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Würden wir uns wohl scheuen in sie hinein zubeißen.

Genres: Reale Welt, Weihnachten, F/F (Yuri)
1. Warnung: Zucker
2. Warnung: Keine
3. Warnung: Keine

Kapitel: 1     Gelesen: Nicht möglich
Inhaltsverzeichnis

Wörter: 970     Klicks: 7779
Veröffentlicht: 26/12/10 Aktualisiert: 26/12/10
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Anmerkungen zur Geschichte
Mein Beitrag zum Adventskalender 2010 Türchen 20 Lächelnd

Für die Beta geht der Großteil des Dankes an pandora, die es noch zwischengeschobenen hatte Küsschen .
Auch meine Mutter und rihaij hatten sich da ein wenig beteiligt, wobei es da mehr um kleine Fehler ging, dennoch auch an die beiden mein Dankeschön Smiley
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1. Kurzes Geschichtchen

Das erste, woran ich mich erinnern kann, sind zartrosa und weiße Blütenblätter, die leise herabfallen. Und die beiden Frauen, die in diesem Blütenregen stehen. Die eine lacht, kindlich erfreut, dreht sich im Kreis; die andere, mit hellblondem Haar, lächelt ihr dabei zu, während ihr Blick nicht von ihr weichen will.

Als sie sich irgendwann zum Gehen wenden, streicht die blonde Frau ihrer Begleiterin sanft durchs Haar. Dann reicht sie ihr die Blüte, die sie aus dem dunklem Haar gestriffen hat und lächelt.

Die beiden sehen sich eine Zeitlang an und gehen dann in gegenseitiges Lächeln versunken davon. Ich kann mich jetzt wieder auf das Wachsen konzentrieren, denn ein paar der Blütenblätter kommen von mir. Da bei mir nichts mehr an Pollen und Nektar zu holen ist, habe ich sie fallen lassen und dabei dann die Beiden beobachten können. Es war nicht das letzte Mal, dass ich sie sah.

Die mit dem hellen Haar sah ich noch ab und an. Sie schaute nach uns, pflegte den Baum, sah zu, wie wir wuchsen und achtete darauf, dass wir ungestört blieben. Hin und wieder sah ich auch die andere. Einmal brachte sie anscheinend etwas zu trinken mit, ein anderes Mal trafen sie beide sich an einem sonnigen, warmen Tag hier, um in dem nahen Teich zu schwimmen. Es war der eine Tag, der alle paar Tage war, an dem wenige bis keine Menschen hier waren, wenn nur mal ein oder zwei.

Die Blonde zog sich völlig aus, um nackt zu baden und nach einiger Zeit hatte sie ihre Begleiterin wohl überzeugt, es ihr gleichzutun. Sie tobten und plantschten eine ganze Weile und legten sich im Anschluss gemeinsam auf eine mitgebrachte Decke. Nach einer Weile lehnte sich die Blonde auf ihre Unterarme, sagte etwas und fing danach an, der anderen etwas über dem Rücken zu verteilen.

Dabei beugte sie sich dann irgendwann wieder zu dem Kopf der anderen, schien wieder etwas zu sagen, worauf diese hochschreckte und sich mit hochrotem Gesicht anzog und ging. Dabei sagte sie etwas, was der Blonden wohl nicht so gefiel, denn diese blieb sitzen und sah ihr traurig hinterher.


Danach kam die mit dem dunklen Haar nicht wieder vorbei. Wir aber wuchsen weiter, erreichten unsere Endgröße und mussten nur noch so viel Sonne tanken, wie uns möglich war. Die Blonde war einige Zeit etwas anders als sonst, sie wirkte trotz des schönen Wetters leicht betrübt. Dennoch war sie dieser Tage da und kam mit ein paar anderen an meinen und an andere Bäume. Mit Leitern und anderen Dingen arbeiteten sie dann jeweils zu zweit. Einer kletterte hinauf, säuberte uns und befestigte dann sorgsam etwas, der andere reichte alles an. Als sie bei mir ankam, lächelte sie beinahe traurig, während sie, nahezu zärtlich streichend, eine Schablone an mir befestigte.

Die Zeit danach sah sie jedes Mal zu mir herauf, wenn sie vorbeikam. Wir wurden währenddessen süßer und bekamen Farbe. Die Samen in uns wurden praller, die Zeit, zu der wir uns fallen lassen würden, rückte näher. Doch bevor es soweit war, kamen wieder die Leute in Zweiergruppen und pflückten uns schnell, sorgsam und routiniert.

Wir gingen noch durch ein paar Hände und Arbeitsgänge, doch am Ende waren wir sauber, von der Schablone befreit und wurden sorgsam verpackt. Nur ich und einige andere gehörten nicht dazu. Dafür kamen am Abend dann die Blonde und einige andere, die ich die ganze Zeit über gesehen habe und jeder von ihnen nahm einen von uns mit.

