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Could I? Should I?

von Puncky [Ab 12] [Reviews - 7] (Abgeschlossen)
Veröffentlicht: 19/05/09 Aktualisiert: 01/02/10
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1. Kapitel 1

Should I? – Could I?

Mit dem Haargel wurschtelte ich mir nochmal durch die Haare, damit sie so lagen, wie ich es wollte. Von draußen drangen die Geräusche des hektischen Aufräumens meiner Mutter in Bad. Ich musste grinsen. Nach vier Jahren hatte meine Mutter auch endlich wieder ein Date. Das Erste seit mein Vater uns verlassen hatte. Auch ich würde heute weggehen, allerdings hatte ich kein Date, sondern traf mich nur mit ein paar Kumpels in der örtlichen Disko.

Ich freute mich jetzt schon drauf, denn in der Regel waren diese Diskoabende immer recht witzig. Heute hatte ich auch vor, endlich wieder eine Eroberung meiner Sammlung hinzuzufügen.

Es klopfte an die Badezimmertür. „Miko, ich muss auch noch ins Bad!“, rief meine Mutter die Tür. Genervt seufzte ich auf. „Ma, ich bin doch eh gleich weg, Jan holt mich ab.“

Ich hörte, wie sie vor der Tür auf und ab ging. Ich holte noch den Kajal hervor und zog meine Augen nach.

Eigentlich mochte ich Schminke nicht, aber Kajal war einfach toll. Ich stand definitiv darauf, wenn ich Kajal an anderen sah.

Als ich fertig war und das Bad verließ, stürmte meine Mutter an mir vorbei und verbarrikadierte die Tür von innen.

Gerade als ich meinen Geldbeutel und mein Handy in meinen Hosentaschen untergebracht hatte, hupte Jan auch schon vor dem Haus.

„Ma, ich bin dann weg! Viel Spaß!“, rief ich der Badezimmertür zu, während ich meine Schuhe anzog und dann das Haus verließ.

Jan war ein relativ großer, junger Mann mit braunen Haaren und blauen Augen. Er sah nicht schlecht aus, keine Frage, aber da wir beide schon lange befreundet waren, fingen wir nichts miteinander an. Es bestand halte immer die Gefahr, dass es nichts wurde und diese Freundschaft wollte ich wirklich nicht aufgeben.

Ich stieg in den schwarzen VW ein und begrüßte Jan mit einem Küsschen auf die Wange. Okay, das klingt jetzt echt schwul, aber Tatsache ist, dass ich es auch bin.

Nach nur zehn Minuten Fahrt parkte Jan den Wagen und wir stiegen aus. Jan streckte sich erst mal, wobei sein Bauch frei wurde, weil sein T-Shirt hochrutschte. Ich unterdrückte den Wunsch seinen Bauch anzustarren und schaute mich um. Es war noch nicht viel los, also hatten wir Glück, denn so mussten wir wenigstens nicht lange vor dem Club warten. Jan hatte das Auto sehr nah an dem Club geparkt, so dass ich das schon mal erkennen konnte.

Tatsächlich behielt ich Recht und nur kurze Zeit zahlten wir den unmöglich hohen Eintritt für einen Stempel.

Drinnen war es stickig und die laute Musik dröhnte aus den Lautsprechern.

Jan und ich kämpften uns zur Bar durch, wo wir mit den anderen verabredet waren. Es standen auch schon zwei Bier für uns bereit, als wir an ihren Tisch traten. Wir verabredeten uns zwar immer an der Bar, allerdings nur, weil man von da einen guten Blick auf alle Tische hatte. Wir setzten uns zu den anderen, nachdem wir alle begrüßt hatten. Für sie war es nichts Neues mehr, dass Jan und ich immer gemeinsam kamen. Wir mussten uns sehr nah aneinander setzen, da der Tisch eigentlich nur für sechs Personen war und wir mit Jan und mir acht waren. Auch das war nichts Neues, denn in diesem Club gab es irgendwie nur Tische für sechs.

„Kommst du mit?“, fragte ich Jan nach meinem ersten Bier, weil ich tanzen gehen wollte. Er schüttelte den Kopf, stand aber auf um mich durchzulassen. Ich grinste ihn nochmal an und ging dann in der Menge auf der Tanzfläche unter. Die laute Musik half mir, alles zu vergessen und ich tanzte einfach nur. Nach nur ein paar Minuten spürte ich schon einen anderen Körper hinter mir, der sich perfekt zu mir bewegte. Ich grinste. Jan kam immer nach um doch mit mir zu tanzen.

