Bescherung und Schnurrhaare von Snoopy279 (Abgeschlossen)
Inhalt: Finn freut sich riesig auf das erste Weihnachten mit seinem Kater Sammy, das er gegen den Willen seiner Mutter durchgeboxt hat - Prequel zu Cat-o-ween
Genres: Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Keine
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine
Kapitel: 1
Veröffentlicht: 25/12/20
Aktualisiert: 25/12/20
Anmerkungen zur Geschichte:Frohe Weihnachten nochmal!

Hoffentlich erinnern sich ein paar von euch noch an Finn und Sammy, auch wenn die Geschichte vor 2,5 Jahren zu Ende war.
Gewidmet ist der OS Chi und Witch, die nicht nur meine treusten Reviewerinnen, sondern auch beide Katzensklavinnen - äh, -halterinnen sind.

Viel Spaß beim Lesen!
lg, Snoopy
Finns und Sammys erstes Weihnachten
Finn war ziemlich aufgeregt. Hoffentlich würde der heutige Abend so werden, wie er sich das vorgestellt hatte. Schließlich hatte er echt lange darum kämpfen müssen! Dieses Jahr war das erste Jahr Weihnachten, was er alleine feiern würde, zumindest an Heilig Abend. Bisher war er Heilig Abend immer bei seinen Eltern gewesen, auch nach seinem Auszug, und hatte anschließend dort übernachtet und war erst am zweiten Feiertag wieder zurück zu sich nach Hause gegangen.
Doch dann hatte er sich vor ein paar Monaten in Sammy verliebt, einen kleinen, rotgetigerten Kater.
Er hatte schon seit Jahren von einer eigenen Katze geträumt und war immer wieder auf den Seiten des örtlichen Tierheims gewesen, um sich die dort abgegebenen Tiere anzuschauen. Bei dem Anblick von Sammy, der neugierig in die Kamera guckte und auf den Fotografen zuzugehen schien, hatte es ihn sofort erwischt. Deshalb war Finn ins Tierheim gefahren, um sich den kleinen mal live anzusehen. Danach stand für ihn fest, dass es einfach dieser Kater und kein anderer sein musste. So hatte Finn einen Teil seiner Ersparnisse für das notwendige Katzenzubehör und die Schutzgebühr geopfert und es seitdem noch keinen Tag bereut, obwohl Sammy anfangs noch nicht ganz stubenrein war. Und den konnte er natürlich nicht so lange alleine lassen. Die Idee seiner Mutter, ihn einfach mitzubringen, fand er ziemlich dämlich, denn für das arme Tier wäre es nur Stress pur.

Sammy war so schon irritiert genug von all den Veränderungen, die von sich gegangen waren. Finn hatte nämlich nicht widerstehen können, die Wohnung ein wenig zu dekorieren und vor allem, sich seinen ersten eigenen Weihnachtsbaum zu kaufen. Streng genommen war es nur ein Bäumchen und mit den zwei Paketen Weihnachtskugeln, die Finn besorgt hatte, schon beinahe überladen, doch Finn war unglaublich glücklich darüber. Er hatte es auf einen kleinen Tisch gestellt und die untersten Zweige zur Sicherheit trotzdem noch frei gelassen, damit Sammy auf keinen Fall irgendwelche Kugeln kaputt machen konnte. Zum Glück, denn erst hatte Sammy ihren neuen Mitbewohner skeptisch beäugt, aber dann hatte er sich irgendwann doch auf das Tischchen getraut und nach den Zweigen getatzt.
Jetzt legte er die Geschenke unter den Tannenbaum. Es waren nur drei Stück, zwei davon für Sammy. Das dritte war von seinem Onkel Charlie, der ihm eigentlich schon seit Jahren nichts mehr schenkte. Doch dieses Jahr hatte er mit den geheimnisvollen Worten „Ich dachte mir, das kannst du jetzt gut gebrauchen“ ein kleines Päckchen überreicht bekommen. Vermutlich war ein Buch darin und Finn war schon sehr gespannt darauf, wollte aber erst nach dem Essen die Bescherung machen.

