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Sonntag, erster Advent, aber irgendwie will bei Andreas keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen. Natürlich lässt sein Schicksal das nicht auf sich sitzen – und begegnet ihm zum ersten Mal ausgerechnet unter einem brennenden Weihnachtsbaum.

Genres: Weihnachten, M/M (yaoi), Reale Welt
1. Warnung: Zucker
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 7     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 10735     Klicks: 40734
Veröffentlicht: 21/12/09 Aktualisiert: 01/02/10
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Anmerkungen zur Geschichte
Beitrag zum Adventskalender 2009 und verknüpft mit "Versuchungen" (ebenfalls im Kalender 2009). Danke an Alex für die Beta.
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1. Kapitel 1

Andreas hatte die Nase voll. Mit seinem Schicksal hadernd, warf er sich die Jacke seiner Schutzbekleidung über, griff nach seinem Helm und den Handschuhen und schwang sich dann neben seinen Kollegen auf den Beifahrersitz des Einsatzfahrzeuges. Es war Dezember verdammt, aber bei Andreas konnte erst gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen.



Mitten während ihres Kaffeekränzchens im Mannschaftsraum war die Sirene losgegangen und nun saßen sie im Löschzug und brausten durch die Nacht. „Na himmlisch. Advent, Advent, das erste Bäumlein brennt!“, lachte der Kollege, der neben Andreas saß und den Wagen fuhr. Andreas Miene verfinsterte sich. Es war gerade mal der erste Advent und schon hatte der erste Irre seine Tanne angesteckt. Mit Blaulicht und Sirene gelangte Andreas Stimmung an einen neuen Tiefpunkt.



Sie erreichten ihren Einsatzort nach knapp zehn Minuten. Gerade als Andreas sich aus dem Führerhaus schwang, tauchte ein junger Mann hinter der Ecke des Bungalows auf und winkte den Männern aufgeregt zu, stolperte über eine Bodenplatte, fing sich wieder und rannte fast in Andi hinein, als er abrupt zum stehen kam. „Gott sei Dank, da sind sie ja endlich! Ich ha-ha-hab den Baum sch-schon auf die Terrasse gebracht. I-Ich hab keine Ahnung wie, i-irgendwie hab ich i-ihn durch die Tür gekriegt.“ Der Mann war offensichtlich völlig mit den Nerven am Ende und stützte sich auf seinen Knien ab, um wieder zu Atem zu kommen, während er den Feuerwehrmännern vor Aufregung und Kälte zitternd, erklärte was passiert war.



Andreas und sein Kollegen folgten dem zitternden Mann also ums Haus, um auf der Terrasse von dem warmen Schein des Feuers empfangen zu werden. /Hm, Lagerfeuer im Dezember! Wie romantisch/, dachte Andi bei sich und grinste breit vor sich hin. „Na, das sieht doch ganz gut aus. Sie haben die freie Wahl, entweder wir löschen das jetzt, dann gibt’s ne Sauerei. Oder wir warten einfach ab, bis das Bäumchen abgebrannt ist“, erklärte der Einsatzleiter dem Hausbesitzer. Andreas gab einem seiner Kollegen einen Wink und gemeinsam rückten sie den Baum ein Stück von der weiß getünchten Wand des einstöckigen Hauses weg, sodass sich durch den Qualm kein schwarzer Fleck darauf bilden konnte.



Erst jetzt nahm Andreas sich die Zeit, den Hausbesitzer genauer zu betrachten. Der andere dürfte ein Stückchen größer sein als er selbst, so an die 1,85m. Unter dem kurzen, dunklen Haar funkelten rehbraune Augen hervor, die im Flammenschein zu leuchten schienen und die von der Aufregung geröteten Wangen ließen ihn jünger erscheinen, als es sein kantiges Kinn und der leichte Blauschatten darauf vermuten ließen. /Sag ich doch, Lagerfeuerromantik/, lachte Andi in sich hinein. Der Andere war aber auch wirklich ausgesprochen attraktiv.



Simon war erledigt. Erst fing dieser dämliche Baum Feuer, dann brannte er sich ein Loch in seine Lieblingsjeans bei dem Versuch das Wohnzimmer seiner Schwester zu retten und dann schien dieser Feuerwehrmann das auch noch alles ganz furchtbar komisch zu finden. Das der andere selbst in der dicken Uniform eine tolle Figur machte und seine blauen Augen im Feuer fröhlich und einfach hinreißend blitzten, war ihm gerade egal, seine Weihnachtsstimmung war dahin und ihm trotz Lagerfeuerromantik bitterkalt.



Andi folgte dem Einsatzleiter und dem Hausbesitzer in das große, hell erleuchtete Wohnzimmer des Hauses. Dicke Flokatis und ein großes, mit vielen weichen Kissen beladenes Sofa ließen den Raum äußerst gemütlich wirken. Erst jetzt bemerkte Andreas die junge Frau, die wohl schon eine ganze Weile versuchte ihren vielleicht 6-jährigen Sohn zu beruhigen, für den der Anblick der brennenden Tanne offensichtlich zu viel geworden war. Der Junge heulte Rotz und Wasser und konnte sich anscheinend nicht entscheiden, ob er an seiner Mutter hoch klettern oder sich hinter ihr verstecken wollte.