Sie sah mich dieses Mal mit einem leicht hoffnungsvollen Lächeln an und nahm mich, nachdem ich in einem kleinen Karton verschwand, mit. In dieser Dunkelheit verbrachte ich dann wohl ein paar Tage, bevor sie mich wieder herausholte, um mich in einen, mit einem weichem Schal ausgekleideten Korb zu legen. Es waren auch ein paar Nüsse und Marzipan dabei. Das Ganze wurde mit einer Folie luftig umschlossen, durch die ich kaum noch etwas erkennen konnte. Doch, dass der Korb transportiert wurde, bemerkte ich.

Es dauerte ein wenig, dann wurde die Folie entfernt und ich sah die mit dem dunklem Haar wieder. Erst nahm sie mich vorsichtig staunend aus dem Korb, dann den Schal, den sie sorgsam zusammengefaltet zur Seite legte.

Die nächste Zeit rollte sie mich immer wieder nachdenklich hin und her, wenn sie da war. Am letzten Tag, an dem sie das machte, schreckte sie plötzlich auf und kam kurze Zeit später mit einer Karte und einer einzelnen Rose wieder. Nachdenklich sah sie Rose, dann Schal und mich an, um dann die Karte zu lesen.

Ihr Gesicht glich sich farblich erst der Rose an, es zeigte sich ein Lächeln, das dann in Erstaunen wechselte.

Danach vergingen wieder ein paar Tage. Die Rose stand nun in einer Vase neben mir, dem Schal und der Karte. Sie kam jeden Tag mehrfach vorbei und sah uns an.


Dann an einem Abend zog sie Schal und alles, was dazu gehörte, an und ging, nachdem sie mich und die Rose kurz anstubste, mit einem leichten Lächeln fort.

Es dauerte etwas, bis sie wiederkam, aber sie war dann nicht allein. Die Blonde begleitete sie. Sie brachten etwas Tannengrün mit, das sie neben uns auf den Tisch legten. Dabei berührten sie sich immer wieder an Händen und Schultern, um sich dann anzulächeln.

Am Ende beleuchteten nur noch einige Kerzen sanft den Raum. Auf der Couch saßen die beiden Frauen, die immer weiter zueinander gerutscht waren. Es war ähnlich dem Wachsen, eine stetig fortlaufende Entwicklung, damit endete, das sie in einem Kuss versunken dasaßen, während im Fernsehen ein rot gekleideter bärtiger Mann winkte und lachte.



Ende
Aktualisiert: 26/12/10
Veröffentlicht: 26/12/10
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rihaij am 26/12/10 14:36
Eine ganz ungewöhnliche, pfiffige Idee und sehr schön umgesetzt, finde ich.
Man wünscht sich zwar, dass man versteht, was die Mädchen da sprechen, aber es wird auch so deutlich genug. Schon ist die Entwicklung, wie der Reifeprozess des Apfels. Hoffen wir mal, dass die Beziehung nciht so endet, wie der Apfel es irgenwann wird... entweder er wird verspeist oder er schrumpelt und gammelt vor sich hin Grinsend.
Danke für deine witzige Idee.



Antwort der Autors Witch23 (26/12/10 15:51):
Danke für das Liebe Review. Vielleicht fällt ja irgendwann mal zu der angedeuteten Geschichte dem ein oder anderen eine Geschichte ein was da genau passiert. Ich habe da zwar meine eigenen Gedanken zu, Aber es wäre schon witzig was andere darin sehen.

Einen beginn, eine schon gefestigte Beziehung wo ein Krach herrscht oder eben was ganz anderes.

Da ich ein wenig ein Happy End Fan bin wird in meiner Version alles gut werden. Höhen und Tiefen haben aber am Ende wir alles gut was auch immer das bedeuten wird. Der Apfel wird am ende seinen vorbestimmten weg gehen, entweder als Vogelfraß und neuer Baum oder eben als Knackapfel der gegessen wird. Wer weiß Zwinkernd
Kurzes Geschichtchen
cole_el_diabolos am 21/03/12 10:07
Eine sehr schöne Idee.
Der Apfel tut mir aber irgendwie schon leid.
Er hat sich so bemührt süß zu werden und zu wachsen...
Und jetzt wird er voll ignoriert.

Aber toll um gesetzt.



