einen Augenblick schaffte Sascha es noch, ernst zu bleiben, dann musste er mitlachen.
„Na wenn das so ist, dann erzähl mir mehr! Schließlich will ich diese ungeahnte Seite von dir näher kennenlernen. Welche Vorwürfe würdest du denn noch gerne hören?“, fragte Thomas, als er sich wieder beruhigt hatte.
„Gar keine“, konterte Sascha sofort und streckte Thomas die Zunge raus.
„Uh, wow. Das du jetzt so direkt bist, hätte ich nicht gedacht, eben warst du doch noch so niedlich schüchtern“, neckte Thomas ihn daraufhin. „Aber ich hab auch nichts dagegen, wenn wir jetzt zur Sache kommen.“
Ungläubig, aber auch belustigt schüttelte Sascha seinen Kopf. „Gibt es eigentlich etwas, wo du keine Antwort drauf hast?“
„Ja, auf jeden Fall.“
„Was denn?“
„Genau darauf!“
Diese Antwort führte natürlich dazu, dass sie beide wieder lachen mussten. Für einen Moment fühlte Sascha einen Stich in sich – das Bedauern, dass er all das vermutlich schon seit Jahren hätte haben können. Andererseits hatte er in den vergangenen Jahren auch einige Erfahrungen gemacht, die er nicht missen wollte und die vermutlich so nicht passiert wären, wenn er schon damals mit Thomas zusammengekommen wäre. Deshalb gelang es ihm recht schnell, das loszulassen und sich stattdessen lieber darüber zu freuen, dass er sich überwunden hatte. Vielleicht sollte er Flo doch nicht umbringen – weder den realen noch den, der es sich in seinem Kopf gemütlich gemacht hatte.

Sie quatschen anschließend noch über alles Mögliche: die Kurzfassung der vergangenen acht Jahre; Serien, Musik und Filme, wo sie viele Überschneidungen fanden und natürlich Lieblingsrezepte.
„Wir müssen unbedingt mal zusammen kochen“, beschloss Sascha.
„Ja, definitiv. Und diesmal warte ich nicht wieder acht Jahre, bis du geruhst dich zu melden. Nur dass das klar ist!“, forderte Thomas.
„Natürlich, Ehrenwort“, versprach Sascha. „Wobei im Moment gemeinsam Kochen nicht wirklich drin ist, schließlich kannst du dir grad bei den älteren Herrschaften keine Risikokontakte drin sind, oder? Sonst würde ich direkt morgen Abend vorschlagen.“
„Stimmt, das schränkt uns derzeit ein bisschen ein. Wann hast du denn deinen nächsten Einkauf geplant?“
„Lass mich gerade überlegen. Eigentlich übermorgen, aber ein Tag früher oder später sollte auch passen. Wieso?“
„Perfekt, morgen ist gut. Ich schick dir gleich eine Liste. Wenn du alles hast, dann kannst du wann auch immer einkaufen, wenn nicht, besorgst du die fehlenden Sachen. Und du schickst mir auch eine Zutatenliste. Aber morgen komm ich nicht zum Einkaufen, da hab ich direkt nach der Arbeit noch einen Termin. Passt acht Uhr bei dir?“
„Ja, das klappt gut. Gemeinsames Video-kochen also?“
„Genau das. Dann sehe ich dich morgen, so langsam sollte ich glaube ich eh ins Bett.“ Thomas sah auf die Uhr. „Oh scheiße, wir haben ja schon fast Mitternacht! Kein Wunder, dass ich müde bin. Bis morgen, ich freu mich!“ Hastig verabschiedete er sich.
Sascha konnte gerade noch ein „Gute Nacht, ich freu mich auch“, rausquetschen, da hatte Thomas schon aufgelegt. Ziemlich schlagartig wurde auch Sascha müde. Unglaublich, die Zeit war während ihrem Telefonat wirklich verflogen.

Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen ging Sascha ins Bad und machte sich fertig. Auch als er im Bett lag, lächelte er immer noch. So wie es aussah, hatte er sich ganz schön getäuscht – denn jetzt hatte er nicht trotz, sondern aufgrund von Corona einen wirklich guten Kanditaten gefunden, um seinen Beziehungsstatus endlich auf vergeben zu ändern – zumindest im realen Leben, Facebook musste das ja nicht unbedingt wissen. Mit diesem Gedanken und einer großen Portion Glücksgefühl schlief er ein.

ENDE
Aktualisiert: 31/03/20
Veröffentlicht: 31/03/20
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Schlußanmerkungen zum Kapitel
PS: falls ihr gerätselt habt - die Frage war: wie lernen sich Menschen in Zeiten von Corona eigentlich kennen? (auch wenn dieser Text die Frage nicht beantwortet - ein neues Kennenlernen wäre definitiv mehr zu schreiben gewesen, als ich in so einem kurzen Zeitraum hinbekomme) und das Stichwort war Prokrastination (oder auch zu deutsch "Aufschieberitis", also das chronische Verschieben von Sachen auf den nächsten Tag)
Witch23 am 01/04/20 12:21
Eine Geschichte die definitiv interessant ist und vom Dialog auch toll auf das heute Datum passt.

Aber schön war der Floh im Ohr XD der Flo heißt ^^

Eine schöne Geschichte.





Antwort der Autors Snoopy279 (01/04/20 19:29):
ja, das stimmt, dass der Dialog gut zum 1.04. passt. Ist mir gar nicht aufgefallen Zwinkernd

Freut micht, dass dir die Geschichte und vor allem der "innere Flo(h)" (auch das Wortspiel ist mir gar nicht aufgefallen Lächelnd ) gefallen haben.

Danke für dein Review!
... aber dann kam Corona
Chiyuki am 02/04/20 20:48
Mein Jahr hat eigentlich auch voll gut und organisiert angefangen -.-" Da gehts mir voll wie Sascha... Gnaaah!



Antwort der Autors Snoopy279 (02/04/20 21:20):
Das kann ich nachvollziehen... Ich fand 2019 echt doof und erinnere mich noch daran, wie ich nach dem Motto "2020 kann nur besser werden" gestartet bin und hab die ersten Vorsätze auch umgesetzt... *flauschflausch* ich hoffe, die Geschichte hat dich nicht nur daran erinnert, sondern dich auch ein minibisschen aufgemuntert
... aber dann kam Corona
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Yavia
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An alle, die eine Nachricht an die Admins über die Mailadresse schicken: Bitte gebt euren Usernamen in der Nachricht mit an, damit wir wissen, wer um Hilfe fragt. Vielen Dank!

Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

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