Auf das Essen freute Finn sich nämlich noch viel mehr, weil er sich selbst ein Rumpsteak zu Weihnachten geschenkt hatte. Er liebte es, aber für den Alltag war es einfach viel zu teuer. Als Auszubildender verdiente er eben noch nicht so viel. Zum Glück war er jetzt im dritten Lehrjahr und bekam seit September etwas mehr. Sonst hätte er sich Sammy wirklich nicht leisten können. Für ihn gab es zur Feier des Tages Thunfisch aus der Dose. Darauf war sein Kater ganz versessen. Gut, bevor er die Dose öffnete, sollte er erst mal sein eigenes Essen kochen, das dauerte ja um einiges länger. Er erhitzte etwas Öl in der Pfanne und gab das Fleisch rein. Dazu setzte er sich Kartoffeln auf und machte einen kleinen Salat. Genüsslich sog er den Duft ein. Sammy schien er ebenso zuzusagen, denn der war in der Zwischenzeit in die Küche gekommen und strich ihm hungrig um die Beine. Finn musste wirklich auf passen, dass er nicht über ihn stolperte.
Als das Essen fast fertig war, gab er den Fisch auf ein kleines Tellerchen. Hungrig und fordernd maunzte Sammy, weil er den jetzt sofort haben wollte und nicht verstand, warum Finn noch wartete. Doch Finn wollte erst sein Essen auf den Tisch stellen und dann Sammy Futter geben. Der hatte eh viel schneller aufgegessen, als man gucken konnte!

Beide ließen sich ihr Essen schmecken. Natürlich reichte Sammy seine Portion nicht und er versuchte, Finn entweder etwas von dessen Mahlzeit abzuluchsen oder ihn dazu zu bewegen, ihm noch einen Nachschub zu geben. Zu seinem Pech ließ Finn sich davon nicht erweichen. „Nein, du hattest schon eine wirklich große Portion. Das muss reichen, sonst wirst du zu dick.“ Protestierend maunzte Sammy und verstand nicht, warum er nichts mehr zu essen bekam.
Finn schmunzelte und aß genüsslich weiter. Dafür, dass es sein erstes Rumpsteak war, war es recht gut geworden, nur ein bisschen zu durch für seinen Geschmack. Zum Glück war seine Schwägerin sehr hilfsbereit gewesen und hatte ihm viele gute Tipps gegeben. Seine Mutter hatte er nach all den vorangegangenen Diskussionen nämlich wirklich nicht fragen wollen. Sie hatte überhaupt nicht verstanden, dass er mit Sammy alleine Weihnachten feiern wollte. Wochenlang hatte sie versucht, ihn dazu zu überreden, doch zu ihnen zu kommen. Und als sie verstanden hatte, dass Finn das auf gar keinen Fall machen würde, hatte sie einfach beschlossen, dass sie mit Finns Vater dann stattdessen bei ihm feiern würden. Das wollte Finn genauso wenig, vor allem, weil er wusste, wie das abgelaufen wäre. Weil seine Mutter der Meinung war, dass er nicht kochen könnte oder zumindest nicht gut genug, hätte sie seine Küche in Beschlag genommen und über alles mögliche, beispielsweise fehlende Gewürze, gemeckert. Auch an allem anderen, wie dem Weihnachtsbaum, hätte sie etwas auszusetzen gehabt. So etwas wollte er Weihnachten ganz bestimmt nicht haben!

