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Der Weihnachtszauber

von Hime [Ab 12] [Reviews - 18] (Abgeschlossen)
Joris hasst Weihnachten, und Weihnachten hasst ihn.
Und grade Weihnachten muss er sich auch noch in eine Katze verwandeln...

Genres: M/M (yaoi), Weihnachten
1. Warnung: Zucker
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 6     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 8041     Klicks: 46516
Veröffentlicht: 30/11/09 Aktualisiert: 05/03/10
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Anmerkungen zur Geschichte
Eine kleine Übung, Spielerei von mir. Ich hoffe ja, irgendwann besser zu werden *die großen Autoren anhimmel*
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1. I

I
„Guten Abend, Herr Sunders. Wieder eine durchwachte Nacht voll ungezügelten Verlangens vor sich?“
Joris zuckte zusammen, als er die herablassende Stimme hinter sich hörte.
„Verdammt“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart, stand noch ein wenig mit dem Rücken zum Flur und drehte sich schließlich langsam um.
Im Türrahmen gegenüber lehnte sein Nachbar und blickte ihn hämisch an.
Er hatte die Arme über einem dieser schrecklichen Schlabberpullis verschränkt, die er anscheinend immer trug (abgesehen vom Sommer. Da waren es dann Schlabber SHIRTS), und seine Wangen schienen genau so unrasiert wie am vorigen Tag auch schon.
„Sieht so aus“, antwortete Joris leise.
Vorsichtig, um den Anderen ja nicht zu berühren, schob er sich an diesem vorbei, hin zur Treppe.
Er hörte nur noch ein spöttisches: „Viel Vergnügen“, dann fing er an die Stufen hinabzusprinten.
Als er die Haustür hinter sich geschlossen hatte, stützte er sich auf die Knie und versuchte, seinen Atem wieder unter Kontrolle zu bekommen.
Er musste wirklich, wirklich an seiner Kondition arbeiten.

-

„Wir sagen euch an... den lieben Advent...“
Leicht schwankend blieb Joris stehen und fischte seinen Schlüssel aus der Jackentasche.
Irgendwie schien das Loch in den letzten Stunden verschwunden zu sein...
Angestrengt kniff er die Augen zusammen, um im Licht der Straßenlaternen etwas erkennen zu können.
Es nützte nichts – das Loch war weg.
Überrascht fuhr der junge Mann sich durch die braunen Haare und beugte sich noch ein wenig näher.
Nichts.
In Gedanken zählte er die Drinks, die er heute Abend gehabt hatte; es schienen ihm nicht genug gewesen zu sein, um solche Halluzinationen hervorzurufen.
Er fuhr mit seinem Zeigefinger über die Stelle, wo sich eigentlich das Gesuchte befinden sollte – wieder nichts.
Verärgert richtete er sich wieder auf und legte seine Stirn in Falten.
Es war kalt, nass, und noch dazu vier Uhr morgens.
„Fuck!“
Mit einem leisen seufzen ließ Joris sich gegen die Tür sinken, steckte den Schlüssel wieder in die Tasche und zog seine Knie an sich heran.
Es war wie verhext.
Als wenn die Weihnachtszeit ihm schon am ersten Advent klar machen wollte, dass sie, trotz Ferien, auch dieses Jahr wieder sehr, sehr unangenehm werden würde.
Murrend schloss er die Augen und ließ sich zurücksinken.
/Verdammt noch mal.... kann ich nicht einmal ein schönes Fest haben?/

-

Das nächste was er hörte, waren Füße, die die Flurtreppe hinunterpolterten.
Erleichtert öffnete Joris die Augen.
Sein ganzer Körper schmerzte wie nach einer Nacht auf Stecknadeln, und alles war er jetzt wollte, war durch diese vermaledeite Tür zu kommen, um sich schlussendlich auf sein Bett zu werfen.
Er streckte sich einmal, dann richtete er sich auf.
Mh.
Irgendetwas war... seltsam.
Sehr seltsam.
Die Tür erschien ihm immer noch, als sähe er von unten zu ihr auf... anscheinend stand er auf allen vieren... er versuchte, sich auf die Beine zu stellen und fiel abrupt wieder nach vorne.
Als er nach unten blickte, sah er Pfoten.
Schwarze Pfoten.
Vorsichtig hob er eine von ihnen an, und sprang gleich darauf einen halben Meter in die Höhe.
/was ist das?/
Er schielte nach unten.
Schnurrbarthaare, eine Schnauze.
Und das seltsame Gefühl an seinem Hintern... das waren nicht die Nachwirkungen von gestern Nacht... das war ein Schwanz!
Ein langer, gepelzter, schwarzer Katzenschwanz!
Versuchsweise öffnete er seinen Mund.
„Mau.“
/Verdammte Scheiße!/
Was auch immer hier mit ihm passiert war, es war seltsam, unheimlich, und er wollte es nicht glauben.
/Vielleicht... träume ich ja noch/, dachte er hoffnungsvoll, doch dann bekam er auf einmal die Tür vor den Kopf gedonnert, und der Schmerz in seiner Schnauze zerstörte jede Hoffnung.
„Mauz!“, machte er protestierend, als er zwei lange Männerbeine in Cordhosen erblickte.
„Mauz!“, noch einmal.
Der Übeltäter blickte auf ihn herunter.
„Huch, was bist du denn für einer, mh?“
Eine große Hand kam auf ihn zu, hob ihn hoch und hielt ihn vor ein nur zu gut bekanntes Gesicht.
/Nicht ausgerechnet DER!/
„Du siehst ja unglaublich verstrubbelt aus... weißt du was? Ich nehme dich erst einmal mit hoch zu mir, dann sehen wir weiter, kleiner.“
„Mau?“
Die Stimme des anderen Mannes klang unglaublich weich, so als würde er mit einem verschreckten Tier reden, einer kleinen Katze vielleicht...
/Memo an mich selbst: Er redet mit einer kleinen Katze./
Sein Tag wurde immer besser.

