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Veröffentlicht: 17/06/20 Aktualisiert: 23/03/21
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Anmerkungen zum Kapitel
Hallo ihr Süßen,

eigentlich mach ich so was ja nicht gern, aber da meine Muse sich nach vielen Sprüngen an dieser längeren Geschichte erstmal festgebissen zu haben scheint, poste ich heute mal den Prolog zu dieser noch nicht beendeten Geschichte (und hoffe, das meine Muse weiterhin kooperiert). Ein bisschen Vorlauf hab ich jetzt immerhin. Die Kapitel werden (etwas) länger sein. Insgesamt vermute ich so 15-20 Kapitel, aber mal schauen.

Wünsche euch jetzt viel Spaß beim Lesen.
lg, Snoopy
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1. Die Idee (Prolog)

Mina, wie üblich spät dran, rennt fast, um zu uns zu kommen. „Hey Leute, ich hab ne Idee!“, stößt sie etwas atemlos hervor. Schmunzelnd betrachte ich sie. Sie ist definitiv das Energiebündel unserer Clique. Fabian schüttelt belustigt seinen Kopf. „Aha, und welche?“
„Ich hab so ein Plakat fürs Autofasten gesehen, das wohl noch niemand abgehängt hatte“, fängt sie an, muss dann aber nochmal Luft holen.
„Du weißt schon, dass die Hälfte von uns kein Auto hat, richtig?“, mache ich sie zögernd aufmerksam. Mina selbst ist wohlgemerkt eine davon, ich ebenfalls.
„Ihr seid drei, wir sind vier“, mischt Dennis sich besserwisserisch ein.
Zuerst will ich mich genervt verbessern, doch dann fällt mir eine bessere Strategie ein: „Wow, Dennis, das hätte ich ja nicht gedacht, find ich super.“
„Ja, echt. Respekt!“ Julia versteht sofort, worauf ich hinaus will. Vielleicht liegt es daran, dass sie die dritte ohne Auto ist. „Bei den anderen Dreien hätte ich mir das ja vorstellen können, aber bei dir hätte ich nicht damit gerechnet.“
Nahezu synchron fangen auch Niklas und Kerstin an zu grinsen, weil sie es verstanden haben.
Im dem Moment fällt auch bei Dennis selbst der Groschen.
„Was? Nein, ihr verzichte doch nicht auf mein Auto! Seid ihr bescheuert oder was?“ Entsetzt sieht er uns an, beinahe als hätten wir ihm gesagt, dass er sich ein Bein abhacken sollen oder ähnliches.

„Okay, okay, hört euch doch einfach mal meine Idee an“, greift Mina ein, bevor ich Dennis antworten kann. Schließlich wäre es bei weitem nicht das erste Mal, dass wir diese Diskussion führen, denn Dennis fährt überall mit dem Auto hin.
„Ja, erzähl“, unterstützt Erik sie.
„Naja, die Idee mit dem Autofasten ist ja eine neue Variante des altbekannten Fastens, bei der man quasi nicht nur auf etwas verzichten, sondern auch gleichzeitig was Gutes tun soll. Und da hab ich gedacht, das wäre doch ne coole Sache, wenn wir das auch machen. Also nicht verzichten, weil einige von uns da Schwierigkeiten haben, sondern was Gutes tun.“
„Wie soll das denn konkret aussehen? Ich kann mir das ehrlich gesagt noch nicht richtig vorstellen“, fragt Julia neugierig nach.
„Ich dachte daran, dass wir eine 30-Tage-Challenge daraus machen, Start am ersten Juni. Jeder von uns schreibt am Abend in die Gruppe, was er oder sie heute Gutes gemacht hat.“
„Und was gibt es am Ende zu gewinnen?“, will Niklas wissen.
„Öh, jeder, der die dreißig Tage schafft, hat gewonnen. So dachte ich mir das zumindest“, antwortet Mina leicht überfordert.
„Das ist ja witzlos“, murrt Dennis, der wohl auch auf einen Gewinn gehofft hat.
„Na, ist doch logisch! Der Gewinner hat am meisten Gutes getan und es deshalb verdient, dass alle anderen von uns ihm etwas Gutes tun, wie essen kochen oder so. Schließlich haben alle Nicht-Gewinner ja noch Defizite im Gutes tun“, schlage ich spontan vor. Die Idee gefällt mir nämlich echt gut.
„Ja, das klingt gut, Leon“, stimmt Kerstin mir zu.