Nach ein paar Liedern gingen wir wieder zu den Tischen zurück. Ich setzte mich hin, während er uns noch was zu trinken holte. Er kam auch kurz darauf mit einem Bier und einer Cola zurück. Er stellte das Bier vor mich und stieß mit seiner Cola mit den anderen an. Jan trank zwar meistens ein Bier, aber danach nur noch Cola, weil er wirklich sehr an seinem Führerschein hing.

Gierig trank ich einen Schluck von dem Bier und bedankte mich bei Jan dafür. Als ich ihm meinen Kopf wieder zudrehte merkte ich, dass er viel zu nah war. Wenn ich gewollt hätte, könnte ich seine Sommersprossen zählen, doch seine Augen fesselten meine und hatten scheinbar auch in naher Zukunft nicht vor, sie wieder loszulassen. Ich beugte mich wie in Trance noch ein Stück näher und berührte vorsichtig seine Lippen. Ein Zittern ging durch meinen Körper und meine Beherrschung meinte, genau jetzt Urlaub machen zu müssen.

Gierig und leidenschaftlich küssten wir uns und ich merkte, dass mich dieser eine Kuss erregte.

Hinter uns beiden klatschten und jubelten unsere Freunde, was allerdings in dem Club nicht wirklich auffiel, und ich konnte auch ein leises, erleichtertes „Endlich!“ hören. Grinsend löste ich mich wieder von Jan und drehte mich kopfschüttelnd den anderen zu.

„Ihr seid echt schrecklich!“, jammerte ich.

Jan legte mir den Arm um die Schulter und ich schmiegte mich bereitwillig an ihn. Viel zu lange hatte ich meine Gefühle schon unterdrückt.

Der restliche Abend flog nur so an mir vorbei. Jan und ich tanzten und knutschten, tanzten und knutschten und tranken ab und zu auch was. Als wir den Club um fünf Uhr am Morgen verließen, war ich kein bisschen müde, obwohl ich ziemlich viel getanzt hatte. Es war ein tolles Gefühl, dass ich endlich mal ohne diese komischen eifersüchtigen Blicke von Jan nach Hause fahren konnte. Ich bin nämlich immer ein bisschen auf die Eroberungen von Jan eifersüchtig gewesen, egal ob ich jetzt auch jemanden genommen hatte, oder nicht. Von Jan sind aber auch nicht selten solche Blicke gekommen, wenn er mich mit Begleitung nach Hause gefahren hat.

Vor meinem Haus hielt er an und stellte den Motor aus, um sich von mir zu verabschieden. Wir küssten uns über den Schaltknüppel hinweg und ich spürte wieder, wie mich dieser eigentlich unschuldige Kuss erregte.

„Komm doch mit rein“, flüsterte ich zwischen zwei Küssen an seine Lippen. Er nickte und küsste mich wieder.

Schließlich mussten wir uns bedauerlicherweise wieder trennen um auszusteigen und ins Haus zu gehen. Als ich die Tür in meinem Zimmer hinter mir schloss, küsste Jan mich wieder gierig.

Grinsend drängte ich ihn zum Bett und wir legten uns etwas ungelenkig hin. Wir kabbelten uns küssend darum, wer oben liegen durfte, bis Jan irgendwann die Oberhand behielt und wir uns dann gegenseitig auszogen, beziehungsweise eher Jan mich und sich selber, weil ich viel zu sehr mit seinem Körper beschäftigt war.

Obwohl wir uns schon ewig kannten, hatte ich ihn schon lange nicht mehr nackt gesehen. Sein flacher Bauch zeigte Ansätze eines Sixpack und begeistert küsste ich ihn auch. Ich verwöhnte ihn, berührte allerdings nicht ein Mal sein hochragendes Glied. Im Laufe dieses Verwöhnens hatte ich ihn wieder auf den Rücken gedreht. Als Jan es schließlich nicht mehr aushielt kämpfte er wieder um die Führungsposition und verwöhnte mich nun. Ich stöhnte unverhohlen laut und dachte gar nicht daran, dass meine Mutter nur ein paar Räume weiter in ihrem Bett schlief. Jan begann, mich vorzubereiten und richtete sich so aus, dass er ohne Probleme uns beide endlich zum Höhepunkt bringen könnte.

In diesem Moment flog die Tür auf und meine Mutter stand darin.

Erschrocken setzte ich mich auf und schmiss Jan dabei vom Bett.

„Sagt mal, könnt ihr nicht leiser sein? Was soll Robert denn von euch denken?“, keifte meine Mutter.

Erst jetzt erkannte sie, wobei sie uns gestört hatte. Sie schaute von Jan, der auf dem Boden saß, zu mir aufs Bett.

Es machte beinahe hörbar Klick bei ihr und sie wurde rot.
Ein „Oh“, entfuhr ihr, bevor sie das Zimmer verließ und die Tür hinter sich schloss.