Am Ende hatte sein großer Bruder ihm aus der Patsche geholfen. Er hatte ihrer Mutter gesagt, dass er und seine frischgebackene Ehefrau ihr erstes Weihnachten gerne zu zweit verbringen wollten und sie dafür Verständnis haben müsste, wenn Finn auch nicht bei ihnen feiern wollte. Natürlich hatte sie da eins und eins zusammengezählt und war jetzt der festen Überzeugung, in Wirklichkeit stecke ein Kerl dahinter. Jetzt war sie etwas sauer, dass Finn ihr seinen neuesten Partner verheimlichte und seiner Beteuerung, dass es niemandem gab, glaubte sie nicht. Finn war es letzten Endes egal, was sie sich zusammenreimte, solange er dafür ungestört Heilig Abend mit seinem Kater verbringen durfte. Es war zwar nervig, dass sie ihn jetzt ständig „unauffällig“ auszufragen versuchte, um ihn doch noch zu einem Geständnis zu bringen, aber damit konnte er leben.
So hatte er wenigstens entspannt für sich selbst kochen können, was er gerne essen wollte und niemand meckerte dabei an irgendetwas herum. Okay, gut, Sammy motzte ein bisschen, weil er noch mehr Futter haben wollte, aber das zählte nicht, weil er einfach so niedlich dabei aussah. Daher amüsierte Finn sich eher darüber, anstatt sich innerlich aufzuregen und die Zähne zusammenbeißen zu müssen, weil Widerspruch die Situation nur verschlimmerte. Nachdem er den letzten Bissen genossen hatte, blieb er noch ein bisschen sitzen. Sammy war sofort auf seinen Schoss gesprungen, als er mit seinem Stuhl etwas zurückgerutscht war und ließ sich jetzt ausgiebig kraulen, als Entschädigung für den vorenthaltenen Nachschlag.

Irgendwann setzte Finn Sammy dann auf den Boden, weil ihm der Stuhl auf Dauer zu unbequem war. Sofort protestierte Sammy wieder gegen diese schreckliche Misshandlung. „Hey, nicht sauer sein, ich räum nur schnell den Tisch ab, dann setzen wir uns auf die Couch, okay?“ Manchmal wünschte er sich, dass sein Kater ihn verstehen würde, weil es die Sache wirklich leichter machen würde. Andererseits klappte es auch so recht gut und sie harmonisierten die meiste Zeit miteinander. Gleich, wenn sie auf dem Sofa saßen, würde Sammy ihm schon wieder verzeihen. Vor allem, wenn Finn ihn mit seinen Lieblingsleckerchen als Nachtisch bestach. Sich selbst gönnte er eine große Portion Eis. Als Sammy dieses Mal wieder bettelte, gab Finn seufzend nach und nahm ein bisschen davon auf seinen Finger. Er hielt ihn Sammy hin, der ihn natürlich eifrig abschleckte und dann sofort Nachschlag verlangte. Den bekam er zumindest erst mal aber nicht, denn Finn wollte ja selbst auch was von seinem Eis haben. Außerdem wusste er natürlich, dass Katzen eigentlich überhaupt kein Eis essen sollten, also wollte er ihm so wenig wie nur möglich davon geben. Deshalb bekam Sammy die Leckerchen. Aber trotzdem wollte der Kater weiterhin auch etwas vom Eis bekommen, sodass Finn kurz bevor die Schüssel leer war, nochmal schwach wurde und ihm wieder einen kleinen Klecks hinhielt. Dieses Mal stellte Sammy sich ungeschickt an und hatte etwas von dem Eis auf der Nasenspitze kleben. Das sah echt lustig aus. Am liebsten hätte Finn eine Kamera griffbereit gehabt, um ein Foto davon zu machen. Doch bevor er überhaupt aufstehen konnte, hatte Sammy sich schon sauber geleckt.

„So, mein Süßer, dann würde ich sagen, dass jetzt die Bescherung dran ist“, verkündete Finn laut. Aufmerksam spitzte Sammy die Ohren. Finn vermutete, dass er auf noch mehr Essen hoffte. Naja, hoffentlich würden ihm seine Geschenke trotzdem gefallen, auch wenn sie nicht essbar waren! Er ging rüber zum Tannenbaum und lockte Sammy zu sich. „Wollen wir gemeinsam auspacken?“, fragte Finn ihn und raschelte verheißungsvoll mit dem ersten Päckchen. Sammy konnte da nicht lange widerstehen und zack – lag die Pfote drauf und ein Riss zog sich durchs Geschenkpapier. „Genau so“, ermutigte Finn ihn und schüttelte das Päckchen erneut. Dabei musste er verdammt gut aufpassen, damit Sammy nicht versehentlich seine Finger statt des Päckchens erwischte. Nach zwei oder drei weiteren Versuchen beschloss Finn, dass es reichte und packte die Spielzeugmaus ganz aus. Als er sie Sammy hinhielt, beschnupperte der sie kurz, verlor aber recht schnell das Interesse daran, obwohl sie ein Glöckchen in ihrem Inneren hatte. Etwas enttäuscht nahm Finn das zweite Geschenk. Er hatte wirklich gehofft, dass Sammy Spaß daran haben würde. Aber die einfachen Papier- oder Alubälle, die er ihm sonst bastelte, machten Sammy scheinbar viel mehr Spaß. Immerhin konnten sie auch das zweite Geschenk zusammen auspacken. Darin war ein extra großes und kuscheliges Kissen, dass Finn auf den Sessel legen wollte, Sammys bevorzugten Liegeplatz, wenn er alleine Zuhause war oder seine Ruhe haben wollte. Sobald er Streicheleinheiten haben wollte, lag er natürlich bei Finn auf dem Sofa.