Für einen Moment schweigen alle und denken darüber nach.
„Und wie stellen wir fest, wer gewonnen hat, wenn mehrere an allen dreißig Tagen was Gutes getan haben?“, fragt Julia.
„Mit einem Punktesystem! Jede Tat bekommt einen, zwei oder drei Punkte, je nach Zeit- und Geldaufwand sowie Überwindung. Also wenn jemand einen Obdachlosen bei sich übernachten lässt, wäre das sicherlich etwas, was drei Punkte wert ist.“ Ich denke mich immer mehr in das Projekt rein und sprudle beinahe vor Ideen über.
„Das würdest du tun?“ Dennis sieht mich schockiert an.
„Nein, wohl eher nicht, deshalb ja auch drei Punkte dafür!“, erkläre ich.
„Also das heißt wenn ich eine Patenschaft für ein Zootier für ein Jahr übernehme und das über hundert Euro sind, wären das auch drei Punkte?“, sucht Niklas ein anderes Beispiel.
„Ja, das klingt angemessen“, findet Mina.
„Genau. Ein Punkt sind so Sachen wie einem Obdachlosen eine Zeitung abkaufen oder ein bis zwei Euro geben, jemandem über die Straße helfen oder der älteren Dame in der Nachbarschaft Kleinigkeiten mitzubringen, wenn man eh einkaufen ist – also Dinge, die im Alltag leicht und ohne großen Aufwand machbar sind. Und zwei Punkte bekommt man für Dinge, wo man mehr Aufwand hat, also mit Hunden aus dem Tierheim Gassi gehen, kostenlose Nachhilfestunde, einen kompletten Einkauf für die Nachbarin erledigen“, fahre ich mit meinen Überlegungen fort.
„Das klingt fair“, sagt Erik und die meisten anderen nicken zustimmend.
„Dürfen auch mehrere sich für ein Projekt zusammenschließen?“
„Wie meinst du das denn genau, Kerstin?“, hake ich nach, weil ich ihre Frage nicht ganz verstehe.
„Wenn Julia Muffins backt und ich Waffelteig mache und wir uns dann zusammen an den Straßenrand stellen und die verkaufen, um den Erlös an eine wohltätige Organisation zu spenden, kriegen wir dann beide Punkte dafür?“
„Wenn das Sinn macht, dass man das zu zweit macht, ja“, findet Mina. „Also auch, wenn Erik mit mir zum Tierheim geht, weil wir zu zweit mehr Hunde ausführen können. Aber wenn Dennis und Niklas zusammen den Einkauf für die ältere Dame machen, dann nicht.“
Auch damit sind wir alle einverstanden.
„Wo du grad das Hunde ausführen erwähnst: wie ist das denn mit Sachen, die wir auch vor der Challenge schon gemacht haben? Zählen die?“, will Erik wissen.
„Ja. Es geht ja nicht unbedingt darum, andere Dinge zu machen, sondern mehr darum, dass wirklich jeden Tag eine gute Tat ist und nicht nur ein oder zweimal in der Woche“, sagt Julia.
„Aber das ist unfair, dann haben Mina und Erik ja voll den Vorsprung“, protestiert Dennis.
„Nein, haben sie nicht. Sie müssen sich zwar nicht mehr ans Tierheim wenden, aber sie müssen ja trotzdem jedes Mal zum Tierheim hinfahren, den Hund abholen und mit ihm spazieren gehen. Und für die anderen Tage müssen sie sich genau wie wir was überlegen, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das täglich machen werden“, widerspreche ich ihm.
Kerstin, Julia und Niklas stimmen mir da zu – Erik und Mina natürlich sowieso.
Seufzend gibt Dennis sich geschlagen.