-

Er war nie in der Wohnung des anderen gewesen.
Bei einem Mann wie seinem Nachbarn hatte er eigentlich auf eine typische Junggesellenwohnung getippt, alles voll mit leeren Pizzakartons, ein vor sich hinflackernder Computerbildschirm in einer ansonsten lichtlosen Wohnung.
Was er jetzt aus seiner auf-Arm-Perspektive sah, überraschte ihn.
Das Wohnzimmer war hell und geräumig, große Fenster zeigten zum Hof und ließen das Licht des frühen Morgens ein.
Als der andere ihn absetzte, versank Joris mit seinen Pfoten fast in dem flauschigen Teppich, der den gesamten Boden zu bedecken schien.
/Ich kenne nicht einmal seinen Nachnamen/, fiel ihm auf einmal ein, /geschweige denn von seinem Vornamen. Naja, vielleicht sollte ich ihn in Gedanken die nächste Zeit einfach Herrchen nenne./
Er schüttelte sich bei dem Gedanken.
Lieber nicht.
Wieder wurde er von einer dieser großen Hände hochgehoben, und sein Herrchen /Bah!/ trug ihn in die Küche, wo er ihn vor zwei Näpfen absetzte.
Der eine war mit Wasser gefüllt, in dem anderen fand sich... /Katzenfutter?! Wo hat er das denn her?/
Misstrauisch beugte er seinen Kopf und probierte ein bisschen.
Es schmeckte annehmbar, und er hatte wirklich Hunger, also fraß er noch ein bisschen weiter, bevor er sich dem Wasser widmete.
Auf einmal vernahm er von oben ein warmes Lachen.
„Wie ein kleiner Tiger...“
Joris blickte auf und maunzte beleidigt.
Er war nicht klein!
Und er war auch kein Tiger!
Er war... eine Katze.
Seine Schnauze verzog sich unwillig, als er dank der Froschperspektive unfreiwillig daran erinnert wurde.
Sein Herrchen lachte schon wieder.
„Na komm, kleiner Kater!“
Etwas in der Stimme veranlasste Joris dazu, hinter ihm herzutapsen, immer noch leicht unsicher auf seinen neuen Beinen.
Im Wohnzimmer setzte der Mann sich auf das Sofa und klopfte mit der Hand neben ihm auf den Stoff.
„Na, was ist, Kleiner?“
/Und wie komme ich da jetzt rauf?/
Unwillig spannte der Kater seine Beine an, sprang – und landete direkt auf dem Schoß seines Herrchens.
Es war warm, weich, roch gut; die Hand senkte sich wieder zu ihm und fing an, ihn im Nacken zu kraulen.
Bevor Joris wusste, wie ihm geschah, waren die Beine unter ihm weggeklappt, und sein Kopf rieb an seiner Unterlage.
/Hoffentlich bleibt das noch eine Weile so/, dachte er wie betäubt, /es fühlt sich so verdammt gut an./
Sein Katzenkörper übernahm das Kommando, und das einzige was er für die nächsten Minuten tun konnte war, wohlig zu schnurren.
Vielleicht würde Weihnachten doch nicht so schlecht werden.
Aktualisiert: 30/11/09
Veröffentlicht: 30/11/09
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Katsumi am 30/11/09 21:29
Sehr niedlich und lustig ^^
Mir gefällt die Idee mit der Verwandlung sehr gut.
Allerdings kam mir die Verwandlung ein bisschen zu schnell. Man hatte kaum Zeit Joris kennenzulernen, was ich ein bisschen schade fand ^^
Ich bin trotzdem gespannt, wie es weitergeht ^^

Antwort des Autors Hime (01/12/09 10:50):
Dankeschön Zwinkernd Ich glaube, man lernt Joris noch ein bisschen besser kennen... hoffe ich xD
I
Blaumohn am 30/11/09 22:05
Ich finde deine Idee ziemlich interessant. Da verwandelt Joris sich in eine Katze und kommt beim "geliebten" Nachbarn unter. Ich bin gespannd, wie sich das Ganze entwickelt.
Für meinen Geschmack gewöhnt er sich zwar ein wenig zu schnell an sein neues Katzendasein aber da sehe ich mal drüber hinweg, weil du es wirklich niedlich geschrieben hast. ^_^ Ich freu mich schon auf das nächste Kapitel.