Antwort der Autors Witch23 (21/03/12 14:15):
In der Form habe ich garnicht an den Apfel gedacht Lächelnd . aber hast schon recht der arme Apfel verkommt zum Statisten Zwinkernd

Freut mich das die Geschichte gefällt.
Kurzes Geschichtchen
HeisseZitrone am 19/11/12 17:19
Was für eine süße Idee! Ich mag Äpfel. Lächelnd
Ein bisschen neugierig bin ich ja schon, was die zwei Frauen sich so gesagt und geschrieben haben... Aber eigentlich kann man sich das ja denken, mit ein bisschen Fantasie. Zwinkernd



Antwort der Autors Witch23 (19/11/12 17:31):
Danke für dein Review Zwinkernd
Nunja da das ganze ja aus der reinen Beobachter Perspektive ist, brauchte ich mir um Dialoge weniger Gedanken machen. Lächelnd
Freut mich das es gefallen hat. Zwinkernd
Kurzes Geschichtchen
jabba am 25/06/14 23:43
Interessante Perspektive, die die Geschichte hat. Ich bin irgenwie total berührt, aber trotzdem seltsam distanziert. Bin wohl zum Apfel geworden^^
Ich hoffe mal dass unser Erzähl-Apfel nicht verschumpelt und vergammelt, sondern dass die beiden sich ihn teilen...



Antwort der Autors Witch23 (26/06/14 07:32):
Da das nicht Thema der Geschichte ist bleibt es dem jeweiligen Leser tatsächlich selber überlassen was aus dem "Erzähler" wird Lächelnd

Danke für das Review Zwinkernd
Kurzes Geschichtchen
Schmetterling am 30/06/14 00:05
Hey Witch!

Die Geschichte durch die Perspektive eines Apfels zu erzählen ist eine wirklich gute Idee und macht sie zu etwas besonderem, da sie auf diese Weise von allen anderen Geschichten hervorsticht. Die Entwicklung der Liebe zwischen den zwei jungen Frauen wird so objektiv verfolgt und es fließen keine etwaigen Gefühle des Erzählers mit ein, der ja alles nur beobachtet und nicht direkt involviert ist.

Wie andere schon vor mir geschrieben haben, hätte natürlich ich auch gerne gewusst, was sich die Frauen gesagt und geschrieben haben. Andererseits, wer weiß schon im richtigen Leben, was sich jeder im näheren Umfeld sagt oder schreibt? Auch wäre es dann vermutlich nicht mehr so objektiv gewesen, weil der Apfel sich dann möglicherweise eine eigene Meinung hätte bilden können (wenn er lesen könnte) und sich dann zwangsweise auf eine Seite geschlagen hätte. Die Geschichte wäre dann von der Erzählung her natürlich total anders geworden.

Mir sind noch drei kleine Fehler aufgefallen:
"Dann reicht sie ihr die Blüte, die sie aus dem dunklem Haar gestriffen hat und lächelt." - Standardsprache ist "gestreift", nicht "gestriffen".
"Doch, dass der Korb transportiert wurde, bemerkte ich." - Das erste Komma ist zu viel.
"Einer kletterte hinauf, säuberte uns und befestigte dann sorgsam etwas, der andere reichte alles an." - Hier heißt es "herauf", weil sich die Person zum Erzähler hinbewegt. "Hinauf" wäre in Ordnung, wenn es um einen anderen Baum gehen würde, aber diese Möglichkeit wird dann durch das "uns" ausgeschlossen. "Anreichen" kannte ich nicht, aber es steht im Duden, daher sage ich dazu nichts Smiley

Danke für diese schöne Geschichte.

LG Schming







Antwort der Autors Witch23 (30/06/14 07:30):
Danke für die Hinweise und für das echt süße Review. Ich werde mal schauen wann ich dazu komme das auszubessern.
Kurzes Geschichtchen
split am 05/09/15 16:05
Hihi, ne echt niedliche Idee.
Mir fällt da gar nicht viel zu ein, nur, dass es mir echt gefallen hat.



Antwort der Autors Witch23 (05/09/15 20:04):
Hey das ist doch schon ausreichend, nur fällt mir nicht mehr ein wie ich damals auf diese Idee gekommen bin XD
Kurzes Geschichtchen
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Snoopy279
16/05/21 18:14
gerne natürlich auch die, die Fanfiktion lesen/Fanfiktionschreiber einfach unterstützen wollen

Snoopy279
16/05/21 18:14
alle, die auch Fanfiktion schreiben, bitte bei der Petition mitmachen, damit das auch in Zukunft möglich bleibt!
http://chng.it/WnwVCzxGff


jabba
21/01/21 22:32
Knuddel! Knuddel! Alle ganz doll knuddel! Heute ist Weltknuddeltag! Knuddel! Knuddel!

Witch23
01/01/21 02:37
*Pfeif Zisch* Gutes neues Jahr wünsche ich euch allen

split
01/01/21 00:01
Frohes Neues *krach baller lärm*

split
24/12/20 23:24
Frohe Weihnachten

Niemue
24/12/20 12:29
Ich wünsche Euch allen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und viel Gesundheit im Neuen Jahr! :*

Witch23
24/12/20 11:02
Wünsche ich euch auch. Vor allem habt schöne Feiertage.

Yavia
24/12/20 10:48
Frohe Weihnachten euch allen!

Witch23
20/12/20 12:51
Einen schönen vierten Advent euch allen und hoffentlich bald wieder etwas entspanntere Tage

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