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Pornostar

von Alakandra [Ab 14 ] [Reviews - 7] (Abgeschlossen)
Dylan hat eingewilligt mit einer Reporterin über seinen früheren Job zu sprechen, auch wenn er mittlerweile schon lange nicht mehr in diesem arbeitet. Was hat ihn damals dazu gebracht aufzuhören? Warum ist die Erinnerung bittersüß?

Genres: Reale Welt, M/M (yaoi)
1. Warnung: Zucker
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 1     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 2866     Klicks: 9736
Veröffentlicht: 14/11/10 Aktualisiert: 14/11/10
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Anmerkungen zur Geschichte
Dies ist die erste Slashgeschichte, die ich jemals geschreiben habe, abgesehen von Fanfiktions. Also bitte nicht zu hart damit umspringen!
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1. Pornostar

Worauf hatte er sich da nur eingelassen?
Seufzend schloss Dylan die Tür zu seiner Wohnung auf und ließ die junge Frau eintreten.

Als die Anfrage vor einigen Wochen per Post gekommen war, hatte er sich irgendwie geschmeichelt gefühlt und hatte in einem kurzen Anfall von geistiger Umnachtung seine Zustimmung gegeben.
Er war trotzdem ein guter Gastgeber, führte die junge Journalistin in sein Wohnzimmer, ließ sie auf der Couch Platz nehmen und ging dann in die angrenzende offene Küche, um Getränke und einen Snack zu richten.

„Sehr schön haben sie es hier, Mr. Cormack.“ erklang die Stimme der jungen Frau. „Alles ist so schön offen und hell. Dürfte ich für den Bericht auch einige Bilder machen lassen, wäre ihnen das Recht?“

Dylan krauste die Stirn, irgendwie schien diese Sache doch größer zu werden als er angenommen hatte.
„Ich war der Meinung, es würde nur so etwas wie eine Randnotiz werden,
nicht mehr als ein paar Sätze?“ fragte er.

Bethany Sullivan, die junge Journalistin, schlenderte in seine Richtung, lehnte sich über den Küchentresen, der den Kochbereich vom Wohnzimmer abtrennte.
„Nun, ganz so klein wird der Bericht auch nicht werden. Vielleicht kennen sie die letzte Seite unserer Zeitschrift nicht, die Serie heißt: Wo sind sie heute? und behandelt jeden Monat eine andere bekannte Persönlichkeit die für unser Zielpublikum wichtig ist oder war. Schauspieler, Autoren, Rechtsaktivisten, ganz unterschiedlich.“

Dylan stellte Getränke und einen Teller mit Appetizern auf den Küchentresen und schwang sich auf einen der Barhocker.
„Ich bin nicht unbedingt eine bekannte Persönlichkeit dieser Art…“ murmelte er.

Bethany warf ihre langen roten Haare zurück und zückte ihr Aufnahmegerät, während sie Dylan beobachtete, der Getränke eingoss.
Er war etwa 1,80 groß, hatte unordentliche schwarze Haare und sanfte braune Augen. Das Piercing in seiner Augenbraue gab ihm ein etwas verwegenes Aussehen, obwohl er sonst eher brav wirkte. Er war nicht unbedingt schön, aber auf eine süße, verträumte Art und Weise sexy.

Bethany griff nach ihrem Glas und schaltete gleichzeitig ihr Aufnahmegerät ein.
„Keine Berühmtheit? Mr. Cormack, auch fünf Jahre nachdem sie sich aus dem Geschäft zurückgezogen haben, sind ihre Filme noch immer Verkaufsschlager.
Sie werden genauso häufig gegoogelt wie noch aktive Größen ihres Metiers
und haben einen eigenen Fanclub, der immer wieder versucht, sie zum zurückkommen zu überreden, wie können sie da sagen, sie wären keine Berühmtheit?“

Dylan lachte leise. Sein Fanclub hatte ihm gerade vor kurzem wieder eine herzerwärmende E-Mail geschrieben, sie waren einfach zu süß und unglaublich treu. Wenn auch etwas merkwürdig.