Dass Sammy sich jetzt nicht sofort für das Kissen interessierte, überraschte Finn nicht, damit hatte er selbstverständlich gerechnet. Hauptsache, er würde es in den nächsten Tagen adoptieren und davon ging er jetzt einfach mal aus. Im Moment war Sammy sowieso noch im Spielmodus. Das lange Geschenkband vom zweiten Paket hatte es ihm angetan. Natürlich tat Finn ihm den Gefallen, bewegte es immer wieder über den Boden, raschelte damit und hielt es fest, wenn Sammy daran zog. Irgendwann war seine Neugierde dann aber doch so groß, dass er lieber sein eigenes Weihnachtsgeschenk auspacken wollte, als noch weiter mit Sammy zu spielen. Außerdem war es auf der Couch dann doch wärmer und bequemer als auf dem Boden, der langsam echt kalt wurde. Gespannt öffnete Finn die Verpackung und zog wie vermutet ein Buch heraus. Das Cover brachte ihn direkt zum Schmunzeln, denn es war eine Katze zu sehen, die mit offenem Mund vorwurfsvoll auf ihren leeren Futternapf zeigte. Sofort hatte Finn Sammys Maunzen im Ohr, wenn er Futter wollte. Das Buch hieß „Simons Katze“ und beinhaltete sehr viele Cartons über das Leben mit einer Katze. Finn lachte aus vollem Hals, vor allem, als er sah, wie der Mensch von der Katze zuerst beim Befüllen gehindert und mit dem vollen Futternapf in der Hand zu Fall gebracht wurde. Ja, die Situation kam ihm sehr bekannt vor, auch wenn er bis jetzt zum Glück noch nie hingefallen war. Bei anderen Bildern hingegen war er sehr froh, dass Sammy ein reiner Wohnungskater war, denn auf tote Mäuse, wilde Jagden nach Vögeln und ähnliches konnte er gut verzichten.

Als Finn aufblickte, musste er noch viel mehr lachen. Sammy hatte alleine weiter mit dem Geschenkband gespielt und es irgendwie geschafft, sich das in die Schnurrhaare zu hängen. Jetzt lief er verwirrt in Finns Richtung, schielte dabei ein wenig auf den Störenfried an seiner Nase und versuchte, das Band durch telepathische Beschwörungen zu entfernen. Das sah einfach nur göttlich aus. Finn konnte kaum noch vor lachen. Tjaja, wozu Schnurrhaare alles gut waren!
Allerdings sah Sammy dann so verzweifelt und hilflos aus, das Finn aufstand und ihm helfen wollte. Doch bevor er dazu kam, hatte Sammy die Erleuchtung, blieb stehen und streifte den Störenfried mit seiner Pfote ab.
Dieses Timing brachte Finn noch mehr zum Lachen, denn es passte perfekt zu dem Buch! Hauptsache, den Menschen erst mal rennen lassen um ihm dann zu zeigen, dass Katze es doch auch alleine schaffte. Vor seinem inneren Auge erschien ein Bild von Sammy, der ihm die Zunge rausstreckte. Dadurch lachte Finn so sehr, dass Sammy einen erschrockenen Hopser machte und dann davon lief.