Einer plötzlichen Eingebung folgend, lief Andi zum Einsatzfahrzeug zurück, öffnete das Handschuhfach und kehrte dann breit grinsend zurück. Der Junge schluchzte immernoch herzzereißend und blickte Andreas aus großen, rot geweinten Augen an, als dieser ihm vorsichtig durch die dunklen Locken fuhr. Der Kleine schniefte leise und wollte schon wieder anfangen zu weinen, als Andreas hinter seinem Rücken einen dicken Schoko-Nikolaus hervor zauberte und dem Jungen reichte.



Noch bevor seine Mutter widersprechen konnte, hatte der Kleine die Alufolie aufgerissen und ließ sich die Milchschokolade schmecken. Der Blick der blonden Frau wanderte von dem Feuerwehrmann zu ihrem Sohn und wieder zurück und nachdem sie einmal erleichtert durchgeatmet hatte, lächelte sie Andreas dankbar an. Der fragte sich gedankenverloren, von welchem Elternteil der Junge die Locken geerbt hatte.



/Na so was, er hat tatsächlich das Monster gezähmt! Kinder sind doch alle korrupt/, schmunzelte Simon in sich hinein und war wieder ein wenig mit der Welt versöhnt, nachdem sein Neffe aufgehört hatte zu heulen. /Vielleicht sollte ich öfter mal ne Tanne anstecken, wenn dann so attraktive Feuerwehrmänner zu meiner Rettung kommen./ Sein Blick verfing sich in den dunkelblonden, verstrubbelt-lockigen Haaren des blauäugigen Feuerwehrmannes. Mit aller ihm verbliebenen Willenskraft riss sich Simon von diesem Anblick los.



Endlich war der Baum abgebrannt und stand nun verkohlt und immer noch dampfend in seinem Ständer, aus dem die Feuerwehrmänner ihn nun mit vereinten Kräften befreiten und dann zur Kompostecke am andern Ende des Gartens trugen. „So, ich glaub der Ständer hat nichts abgekriegt. Und wenn sie das nächste Mal einen Baum beleuchten wollen: Nehmen sie Lichterketten, bitte!“ Mit diesen Worten verabschiedeten sich Andreas und sein Kollegen von dem Pärchen und verschwanden mitsamt ihres Einsatzwagens in der Dunkelheit.



„Soso, der hübsche junge Mann hat's dir also angetan, ja?“ Andreas erwiderte das Grinsen seines Kollegen mit einem missmutigen Grummeln. „Na komm, nun sei nicht so mies gelaunt. Du findest schon noch deine bessere Hälfte.“ Eine große, kräftige Hand landete klatschend auf Andis Oberschenkel und ließ ihn aufschrecken. „Deinem Charme kann schließlich niemand widerstehen, nicht wahr?“ Mit diesen Worten warf ihm einer seiner Kollegen eine Kusshand zu, sodass Andi widerwillig grinsen musste.
Aktualisiert: 21/12/09
Veröffentlicht: 21/12/09
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Schlußanmerkungen zum Kapitel
Herzlichen Dank an Alex für die Beta.
Witch23 am 21/12/09 22:46
Ich verstehe nicht so recht warum Andreas so schlechte Laune hat. Dann ist es ein wenig sonderbar, wenn keiner ihn anspricht oder über ihn nachdenkt, das sein Name abgekürzt wird.

Ansonsten eine echt nicht schlechte Idee wie sich Leute Kennenlernen können.

Antwort des Autors kestrel (21/12/09 23:52):
naja, er soll weihnachten allein feiern, weil seine familie ohne ihn ans andre ende der republik fährt... da wär mir auch nicht sehr weihnachtlich zu mute ^^

und zur idee: die ist irgendwie beim brainstorming für versuchungen aufgetaucht und hat mich dann nicht mehr losgelassen.
Kapitel 1
tom62 am 23/12/09 23:33
Danke für diese schöne Geschichte zum Adventskalender. Sie hat mir sehr gut gefallen. Was kann man mehr von Weihnachten verlangen, als das man eine Liebe findet.
lg tom
Kapitel 1
Jule am 25/12/09 12:55
Gugus,
ich habe die Story schon im Adventskalender gelesen und sie hat mir wirklich gut gefallen. ;-)
Sie spielt parallel zu Alex' Versuchung, gell? Das 'Rainbow' und der Name Patrick kamen mir gleich ziemlich bekannt vor. *grins*
Andreas Mama fand ich toll. Manchmal sollten die Männer einfach öfter mal auf ihre Mütter hören, oder? ;-)
Liebe Grüße und ein wunderschönes Rest-Weihnachten
Jule
Kapitel 1
Aredhel am 16/12/12 12:49
Gerade habe ich die Geschichte gelesen.
Sie ist so süß. Sowas wünscht man sich auch zu Weihnachten, außer den brennenden Baum vielleicht.
Wie die beiden um einander herum tanzen und nicht merken, wie sie miteinander schon flirten, war einfach zu niedlich.
Kapitel 1
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Yavia
29/08/21 12:27
An alle, die eine Nachricht an die Admins über die Mailadresse schicken: Bitte gebt euren Usernamen in der Nachricht mit an, damit wir wissen, wer um Hilfe fragt. Vielen Dank!

Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

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