Ich saß immer noch mit gespreizten Beinen auf dem Bett. Meine Erregung hatte sich damit auch erledigt. Ich schaute mit rotem Kopf zu Jan und sah, dass auch an ihm dieser Zwischenfall nicht einfach nur so vorbei geflogen war.

Doch plötzlich fing ich an zu lachen, denn diese Situation war so peinlich, dass sie schon wieder lustig war. Nachdem Jan mich erst mal böse angefunkelt hatte, lachte er auch mit.

Als ich mich beruhigt hatte, hob ich meine Bettdecke hoch, um selber drunter zu kriechen und sie Jan auch hochzuhalten. Jan rappelte sich vom Boden auf und kroch zu mir.

Ich grinste immer noch. Schnell gab ich Jan noch einen Kuss, bevor ich mich mit dem Rücken an ihn kuschelte und langsam ins Schlafland abdriftete.
Aktualisiert: 20/05/09
Veröffentlicht: 19/05/09
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waidgnom am 20/05/09 09:02
Mir hat deine Geschichte sehr gut gefallen. Sie war mir nur ein wenig zu kurz. Manche Szenen hättest du ruhig etwas ausführlicher schreiben können.Das Ende fand ich dafür besonnders gut.Das war so schön peinlich. grins

Antwort des Autors Puncky (20/05/09 19:58):
Hallo!
Danke für das Review...^^ Ich habe diese Geschichte mal zwischendrin im Unterricht geschrieben. Eigentlich wollte ich sie noch zu der Challenge "Pleiten, Pech und Pannen" hinzufügen, aber dazu bin ich leider nicht mehr gekommen.
Es freut mich, dass sie dir gefallen hat.
Lg Claudia
Kapitel 1
tradij am 05/07/09 20:06
das ende war wirklich ein sehr peinlich.. oh je oh je... die geschichte fand ich ganz nett, aber ich bin der meinung, du hättest mehr daraus machen können... zwei freunde, die schon ewig ineinander verliebt sind aber ihre gefühle unterdrücken... das hat wirklich potenzial. doch bei dir geht es dann ein wenig zack zack, ohne probleme und übergang plötzlich entscheiden sie sich doch dafür, tanzen, knutschen, haben sex. mir fehlt die tiefe und ein wenig einblick in ihre gefühlswelt. manche szenen hättest du noch viel detaillierter schildern können- und damit meine ich nicht einmal die sexszene Zwinkernd


Antwort des Autors Puncky (06/07/09 16:35):
Danke für den Review. Du hast schon Recht, ich hätte das alles noch ein bisschen mehr ausbauen können, aber momentan komme ich leider nicht dazu, also werde ich mir deinen Rat zu Herzen nehmen, wenn ich mal die Zeit finde, das alles noch ausführlicher zu machen...^^
Liebe Grüße

Antwort des Autors Puncky (06/07/09 16:36):
Danke für den Review. Du hast schon Recht, ich hätte das alles noch ein bisschen mehr ausbauen können, aber momentan komme ich leider nicht dazu, also werde ich mir deinen Rat zu Herzen nehmen, wenn ich mal die Zeit finde, das alles noch ausführlicher zu machen...^^
Liebe Grüße
Kapitel 1
martin1112 am 25/07/09 23:17
süss einfach nur süss und witzig
danke gut sehr gut

Antwort des Autors Puncky (26/07/09 17:02):
Danke...^^
Kapitel 1
tom62 am 03/12/09 23:35
Deine Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Was kleines nettes für zwischendurch.
Nach lesen des Geschichtsinhaltes und der ersten Sätze von der Geschichte, habe ich gedacht, daß Mirko einen Freund findet und die Mutter sich den Vater von dem Freund angelt. Aber dein Ende ist ja eigentlich besser.
lg tom
Kapitel 1
Detail am 30/01/10 12:40
Schade das die geschichte so kurz ist.
ist echt super
Kapitel 1
SonjaSonnenschein am 04/04/10 10:34
Hehe, peinlich, peinlich :-) Gefällt mir aber gerade deshalb so gut :-D Schöne Ostern!
Kapitel 1
Witch23 am 23/04/11 01:47
Die Geschichte ist wirklich süß. Zwar an einigen stellen etwas kurz gehalten, es kommt wenig Stimmung auf aber nett.

Was mich am meisten gestört hat war das andauernde Jan Jan Jan das ist warbei weiten nicht so schlimm als wenn da vom *grusel* jüngerem, älteren, größeren, kleineren etc die rede ist aber es kann auch störend wirken, zumindest für mich. Zwinkernd evtl bekommst du das ja noch ausgebügelt.
Kapitel 1
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Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

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