„Ich finde einfach nicht, dass ich irgendetwas Besonderes geschafft habe.
Aber ich bin meinen treuen Fans natürlich unglaublich dankbar.
Allerdings gibt es nicht wirklich irgendetwas Spannendes zu berichten.
Ich habe mich vollkommen aus dem Business zurückgezogen und werde auch niemals zurückkommen. Ich habe jetzt einen seriösen Job, der mich sehr…“

Dylan begann schallend zu lachen.
Bethany schaute verwirrt, musste gegen ihren Willen mitlachen, obwohl sie gar nicht wusste, was eigentlich los war.
Dylan prustete: „Ich kann doch jetzt weder „der mich ausfüllt“ noch „der mich
befriedigt“ sagen, das wäre ja total missverständlich.“
Endlich hatte auch Bethany verstanden. Kichernd meinte sie: „Nun ja, einige heiße Anspielungen wären in ihrem Interview sicher nicht unpassend, ihre Fans wären begeistert!“

Dylan versuchte wieder vollkommen ernst zu werden, trank einen Schluck, wandte sich dann wieder der Reporterin zu. „Ich bin nicht sicher was sie wissen möchten, was ihre Leser interessieren könnte?“ meinte er.

Bethany setzte sich auf ihrem Hocker zurecht und holte nun auch einen Block
hervor, um eigene Gedanken notieren zu können.
„Am besten erzählen sie einfach ganz flüssig. Ich würde gern wissen,
wie sie ins Geschäft gekommen sind, was sie über ihre Arbeit sagen können und warum sie aufgehört haben. Dann vielleicht noch einige Worte dazu, wie sie jetzt leben. Ich werde das dann entsprechend kürzen und ihnen noch mal zusenden, ehe die Story in den Druck geht. Nächste Woche würde ich noch mal mit einem Fotografen vorbeikommen, wenn sie einverstanden sind.“

Dylan nickte zustimmend, besann sich einen Moment und begann dann zu erzählen. „Ich landete eigentlich eher durch Zufall in der Pornoindustrie. Ich war achtzehn und hatte einen Freund, meinen ersten festen Freund. Wir waren verknallt und sehr aktiv im Bett, haben alles Mögliche ausprobiert. Irgendwann kam Nate dann mit der Idee an, mit einem Internetpornofilmchen einen Haufen
Geld zu verdienen. Er hatte da irgendwie einen Bekannten der wiederum jemanden kannte…“

Dylan verdrehte die Augen und schmunzelte beim Gedanken an ihre damalige Naivität. Sie hatten keine Ahnung und verdammtes Glück gehabt,
das sie dort gelandet waren, wo sie gelandet waren und nicht in den Fängen irgendwelcher übler Burschen. Bedenken waren ihnen damals gar nicht gekommen.

„Er brauchte eine ganze Weile um mich zu überzeugen, aber ich war Student, eh ständig knapp mit dem Geld und Nate versprach mir, das nur wir beide miteinander schlafen würden. Wir landeten also im Schlafzimmer von diesem Typen, der einen verwackelten Film mit seiner Digicam drehte und auf seiner Bezahlseite online stellte. Große Reichtümer bekamen wir nicht gerade dafür und ich wollte die ganze Sache schon wieder vergessen, als Nate mich vollkommen aufgedreht anrief. Die Webseite dieses Typen wurde wohl total überrannt, alle wollten diesen Film sehen, die Mailbox quoll über, es war eine Riesenaufregung.
Chase, so hieß der Kameratyp, war vollkommen aus dem Häuschen. Also haben wir noch mal einen Film gedreht, haben versucht es etwas professioneller zu gestalten, Chase hat sich extra besseres Equipment zugelegt, wir haben uns vorher überlegt, was wir genau machen wollen, während wir das erste Mal einfach miteinander geschlafen hatten, wie wir es sonst auch mochten.“

Dylan lächelte, die Augen in weite Ferne gerichtet, während er sich an diese verrückte Zeit zurückerinnerte. Alles war vollkommen unprofessionell und provisorisch gewesen, trotzdem war es eine witzige und aufregende Zeit.