Es tat Finn wirklich Leid, dass er seinen Kater so erschreckt hatte, aber der Hopser hatte so lustig ausgesehen, dass er weiter lachen musste. Erst als er vor lauter Lachen schon Bauchschmerzen hatte, schaffte er es, sich zu beruhigen. Sammy war nirgendwo zu sehen, daher machte Finn sich auf die Suche nach ihm. Nachdem er nicht nur im Wohnzimmer, sondern in der kompletten Wohnung nicht fündig geworden war, begann Finn, sich langsam zu wundern. Wo konnte Sammy sich denn versteckt haben? Die Türen und Fenster waren alle fest verschlossen, also musste er noch in der Wohnung sein. So absurd es vielleicht auch sein mochte, Finn hatte das Bedürfnis, sich bei seinem Kater dafür zu entschuldigen, dass er so gelacht hatte. Er hatte den Eindruck, dass der Kater gespürt hatte, dass er über ihn gelacht hatte. Beim zweiten Rundgang durch die Wohnung wurde er fündig: er hatte vorhin die Beule unter seiner Bettdecke gar nicht wahrgenommen! Als er sie anhob, fauchte Sammy ihn wütend an.
„Hey, es tut mir Leid. Schau mal, hier sind deine Lieblingssnacks, Knusperkissen mit Lachs als Entschuldigung“, sagte Finn beruhigend und hielt Sammy in seiner Hand ein Leckerli hin. Misstrauisch sah der Kater ihn an und schien eine Falle zu vermuten. Dann traute er sich doch hervor.

„Fein. Komm, wir gehen wieder zurück ins Wohnzimmer, okay?“ Ein bisschen bescheuert kam Finn sich ja schon dabei vor, so mit Sammy zu reden, aber irgendwie konnte er sich selbst nicht davon abhalten. Er warf ein weiteres Leckerli in den Flur. Sofort wetzte Sammy wie der Blitz hinterher und spielte ein wenig damit, bevor er es fraß und erwartungsvoll zu Finn sah.
Wie es sich für gutes Katzenpersonal gehörte, warf Finn ihm ein weiteres Knusperkissen hin.
Drei Leckerlis später waren sie beide im Wohnzimmer und setzte sich wieder auf die Couch.
Auffordernd klopfte er neben sich und hoffte, dass Sammy jetzt gewillt war, Streicheleinheiten anzunehmen.
Tatsächlich war der Kater gnädig und folgte seinem Wunsch. Zufrieden saß Finn auf dem Sofa, kraulte seinen Kater, der sich in seinem Schoß eingerollt hatte, und genoss dessen lautes Schnurren. So sehr Finn seine Familie auch liebte, um nichts in der Welt hätte er diese Zweisamkeit mit seinem Kater gerade gegen Heilig Abend mit der Familie tauschen wollen. Das einzige, was diesen Abend noch perfekter machen würde, wäre, wenn er selbst auch jemand hätte, der ihn in den Arm nehmen würde.

Für heute war es so jedoch gut genug. Und das mit dem richtigen Partner würde eines Tages auch noch klappen, da war Finn sich sicher. Es musste auf jeden Fall jemand sein, der Katzen mochte und mit dem Sammy sich gut vertrug, denn der Kater stand an erster Stelle in seinem Leben. Schließlich trug Finn jetzt die Verantwortung für ihn und auch wenn er nicht immer das machte, was Sammy gerade von ihm wollte, war es absolut wichtig für ihn, dass es Sammy insgesamt gut ging und er zufrieden war.
Als hätte er diese Gedanken gelesen, schleckte der kleine Kater über Finns Hand. Es kitzelte leicht, doch das Wissen, dass Sammy ihm so seine Zuneigung zeigte, verursachte ein warmes Gefühl in Finn. Ja, egal wie schwer es war und noch werden würde, für Sammy zu sorgen – es war die absolut richtige Entscheidung gewesen, ihn aus dem Tierheim zu holen und zu sich zu nehmen.

Zufrieden lag Finn später in seinem Bett. Sammy hatte sich neben ihm auf dem Kopfkissen zusammengerollt und schnurrte das beste Einschlaflied der Welt.Mit der Gewissheit, dass sie beide noch viele gemeinsame, schöne Weihnachten miteinander verbringen würden, schlief Finn ein.

ENDE
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