„Braucht man dann immer ein Beweisfoto?“, fragt Niklas.
„Nee, Vertrauensbasis. Ich hoffe doch, dass da niemand schummelt – das fällt unter Garantie irgendwann auf“, stellt Mina klar.
„Was ist, wenn die Punktezahl unklar ist?“
„Du meinst wenn etwas in zwei Kategorien passen könnte?“, will Erik von Kerstin wissen. Sie nickt.
„Dann stimmen alle anderen darüber ab. Falls es dann unentschieden bleiben sollte, wird gelost“, sagt Dennis. Scheinbar kann auch er sich langsam dafür erwärmen.
„Klingt gut. Dann haben wir jetzt noch eine Woche, um uns schon mal Gedanken zu machen und nächsten Montag geht es los“, halte ich fest.
„Wie wäre es, wenn die ersten drei Plätze prämieren? Die zwei Schlechtesten müssen sich was ganz Besonderes für den ersten Platz einfallen lassen, Platz fünf für Platz zwei was Besonderes und Platz vier für Platz drei was Tolles. Dabei sollten sich Plätze vier bis sieben natürlich abstimmen, damit Platz drei nicht was Besseres gewinnt als Platz eins“, schlägt Niklas noch vor. „Das erhöht sicher den Anreiz, nicht nur ein-Punkt-Sachen zu machen.“
Auch damit sind wir alle einverstanden. Erik erklärt sich bereit, das alles nochmal zu verschriftlichen, sodass niemand im Nachhinein die Regeln zu seinen Gunsten abändern kann.
Mal schauen, wie das so wird...

tbc
Aktualisiert: 28/07/20
Veröffentlicht: 17/06/20
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Witch23 am 17/06/20 17:46
Eine interessante Idee. Wobei bei 30 Tagen danach die Chance es wieder im Sande versickern zu lassen groß ist.



Antwort der Autors Snoopy279 (17/06/20 21:24):
Hey Witch, ja, das stimmt. Aber ich denke, es ist besser, 30 Tage lang gutes zu tun als gar nicht - und wenn nur einer der Sieben dabei bleibt, ist schon viel gewonnen...
Danke für dein Review und fürs Freischalten. lg, Snoop
Die Idee (Prolog)
Chiyuki am 17/06/20 21:58
Hm, irgendwie fehlt die Kurzbeschreibung hier. Sehr eigentümlich. Über die Geschichte selbst kann ich noch nicht viel sagen, außer, dass der Ich-Erzähler noch nicht vorgestellt wurde ^^" nur der Name fällt ganz kurz ^^"
glg chi



Antwort der Autors Snoopy279 (18/06/20 20:19):
Ähm, wo fehlt die Kurzbeschreibung? Ich kann die sowohl auf meiner Profilseite hier sehen als auch unten bei "Neueste Geschichte"...
Klar, ist ja nur der Prolog. Ja, ich hab mir extra Mühe gegeben, dass der Name erwähnt wird. Ich finds ehrlich gesagt bei Geschichten aus der 1. Person schwierig, weil ich diesmal kein "Ich bin Leon, 33 Jahre und von Beruf Physiotherapeut" o.ä. direkt an den Leser schreiben wollte...
Danke auf jeden Fall für dein Review! glg, Snoop
Die Idee (Prolog)
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jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

alyssia
14/12/20 07:20
Wir gehen in die zweite Runde meiner Weihnachtsgeschichte 'Kein Weihnachtszauber' einer Geschichte ohne Glitzer und Magie, denn was bleibt, wenn der Weihnachtszauber fehlt? Der Boden der Tatsachen

Witch23
19/11/20 14:34
damit wären er drei die etwas beigetragen haben bisher ^^

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