Bethany notierte sich, wie gut der bekannte Pornostar Dylan Cormack aussah,
wenn er sehnsüchtig in die Ferne sah und sich nachdenklich auf die vollen Lippen biss.

„Tja, und das war eigentlich auch schon alles. Die Filme die wir drehten wurden überraschend
bekannt, vielleicht gerade wegen der unprofessionellen Note und weil man sah,
das wir uns mochten und Spaß an der Sache hatten.
Nate und ich bekamen beide Angebote namhafter Pornolabel und Nate nahm schließlich an. Zu diesem Zeitpunkt waren wir beide schon kein Paar mehr,
allerdings hatte unsere Trennung nichts mit dem Business zu tun.
Zwischenzeitlich waren auch einige andere Jungs von Chase unter Vertrag genommen worden und Nate und ich machten ein paar Filme mit ihnen zusammen.
Als Nate dann Chase Firma verließ, blieb ich auch nur noch kurz und zog mich dann vollkommen zurück.“

Bethany hakte sofort nach. Bis hierhin kannte sie die Geschichte bereits,
wie wahrscheinlich jeder, der den Namen Dylan Cormack kannte,
sie interessierte was genau passiert war und warum.
„Aber warum haben sie das getan? Sie waren unglaublich beliebt.
Nate Bishop ist mittlerweile sehr gut im Geschäft und Chase Fishers Firma boomt,
warum haben sie sich so vollkommen zurückgezogen?“

Dylan betrachtete die junge Reporterin vor ihm nachdenklich.
Das Magazin für das sie schrieb, erschien monatlich und richtete sich an Schwule und Lesben.
Es ging nicht ausschließlich um Sex, sondern um alle möglichen Themen.
Er war sich nicht sicher, wie hoch die Auflage war, sicher nicht gigantisch,
aber wollte er den Lesern wirklich diese Wahrheit präsentieren?
Nun ja, der Bericht würde auf der letzten Seite stehen und wahrscheinlich nicht unbedingt große Aufmerksamkeit erzielen, also, warum nicht?

„Wahrscheinlich wird das meine Fans jetzt enttäuschen, jedenfalls wird es nicht gut für mein Image sein, aber Tatsache ist, ich bin eigentlich nicht der Typ für Pornos. Ich mag Sex, nein, ich liebe Sex sogar, aber mit nur mit einer Person die ich wirklich mag, der ich vertraue. Nur dann kann ich mich richtig fallenlassen und vollkommen aus mir herausgehen. Jemanden treffen und fünf Minuten später wilden Sex mit ihm zu haben, das liegt mir einfach nicht und das würde man dann auch in meiner Performance sehen.“

Dylan trank einen Schluck. Er sah Bethany nicht an, als er leise fortfuhr: „Und außerdem konnte ich nicht weitermachen.“

Bethany beugte sich weiter vor und schob das Aufnahmegerät weiter in seine Richtung,um ihn richtig zu hören.
„Ich konnte nicht weitermachen, weil ich mich verliebte. Ich hatte geglaubt in Nate verliebt gewesen zu sein, aber es verblasste gegenüber meinen
neuen Gefühlen. Aber es war sinnlos. Er war auch in der Pornoindustrie,
hatte einen festen Partner, allerdings schliefen sie beide für ihre jeweiligen Filme auch mit anderen Männern. Ich verliebte mich auf den ersten Blick in ihn und war von der ersten Minute an unglücklich. Ich war unglücklich wenn er mit anderen schlief, auch wenn es nur ein Job war, ich war unglücklich wenn er mit seinem Partner schlief, weil es nicht nur ein Job war und am unglücklichsten war ich, wenn er mit mir schlief, weil es für mich nicht nur ein Job war.
Also ging ich zu Chase, er verstand mich und ich verließ das Business für immer.“

Bethany hatte die Luft angehalten. Das waren unglaubliche News! Die Leute würden begeistert sein, eine unglückliche romantische Liebe und sie hatte es herausgefunden! Na ja, es war ihr erzählt worden, aber das war ja unwichtig.
Hektisch ging sie in Gedanken die Liste von Dylans Filmpartnern durch, nach Nate waren das nicht viele gewesen, es musste sich doch herausfinden lassen,
wer die heimliche Liebe gewesen war!
Aufgeregt und mit geröteten Wangen stellte sie Dylan fahrig noch einige Fragen und hatte es dann plötzlich sehr eilig.