Antwort des Autors Hime (01/12/09 10:52):
Auch hier ein dickes danke! Es wird nur auch so schnell weitergehen, fürchte ich Zwinkernd
I
Fabi2401 am 02/12/09 18:09
Bin gespannt wie es weiter geht !! ^^

Antwort des Autors Hime (03/12/09 18:38):
Jaaaaah, es ist sogar beendet *freu*
Trotzdem: Jede Woche ein Kapitel. Dann habe ich noch Zeit zum überarbeiten Lächelnd
I
shootingWolf am 05/12/09 12:26
Hey Smiley
Mir gefällt die Idee und wie du die Geschichte bis jetzt umgesetzt hast, auch wenn ich wie Katsumi finde, dass es ein bisschen schnell ging mit der Verwandlung und das er seinen neuen 'Körper' ein bisschen zu schnell akzeptiert.
Ansonsten finde ich es gut geschrieben und bin gespannt wie es weiter geht Smiley
lg

Antwort des Autors Hime (05/12/09 14:55):
Danke Zwinkernd
Aber, wie schon erwähnt - es wird so schnell weitergehen, wie alle meiner Geschichten xD.
Ich habe irgendwo auf meinem Desktop ein Plothäschen für eine Geschichte versteckt, die wahrscheinlich nicht so wird, aber bevor ich mich da ran traue, muss ich noch was üben Lächelnd
I
Silvermoon am 19/12/09 01:20
So, dann hinterlasse ich dir auch mal ein Review.
Ich muss ja zugeben, dass ich erst einmal die Story links liegen ließ, weil sie mir von der Zusammenfassung zu... "abgespaced" vorkam. Hatte irgendwann dann aber doch mal Lust auf eine süße Geschichte und ich bin wirklich begeistert von den bisherigen Teilen. Wirklich süß beschrieben.
Was mich nur ein wenig gewundert hat: Was macht die Dame in der Wohnung? Ich meine, man geht doch nicht einfach mit einem Kollegen mit, sitzt in dessen Wohnzimmer, und geht dann wieder, weil er schwul ist. Welchen Grund hatte sie überhaupt zu kommen? Warum hat Ángel, der ja ein Workoholic ist, sie überhaupt mitgebracht? Hat er ihr Interesse überhaupt nicht bemerkt? Wenn ihn eine Kollegin scheinbar grundlos anspricht und mit zu ihm möchte... da würde ich mich doch wundern.
Kurz gesagt: Die Funktion der Frau war mir nicht so klar. Hätte man sie nicht weglassen können? Oder ihr noch mehr zugeschrieben: vielleicht mussten die beiden noch an einem Projekt arbeiten? So wirkt es leider, als wäre die Frau nur dazu da, um die Eifersucht Joris' und Ángels Homosexualität darzustellen. Fragt sich nur, ob man sie als Person dann überhaupt gebraucht hätte, oder ob man es anhand von Schauspielern im Fernsehen hätte darstellen können.
Etwas anderes ist noch die Aussage von Ángel, dass er Joris schon lange nicht mehr gesehen hätte. Der Mann arbeitet doch immer so viel und sitzt dann kurz darauf auf der Couch und streichelt das Katerchen. Wann hätte er denn schauen sollen?
Seinen Zusammenbruch hättest du vielleicht detaillierter beschreiben sollen. Nicht das Zusammenbrechen an sich, sondern sein Erholen davon. Er steht so plötzlich wieder auf und tut das ab... Wenn mein Kreislauf schlapp macht, brauche ich immer einige Minuten, um wieder auf die Beine zu kommen. Vielleicht hätte er noch an dem Schrank lehnen können und Joris wäre ihm besorgt auf den Schoß gekrabbelt.
Neben diesen Punkten finde ich deine Geschichte aber wirklich süß und bin schon gespannt auf die nächsten Teile.
Vor allem interessiert mich, wie Ángel reagiert, wenn der Kater plötzlich weg ist und wie Joris ihm das mitteilen möchte.

Liebe Grüße
Silvermoon

Antwort des Autors Hime (20/12/09 15:23):
Ohje, aus Àngels Sicht wird glaube ich gar nicht geschrieben... ah, doch, ein winzigkleiner Absatz! *freu* xD.
Mmmmh, was die Frau angeht hast du recht, aber ich habe sie, ganz ehrlich wirklich für diese Zwecke missbraucht *hüstel*
Bin halt noch am Üben Lächelnd
Freue mich deswegen aber an jeder konstruktiver Kritik wie dieser hier! Mir wäre es sonst gar nicht aufgefallen...
Danke!
I
HeisseZitrone am 02/09/12 01:53
Oje! Nicht ausgerechnet der Nachbar! xD
Lustige Idee! Ich liebe Katzen. Smiley Mal sehen, wie es weitergeht.
I
Aussehen wechseln!
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Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

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