Schmunzelnd schloss Dylan die Tür hinter der Reporterin.
Sie war ganz aufgeregt gewesen, nachdem er ihr sein kleines Geheimnis erzählt hatte. Dabei konnte er sich kaum vorstellen, dass es noch irgendjemanden interessieren würde, was irgendein ehemaliges Pornosternchen vor fünf Jahren gedacht und gefühlt hatte.

Er ging an den kleinen Schreibtisch, der in einer Ecke des Wohnzimmers stand und öffnete ein Geheimfach unterhalb der Tischplatte.
Warum er das Bild hier versteckte wusste er eigentlich selbst nicht,
schließlich wohnte er allein und könnte es auch in ganzer Pracht mitten ins Zimmer stellen. Aber irgendwie erschien ihm das Versteck passender.
Ein Foto, ganz hinten im Schreibtisch und Gefühle, ganz hinten in seinem Herzen.

*************************************************************************************************************************

Blake wischte sich die ölverschmierten Hände an seiner Jeans ab und fluchte herzhaft. Wie war er bloß auf die dämliche Idee gekommen, selbst ein Motorrad zu restaurieren? Er hatte doch überhaupt keine Ahnung und nur weil man Motorräder liebte, war man noch lange kein Mechaniker!

Grummelnd hielt er sich selbst eine Standpauke, als er von draußen laute Stimmen hörte. Die eine gehörte seinem Vater und die andere hörte sich nach seinem besten Kumpel an. Grinsend folgte Blake dem Klang der Stimmen.
Sein Kumpel Michael war ewig nicht mehr hier gewesen, er arbeitete für eine namhafte Werbefirma und war häufig auf Geschäftsreisen rund um den
ganzen Erdball.

„Mike!!“ brüllte Blake und warf sich mit seinem ganzen Körper auf seinen Freund, riss ihn zu Boden und wälzte sich wie ein Hund mit ihm im Gras.
Michael wehrte sich verbittert und versuchte krampfhaft, nicht zu besorgt um seinen teuren Anzug zu sein, der diese Attacke hoffentlich überleben würde.
„Sitz! Platz! Aus! Runter von mir, dann bekommst du auch ein Leckerli!“ keuchte er lachend.
„Ein Leckerli?“ Blake spielte sofort mit und liess die Zunge aus dem Mund hängen und hechelte.

Michael richtete sich auf und untersuchte seinen Anzug nach etwaigen Schäden.
„Du beschwerst dich doch immer, weil ich dir von meinen Geschäftsreisen nie etwas mitbringe. Diesmal habe ich dir etwas mitgebracht und zwar etwas ganz großes, ganz besonderes. Du wirst mich lieben, du wirst mich anbeten, du wirst mir auf Knien danken!“

Blake half seinem Kumpel auf, reichte ihm ein Bier aus der Kühltasche, die neben der Garagentür stand und wies mit einer lässigen Handbewegung auf die Gartenstühle. Die beiden setzten sich, während Blakes Vater ins Haus verschwand, um schon mal alles für das obligatorische Barbecue vorzubereiten.
„Na, da bin ich ja mal gespannt, womit du mich auf die Knie zwingen willst.“

Mike holte seine Tasche, die noch immer dort im Gras lag,
wo Blake ihn niedergestreckt hatte.
Er holte eine zerfledderte, geknickte Zeitschrift heraus und hielt sie Blake mit einem begeisterten Strahlen hin. Blake dagegen sah wenig begeistert aus.
Er machte keine Anstalten sein „Geschenk“ zu nehmen, sondern starrte Mike nur
unter hochgezogenen Augenbrauen an.

„Du bringst mir eine zerlesene Zeitschrift?“
Mike nickte, immer noch strahlend und hielt die Zeitschrift noch nachdrücklicher in Blakes Richtung.
„Willst du mich verarschen, Mike?“ Blake riss die Zeitschrift an sich, warf sie über seine Schulter von sich und zerrte Mike wieder auf den Gartenstuhl.
„Ja ja, schon klar, sehr witzig. Jetzt erzähl mal, wie war es denn? Hast du große Fische an Land gezogen oder wie ihr Werbeleute sagt?“
Mike schüttelte lachend den Kopf über seinen besten Freund, ließ sich dann aber auf das Gespräch ein. Sie lachten, quatschten, grillten später einige Steaks und fielen erst gegen Morgen vollkommen erschöpft ins Bett, bzw. Mike ließ sich auf die Schlafcouch im Wohnzimmer fallen.
Bevor er es sich bequem machte, schickte er Blake noch schnell eine SMS.

Grinsend wartete er dann, zählte stumm.
Er war nicht mal bei fünfzig, da stand Blake schon in Boxershorts vor ihm.
Sein Gesicht, das den ganzen Abend ein Grinsen oder Lachen geziert hatte,
war nun ernst. „Warum hast du das nicht gleich gesagt?“
fragte er leise. Mike grinste. „Du hast mein Geschenk weggeworfen, das war nicht nett!“ Blakes Gesicht blieb ohne Regung.
Mike seufzte leise. In manchen Dingen verstand sein bester Kumpel so gar keinen Spaß.

„Hier.“ Er reichte Blake einen Umschlag. „Das ist mein Geschenk.“
Er betrachtete die Reaktionen seines Freundes, als der den Umschlag öffnete und
ein Flugticket vorfand.
“Was??”

Mike zog die zusammengefaltete Zeitschrift hervor, die er längst wieder aufgehoben hatte und reichte sie Blake.
„Lies, dann wirst du es verstehen.“

Blake ließ sich auf das Sofa fallen, glättete die Zeitschrift vorsichtig,
betrachtete eingehend das Cover, streichelte vorsichtig, nur mit den Fingerspitzen, über das Coverbild, das ein so vertrautes Antlitz zeigte.
Gleich am Anfang war der Bericht, noch mal gab es Bilder, die Blake eingehend studierte, ehe er sich dem Text zuwandte.
Er las ihn einmal.
Dann noch einmal.
Und noch einmal.

Mike hielt es langsam nicht mehr aus. Er hatte irgendwie mehr Reaktionen erwartet. Mehr Schreie, mehr Emotionen und vor allem, mindestens einen kleinen Dank für ihn, schließlich spielte er hier ja sozusagen Amor.
„Er meint dich.“
Blakes Kopf ruckte hoch, als würde er erst jetzt Mikes Anwesenheit bemerken.
„Ich habe etwas nachgeforscht, es kommt niemand anderes in Frage.
Außer mit Nate hat er nur mit vier anderen Typen vor der Kamera geschlafen.
Aber nur mit dir mehr als einmal und nur du hattest damals einen Partner.“

Blake senkte den Kopf wieder auf die Zeitschrift.
Eines der Bilder zeigte Dylan in seiner Wohnung, auf seinem Sofa.
Er lächelte sanft, genau wie er es früher immer getan hatte.
„Wann geht der Flug?“

Mike grinste in sich hinein. „Morgen Vormittag, elf Uhr noch was.“

*********************************************************************************************************

Dylan seufzte.
Irgendwie war alles aus dem Ruder gelaufen.
Statt einer kleinen Randnotiz war aus dem Bericht über ihn eine
Story über zwei Doppelseiten geworden und irgendwie hatte man auch noch sein
Bild auf das Magazincover bugsiert.
Und seitdem die Ausgabe dann erschienen war, drehten alle vollkommen durch.
Nate hatte sich gemeldet, Chase hatte sich gemeldet, alte Kollegen und Bekannte,
ihm wurden horrende Summen für ein Comeback geboten,
das Telefon schien gar nicht mehr stillzustehen.

Andere Magazine und sogar ein Fernsehsender interessierten sich für seine Story,
aber er hatte allen abgesagt.
Eine kleine dumme Hoffnung war in seinem Herz gewachsen,
das ER vielleicht…
Aber er hatte sich nicht gemeldet.

Mittlerweile war es, durch seine strikte Weigerung noch irgendetwas zu dem Thema
beizutragen, wieder ruhiger geworden.
Und die kleine dumme Hoffnung war ebenfalls ruhiger geworden.

Als es klingelte, schnappte Dylan schnell nach seiner Jacke,
fischte nach etwas Geld für den Pizzaboten und riss
schwungvoll die Tür auf.
„Hey, du bist spä…“
Die Jacke fiel.
Das Geld flatterte zu Boden.

Und die kleine dumme Hoffnung war plötzlich nicht mehr klein und nicht mehr dumm,
sondern gigantisch groß und hämmerte laut in seinen Ohren,
pulsierte durch seine Adern.

Blake hatte den Pizzaboten anscheinend unten getroffen, denn er hielt den großen Karton
in der einen Hand und eine Reisetasche in der anderen.

„Ja, ich bin etwa fünf Jahre zu spät, möchtest du mich und die Pizza trotzdem noch?“
Aktualisiert: 14/11/10
Veröffentlicht: 14/11/10
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Witch23 am 14/11/10 20:32
Echt eine witzige kleine Story. Das einzige was echt gestört hat das ich erst mit Strg und Mausrad das ganze etwas kleiner machen musste, weil ich keine Lust hatte die ganze zeit hin und her zu schieben beim lesen, weil der Text zu breit ist.

Die Geschichte ist recht Spartanisch und süß. Vielleicht nicht das non plus Ultra oder überragend, aber ein nettes kleines Geschichtchen mit einem schönen ende.



Antwort der Autors Alakandra (21/01/11 18:10):
Hallo Witch,
danke für dein Review, schön, dass es dir gefallen hat.
Ich kenne mich hier noch nicht so gut aus und habe keine Ahnung,
wie ich das mit der Breite ändern kann,
aber ich versuche mich zu bessern!

Liebe Grüße, Alakandra
Pornostar
Hime am 14/11/10 22:46
Süß. Nicht so toll wie deine Zweite, aber süüüüß Lächelnd



Antwort der Autors Alakandra (21/01/11 18:11):
Hallo Hime,
danke, freut mich, dass es dir gefallen hat.
"Pornostar" war mein erster Versuch einer eigenen Geschichte, vorher habe ich HP-FFs geschrieben, also habt bitte Nachsicht! Zwinkernd

Liebe Grüße, Alakandra
Pornostar
acacia_oriordan am 15/11/10 01:37
Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Echt nett zu lesen. Lächelnd
LG,
acacia



Antwort der Autors Alakandra (21/01/11 18:12):
Hallo acacia,

vielen Dank für dein Review, freut mich,
das du meine Geschichte mochtest!

Liebe Grüße, Alakandra
Pornostar
am 01/01/70 01:00
Pornostar
am 01/01/70 01:00
Pornostar
tolkiner am 23/03/11 18:02
Hi
Sehr gut geschrieben. Ansonsten wie - siehe mein Review bei Rockstar!
So zwischen durch als OS ganz nett zu lesen aber ausführlicher hätte sie potential für was besonderes. Grinsend
GLG H



Antwort der Autors Alakandra (26/03/11 10:48):
Jajajaja,
ich entschuldige mich jetzt nicht mehr für
meine Liebe für One-Shots! Zwinkernd
Liebe Grüße, Alakandra
Pornostar
HeisseZitrone am 19/12/12 16:17
Gefällt mir richtig gut. Süßer kleiner Oneshot, und die Idee ist auch ungewöhnlich! Zwinkernd
Pornostar
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Yavia
29/08/21 12:27
An alle, die eine Nachricht an die Admins über die Mailadresse schicken: Bitte gebt euren Usernamen in der Nachricht mit an, damit wir wissen, wer um Hilfe fragt. Vielen Dank!

Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

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